Dieser Text bringt die Aussagen der Heiligen Schrift in einen möglichen Zusammenhang mit neueren historischen Forschungsergebnissen, sowie mit praktischen Beobachtungen auf den Gebieten der Geographie, der Architektur, der Kulturgeschichte und der Zeitgeschichte. Dabei kommt sie zu ganz eigenen Schlussfolgerungen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ein kurzes Wort zu unserer heutigen Situation
3. Die „Zeiten für den Satan“ unter der allmächtigen Regierung Gottes
4. Ein ewiges Reich und zwei tausendjährige Reiche
5. Biblische Argumente für die Lehre von der „kurzen Zeit für den Satan am Ende“
6. Erkenntnisse aus der neueren historischen Forschung
7. Weitere Beobachtungen in der Welt
8. Hinweise auf ein vergangenes Tausendjähriges Reich
9. Hinweise auf eine gegenwärtige „kurze Zeit für den Satan am Ende“
10. Eine mögliche Schilderung der Ereignisse unter Gottes ewigem Ratschluss
11. Kurze Zusammenfassung
12. Rückblick und Ausblick
13. Prophetische Zeittafel (gemäß „kurzer Zeit für den Satan am Ende“)
14. Fazit des Schreibers
1. Einleitung
Der folgende Text (geschrieben Anfang 2026) steht am bisherigen Ende einer längeren Reihe von Abhandlungen zu prophetischen Themen auf unserer Website: www.DieLetzteStunde.de. Seit Beginn unserer Arbeit lag der Schwerpunkt auf den Dingen des Anfangs und des Endes der Zeit. Es ging uns vornehmlich um die biblischen Lehren bezüglich der Schöpfung, der Prophetie und der Endzeitlehre, der sogenannten Eschatologie. Ausgehend von chronologischen Überlegungen (siehe hierzu unseren Text: „Esra, Nehemia und Esther in der Chronologie“) wurden in weiteren Texten verschiedene prophetische Lehrsysteme aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersucht. Das Kommen des HERRN Jesus Christus stand dabei stets im Mittelpunkt, denn wahre biblische Prophetie ist nicht Israel-zentriert, sondern immer Christus-zentriert.
Unterschiedliche Sichtweisen auf die Interpretation des Buches der Offenbarung kamen ebenso zur Sprache wie die Lehren des Prämillennialismus, des Postmillennialismus, die Lehre vom sogenannten schriftgemäßen Millennium (oft auch als Amillennialismus bezeichnet), der Dispensationalismus mit seiner speziellen Unterform des Futurismus, sowie die speziellen Israel-zentrierten prophetischen Lehren des sogenannten „Christlichen Zionismus“ und seiner Vorentrückungslehre. Mit den Lehren des radikalen und des gemäßigten Präterismus haben wir uns nicht näher beschäftigt.
Als aufmerksamen Beobachtern des Zeitgeschehens ist uns natürlich nicht entgangen, dass die zionistisch orientierten Prophetiesysteme infolge der aktuellen politischen Ereignisse in der Welt ins Wanken geraten sind (siehe hierzu auch unseren Text: „Friede und Sicherheit“ aus dem Jahr 2025). Zu gleicher Zeit ist es innerhalb der letzten Jahre zu einer Neuorientierung unter den internationalen Veröffentlichungen verschiedener prophetisch interessierter Christen im Internet gekommen. Dies geschah außerhalb der bekannten christlichen Gemeindestrukturen. Im Lauf der Zeit haben wir auch selbst sehr viel dazugelernt.
Zunehmend ist hierbei im englischen Sprachraum eine Endzeitlehre ins Blickfeld gekommen, welche als „The Little-Season-Eschatology“ bezeichnet wird. Diese Eschatologie vertritt eine andere Abfolge der prophetischen Ereignisse der biblischen Geschichte als diejenige, welche wir von den bisher bekannten Prophetiesystemen kennen. Sie orientiert sich an Aussagen der Propheten des Alten Testamentes, an den Worten des HERRN Jesus Christus in den Evangelien und in der Offenbarung, sowie an einigen Aussagen in den Briefen des Neuen Testamentes. Sie bringt diese Aussagen der Heiligen Schrift in einen möglichen Zusammenhang mit neueren historischen Forschungsergebnissen, sowie mit praktischen Beobachtungen auf den Gebieten der Geographie, der Architektur, der Kulturgeschichte und der Zeitgeschichte. Dabei kommt sie zu ganz eigenen Schlussfolgerungen.
Im deutschen Sprachraum hat man bisher noch nichts über diese Endzeitlehre gehört. Die nachfolgenden Erläuterungen haben das Ziel, dies zu ändern. Der/die Leser/in ist dazu eingeladen, eine möglichst unvoreingenommene persönliche Untersuchung der dargebotenen Inhalte vorzunehmen und vor dem HERRN Jesus Christus ebenso wie der Schreiber selbst zu einer eigenen geistlichen Überzeugung zu gelangen.
2. Ein kurzes Wort zu unserer heutigen Situation
Meine Mutter ist nun in ihrem neunzigsten Lebensjahr angelangt. Sie ist noch eine der letzten Zeitzeuginnen des zweiten Weltkrieges, denn 1945 war sie neun Jahre alt. Sie glaubt an den HERRN Jesus Christus und hat den Heiligen Geist empfangen. Neulich sagte sie zu mir am Telefon in ihrer einfachen Sprache sinngemäß das Folgende: „In unserer Welt regiert der Satan. So schlimm wie heute habe ich es noch nie erlebt. Alles ist tot.“ Sie hatte hinsichtlich der äußeren Abläufe in unserer Zeit Recht, und ich wollte ihr hierin nicht widersprechen. Alles was wir um uns herum wahrnehmen, sei es politisch, kulturell, wirtschaftlich, gesellschaftlich oder religiös, trägt immer mehr die eindeutige Handschrift Satans. Die Prinzipien der staatlich organisierten Lüge, des Betrugs, der Verführung, der Ausbeutung, der staatlichen Gewaltanwendung im öffentlichen und privaten Bereich, sowie auch der individuellen Gottlosigkeit im praktischen Leben fast aller Menschen werden in jeglicher Hinsicht weltweit immer schonungsloser geoffenbart. Die Dämme sind völlig gebrochen.
Natürlich glauben und wissen wir als Christen, dass unser HERR Jesus Christus nach seiner Himmelfahrt den Thron zur Rechten des Vaters im Himmel eingenommen hat. ER ist nun als verherrlichter Mensch und ewiger Gott der HERR aller Herren und der König aller Könige. Ihm ist alle Macht und Gewalt gegeben im Himmel und auf der Erde. Alles was geschieht, steht unter seiner völligen Kontrolle, und nichts kann ihn jemals überraschen oder ihm aus der Hand laufen. ER rettet alle seine Gläubigen aus der Welt heraus, aus dem Tod in das ewige Leben hinein, und er bringt seine Gemeinde durch die Bedrängnisse dieser Weltzeit hindurch. ER wird nicht eines seiner Kinder verlieren. Am Ende wird ihm keines von ihnen fehlen. Alle diese Zusagen haben wir als Gläubige von ihm bekommen.
Joh 10,27-30: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; 28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. 29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. 30 Ich und der Vater sind eins.“
Joh 16,33: „Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!“
Mt 16,18: „Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen.“
Mt 28,18-20: „Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. 19 So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“
Dieser Glaubensgewissheit steht jedoch andererseits die ebenso klare biblische Tatsache der Existenz und des Wirkens des Satans gegenüber, des großen Feindes Gottes und der Gemeinde. Dieser Feind wurde auf Golgatha grundlegend besiegt und entmachtet, es wurde ihm die Macht über das Leben der Gläubigen und über den Tod genommen. Er geht der ewigen Qual in der Verlorenheit des Feuersees entgegen. Am letzten Tag dieser Weltzeit wird es für ihn soweit sein.
Bis zu diesem Tag geht der HERR Jesus Christus in seiner souveränen Regierung nicht nur seine Wege mit der Gemeinde und mit der ungläubigen Welt, sondern gerade auch mit dem Satan und seinen Dämonen (den gefallenen Engeln). Im unsichtbaren geistlichen Bereich hat der aussichtslose Kampf des Satans und seiner Dämonen gegen den allmächtigen Gott an dem Tag begonnen, an welchem der schirmende Cherub am Thron Gottes rebellierte und somit durch den Hochmut seines Herzens und seine eigene Bosheit zu Luzifer wurde, zum Sohn der Morgenröte, zum Drachen, zur alten Schlange, zum Teufel, zum Satan.
Jes 14,12-15: „Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen! 13 Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: ›Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden; 14 ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleichmachen!‹ 15 Doch ins Totenreich bist du hinabgestürzt, in die tiefste Grube!“
Hes 28,13-19: „In Eden, im Garten Gottes warst du; mit allerlei Edelsteinen warst du bedeckt: mit Sardis, Topas, Diamant, Chrysolith, Onyx, Jaspis, Saphir, Karfunkel, Smaragd, und mit Gold. Deine kunstvoll hergestellten Tamburine und Flöten waren bei dir; am Tag deiner Erschaffung wurden sie bereitet. 14 Du warst ein gesalbter, schützender Cherub, ja, ich hatte dich dazu eingesetzt; du warst auf dem heiligen Berg Gottes, und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen. 15 Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde. 16 Durch deine vielen Handelsgeschäfte ist dein Inneres mit Frevel erfüllt worden, und du hast gesündigt. Darum habe ich dich von dem Berg Gottes verstoßen und dich, du schützender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine vertilgt. 17 Dein Herz hat sich überhoben wegen deiner Schönheit; du hast deine Weisheit um deines Glanzes willen verderbt. So habe ich dich auf die Erde geworfen und dich vor den Königen zum Schauspiel gemacht. 18 Mit deinen vielen Missetaten, durch die Ungerechtigkeit deines Handels, hast du deine Heiligtümer entweiht; da ließ ich ein Feuer von dir ausgehen, das dich verzehrte, und ich habe dich zu Asche gemacht auf der Erde, vor den Augen aller, die dich sahen. 19 Alle, die dich kennen unter den Völkern, entsetzen sich über dich; du bist zum Schrecken geworden und bist für immer dahin!“
Off 12,9: „Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.“
In unserer Zeit hat er unter der Zulassung Gottes noch immer die Macht, seine Diener in weltliche Herrschaftspositionen hineinzubringen und die gottlosen Reiche der Welt äußerlich betrachtet zu steuern. Er ist der Fürst dieser Welt, der Fürst der in der Luft herrscht, der Gott dieser Weltzeit. Letztlich ist es jedoch immer der HERR Jesus Christus selbst, der dem Feind seine Aktivitäten nur bis zu einem gewissen Grad erlaubt. Jesus Christus ist der HERR der Herren und König aller Könige, der die Herzen der irdischen Könige lenkt wie Wasserbäche, der letztlich die Könige einsetzt und auch wieder absetzt. Der HERR Jesus Christus selbst sitzt auf dem himmlischen Thron und lacht über die gottlosen Herrscher dieser Welt, die sich selbst zu Dienern des Satans gemacht haben.
Im EWIGEN REICH Gottes hat der Satan keine Herrschermacht. Das Reich Gottes gehört dem dreieinigen Gott: dem Vater, dem Sohn Jesus Christus und dem Heiligen Geist. Es wurde inmitten der Menschen in der Auferstehung und Himmelfahrt des Herrn gegründet. Es wurde am Pfingsttag den Menschen auf der Erde geoffenbart und wird in Ewigkeit sichtbar im neuen Himmel und auf der neuen Erde bestehen, nachdem alle Reiche der heutigen Welt zusammen mit ihren Herrschern, mit dem Satan und seinen Dämonen untergegangen sind. Die Gläubigen als Bürger des ewigen Reiches Gottes erwarten das Kommen des HERRN Jesus Christus zum letzten Gericht über die gegenwärtige Welt. Sie leben bis zu diesem Tag in der Gegenwart und unter der äußerlichen Herrschaft der irdischen Regierungen und Könige. Sie sind in dieser Zeit bisweilen noch harten Prüfungen ausgesetzt. Am Ende ist jedoch der Sieg sicher.
