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Die Antwort auf die Frage berührt den Kern des Evangeliums, denn die Hoffnung des natürlichen Israel ist ebenso wie die Hoffnung aller Nationen die Rettung für die Ewigkeit. Wer diese Antwort nicht kennt, der versteht weder die Propheten des Alten Testamentes noch die Tatsache, dass sie vom Evangelium geweissagt haben.


 

1. Einleitung

Die Mehrheit der thoragläubigen Juden (etwa 14 bis 15 Millionen weltweit) weiß bis heute, dass Gott ihnen nach der Zerstörung des alten Staates Israel durch die Römer – also seit etwa dem Jahr 135-140 n.Chr. – ein Leben in der weltweiten Zerstreuung (Diaspora, Galuth) verordnet hat, bis der Messias kommt (entsprechend der Segens- und Fluch-Verheißungen in 5Mo 28-30). Sie ordnen sich den Aussagen der fünf Bücher Mose unter. Leider haben sie bis heute ihren wirklichen Messias Jesus Christus noch nicht erkannt. Daher glauben sie nicht an das Neue Testament. Sie warten auf einen anderen Messias, dessen Ankunft sie in der Zukunft sehen. Wir sollen als Christen für ihre Rettung beten und ihnen das Evangelium von Yeshua ben Yoseph ha Mashiach (der Name des Herrn Jesus Christus in der hebräischen Sprache) bringen, damit sie zum Glauben kommen.

Eine zweite Gruppe (etwa 1-2 Millionen weltweit), nämlich die der talmudistischen und kabbalistischen Gläubigen innerhalb des Judentums braucht ebenfalls unser Gebet. Sie geht bis heute mit einer Fülle von menschengemachten Lehren (Fabeln, Mythen) um. Die wohl bedeutendste Fabel war schon zur Zeit des Herrn die Ersetzung der geistlichen und ewigen Rettung im Reich Gottes durch eine zeitliche Rettung auf dieser Erde. Die wahre Rettung ist in dem ewigen Reich des auferstandenen Messias und Königs Jesus Christus. Die Eintrittspforte zum Reich ist die geistliche Wiedergeburt zum ewigen Leben durch den Glauben an das Evangelium für alle Glaubenden aus den irdischen Juden und den Nationen. Die ewige Rettung liegt somit im Bereich der Auferstehung, jenseits des Todes. Die zeitliche Rettung nach der Lehre der talmudistischen Rabbiner soll hingegen in einem irdischen Reich für das irdische Israel alleine mit Herrschaft über alle Nationen der Erde für 1000 Jahre unter einem irdischen König und Messias sein. Daher steht unsere Betrachtung unter dem Wort, welches schon der Apostel Paulus im ersten Jahrhundert zu Titus geredet hat:

 

Titus 1,13-14: „(…) aus diesem Grund weise sie (Anmerkung: damals die Gläubigen in Kreta, heute uns) streng zurecht, damit sie gesund seien im Glauben
14 und nicht auf jüdische Fabeln (Legenden) achten und auf Gebote von Menschen, die sich von der Wahrheit abwenden.

 

Die Irrlehre der Pharisäer zur Zeit des Herrn und ihrer heutigen geistlichen Nachfolger im Zionismus ist ungefähr 2500 Jahre alt. Sie stammt aus der Zeit der Babylonischen Gefangenschaft nach dem Verlust des irdischen Königreichs Israels. Sie basiert auf einer einseitig natürlichen Auslegung der eigentlich natürlich und geistlich zu deutenden Prophetien Moses und aller anderen Propheten. Diese Männer Gottes hatten neben der Rückkehr des Volkes aus der babylonischen Gefangenschaft und einer möglichen Erweckung und Sammlung der Juden aus allen Nationen vor allem auch über eine geistliche Wiederherstellung Israels am Ende der Existenz der alttestamentlichen Nation durch den Messias geredet. Die „Zeit des Endes“ bei Daniel ist die letzte Zeit der Existenz des alten Staates Israel. Die zeitlich orientierten Botschaften der alttestamentlichen Propheten sprechen hauptsächlich von der Zeit des Messias und den durch sein Werk geoffenbarten geistlichen Herrlichkeiten des Reiches Gottes.