Lk 4,5-7: „Da führte der Teufel ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick. 6 Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will. 7 Wenn du nun vor mir anbetest, so soll alles dir gehören!“
Joh 14,30: „Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt, und in mir hat er nichts.“
Eph 2,2: „(…) in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt;“
2Kor 4,4: „(…) bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat, sodass ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gottes Ebenbild ist.“
Spr 21,1: „Gleich Wasserbächen ist das Herz des Königs in der Hand des HERRN; er leitet es, wohin immer er will.“
Dan 2,21: „Er führt andere Zeiten und Stunden herbei; er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen die Weisheit und den Verständigen den Verstand.“
Dan 2,44: „Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird; und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen; es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen;“
Hi 1,12: „Da sprach der HERR zum Satan: Siehe, alles, was er hat, soll in deiner Hand sein; nur nach ihm selbst strecke deine Hand nicht aus! Und der Satan ging vom Angesicht des HERRN hinweg.“
Hi 2,6: „Da sprach der HERR zum Satan: Siehe, er ist in deiner Hand; nur schone sein Leben!“
Ps 2,4+10: „Der im Himmel thront, lacht; der Herr spottet über sie. 10 So nehmt nun Verstand an, ihr Könige, und lasst euch warnen, ihr Richter der Erde!“
Phil 3,20: „Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter,“
Off 17,14: „Diese werden mit dem Lamm Krieg führen, und das Lamm wird sie besiegen — denn es ist der Herr der Herren und der König der Könige —, und mit ihm sind die Berufenen, Auserwählten und Gläubigen.“
Ausgehend von unseren bisherigen Gedanken möchten wir nun etwas genauer untersuchen, welche Wege und Zeitabläufe der HERR in seiner allmächtigen Regierung für den Satan vorgesehen hat. Der folgende Abschnitt ist hierbei zwar auf dem gedanklichen Hintergrund der „Little-Season-Eschatology“, der Endzeitlehre der „kurzen Zeit für den Satan am Ende“ abgefasst, wurde aber ausführlich ergänzt durch eigene Gedanken des Schreibers. Wir möchten den/die Leser/in im Augenblick noch um etwas Verständnis und Geduld beim weiteren Lesen dieses Abschnittes bitten. Wir werden uns bemühen, die biblischen und außerbiblischen Grundlagen der Lehre von „der kurzen Zeit für den Satan am Ende“ in den folgenden Textteilen zu entwickeln. Das Thema ist komplex, und wir müssen schrittweise vorgehen. Alles baut aufeinander auf. Und nun los!
3. Die „Zeiten für den Satan“ unter der allmächtigen Regierung Gottes
Die erste Stufe der Existenz dieses Engelwesens begann eine unbestimmte Zeit vor der Erschaffung der Erde. Im Anfang der Schöpfung gab es nämlich den von Gott geschaffenen schirmenden Cherub am Thron Gottes, so wie wir es in unserer voranstehend zitierten Hesekielstelle gesehen haben. Wir können dies sagen, weil die bereits erschaffenen Engel (die Morgensterne, die Söhne Gottes) bei der Erschaffung der Erde dem Schöpfer zujubelten.
Hi 38,4-7: „Wo warst du, als ich den Grund der Erde legte? Sprich es aus, wenn du Bescheid weißt! 5 Wer hat ihre Maße bestimmt? Weißt du das? Oder wer hat die Messschnur über sie ausgespannt? 6 Worin wurden ihre Grundpfeiler eingesenkt, oder wer hat ihren Eckstein gelegt, 7 als die Morgensterne miteinander jauchzten und alle Söhne Gottes jubelten?“
Gott weiß wie lange die Existenz des schirmenden Cherubs andauerte bis zu seinem Fall. Wir dürfen nach Ansicht des Schreibers davon ausgehen, dass der Fall bereits vor der Entstehung der Erde stattfand. Manche lehren zwar, dass die Erde bereits erschaffen war, und dass der schirmende Cherub zwischen den Edelsteinen im Garten Gottes auf dieser Erde wandelte und danach erst fiel. Die Erde sei dann für lange Zeit in einen verwüsteten und öden Zustand gekommen und von Gott in dem Schöpfungsakt der sechs Tage lediglich erneuert worden. Sie lesen 1Mo 1,2 wie folgt: „Die Erde aber wurde wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.“
Andererseits heißt es in 2Pe 3,5: „…dass es schon vorzeiten Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus entstanden ist und inmitten des Wassers bestanden hat durch das Wort Gottes.“ Diese Aussage korrespondiert mit 1Mo 1,9-10: „Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einem Ort, damit man das Trockene sehe! Und es geschah so. Und Gott nannte das Trockene Erde, aber die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war.“ Wenn es schon vorher eine Erde gegeben hätte, dann hätte Gott dem Trockenen am dritten Schöpfungstag wohl nicht erst den Namen „Erde“ geben müssen. Der Schreiber glaubt somit wie gesagt an die erstgenannte Lehrmeinung. Der Fall des schirmenden Cherubs führte jedenfalls dazu, dass er zum Satan wurde. Gott bezeichnet ihn in Jesaja 14,12 als Sohn der Morgenröte, als Lichtträger oder Luzifer.
Die zweite Stufe seiner Existenz begann mit diesem Fall. Von nun an war er der Satan, der Feind Gottes. Sein weiterer Weg war von nun an vorgezeichnet, so wie es der Weg aller späteren Feinde Gottes ebenfalls war und bis heute ist. Durch seine Überredungskünste versuchte er möglichst viele Engel in seine Rebellion gegenüber Gott hineinzuziehen. Ein Drittel der Engel folgte seinem Abfall und wurde somit zum Heer der Dämonen im Dienst Satans. Wir können dieses Zahlenverhältnis erkennen in
Off 12,3-4: „Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: siehe, ein großer, feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Kronen; 4 und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte, um ihr Kind zu verschlingen, wenn sie geboren hätte.“
Nach einer in der Schrift nicht geoffenbarten Zeitdauer geschah dann die Erschaffung unseres Himmelsfirmamentes und der Erde in sechs Tagen durch das Wort Gottes. Hier beginnen die Jahreszählungen der biblischen Chronologie unter der Bezeichnung „Anno Hominis“ oder „Anno Mundi“. Am sechsten Tag wurde der Mensch zunächst als Mann erschaffen. Die Frau wurde erst etwas später gebildet, nachdem der Mann zuvor allen Tieren den Namen gegeben hatte und dabei vergeblich nach einer ihm wesensgleichen Gesellschafterin für sich selbst Ausschau gehalten hatte. Adam fiel in einen tiefen Schlaf und Gott nahm eine Rippe aus Adams Seite, um daraus eine Frau zu bilden. Dieses schöne Geschehnis deutet bildhaft auf die Entstehung der Gemeinde Gottes aufgrund des Todes (tiefer Schlaf) und der Auferstehung (Erwachen) des letzten Adam, des HERRN Jesus Christus hin. Der Mann und die Frau wurden als im Auftrag Gottes stellvertretend über die Schöpfung herrschendes Menschenpaar eingesetzt. Sie und ihre Nachkommen sollten in ständiger Gemeinschaft mit Gott den Garten Eden bebauen und ihn über die gesamte Erde ausbreiten
1Mo 1,27-28: „Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. 28 Und Gott segnete sie; und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde!“
Der Satan konnte dies nicht ertragen, weil er selbst ja durch seinen Fall seine hohe Position verloren hatte. Kein anderer sollte vor seinen Augen an seiner eigenen Stelle in Gottes Auftrag über die Erde herrschen. Schon sehr bald verführte er daher in Gestalt der Schlange die Frau. Die Frau aß die verbotene Frucht und gab auch dem Mann davon. Das war der Sündenfall. Die Menschen hatten im Unglauben und Ungehorsam den Baum der Erkenntnis gewählt. Sie hatten sich für den Tod und die Schlange entschieden anstatt für den Baum des ewigen Lebens und für den lebendigen Gott. Gott kündigte daraufhin einerseits sein Gericht über den gefallenen Menschen an, andererseits die zukünftige Erlösung des gefallenen Menschen und den Untergang der Schlange durch den kommenden Messias und dessen Werk.
1Mo 3,15: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“
Die dritte Stufe der Existenz Satans begann nun, und sie war eine sehr lange Zeit der Dunkelheit. Der Satan hatte Zugang zum Himmel und zur Erde. Er konnte die Menschen auf der Erde verführen, sie in Finsternis halten und sie schließlich mehrheitlich in den Tod ziehen. Die Dämonen zeugten bis zur Zeit Noahs sogar Kinder mit den Frauen der Menschen. Satans Einfluss auf die Menschen führte schließlich zu einer derartigen Verdorbenheit der gesamten Welt, dass Gott zur Lebenszeit Noahs die Flut über die Erde bringen musste. Auch danach ging es für die Nachkommen der Familie Noahs noch so weiter. Der Tod herrschte von Adam bis auf Mose, die Menschen waren verloren in ihrer Sünde und im Tod.
Rö 5,14: „Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht mit einer gleichartigen Übertretung gesündigt hatten wie Adam, der ein Vorbild dessen ist, der kommen sollte.“
Aus den Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs bildete Gott sich das Volk Israel. Es wurde nach Ägypten gebracht und geriet dort in die Sklaverei. Unter dem Mittler Mose konnte es schließlich aus Ägypten (Bild der Welt) ausziehen. Im Gesetz vom Sinai offenbarte Gott diesem irdischen Volk Israel unter der Führung des Mittlers Mose seine Gedanken über die Sünde und gab ihnen die Möglichkeit in Buße, im Gehorsam des Glaubens und in der Erwartung des kommenden Messias, auf welchen der Opferdienst unter dem Gesetz hinwies, dem ewigen Tod und der Verlorenheit zu entkommen. Aber auch hier konnte der Satan weiterhin großen Schaden anrichten, so dass Gott immer wieder Wege des Gerichts und Wege der erneuten Gnade mit dem Volk gehen musste. Nur ein Überrest wurde gerettet.
Die übrigen Nationen waren weiterhin in Finsternis. Sie konnten sich jedoch durch die Anbetung des unsichtbaren Schöpfers anstelle des Geschöpfes (Gottesdienst anstelle von Götzendienst) und durch den Gehorsam gegenüber ihrem eigenen Gewissen (der Stimme Gottes in ihrem eigenen Herzen) Gott nähern. Seit dem Kommen des Messias werden die irdischen Juden und alle irdischen Nationen nach dem Evangelium gerichtet.
Rö 1,19-23: „(…) weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; 20 denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben. 21 Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. 22 Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden 23 und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht.“
Rö 2,14-16: „Wenn nämlich Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur aus tun, was das Gesetz verlangt, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz, 15 da sie ja beweisen, dass das Werk des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt, dazu ihre Überlegungen, die sich untereinander verklagen oder auch entschuldigen — 16 an dem Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird nach meinem Evangelium.“
Studiert man verschiedene Bibelversionen, so kommt man für die Zeit vom Sündenfall bis zum Kommen des Herrn Jesus Christus, des Sohnes Gottes, des Erlösers der Welt, auf eine Dauer zwischen etwa 4000 Jahren (neuzeitliche Bibelversionen des Alten Testamentes) oder 5500 Jahren (Altes Testament in der griechischen Septuaginta). Der Schreiber hat die beiden Zeitachsen nachgerechnet, indem er die Jahreszählungen der alten Septuaginta mit den neuzeitlichen Bibelübersetzungen verglich. Der deutliche Unterschied in der Zeitdauer resultiert aus den Lebensspannen, welche den Pariarchen in 1Mo 5 und 1Mo 11 zugeordnet sind. Ab Abraham sind keine Unterschiede mehr vorhanden, so dass der chronologische Kontext der alttestamentlichen Propheten in Bezug auf die Aussagen des Neuen Testamentes nicht beeinflusst wird. Ob man nun 4000 Jahre oder 5500 Jahre vom Sündenfall bis zum HERRN Jesus Christus veranschlagt, soll jedoch hier nicht allzu sehr im Vordergrund stehen. Entscheidend für unseren Gedankengang ist vielmehr dieses:
Die Zeit vom Sündenfall bis auf den Messias Israels und der Welt, den HERRN Jesus Christus, war die „lange Zeit für den Satan“ (vielleicht 4000, vielleicht 5500 Jahre) unter der allmächtigen Regierung Gottes, die dritte Stufe seiner Existenz.
Die vierte Stufe seiner Existenz war die Lebenszeit des HERRN Jesus Christus als Mensch auf der Erde. Der Satan und seine Dämonen versuchten während dieser Zeit, den HERRN schon kurz nach seiner Geburt durch die Hand des Königs Herodes zu töten. Danach versuchten sie ihn mit allen Mitteln von der Ausführung seines Dienstes abzuhalten. Der Satan selbst versuchte den HERRN in der Wüste dreimal. Er konnte den HERRN nicht zu einer einzigen Sünde verleiten. Sogar am Kreuz versuchte er es noch einmal durch den Mund der Spötter in Israel. Der HERR war als der einzige jemals sündlose Mensch und als der heilige und reine Sohn Gottes seinem himmlischen Vater absolut gehorsam. Er überwand in wunderbarer Weise alle Versuchungen und Leiden und vollbrachte sein vollkommenes Erlösungswerk bis zum Ende.