 

1Pe 1,10-12: „Wegen dieser Errettung haben die Propheten gesucht und nachgeforscht, die von der euch zuteilgewordenen Gnade geweissagt haben.
11 Sie haben nachgeforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist des Christus in ihnen hindeutete, der die für Christus bestimmten Leiden und die darauf folgenden Herrlichkeiten zuvor bezeugte.
12 Ihnen wurde geoffenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern uns dienten mit dem, was euch jetzt bekannt gemacht worden ist durch diejenigen, welche euch das Evangelium verkündigt haben im Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt wurde – Dinge, in welche auch die Engel hineinzuschauen begehren.“

 

Die Sammlung der Gläubigen auf der Erde begann bereits kurz nach dem Sündenfall. Adam und Eva empfingen Vergebung für ihre Sünden und wurden von Gott mit dem Fell eines an ihrer Stelle getöteten Tieres bekleidet. Die Schlange erhielt die Verheißung ihres eigenen Untergangs in

 

1Mo 3,15: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“

 

Adam und Eva konnten in einer gefallenen unwirtlichen Welt außerhalb des Gartens Eden weiterleben und waren von dem Baum des Lebens durch das flammende Schwert der Cherubim abgetrennt. Der Zugang zum Baum des Lebens war von nun an nur noch durch den Tod hindurch möglich. Während der gesamten Zeit des Alten Testamentes gab es Menschen, die auf den Erlöser warteten, welcher der Schlange den Kopf zertreten würde.

Nach der großen Flut machte Gott durch die Familie Noahs einen Neuanfang, nachdem sich die Menschheit unrettbar von ihm entfernt hatte. Über die Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob (Israel) entstand ein Volk, welches Gott auf der Erde vor den Augen aller Nationen treu dienen sollte. Dies war das natürliche Israel, welches vollständig versagte. Sie wurden zwar von der Hand Gottes durch den Mittler Mose aus der Sklaverei Ägyptens erlöst, aber sie waren auf allen ihren Wegen eigensinnig und ungehorsam. Am Ende musste Gott sie als Nation verwerfen. Nur ein gläubiger und gehorsamer Überrest konnte noch gerettet werden.

Die Gründung des geistlichen Israels (der geistgetauften Gemeinde, des Leibes Christi) begann mit dem Leben, dem Tod, der Auferstehung und der Himmelfahrt des Herrn, und sie wurde geoffenbart durch die Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten in Jerusalem, wenige Jahre vor der Zerstreuung der alten irdischen Nation Israel. Auch die Gläubigen des Alten Testamentes wurden dieser Gemeinschaft zugerechnet, und sie sind bereits heute alle (zwar noch nicht leiblich, aber schon geistlich) versammelt auf dem himmlischen Berg Zion, wo jetzt auch der Thron Davids steht, auf dem der Herr selbst in seinem verherrlichten auferstandenen Leib sitzt. Bei der Wiederkunft Christi in Macht und Herrlichkeit wird die neue Schöpfung sichtbar geoffenbart werden in der leiblichen Auferstehung. Dann werden alle Gläubigen der Weltgeschichte für immer mit IHM leben.

 

Mt 27,52-53: „Und die Gräber öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt
53 und gingen aus den Gräbern hervor nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.“

Hebr 11,39-40: „Und diese alle, obgleich sie durch den Glauben ein gutes Zeugnis empfingen, haben das Verheißene nicht erlangt,
40 weil Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat, damit sie nicht ohne uns vollendet würden.“

Hebr 12,22-24: „… sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln,
23 zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten,
24 und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als [das Blut] Abels.“

Lk 1,32-33: „Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vat