Off 12,4-5: „(…) und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte, um ihr Kind zu verschlingen, wenn sie geboren hätte. 5 Und sie gebar einen Sohn, einen männlichen, der alle Heidenvölker mit eisernem Stab weiden wird; und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron.“
Lk 4,1-13: „Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde vom Geist in die Wüste geführt 2 und 40 Tage vom Teufel versucht. Und er aß nichts in jenen Tagen; und zuletzt, als sie zu Ende waren, war er hungrig. 3 Und der Teufel sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde! 4 Und Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort Gottes«. 5 Da führte der Teufel ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick. 6 Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will. 7 Wenn du nun vor mir anbetest, so soll alles dir gehören! 8 Und Jesus antwortete ihm und sprach: Weiche von mir, Satan! Denn es steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen«. 9 Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Wenn du der Sohn Gottes bist, so stürze dich von hier hinab; 10 denn es steht geschrieben: »Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, dass sie dich behüten, 11 und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.« 12 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen!« 13 Und nachdem der Teufel alle Versuchung vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeit lang.“
Mt 27,39-44: „Aber die Vorübergehenden lästerten ihn, schüttelten den Kopf 40 und sprachen: Der du den Tempel zerstörst und in drei Tagen aufbaust, rette dich selbst! Wenn du Gottes Sohn bist, so steige vom Kreuz herab! 41 Gleicherweise spotteten aber auch die obersten Priester samt den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen: 42 Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten! Ist er der König Israels, so steige er nun vom Kreuz herab, und wir wollen ihm glauben! 43 Er hat auf Gott vertraut; der befreie ihn jetzt, wenn er Lust an ihm hat; denn er hat ja gesagt: Ich bin Gottes Sohn! 44 Ebenso schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren.“
Joh 19,30: „Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.“
Nach seiner Auferstehung erschien der HERR seinen Jüngern während 40 Tagen bis zu seiner Himmelfahrt auf der Erde und erklärte ihnen die Dinge des EWIGEN REICHES Gottes. Sie konnten das Reich jetzt sehen. Am Pfingsttag, also 50 Tage nach der Auferstehung und 10 Tage nach der Himmelfahrt des HERRN, konnten sie dann auch in der Kraft des Heiligen Geistes aus der Höhe hineingehen, darin leben und wirksam dienen. Bei seiner Himmelfahrt bestieg der HERR als der siegreiche Löwe von Juda, als das gestorbene, auferstandene und verherrlichte Lamm Gottes den Thron zur Rechten des Vaters und öffnete das Buch der Gerichte Gottes über das irdische Israel und die Welt (Offenbarung 4 und 5). Dann kämpfte der Erzengel Michael mit den Engeln Gottes gegen den Satan und seine Dämonen. Der Satan und die Dämonen wurden aus dem Himmel auf die Erde geworfen.
Die fünfte Stufe der Existenz des Satans begann in diesem Moment. Er war nun auf die Erde geworfen und hatte keinen Zugang mehr zum Himmel. Er hatte eine ungeheure Wut, da er wusste, dass er nur eine sehr kurze Zeit in dieser Stellung verbleiben konnte. Die große Wut Satans fand ihren sichtbaren Ausdruck in den fürchterlichen Christenverfolgungen in Israel und im gesamten Römischen Reich bis zum Untergang Jerusalems, des alten Israel und des Römischen Reiches.
Off 12,7-12: „Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen; und der Drache und seine Engel kämpften; 8 aber sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. 9 Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen. 10 Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus! Denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht. 11 Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod! 12 Darum seid fröhlich, ihr Himmel, und die ihr darin wohnt! Wehe denen, die auf der Erde wohnen und auf dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.“
Der Untergang Jerusalems ereignete sich im Jahr 70 n.Chr., also genau 40 Jahre nach der Kreuzigung, der Auferstehung und der Himmelfahrt des HERRN. Der HERR selbst hatte in der Ölbergrede im Jahr 30 und auch zu verschiedenen anderen Gelegenheiten seines Dienstes auf diese kommende Zerstörung innerhalb einer Generation hingewiesen. Er hatte ausdrücklich betont, dass die Generation welche ihn kreuzigen würde, mit ihren eigenen Augen seine Wiederkunft zum Gericht sehen würde. Das Gericht wurde prophezeit im Jahr 30, kam also im Jahr 70 n.Chr. exakt gemäß dieser Prophetie des HERRN. Im damaligen Israel wurde eine Generation mit 40 Jahren veranschlagt, weil Gott es im Alten Testament so gesagt hatte. Wiederholte Zeiten der Prüfung in der Geschichte Israels im Alten Bund hatten ebenfalls eine Dauer von 40 Jahren: 40 Jahre für Mose in der Verbannung Midians, 40 Jahre für Mose und das Volk in der Wüste, 40 Jahre unter Saul, 40 Jahre unter David, 40 Jahre unter Salomo. 40 Jahre für Jeremia. Am Ende 40 Jahre unter dem Evangelium bis zum Untergang.
4Mo 14,33-34: „Und eure Kinder sollen in der Wüste 40 Jahre lang Viehhirten sein und eure Hurereien tragen, bis eure Leichname in der Wüste aufgerieben sind! 34 Entsprechend der Zahl der 40 Tage, in denen ihr das Land erkundet habt — sodass je ein Tag ein Jahr gilt —, sollt ihr 40 Jahre lang eure Ungerechtigkeiten tragen, damit ihr erfahrt, was es bedeutet, wenn ich mich [von euch] abwende!“
5Mo 29,4: „Ich habe euch 40 Jahre lang in der Wüste geführt; eure Kleider sind an euch nicht zerlumpt, und der Schuh an deinem Fuß ist nicht abgenutzt.“
Die sechste Stufe der Existenz Satans gemäß der Eschatologie der „kurzen Zeit für den Satan am Ende“ soll nun besprochen werden. Wir möchten den/die Leser/in nochmals um Geduld und Verständnis bitten, bis wir zur näheren Erklärung und Begründung dessen kommen, was nun zunächst einfach einmal gesagt werden soll.
Der Untergang des Römischen Reiches geschah nahezu zeitgleich mit dem Untergang Israels über einen Zeitraum von nur wenigen Jahrzehnten zum Ende des ersten Jahrhunderts n.Chr. Die Zeitachse ist hier von den neuzeitlichen Historikern künstlich in die Länge gezogen worden. Der endgültige Untergang nicht nur Jerusalems, sondern der gesamten alten Nation Israels und Roms geschah bei der Wiederkunft des HERRN mit seinen Engeln auf den Wolken des Himmels zum Gericht. Der HERR selbst hatte schon zu seinen eigenen Lebzeiten in Israel diese Wiederkunft prophezeit. Diese Wiederkunft war das Ende der alten Welt.
Diese damals unmittelbar bevorstehenden Ereignisse der großen Drangsal für Israel und die alte Welt werden gemäß der Ansicht verschiedener älterer Ausleger (Matthew Henry, Adam Clark, Albert Barnes und anderen) in der Offenbarung prophezeit. Die neuere historische Forschung hat ergeben, dass Johannes von Nero nach Patmos verbannt wurde, nachdem dieser Kaiser erfolglos versucht hatte, den Apostel in siedendem Öl zu kochen. Der Apostel hatte unter dem Schutz des HERRN keinen Schaden erlitten. Nero starb im Jahr 68 n.Chr., so dass die Offenbarung vor diesem Datum geschrieben worden sein muss.
Die Offenbarung wurde von dem zeitgenössischen US-amerikanischen Pastor Chuck Baldwin als „die Johannes - Version der Ölbergrede“ bezeichnet, denn sie weist in ihrer charakteristischen apokalyptischen Sprache auf dieselben Dinge hin wie die Ölbergrede es in normaler Sprache tut. Siehe hierzu: YouTube / LibertyFellowshipMT / Prophecy and Revelation Series.
Kapitel 1 ist die Einleitung und der Prolog des Buches mit der gewaltigen Vision des HERRN Jesus Christus für Johannes. Dieses Kapitel betont wiederholt, dass die nachfolgend im Buch beschriebenen Dinge nun unmittelbar bevorstehen und sich in Kürze (tachy) ereignen werden.
In Kapitel 2 und 3 folgen Warnungen an die sieben Gemeinden Kleinasiens, welche auch allesamt im damaligen römischen Herrschaftsgebiet lagen und somit ebenfalls im Begriff standen, unter diese schnell (tachy) herannahenden Ereignisse zu fallen.
Kapitel 4 beginnt erneut mit dem Hinweis, dass die nun folgenden Offenbarungen sich in Kürze („nach diesem“) erfüllen werden. Die Kapitel 4 und 5 zeigen dann den himmlischen Thronsaal mit der Thronbesteigung des auferstandenen HERRN Jesus Christus. Er öffnet das Buch der Gerichte, welche in den Kapiteln 6-16 über Israel, Jerusalem, den Tempel und Rom selbst kommen.
Kapitel 6 bringt mit den vier Reitern und den sechs Siegeln eine allgemeine Einführung in die kommenden Gerichte über Jerusalem und das Land in den Jahren 67 bis 70 n.Chr.. Es ist gewissermaßen ein „Vorspann“ der Belagerung und Vernichtung Jerusalems, und viermal heißt es hier: „Komm und sieh!“ Manche Ausleger sehen den ersten Reiter als eine Vorausschau auf das Kommen des HERRN Jesus selbst (in Kapitel 19 dann ausführlich beschrieben), die übrigen drei Reiter als die Gerichtsengel Gottes im Gefolge des HERRN: Erstens Krieg und Seuchen, zweitens Teuerung und Hunger, drittens Tod und Verwüstung. Andere wiederum sehen in den vier Reitern vier verschiedene römische Provinzgouverneure (sogenannte Vierfürsten), welche zur Zeit der Zerstörung Jerusalems in den Regionen des römischen Reiches verschiedene grausame Christenverfolgungen inszenierten: Erstens Diokletian, zweitens Galerius, drittens Maximian, viertens Constantinus Chlorus (Chlorus bedeutet übersetzt: „grünlich blass und fahl“, entsprechend dem vierten fahlen Pferd). Unter dem fünften Siegel erscheinen die Märtyrer der frühen Gemeinde bis zum Untergang Jerusalems und Roms.
Das sechste Siegel bringt ein auch außerbiblisch-historisch belegtes gewaltiges Erdbeben jener Zeit, welches das gesamte römische Reich betraf und besonders schlimm in Israel wütete. Hinzu kommt die Verfinsterung der Sonne und des Mondes durch die gewaltigen Rauchwolken des monatelangen Krieges um Jerusalem. Außerdem die teilweise geographische Einebnung der Hügel durch die Heere der Römer auf ihrem Weg nach Jerusalem, von Josephus dokumentiert. Die Verschiebung der Gestirne korrespondierte für das irdische Israel mit der Öffnung des damaligen Himmels bei der Ankunft des HERRN zur Aufrichtung des tausendjährigen Reiches. Für das geistliche Israel des Neuen Bundes, also für die Gemeinde, bedeutet es die Auflösung des gesamten Himmels bei der letzten Ankunft des HERRN am Ende der gegenwärtigen Weltzeit. In der Offenbarung gibt es immer diese beiden Deutungsebenen: eine für das irdische Israel, eine für das geistliche Israel (die Gemeinde).
Am Ende schließlich die Flucht der weltlichen Herrscher in unterirdische Verstecke, welche jedoch von den Römern aufgefunden und vernichtet wurden. Die Juden wussten damals, dass sie den Messias umgebracht hatten, und dass der HERR, nämlich das siegreiche Lamm, nun seinen Zorn über sie gebracht hatte. Niemand konnte bestehen. Auch am Ende dieser Weltzeit werden sich die Herrscher im Dienst Satans in ihren unterirdischen Verstecken und ihren selbstgebauten Atombunkern im Fels verkriechen. Die Hand des HERRN wird sie alle finden.
Kapitel 7 bringt unter der symbolischen Zahl 144.000 aus den 12 Stämmen des geistlichen Israels (die vollständigen 12 Stämme des irdischen Volkes existierten zu dieser Zeit schon lange nicht mehr im Land) die ausharrenden Gläubigen der frühen Gemeinde im Land Israel. Der HERR bewahrte diese Gläubigen vor dem endgültigen Untergang, denn sie beachteten die Warnungen der Offenbarung und des Hebräerbriefes und flüchteten rechtzeitig vor dem Beginn der Belagerung aus der Stadt. Der zweite Teil des Kapitels zeigt die sehr große Zahl der damals bereits gestorbenen Gläubigen des Alten Bundes und des frühen Gemeindezeitalters, also die Märtyrer und die natürlich Entschlafenen, in der Herrlichkeit des Himmels. Es ist außerdem eine Vorausschau auf die unzählbare Menge der Erretteten aus dem Neuen Bund am Ende des Zeitalters.
Kapitel 8 beschreibt dann unter den ersten vier Posaunen den anfänglichen Teil der bald kommenden Ereignisse während der ersten 37 von insgesamt 42 Monaten der Belagerung Jerusalems. Hier ist es also nicht mehr der „Vorspann“ wie in Kapitel 6, sondern der genauere Blick auf die konkreten Geschehnisse. Das siebte Siegel im Himmel zeigt die ernste Situation, welche die Posaunen einleitet. Gott beginnt nun das Gericht, und die Zeit der Gnade und der erhörten Fürbitte ist vorbei. Die Posaunen laufen parallel zu einigen der Plagen, welche Gott beim Auszug des jungen Volkes unter dem Mittler Mose über die Ägypter gebracht hatte. Nun ist das Volk Israel und insbesondere auch Jerusalem selbst zu einem geistlichen Sodom und Ägypten geworden (Off 11,8), und es muss ebenso gerichtet werden.
Die erste Posaune zeigt die Vernichtung von einem Drittel der Vegetation, nämlich der Bäume und Gärten, sowie der Wiesen und Felder im Land. Die Belagerer zerstörten hier die Nahrungsgrundlagen des Landes, was zur damaligen Zeit eine übliche Kriegstaktik war. Unter der zweiten Posaune wird der Berg Jerusalems in Brand gesetzt und damit zu einem brennenden Berg (analog zu Babylon in Jer 51,25), der ins Meer der Völker geworfen, das ist über die ganze Erde zerstreut wird. Eine zweite Bedeutung ist der Hinweis auf die fürchterliche Schlacht am See Genezareth, also am „Galiläischen Meer“, in welcher der See buchstäblich von dem Blut der getöteten Israeliten durchtränkt wurde.
Unter der dritten Posaune sendet der HERR vom Himmel einen Stern Wermut, also eine geistliche Macht (vielleicht einen Engel des Gerichts) der Bitterkeit. Unter den beginnenden Gerichten wird das gottlose Volk immer mehr verbittert, was als ein Vorzeichen des Unterganges anzusehen ist. Es herrschte damals unter dem Druck der immer schwerer werdenden Umstände eine allgemeine Verbitterung und Aggressivität unter dem Volk, welche sich damals schon vor dem letzten Angriff der Römer in bürgerkriegsähnlichen Zuständen unter dem Volk mit schweren Kämpfen und zahlreichen Todesopfern äußerte. Auch diese Dinge wurden von zeitgenössischen Historikern (vor allem von Josephus) dokumentiert.
Unter der vierten Posaune finden wir zum einen die Vorschau auf die Verdunkelung der Sonne, des Mondes und der Gestirne durch die enorme Rauchentwicklung des Krieges, welche monatelang anhielt. In symbolischer Bedeutung (Sonne, Mond und Sterne als Herrscher) findet sich zum anderen ein Hinweis auf den Untergang sowohl der jüdischen als auch der römischen Autoritäten. Innerhalb von etwas mehr als einem Jahr (68/69 n.Chr.) kam es nämlich auch im Römischen Reich zum gewaltsamen Tod von nicht weniger als vier Kaisern: Nero, Galba, Otho und Vitellius. Erst danach konnte Vespasian die Ordnung für eine kurze Zeit wiederherstellen. Unter der Herrschaft Neros brannte die Stadt Rom ebenso wie später Jerusalem nieder, und auch das Römische Reich stand zum ersten Mal am Abgrund.
Kapitel 9 umfasst die letzten fünf Monate der Belagerung Jerusalems, und es war dies die Zeit der drei großen Wehen. Das Kapitel 9 bringt die beiden ersten Wehen. Die fünfte Posaune bringt das Volk und die Stadt unter den quälenden Einfluss dämonischer Mächte. Dies hält an für die letzten fünf Monate bis zum Untergang. In der Stadt kam es unabhängig von den Römern zu entsetzlichen Grausamkeiten, welche über das normalerweise vorstellbare schlimmste menschliche Verhalten weit hinausgingen und nur noch dämonisch zu erklären sind. Auch hier liegen entsprechende historische Dokumente vor. (Siehe z.B.: Youtube / Chuck Baldwin: The Destruction of Jerusalem) Unter der sechsten Posaune werden diese dämonischen Einflüsse noch weiter verstärkt bis zum Wahnsinn und zur völligen Unfähigkeit des Volkes und der Stadt, überhaupt noch umzukehren. Sie müssen lästern und sündigen bis zum Ende, wenn sie nicht schon vorher sterben. Hinzu kommen die Heere der Soldaten aus der Gegend des Euphrats. Es gab dort insgesamt zwei weitere Heere, welche sich mit den Römern gegen Jerusalem solidarisiert hatten. Der Euphrat war ihr Aufmarschgebiet.
Kapitel 10 bringt den starken Engel (vielleicht den HERRN Jesus selbst, den Engel des HERRN), welcher Johannes das Büchlein zu essen gibt und ihm durch sieben Donner eine private Offenbarung gibt, die uns nicht mitgeteilt wird. Es finden sich klare Hinweise auf das Ende des irdischen Reiches Israels und des bei der Vernichtung geschehenden Überganges zum ewigen himmlischen Reich Gottes. Verse 6 und 7: Es wird keine Zeit mehr sein, und das Geheimnis Gottes (das Geheimnis seines ewigen Reiches und seiner Gemeinde) wird vollendet werden. Der zeitlich begrenzte Alte Bund wird durch den ewigen Neuen Bund und sein Volk (die Gemeinde, das ewige Israel nach dem Geist, den dritten Tempel) abgelöst.
In Kapitel 11 werden der damals noch intakte steinerne Tempel und das anbetende Volk Jerusalems „gemessen“. Die Tage des Tempeldienstes unter dem aaronitischen System sind damit endgültig gezählt. Bald wird das Ende kommen, und der Hohepriester nach der Weise Melchisedeks (Hebräer 7), nämlich der HERR Jesus Christus, wird den Neuen Bund aufrichten. Die Belagerung (Zertretung des Vorhofs und der Stadt) wird 42 Monate anhalten. Die zwei Zeugen werden während dieser Zeit in der belagerten Stadt dienen. Manche Ausleger bezeichnen sie als zwei namentlich unbekannte Jünger des HERRN mit großer geistlicher Macht. In Anlehnung an Sacharja 4 (dort Josua der Priester und Serubbabel der Heerführer und Fürst) könnten es ein Priester und ein weltlicher Zeuge gewesen sein. Sie redeten feurige Worte (siehe hierzu auch Jer 5,14; dort in Bezug auf die erste Zerstörung Jerusalems durch die Babylonier) gegen das Volk, bis sie getötet und nach drei Tagen auferweckt wurden.
Andere haben vermutet, dass es die Apostel Paulus und Johannes gewesen sein könnten (was nach Ansicht des Schreibers weniger wahrscheinlich ist). Paulus sei nach dieser Theorie nicht in Rom hingerichtet worden (was die Schrift ja auch nicht ausdrücklich sagt), sondern nach dem Tod Neros im Jahr 68 n.Chr. in den schrecklichen Wirren des Machtkampfes noch einmal für kurze Zeit freigekommen und nach Jerusalem gegangen. Johannes sei nach seiner Entlassung aus der Verbannung unmittelbar nach dem Tod Neros ebenfalls nach Jerusalem gelangt. Beide hätten in der Kraft des Geistes geredet. Johannes schrieb die Offenbarung an sieben Gemeinden, Paulus schrieb Briefe an ebenfalls sieben Gemeinden: Römer, Korinther, Galater, Epheser, Philipper, Kolosser, Thessalonicher. Das Öl der beiden Ölbäume floss so zu sieben Leuchtern (vergleiche mit Sacharja 4). Bei der Auferweckung der beiden Zeugen lebten gemäß dieser Auslegung nur noch etwa 10% der ursprünglichen Bevölkerung der Stadt, also etwa 7000 Männer und deren Familien. Diese kamen bei dem Untergang der Stadt ums Leben (Vers 13). (Siehe hierzu: YouTube / Jason Jack / Who are The Two Witnesses?“)
Dann folgt die siebte Posaune, das dritte und letzte Wehe. Es ist der Untergang des zeitlich begrenzten Reiches des irdischen Israels aus dem Alten Bund und die Aufrichtung des ewigen Reiches mit dem geistlichen Israel des Neuen Bundes. Der HERR ist jetzt der König der Könige in seinem ewigen Reich. Vers 19 redet über den himmlischen Tempel und die himmlische Bundeslade, auch dies ist ein Hinweis auf die Gemeinde und den HERRN selbst.
Kapitel 12 bringt die Erfüllung der Prophetie aus 1Mo 3,15. Der Satan versucht den HERRN nach seiner Geburt zu ermorden, jedoch ohne Erfolg. Der HERR vollbringt sein Werk, zertritt der Schlange auf Golgatha den Kopf und wird nach seiner Auferstehung in den Himmel entrückt. Der Satan wird mit seinen Dämonen aus dem Himmel geworfen auf die Erde und beginnt seine schreckliche Christenverfolgung. Die Frau in Vers 1 des Kapitels ist das Volk Israel des Alten Bundes (siehe 1Mo 37,9-10). Die Frau in den Versen 13ff. ist die Gemeinde des Neuen Bundes. Sie wird während der letzten 42 Monate oder dreieinhalb Jahre (Vers 14) in die Wüste geführt und dort vor dem Zorn des Drachen bewahrt. Die Gläubigen flohen aus Jerusalem bevor die Belagerung begann, und sie überlebten jenseits des Jordans in der Wüste und in Pella.
Kapitel 13 bringt die beiden Tiere. Das Tier aus dem Meer mit den sieben Köpfen repräsentiert die ersten sieben römischen Kaiser: Caesar, Augustus, Tiberius, Caligula, Claudius, Nero, Galba. Der sechste war bei der Niederschrift der Offenbarung (17,10) im Amt. Es war Nero. Auch hier wieder ein deutlicher Hinweis darauf, dass Johannes von Nero verbannt wurde. Der Lästerer Nero ließ sich als Gott verehren und verfolgte die Gemeinde grausam. Das Tier als Weltreich (das vierte Tier Daniels) weist auf Rom als Reich und auf Nero als Person hin. Der Selbstmord Neros war die tödliche Wunde für seine Person. Das Resultat war ein völliges Chaos mit dem drohenden Untergang des gesamten Reiches, die Todeswunde für das römische Tier. Nero, Galba, Otho und Vitellius starben gewaltsame Tode. Vespasian rettete den Bestand des Reiches noch einmal für kurze Zeit. Die Todeswunde des Tieres wurde geheilt.
Das Tier aus der Erde repräsentiert die religiösen Autoritäten in Israel, welche der römischen Besatzermacht zuarbeiteten und selbst auch profitierten, da die Römer ihnen ihre religiöse Position weiterhin zugestanden. Hier haben wir nach dieser Auslegung der Offenbarung an den Hohepriester und den Sanhedrin zu denken, welche zusammen mit dem Römer Pilatus den Herrn zum Tode verurteilt und gekreuzigt hatten. Danach verfolgten sie die Christen in Israel und im ganzen römischen Reich auf grausame Weise. Die beiden Hörner des zweiten Tieres sind als die beiden letzten Hohenpriester unmittelbar vor dem Untergang gedeutet worden: Mattathias und Phannaeus. Die 666 ist keine Ziffernreihe 6-6-6, sondern ein echter Zahlenwert sechshundertsechsundsechzig. Es ist die gematrische Zahl (hebräische Gematrie: Buchstaben sind Zahlen) Neros. Nero war nach dieser Auslegung das personifizierte Tier.
Kapitel 14 bringt zunächst einen Blick auf den himmlischen Berg, wo die 144000 aus Kapitel 7 zusammen mit dem HERRN stehen. Sie tragen nicht das Malzeichen des Tieres, sondern das Mal des HERRN an ihren Stirnen. Dann folgen mehrere schwere Gerichtsankündigungen. Am Ende dann wieder der blutige Untergang der Stadt und des Landes.
In Kapitel 15 sehen wir die Vorbereitung des himmlischen Bereiches auf die Ausgießung der sieben Schalen, der letzten Plagen. Niemand kann in den himmlischen Tempel hineingehen, bis die Plagen vollendet sind. Hier ist die Gnade für Jerusalem an ihr Ende gekommen. Es gibt keine wirksame Fürbitte mehr.
Kapitel 16 bringt die sieben Schalengerichte. Die erste Schale bringt ein schreckliches Geschwür an die Menschen in Jerusalem. Hier wird eine Erfüllung von 5Mo 28,35 gesehen. In geistlicher Anwendung für uns heute ist es das Geschwür der Sünde im Fleisch der in ihrem Wandel vollständig abgefallenen Gläubigen oder der ungläubigen Menschen.
Die zweite Schale kommt mit dem nochmaligen Hinweis auf den blutgetränkten See Genezareth, das hebräische „Meer“. Die dritte Schale dann mit dem Blut in den Flüssen, welche ja aus dem See Genezareth herausflossen in das Land hinein. Insbesondere natürlich in den Jordan, der normalerweise die Hauptwasserader darstellte. In geistlicher Deutung stehen die blutigen Ströme im Gegensatz zu dem Strom des lebendigen Wassers des HERRN, also zum Heiligen Geist. Die geistlich toten Menschen im Land können nicht mehr das Wassers des Lebens trinken, sie müssen das Blut des Todes schlürfen und vergehen. So wird es auch ganz am Ende mit den verlorenen Menschen auf der ganzen Erde sein. Sie werden nicht mehr umkehren können und nur noch in das Gericht hineintaumeln.
Die vierte Schale bringt eine fiebrige Hitze in die Menschen hinein. Hier wird an eine Erfüllung von 5Mo 28,22 gedacht, denn eine extreme klimatische Hitzeperiode ist aus der Zeit der Belagerung nicht dokumentiert. Es könnte sich jedoch auch um eine Erhitzung durch die Feuerbrände des Krieges mit nachfolgender Dürre gehandelt haben.
Die fünfte Schale bringt das Gericht über Rom und seine Kaiser (den Thron des Tieres) im Jahr 68/69 n.Chr., welche damals fast zum Untergang des gesamten Reiches geführt hätte. Die sechste Schale bringt den Aufmarsch der Könige aus dem Osten gegen Jerusalem. Es waren Sohimus und Antiochus, welche sich am Euphrat lagerten, diesen überschritten und sich danach mit Titus zum Kampf gegen die Stadt vereinigten.
Die siebte Schale bringt dann einen letzten ausführlicheren Blick auf die totale Zerstörung. Im Himmel ertönt das endgültige Urteil: „Es ist geschehen!“ Dann folgen Stimmen, Donner, Blitze und ein großes Erdbeben. In der Rückschau auf 2Mo 19 ist erkennbar, dass genau diese Zeichen bei der Einführung des Alten Bundes am Sinai geschahen. Hier geschehen sie nun erneut beim Untergang dieses Alten Bundes und der Errichtung des Neuen und ewigen Bundes. Alle Dinge werden noch einmal erschüttert (siehe hierzu auch Hag 2,6-7 und Hebr 12,27-28), damit die unerschütterlichen Dinge in Ewigkeit bleiben. Die Dreiteilung der Stadt wird von manchen Auslegern symbolisch gedeutet auf die drei religiösen Kriegsparteien, (Pharisäer/Sadduzäer, Herodianer, Zeloten/Idumäer), welche sich innerhalb der Stadt während der Belagerung gegenseitig ermordeten. Andere sehen sie als die Folge des großen Erdbebens in Israel zu dieser Zeit. Der Hagel aus dem Himmel wird von manchen als Prophetie auf die großen weißen Schleudersteine der Belagerer gesehen, welche auf die Stadt herabhagelten.
Es folgt dann das Endgericht über das abgefallene babylonisch geprägte religiöse System der Pharisäer und Schriftgelehrten im irdischen Israel im Bild der „Hure Babylons“ in den Kapiteln 17-18. Dieses Gericht wurde im Untergang des Tempelsystems in Jerusalem im Jahr 70 n.Chr. Wirklichkeit. Die religiösen Autoritäten Jerusalems hatten sich dem babylonischen Talmud und der okkulten Kabbala der Babylonier verschrieben, welche sie als geheime mündliche Überlieferung besaßen. Die Pharisäer zur Zeit des HERRN dienten insgeheim den gleichen babylonischen und ägyptischen Gottheiten wie ihre Vorgänger mehr als 500 Jahre früher (siehe Hesekiel 8) zur Zeit der Vernichtung des ersten Tempels, damals durch die Hand der Babylonier. Mit diesem okkult religiösen System hielten sie das Volk in religiöser Knechtschaft und bekämpften auch den HERRN selbst, um ihn schließlich an die Römer zur Kreuzigung auszuliefern. Das ungläubige Israel und insbesondere Jerusalem waren wieder einmal zur religiösen „Hure Babylons“ geworden.
Kurzer Einschub: Im geistlichen Sinn gilt die Prophetie der Offenbarung natürlich auch für die Gemeinde Jesu Christi in unserer Zeit, denn die Gemeinde Jesu Christi ist das geistliche Israel Gottes im Neuen Bund, welches dem irdischen Israel des Alten Bundes gegenübersteht. Auch die Christenheit des Endes ist in ihrer Gesamtheit geistlich gesprochen größtenteils zu einer Hure geworden, zu einer falschen Braut. Sie hat sich den Kräften Satans weltweit geöffnet und ist zu Babylon der Großen geworden, welche mit dem System der Welt intensiv kooperiert. In den kirchlichen und gemeindlichen Systemen unserer Zeit findet man heutzutage weltweit alle möglichen geistigen Strömungen bis hin zum Satanismus. Auch der alte Babylonische Talmud und die Kabbala sind wieder groß in Mode. Der Überrest der treuen Gläubigen, also des wahren geistlichen Israels Gottes, nimmt immer weiter ab. Der HERR wird am Ende die falsche Braut richten. Einschub Ende.
Der politisch-militärische Untergang der gesamten Nationen Israels und Roms folgt dann in Kapitel 19 der Offenbarung, und er geschah bei der Erscheinung des HERRN mit seinen himmlischen Heeren zum Gericht zunächst über das irdische Israel, kurz danach über die damalige Welt in der Gestalt des römischen Reiches.
Kapitel 20 redet über die Bindung des Satans, das tausendjährige Reich, die kurze Zeit für Satan am Ende, die letzte Schlacht mit der Vernichtung aller Feinde durch Feuer aus dem Himmel und das letzte Gericht vor dem großen weißen Thron.
Kapitel 21 gibt uns eine geistliche Beschreibung der Herrlichkeit des neuen Jerusalem, also der Gemeinde, welche als Stadt Gottes, als Braut Gottes und als Zelthütte Gottes auf der neuen und ewigen Erde und unter dem neuen ewigen Himmel geoffenbart werden wird. Es könnte auch eine Beschreibung der sichtbaren Stadt Gottes während des auf den Untergang der Alten Welt folgenden tausendjährigen Reiches sein.
Kapitel 22 stellt einen Epilog dar mit weiteren Ermahnungen für alle Gläubigen des damaligen Israel und der Alten Welt, sowie geistlich gesehen auch für die Gläubigen des gesamten Gemeindezeitalters bis zum Ende, sowie einem letzten kurzen Ausblick auf das heute noch zukünftige Endgericht über die ganze Welt. Auch hier wird abschließend noch einmal klar betont, dass der Beginn der Ereignisse des Buches nahe an der Tür ist und dass der HERR sehr bald kommen wird. Die Offenbarung wurde gemäß der soeben kurz zusammengefassten Auslegung durch den Apostel Johannes auf Patmos vor dem Untergang Jerusalems im Jahr 70 n.Chr. geschrieben.
Die soeben kurz geschilderte Auslegung wurde von dem Amerikaner Chuck Baldwin als eine Predigtreihe veröffentlicht. (YouTube / LibertyFellowshipMT / Prophecy and Revelation Series (Pastor Chuck Baldwin). Sie hat ihre Stärken, aber auch ihre eindeutigen Schwächen. Sie wurde vom Schreiber des Textes der Vollständigkeit halber angeführt, entspricht jedoch in etlichen Punkten nicht der Überzeugung des Schreibers.
Einschub: Verschiedene historische Quellen weisen auf ein frühes Datum der Niederschrift hin. Einige davon sollen hier kurz angeführt werden (übersetzt aus dem Englischen): Christian Forums/One spirit, one body, one forum/Theology/Revelation was written prior to 70AD, the evidence from historical sources/Dorothy Mae.
„Krejcir (2009) zitiert drei Quellen. Das Muratorische Fragment, datiert auf etwa 170-190 n.Chr. sagt offen, dass das Buch der Offenbarung während der Regierung des Kaisers Nero (54-68 n.Chr.) geschrieben wurde. Auch die alte Syriac-Version des Neuen Testamentes (datiert auf das 6. Jahrhundert oder früher) sagt, dass „Die Offenbarung während der Herrschaft Neros geschrieben wurde.“ Die aramäische Peshitta, die Standardversion des Neuen Testamentes aus dem 5. Jahrhundert, enthält eine Anmerkung zum Text der Offenbarung, welche ihre Entstehung vor das Jahr 70 n.Chr. datiert.
Tertullian, ein früher Kirchenvater, scheint die Verbannung des Johannes gleichzeitig mit dem Märtyrertod von Petrus und Paulus einzuordnen, die beide wie wir wissen von Nero vor dem Jahr 68 n.Chr. hingerichtet wurden. In seiner Schrift „Exclusion of Heretics“ über die Geschichte Roms, hat er folgendes zu sagen (Dennis Todd, 2009): „… auf welches (Rom) die Apostel ihre ganze Lehre ausgossen, zusammen mit ihrem Blut: wo Petrus eine ähnliche Leidensgeschichte wie der HERR selbst hatte; wo Paulus für seine Krone denselben Tod erlitt wie Johannes ihn erleiden sollte; wo der Apostel Johannes in kochendes Öl geworfen wurde und dadurch nichts erlitt, und danach auf eine Insel verbannt wurde.“
Hieronymus und andere bestätigten in ihren Schriften, dass es Nero war, der Johannes in kochendes Öl werfen ließ. Auf der Grundlage ihrer Zeugnisse, zusammen mit der Aussage von Tertullian, war es Nero, der Johannes nach Patmos verbannte…
Eusebius schrieb, dass sowohl Nero als auch Domitian dafür bekannt waren, Leute auf verschiedene Inseln zu verbannen, dass aber Domitian etwas mehr Gnade und Zurückhaltung zeigte. Eusebius sagte (indem er auch Tertullian zitierte): „Domitian, der einen Teil von Neros Grausamkeit besaß, versuchte einmal ebenso dasselbe zu tun wie Nero. Da er jedoch wie ich vermute über etwas Intelligenz verfügte, hörte er sehr bald damit auf und ließ sogar die Verbannten zurückkehren (Zitat Dennis Todd, 2009). L.L. Thompson (1990) schreibt, dass „…alle Terrorkampagnen während der Herrschaft Domitians deutlich selektiver waren und (anders als zu Neros Zeit) generell viel mehr auf einflussreiche Mitglieder von politischen Verschwörungen, sogar auf Mitglieder seiner eigenen Familie, als auf Christen abzielten. Insofern diese Zeugnisse verlässlich sind, befand sich Johannes während der Herrschaft Neros (54-68 n.Chr.) auf Patmos.“
Eine Anzahl von Befürwortern einer späteren Niederschrift der Offenbarung (um 95 n.Chr.) geben offen zu, dass es äußerst schwierig ist, Beweise dafür zu finden, dass die Christen während dieses Jahrzehnts überhaupt bedeutende Verfolgungen erlitten haben. Daher ist es schwer vorstellbar warum Johannes zu dieser Zeit hätte nach Patmos verbannt werden sollen, denn nur die Römer konnten dies tun. George Eldon Ladd (1997), ein prominenter Lehrer des Neuen Testamentes und Vertreter der Ansicht, dass die Offenbarung während der Regierung von Domitian geschrieben sei, hatte dennoch folgendes zu sagen (S.37): „Das Problem mit dieser Theorie ist, dass keine Evidenz dafür existiert, dass während des letzten Jahrzehnts des ersten Jahrhunderts überhaupt irgendwelche offenen und systematischen Verfolgungen der Gemeinde stattgefunden haben“. Kenneth Gentry (2002, S.63) berichtet über ähnliche Feststellungen der folgenden Vertreter der Theorie der späten Niederschrift: Michael Grant (1973), Leon Morris (1969), Reginald Fuller (1971), Donald B. Guthrie (1990), D.A. Carson (1992), Douglas Moo (1992), G.K. Beale (1992).
Andreas schrieb im Jahr 500 n.Chr. und sagte bezüglich Off 6,12-13: „Es fehlt nicht an Auslegern, welche diese Schriftstelle auf die Belagerung und Zerstörung Jerusalems durch Titus anwenden. Wenige Jahrhunderte später schrieb Arethas von Caesarea (850-944 n.Chr.), ein byzantinischer Gelehrter und Diakon in Konstantinopel, folgendes in seinem Kommentar über Off 7,1 und Off 7,4: „Hier wurde nun dem Evangelisten (Johannes) ganz konkret gezeigt, welche Dinge den Juden in ihrem Krieg gegen die Römer zustoßen würden, als Vergeltung für die Christus zugefügten Leiden. Als der Evangelist diese Prophezeiungen empfing, war die Zerstörung der Juden durch die Hand der Römer noch nicht geschehen.“ (Dennis Todd, 2009). Somit glaubte Arethas als einer der Vertreter dieser Sichtweise aus der damaligen Zeit klar und deutlich, dass Johannes die Offenbarung vor 70 n.Chr. schrieb, und dass der Inhalt der Offenbarung eine Prophetie auf diese kommenden Ereignisse war.“
Dorothy Mae sagt dann abschließend: „Die soeben gesagten Dinge dienen dazu, den an der Materie interessierten Personen zu zeigen, dass das späte Datum der Niederschrift der Offenbarung, obwohl es in der Encyclopedia Britannica steht, keineswegs als ein gesicherter historischer Fakt anzusehen ist. Ich behaupte nicht steif und fest, dass meine Ansicht die richtige ist, aber ich sage sehr wohl, dass viele Gelehrte das Datum 96 n.Chr. anzweifeln. Es gibt stichhaltige lehrmäßige Gründe dafür dies zu tun, auch wenn das in vielen christlichen Kreisen sehr unpopulär ist. Ich hoffe nicht, dass ich auf eine Foreninsel verbannt werde, weil ich diesen historisch belegten Standpunkt vertrete.“ Ende des Einschubs.
Unmittelbar nach dem Untergang der religiösen Hure Israel und des Römischen Tieres, also nach dem Ende der alten Welt, richtete der HERR gemäß der „Little-Season-Eschatology“ zusammen mit seinen Engeln, sowie den geistlich-seelisch verherrlichten Gläubigen des Alten Bundes und des noch jungen Neuen Bundes sein tausendjähriges Reich auf der Erde auf. Dies wird in Offenbarung 20 beschrieben. In diesem Reich lebten dann auch die damals noch übriggebliebenen Christen aus den römischen Verfolgungen sowie eine große Zahl nicht gläubiger Menschen weltweit, alle noch in ihren natürlichen menschlichen Leibern, und zeugten weiterhin normal ihre natürlichen Nachkommen. Der Satan wurde gebunden und für die tausend Jahre des Reiches in den Abgrund geworfen. Daher seine gewaltige Wut. Er hatte nur etwa 70 Jahre vom Jahr 30 n.Chr. bis etwa 100 n.Chr. zur Verfügung gehabt, um die Christen auszurotten.
Die sechste Stufe seiner Existenz war somit seine Bindung im Abgrund für tausend Jahre. Nun war er nun zur Untätigkeit verurteilt, und auf der Erde herrschte der HERR Jesus Christus.
Off 20,1-6: „Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in seiner Hand. 2 Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist, und band ihn für 1 000 Jahre 3 und warf ihn in den Abgrund und schloss ihn ein und versiegelte über ihm, damit er die Völker nicht mehr verführen kann, bis die 1 000 Jahre vollendet sind. Und nach diesen muss er für kurze Zeit losgelassen werden. 4 Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und [ich sah] die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten; und sie wurden lebendig und regierten die 1 000 Jahre mit Christus. 5 Die Übrigen der Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die 1 000 Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung. 6 Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren 1 000 Jahre.“
Diese tausend Jahre sind gemäß der „Little-Season-Eschatology“ in unserer Zeit bereits Vergangenheit. In der weltlichen Geschichtsschreibung unserer Tage werden sie bezeichnet als „das finstere Mittelalter“, „das Heilige Römische Reich“ (der katholischen Kirche), „das Byzantinische Reich“, oder „das Großreich der Tataren“. Alle diese Namen sind in der offiziellen Geschichtsschreibung der geheimnisvollen und „dunklen“ Zeit zwischen dem Untergang Roms (welcher offiziell auf das Jahr 476 n.Chr. datiert wird) und der Renaissance des beginnenden „16. Jahrhunderts“ (ebenfalls nach offizieller Geschichtsdatierung) zuzuordnen. Die „dunkle Zeit“ der offiziellen neueren Geschichtsschreibung, das „finstere Mittelalter“, war eigentlich eine Zeit des Lichts und der Herrlichkeit für die ganze Erde.
Die siebte Stufe seiner Existenz, welche bis heute anhält, war seine Freilassung aus dem Gefängnis am Ende der tausend Jahre. Sie geschah nach dem Zeugnis der Schrift für eine „kurze Zeit“.
Off 20,7-9: „Und wenn die 1 000 Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden, 8 und er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die an den vier Enden der Erde leben, den Gog und den Magog, um sie zum Kampf zu versammeln, deren Zahl wie der Sand am Meer ist. 9 Und sie zogen herauf auf die Fläche des Landes und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel herab und verzehrte sie.“
Diese „kurze Zeit“ für den Satan unter der Regierung Gottes am Ende wird im griechischen Text als „mikron chronon“ bezeichnet. Die Bezeichnung als „Satans kleine Weile“ in neueren Bibelversionen ist schlecht gewählt, denn sie suggeriert zum einen fälschlicherweise eine mögliche Regierungsmacht Satans über Gottes Plan. Satan ist jedoch eindeutig nicht der Herr der Geschichte. Der auferstandene HERR Jesus Christus ist dieser HERR! Zum anderen suggeriert der Begriff der „kleinen Weile“ eine sehr kurze Zeitspanne nach menschlichem Ermessen, vielleicht nur einige wenige Jahre oder sogar nur Monate, welche zudem heute noch als zukünftig eingeordnet werden. Beides ist Teil der vom Satan inszenierten Täuschung unserer Zeit, welche uns von den ewigen Plänen Gottes und von unserer wahren gegenwärtigen Stellung innerhalb dieser Pläne ablenken soll. Es soll uns glaubhaft vermittelt werden, dass bis zur Wiederkunft des HERRN zum letzten Gericht noch über 1000 Jahre Zeit verbleiben. Eine andere Sichtweise ist hier daher die bessere:
Die schriftgemäße „kurze Zeit für den Satan am Ende“ (mikron chronon) der siebten Stufe steht in den souveränen Regierungswegen Gottes der „langen Zeit für den Satan“, also der dritten Stufe zwischen dem Sündenfall und dem ersten Kommen des HERRN Jesus Christus gegenüber. Die „lange Zeit“ dauerte entweder etwa 4000 oder etwa 5500 Jahre, je nach den zugrunde gelegten Bibelübersetzungen. Die „kurze Zeit am Ende“ begann am ehesten zu Beginn der „1600er Jahre“ unserer Zeitrechnung. Sie dauert somit schon mehr als 400 Jahre an. Niemand vermag zu sagen, wann sie enden wird.
Sie wird jedoch einmal enden, und zwar mit der Wiederkunft des HERRN Jesus Christus zum endgültigen Gericht über die jetzige Welt. Es wird ein weltweites Feuergericht sein, welches ohne erkennbare Vorzeichen wie ein Dieb in der Nacht kommen wird.
An diesem Tag werden die Gläubigen aller Zeiten leiblich auferweckt und zusammen mit den dann noch lebenden Gläubigen (welche leiblich verwandelt werden) von der Erde weggenommen. Sie werden vom HERRN beurteilt und in ihre Positionen im ewigen Reich der kommenden neuen Schöpfung eingesetzt.
Die Gläubigen des Alten Bundes und des frühen Gemeindezeitalters wurden gemäß der „Little-Season-Eschatology“ bereits am Beginn des tausendjährigen Reiches in verherrlichter geistlich-seelischer Form in die Herrlichkeit dieses Reiches eingeführt. Sie gingen am Ende des Reiches wieder mit dem HERRN in den Himmel zurück und erwarteten dort den Tag der leiblichen Auferstehung. Auch ihnen werden nun nach ihrer leiblichen Auferstehung ihre Positionen im kommenden ewigen Reich der neuen Schöpfung zugewiesen.
Es werden dann an diesem letzten Tag der heutige Himmel und die heutige Erde mit den noch lebenden und nicht erretteten Menschen mit gewaltigem Krachen im Feuer aufgelöst. Die Leiber der verlorenen Menschen werden verbrannt, ihre Seelen gehen in den Scheol. Sie werden dort mit den Seelen der übrigen verlorenen Menschen aus der gesamten Geschichte der Welt für einen kurzen Augenblick vereinigt. Alle sind sie nun dort versammelt.
Der HERR wird sich auf den großen weißen Thron setzen und der Richter über alle verlorenen Menschen sein. Im zweiten Teil der leiblichen Auferstehung werden dann alle diese verlorenen Menschen in nicht verherrlichten Leibern wieder auferweckt. Sie werden vor den HERRN gestellt und gerichtet. Wer nicht im Buch des Lebens steht (also jeder Mensch in diesem Gericht), wird in die ewige Verlorenheit des zweiten Todes gehen. Danach dann der neue Himmel und die neue Erde am Tag der Ewigkeit, am achten Tag, für alle Erlösten der Weltgeschichte.
2Pe 3,9-13: „Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe. 10 Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen. 11 Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht, 12 indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt, an welchem die Himmel sich in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden! 13 Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.“
Die achte Stufe der Existenz Satans beginnt ebenfalls an diesem Tag. Es wird seine ewige Qual im Feuersee der Hölle sein. Alle Dämonen werden das ewige Schicksal des Satans mit ihm teilen müssen. Auch die verlorenen Menschen der Weltgeschichte werden an diesen schrecklichen Ort kommen müssen. Sie werden den achten Tag, den Tag der Ewigkeit, in der ewigen Verlorenheit verbringen müssen. Sie werden keine Hoffnung mehr haben, so wie es auch Dante Alighieri in seiner Comedia Divina bei der Beschreibung der Hölle gesagt hat: „Wer hier eintritt, der lasse alle Hoffnung fahren!“ Es wird schrecklich sein.
Nachdem wir uns soeben mit den Regierungswegen Gottes über den Satan und mit einer kurzgefassten alternativen Auslegung der Offenbarung beschäftigt haben, möchten wir nachfolgend einige allgemeine Gedanken über das Reich Gottes im Himmel und auf der Erde entwickeln. Diese Gedanken werden sich ebenfalls an der Lehre der „Little-Season-Eschatology“ orientieren, und auch sie werden durch eigene Gedanken des Schreibers ausführlich ergänzt. Die nun folgenden Zeilen werden uns dann als Grundlage für die weiteren Aussagen des Textes bis zum Abschluss dienen.
4. Ein ewiges Reich und zwei tausendjährige Reiche
Der dreieinige Gott lebt und herrscht ununterbrochen von Ewigkeit zu Ewigkeit in absoluter Allmacht und Souveränität. Siehe hierzu auch unseren Text: „Gottes Herrschaft und sein Thron“ auf www.DieLetzteStunde.de. Der ewige Thron Gottes steht im unerschaffenen Himmelssaal auf dem himmlischen Berg Zion im äußersten Norden über dem Polarstern, über dem Firmament der geschaffenen Erde und den oberen Wassern. Kein Mensch außer dem HERRN Jesus Christus, dem Sohn Gottes hat den Vater jemals gesehen, denn er bewohnt ein für uns einfache Menschen unzugängliches Licht.
Jes 14,13: „Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: ›Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden;“
1Tim 6,14-16: „(…), dass du das Gebot unbefleckt und untadelig bewahrst bis zur Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus, 15 welche zu seiner Zeit zeigen wird der Glückselige und allein Gewaltige, der König der Könige und der Herr der Herrschenden, 16 der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Licht wohnt, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen.“
Gott der Sohn ist in der Person Jesus von Nazareth ein Mensch geworden und hat den verlorenen Menschen in der Welt den Vater gezeigt. Im Sohn hat sich der Vater für uns kleine Menschen sichtbar gemacht und zu uns gesprochen. Der Sohn hat sich nach seinem Tod für unsere Sünden und nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt zur Rechten des Vaters auf den himmlischen Thron gesetzt. Er lebt und herrscht nun als der geistlich und leiblich vollkommen verherrlichte Mensch und Gott, als der HERR Jesus Christus, gemeinsam mit dem Vater und dem Heiligen Geist für immer und ewig.
Gott der Heilige Geist schwebte bereits bei der Erschaffung der Erde über den Wassern und war an der Erschaffung unserer Welt beteiligt. Er hat es in unserer Zeit im Auftrag des Vaters und des Sohnes übernommen, die verlorenen Sünder zu suchen und zu finden, damit sie gerettet werden durch das Evangelium. Er hat es auch übernommen, die Gemeinde des HERRN zu heiligen und zu bewahren bis an das Ende dieser Welt. Nach dieser Welt wird schließlich die Ewigkeit des neuen Himmels und der neuen Erde folgen. Dann wird der dreieinige Gott über eine neue und ewige Schöpfung regieren, in welcher Gerechtigkeit wohnen wird.
Die ewige Herrschaftsmacht Gottes ist unabhängig von der Existenz geschaffener Dinge. Die Schöpfung ist jedoch der Bereich, den Gott sich selbst gebildet hat, damit er seine Liebe und Herrlichkeit mit geschaffenen Wesen teilen möge. Liebe ist auf ein „Du“ ausgerichtet. Gott ist die Liebe, und so hat er sich ein „Du“ erschaffen zur ewigen liebenden Gemeinschaft mit IHM selbst.
1Mo 1,2+26: „Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. 26 Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht!“
Spr 8,26+30+31: „Als er die Erde noch nicht gemacht hatte und die Fluren, die ganze Summe des Erdenstaubes, 30 da war ich Werkmeister bei ihm, war Tag für Tag seine Wonne und freute mich vor seinem Angesicht allezeit; 31 ich freute mich auf seinem Erdkreis und hatte meine Wonne an den Menschenkindern.“
Joh 1,18: „Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss [über ihn] gegeben.“
Kol 1,12-18: „(…) indem ihr dem Vater Dank sagt, der uns tüchtig gemacht hat, teilzuhaben am Erbe der Heiligen im Licht. 13 Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, 14 in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden. 15 Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. 16 Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; 17 und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm. 18 Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei.“
Joh 16,8: „Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht;“
1Kor 15,24-28: „(…) danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, wenn er jede Herrschaft, Gewalt und Macht beseitigt hat. 25 Denn er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. 26 Als letzter Feind wird der Tod beseitigt. 27 Denn »alles hat er seinen Füßen unterworfen«. Wenn es aber heißt, dass ihm alles unterworfen ist, so ist offenbar, dass derjenige ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. 28 Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allen sei.“
Bisher haben wir über Gottes unabhängige Herrschermacht gesprochen. Der Begriff eines Reiches bekommt nun in dem Augenblick seine Bedeutung, in welchem dieser völlig unabhängige und souveräne Gott in eine Beziehung zu seinen Geschöpfen eintritt. In einem Reich (einem Herrschaftsgebiet) gibt es immer einen Herrscher und seine Untertanen. Die Idee dieses Reiches war selbstverständlich von Ewigkeit her in den Gedanken und im Herzen Gottes.
Gott ist Geist, und somit ist auch das GEISTLICHE REICH GOTTES EIN EWIGES REICH, in welchem die Gläubigen den HERRN in Geist und in Wahrheit anbeten. Das Leben in diesem Reich ist DAS EWIGE LEBEN, welches vom Vater DURCH DEN BAUM DES LEBENS, DEN HERRN JESUS CHRISTUS (der ja selbst der Weg, die Wahrheit und das Leben ist), den Menschen gegeben wird.
Es war von Ewigkeit her bei Gott im himmlischen Bereich, und es wurde durch das Werk des HERRN Jesus Christus für die sündigen und sterblichen Menschen zugänglich gemacht. Die Gläubigen haben bei ihrer geistlichen Zeugung dieses Leben grundsätzlich bereits empfangen. Sie sollen es jedoch in ihrer weiteren Nachfolge praktisch ergreifen und immer mehr verwirklichen. Der Heilige Geist wird ihnen dabei helfen und sie zum Durchbruch in die Fülle bringen.
Joh 3,16: „Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“
Joh 4,24: „Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“
Joh 5,24+26: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. 26 Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn verliehen, das Leben in sich selbst zu haben.“
Joh 17,3: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“
1Tim 6,12: „Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, zu dem du auch berufen bist und worüber du das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen abgelegt hast.“
Phil 2,12-13: „Darum, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern; 13 denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.“
2Pe 1,3+10+11: „Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und [zum Wandel in] Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch [seine] Herrlichkeit und Tugend, 10 Darum, Brüder, seid umso eifriger bestrebt, eure Berufung und Auserwählung fest zu machen; denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals zu Fall kommen; 11 denn auf diese Weise wird euch der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Retters Jesus Christus reichlich gewährt werden.“
1Joh 5,11-12: „Und darin besteht das Zeugnis, dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 12 Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“
Off 22,1-2: „Und er zeigte mir einen reinen Strom vom Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der ausging vom Thron Gottes und des Lammes. 2 In der Mitte zwischen ihrer Straße und dem Strom, von dieser und von jener Seite aus, [war] der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt, jeweils eine; und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker.“
Das EWIGE REICH GOTTES hatte keinen Anfang in der Zeit, und es wird auch kein Ende haben. Sein Ursprung liegt nicht in dieser Welt, denn es kommt aus dem Himmel und wird vom Himmel aus in Wahrheit, in Liebe, in Gerechtigkeit und Frieden regiert. Es kam in der Person Jesu Christi in unsere Welt hinein. Es wurde vom heiligen und sündlosen Sohn Gottes und Sohn des Menschen zu den verlorenen sündigen Menschen gebracht, um in dieser gefallenen und verlorenen Welt in der Erlösung der Sünder einen ewig bleibenden Herrschaftsbereich zu gründen, in welchem errettete Menschen aus allen Nationen in diesem irdischen Dasein und in der künftigen Ewigkeit der neuen Schöpfung Gott dienen werden.
Es ist in jeden gläubigen Menschen bei seiner geistlichen Neugeburt hineingelegt worden (Gerechtigkeit, Frieden, Freude in dem Heiligen Geist), und es wird in unserer Zeit durch den Lebenswandel der Gläubigen in der Welt nach außen hin sichtbar. Im Himmel wird der auferstandene HERR von den entschlafenen Gläubigen bereits jetzt in seiner Herrlichkeit geschaut und angebetet.
Joh 18,36: „Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wäre mein Reich von dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde; nun aber ist mein Reich nicht von hier.“
Rö 14,17: „Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist;“
Mt 6,9-10: „Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten: Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name. 10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.“
Die Christen auf der Erde leben in unserer Zeit aus Glauben und nicht im Schauen, obwohl der HERR auch hin und wieder einzelnen Gläubigen erschienen ist oder durch den Heiligen Geist zu ihnen deutlicher als zu den meisten anderen geredet hat. In der Apostelgeschichte lesen wir wiederholt von diesen Dingen, aber auch bis in unsere Gegenwart hinein kommen sie weiterhin vor, wie man aus Zeugnissen verschiedener Gläubiger weiß.
In der Ewigkeit der neuen Schöpfung wird DAS EWIGE REICH in vollkommener Herrlichkeit im Himmel und auf der Erde geoffenbart sein. Es wird eine auferstandene und in durchgeistigter Gestalt real existierende Welt sein mit einer neuen Tierwelt und Pflanzenwelt, sowie den darin lebenden Menschen in ihren verherrlichten Auferstehungsleibern, welche äußerlich dem Auferstehungsleib des HERRN Jesus Christus gleichgestaltet sein werden. Natürlich wird nur der HERR selbst in Ewigkeit Gott und Mensch zugleich sein.
Die Gründung des EWIGEN REICHES unter den Menschen geschah durch das Werk des HERRN Jesus Christus. ER legte den Grundstein für das Reich (welcher ER auch selbst im dritten Tempel, dem Tempel seines Leibes, in der Gemeinde ist) in seinem Tod, seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt.
Schon während seines irdischen Dienstes wies ER die Jünger in einem Gleichnis darauf hin, dass er weggehen würde um ein Reich zu empfangen, dass ER aber danach am letzten Tag dieser Weltzeit wieder zurückkehren würde, um die Herrschaft über DIESES EWIGE REICH für alle sichtbar anzutreten. ER selbst war der Stein aus Daniel 2, das EWIGE REICH ist der Berg, der die ganze Erde erfüllt. Das EWIGE REICH wird heute wie damals durch die Verkündigung des Evangeliums über die ganze Erde ausgebreitet.
Dan 2,44: „Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird; und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen; es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen;“
Dan 7,14: „Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.“
Joh 5,22-24+43-47: „Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben, 23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. 43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr annehmen. 44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre von dem alleinigen Gott nicht sucht? 45 Denkt nicht, dass ich euch bei dem Vater anklagen werde. Es ist einer, der euch anklagt: Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. 46 Denn wenn ihr Mose glauben würdet, so würdet ihr auch mir glauben; denn von mir hat er geschrieben. 47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?“
Lk 19,12-15: „Er sprach nun: Ein Edelmann zog in ein fernes Land, um sich die Königswürde zu holen und dann wiederzukommen. 13 Und er rief zehn seiner Knechte, gab ihnen zehn Pfunde und sprach zu ihnen: Handelt damit, bis ich wiederkomme! 14 Seine Bürger aber hassten ihn und schickten ihm eine Gesandtschaft nach und ließen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche! 15 Und es geschah, als er wiederkam, nachdem er die Königswürde empfangen hatte, da ließ er die Knechte, denen er das Geld gegeben hatte, vor sich rufen, um zu erfahren, was jeder erhandelt habe.“
Das EWIGE REICH ist in unserer Zeit für das physikalische Auge unsichtbar. Es ist aber in unserer Weltzeit durch sichtbare Herrschaftsstrukturen Gottes über sein Volk auf der jetzigen Erde abgebildet worden.
In unseren beiden Johannesstellen sagt der HERR, dass IHM das ganze Gericht gegeben ist, dass Mose schon im Alten Bund als Mittler als ein Bild auf IHN selbst in SEINEM Auftrag das Volk angeführt hatte und dass dieser Mose über IHN selbst geschrieben hatte.
In unserer Lukasstelle sagt der HERR zudem auch klar und deutlich, dass auch ein Tag kommen würde, an welchem er auf die damalige Erde zurückkehren und über diejenigen Gericht halten würde, welche ihn zu seinen Lebzeiten gehasst und abgelehnt hatten.
Vom Zeitpunkt dieses Redens des HERRN auf der Erde aus betrachtet war also hier die Rede von einem auf der Erde bereits in der damaligen Vergangenheit sichtbar gewordenen göttlichen Reich unter der Führung Moses im Alten Bund und von einem damals noch zukünftigen sichtbaren Reich unter der Herrschaft des HERRN selbst.
Beide sichtbaren Reiche sind auf dieser heutigen Erde als zeitlich begrenzte Abbildungen des EWIGEN REICHES auf der neuen und ewigen Erde anzusehen. Beide dauerten für ziemlich genau tausend irdische Jahre an. Beide sind heute schon Vergangenheit. In beiden Reichen herrschten äußerlich betrachtet sehr unterschiedliche Bedingungen.
Das erste tausendjährige Reich war das irdische Reich des Alten Bundes. Es begann ziemlich exakt um 1500 v.Chr. mit der Verbannung des Mittlers Mose aus Ägypten in das Land Midian in Arabien, und es endete mit der Zerstörung des ersten Tempels in Jerusalem im Jahr 504 v.Chr. (siehe zur Datierung unseren Text: „Esra, Nehemia und Esther in der Chronologie“). Es dauerte somit für nahezu exakt 1000 Jahre an.
Hier regierte der HERR zunächst selbst vom Himmel aus, später durch den Mittler Mose und nachfolgend durch Josua, durch die Richter und Könige über sein irdisches Volk Israel. Die äußerlichen Höhepunkte dieses Reiches waren seine dramatische Offenbarung beim Auszug aus Ägypten, Gottes Erscheinen am Sinai unter Mose mit der anschließenden Wüstenwanderung, der Einzug in das Land, sowie der Anfang der Herrschaft Salomos in Pracht und Herrlichkeit mit dem Bau der wunderbaren ersten Tempelanlage Jerusalems.
Hier wurde das damals noch zukünftige weltweite tausendjährige Reich des HERRN Jesus Christus im Neuen und ewigen Bund für sein alttestamentliches Volk im irdischen Land Israel des Alten Bundes bereits vorgeschattet.
Die Herrlichkeit Salomos war geographisch auf das irdische Israel begrenzt und hielt nur kurz an. Salomo selbst fiel am Ende seiner Herrschaft von Gott ab und betrieb Götzendienst. Auch weiterhin tat Gott sich immer wieder durch sichtbare Zeichen und Wunder dem Volk kund. Zahlreiche dramatische Rettungen des Volkes direkt aus dem Himmel durch die mächtige Hand Gottes werden uns in der Bibel berichtet. Hinzu kamen die Worte, welche Gott durch seine Propheten immer wieder dem Volk mitteilte. Aus diesem Reich heraus wurde unter dem irdischen Volk Israel ein gläubiger Überrest gebildet und auch gerettet. Dieser Überrest erwartete die zukünftige Offenbarung des Messias.
Als das tausendjährige irdische Reich des Alten Bundes durch die Hand der Babylonier zu Ende ging, wurde es gefolgt von einer ungefähr 500-jährigen Zeit unter der Herrschaft der vier heidnischen Reiche aus den beiden Visionen Daniels. Es war dies „die kurze Zeit für den Satan im Alten Bund“ nach dem tausendjährigen Reich des Alten Bundes, als das Volk unter der Macht der Tiere Daniels stand. Sie endete mit der Ankunft des Messias zur Rettung der damals bereits Gläubigen in Israel und der später folgenden Gläubigen des Neuen Bundes aus dem irdischen Israel und allen Nationen.
Der junge Prophet Daniel hatte im zweiten Jahr der Regierung Nebukadnezars in Babylon die Vision von der gewaltigen Statue der vier Reiche der Nationen erhalten. Nebukadnezar eroberte in seinem 18. Jahr (im Jahr 504 v.Chr.) die Stadt Jerusalem und beendete so das irdische Königreich des alten Israel. Das Volk ging in eine 70-jährige Gefangenschaft. Kurz vor dem Ende der 70 Jahre erhielt der inzwischen gealterte Prophet Daniel im ersten Jahr Belsazars wiederum in Babylon eine zweite Vision über die Reiche der Nationen. Diesmal sah er sie als vier Tiere, von denen das letzte das schrecklichste war. Das Volk konnte kurz darauf nach Israel zurückkehren und blieb bis zum Kommen des Messias unter fremder Herrschaft im Land.
Der HERR Jesus Christus selbst war schließlich der Stein aus Daniel 2 (Vision des jungen Daniel) und der Sohn des Menschen aus Daniel 7 (Vision des alten Daniel). Es waren die Gläubigen des Alten Bundes, welche als Gestorbene bis zum Kommen des Messias im Scheol am Ort des Trostes (in Abrahams Schoß nach Lk 16) oder als noch im damaligen Israel lebend ausharrten. Nach der Auferstehung des HERRN wurden die Seelen der gestorbenen Gläubigen des Alten Bundes aus dem Scheol in das Paradies des Himmels hinaufgenommen. Die ungläubige Masse des irdischen Volkes Israel ging auf ewig verloren, ebenso wie alle nicht erretteten Menschen aus den Nationen der Erde.
Die Gründung des EWIGEN GEISTLICHEN REICHES unter den Menschen geschah wie bereits gesagt zur Zeit des Römischen Tieres durch das Werk des HERRN Jesus Christus. ER selbst legte den Grundstein für dieses Reich in seinem Tod, seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt.
Die Königswürde, die Krone und das Zepter des EWIGEN REICHES empfing ER bei seiner Himmelfahrt und Thronbesteigung zur Rechten des Vaters im Himmel.
Dan 7,13-14: „Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. 14 Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.“
Das EWIGE REICH wurde den Aposteln vom auferstandenen HERRN selbst bis zu seiner Himmelfahrt während 40 Tagen auf der Erde erklärt. Die Apostel konnten es nun sehen und verstehen, denn sie hatten im Obersaal den Heiligen Geist vom auferstandenen HERRN empfangen und waren von neuem gezeugt.
Joh 15,3: „Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.“
Joh 20,21-22: „Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 22 Und nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt Heiligen Geist!“
Joh 3,3: „Jesus antwortete und sprach zu ihm (Nikodemus): Wahrlich, wahrlich, ich sage Dir: Wenn jemand nicht von oben gezeugt wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“
1Pe 1,23: „…denn ihr seid von neuem gezeugt nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt.“
Auch jedes Kind in dieser Welt wird irgendwann einmal gezeugt. Der genaue Zeitpunkt der Zeugung ist auf der natürlichen biologischen Ebene oft nicht bestimmbar. Nach der Zeugung wächst das Kind im Mutterleib heran, und schon sehr früh werden die Zeichen des neuen Lebens für die Mutter spürbar. Das Kind wird während der Schwangerschaft mit seinen äußeren und inneren Organen herangebildet und erblickt schließlich bei seiner Geburt das Licht der Welt. Es kommt zum Durchbruch von der dunklen Enge des Mutterleibes in den weiten Raum der Welt. Zuvor hat es bereits im Mutterleib die Stimmen der Eltern gehört. Jetzt erblickt es mit seinen eigenen Augen das Angesicht der Mutter und des Vaters.
So ist es auch mit den geistlichen Kindern Gottes in seinem Reich. Die Jünger waren im Obersaal von oben gezeugt durch das Wort des HERRN. Danach mussten sie noch warten, bis sie angetan wurden mit Kraft aus der Höhe bei ihrer kommenden Taufe im Heiligen Geist, welche am Pfingsttag stattfand. Sie waren danach aus Wasser (Wort, Wassertaufe) und Geist (Taufe im Geist) geboren. Das vom HERRN schon bei der Zeugung im Geist in sie hineingelegte Leben kam nun in der Taufe mit dem Geist sichtbar zum Durchbruch.
Die Jünger selbst konnten jetzt in den weiten Raum des Reiches Gottes eintreten, sie erkannten nun den Vater und den Sohn, sie sahen ihn mit ihren geistlichen Augen. Nun konnten das Reich nicht nur sehen und verstehen, sondern sie waren in das Reich eingegangen und konnten darin leben und wirksam dienen in der Kraft aus Gott. Der HERR Jesus Christus lebte nun sein eigenes Leben weiter in ihnen und durch sie. Er bediente sich ihrer leiblichen Gefäße in der Welt. Auch Paulus erlebte es so.
Apg 1,4-5: „Und als er mit ihnen zusammen war, gebot er ihnen, nicht von Jerusalem zu weichen, sondern die Verheißung des Vaters abzuwarten, die ihr [— so sprach er —] von mir vernommen habt, 5 denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.“
Joh 3,5: „Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir (Nikodemus): Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen.“
Gal 2,20: „Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.“
Das EWIGE REICH wurde auch für die übrigen Menschen in Jerusalem sichtbar geoffenbart durch die Ankunft des Heiligen Geistes am Pfingsttag, durch die verheißene Erfüllung der ersten Gläubigen mit und die Taufe der ersten Gläubigen im Heiligen Geist und Feuer, so wie es der Prophet Johannes der Täufer angekündigt hatte. 3000 Menschen wurden danach unter der geisterfüllten Predigt des Petrus von oben gezeugt durch das Wort. Danach empfingen sie die Wassertaufe und den Heiligen Geist.
Matt 3,11: „Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, sodass ich nicht würdig bin, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.“
Apg 2,37+38+41: „Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder? 38 Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. 41 Diejenigen, die nun bereitwillig sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tag etwa 3 000 Seelen hinzugetan.“
Das unsichtbare EWIGE GEISTLICHE REICH wird durch das Evangelium bis heute immer weiter ausgebreitet. Es dauert nicht nur an für tausend Jahre, sondern für immer. In diesem Reich regiert der HERR Jesus Christus auf dem himmlischen Thron nicht mehr über ein irdisches Volk Israel, sondern über sein geistliches Israel, das ist die Gemeinde aller wiedergeborenen Gläubigen aus den irdischen Juden und allen anderen irdischen Nationen.
Dieses Reich wird gebaut vom Heiligen Geist auf der Erde und wächst immer weiter bis zum letzten Tag dieser Zeit. Es wird bewohnt von den Engeln und den bereits entschlafenen Gläubigen aller Zeiten im himmlischen Bereich, sowie von den noch lebenden Gläubigen auf der Erde. In der sündlosen Ewigkeit des neuen Himmels und der neuen Erde nach dem Endgericht über die heutige Welt wird es für die Erlösten aus dem irdischen Israel und aus allen irdischen Nationen in sichtbar geoffenbarter Herrlichkeit ewig bestehen. Es wird den neuen Himmel und die neue Erde vollständig einnehmen. Alle Gläubigen aller Zeiten werden dann zusammen mit Gott und den Engeln auf ewig herrschen.
Die Schrift redet nun aber gemäß der „Little-Season-Eschatology“ nach dem sichtbaren tausendjährigen Reich des Alten Bundes für das damalige Land Israel auch noch über ein weiteres sichtbares tausendjähriges Reich auf der ganzen Erde während des Neuen Bundes, und zwar in Offenbarung 20.
Der entscheidende Unterschied zu den anderen Prophetiesystemen liegt in der besonderen Position dieses Reiches auf der Zeitachse der Pläne Gottes mit der Welt. Es wird nicht von einem irdischen Mittler wie Mose regiert. Der Alte Bund ist vorbei.
Der HERR regiert zusammen mit den heiligen Engeln, den geistlich-seelisch verherrlichten Heiligen des Alten Bundes und des frühen Gemeindezeitalters, sowie mit den noch nicht verherrlichten irdischen Gläubigen über die ganze Erde. Diese Gemeinschaft ist das geistliche Israel des Neuen Bundes. Es ist die Gemeinde Jesu Christi. Der HERR selbst ist der König aller Könige, die Gläubigen (ob verherrlicht oder nicht) sind Könige und Priester des Reiches. Sie leben in der Gegenwart aller unerlösten Menschen auf der Erde. Der HERR selbst wird in diesem Reich auch von den natürlichen irdischen Menschen gesehen. Er sitzt auf dem Thron im Mittelpunkt der Erde. Es herrscht Gerechtigkeit auf der Erde.
In der Christenheit gibt es wie gesagt bis heute sehr unterschiedliche Lehren in Bezug auf die genaue zeitliche Einordnung dieses Reiches in den Lauf der Weltgeschichte, sowie über sein Wesen. Die überwiegende Mehrheit der Christen betrachtet es als ein in dieser Welt real existierendes Reich, welches jedoch heute noch in der Zukunft liegt. In der protestantischen Kirche wird dieser Gedanke ebenso vertreten wie in der gesamten evangelikalen Christenheit. Der HERR Jesus Christus wird nach dieser Sichtweise bald zurückkommen, die jetzige Welt richten und dieses Reich vom irdischen Jerusalem aus für tausend Jahre regieren. Danach werden dann das Ende der heutigen Schöpfung und der Beginn des ewigen neuen Himmels und der neuen Erde folgen.
Der radikale Präterismus veranschlagt ein symbolisches Millennium, welches in der realen Weltgeschichte nur die 40 Jahre zwischen dem Pfingsttag im Jahr 30 n.Chr. und der Vernichtung Jerusalems im Jahr 70 n.Chr. überspannte. Seit dem Jahr 70 n.Chr. befinden wir uns laut dieser Lehre bereits auf der Neuen Erde unter dem Neuen Himmel. Der ewige Zustand soll hier bereits im Jahr 70 n.Chr. begonnen haben. Irgendwann wird der HERR geistlich zurückkommen und die Welt durch einen geistlichen Sinneswandel auch äußerlich in den ewigen Frieden und die Harmonie hineinbringen. Die „kurze Zeit für den Satan am Ende“ ist hier nicht zu finden.
Der gemäßigte Präterismus geht ebenfalls von einem symbolischen Millennium aus, welches von Pfingsten bis zur äußerlich sichtbaren Wiederkunft Christi anhält. Danach dann die Herrlichkeit des neuen Himmels und der neuen Erde. Die Lehre von der „kurzen Zeit für Satan am Ende“ ist hier ebenfalls nicht zu finden.
Der Amillennialismus, auch bezeichnet als die Lehre vom „schriftgemäßen Millennium“, veranschlagt ebenfalls ein symbolisches Millennium. Dieses ist gleichzusetzen mit dem Gemeindezeitalter. Es begann am Pfingsttag in Jerusalem und wird kurz vor der Wiederkunft des HERRN zum Endgericht über die jetzige Schöpfung enden. An seinem Ende wird es eine kurze Zeit geben, in welcher der Satan losgelassen sein wird und die Nationen verführen wird zum Abfall vom Glauben und zur Verfolgung der Christen. In der heutigen Zeit gehen wir auf diese Loslassung des Satans zu, denn in der Welt werden die Prinzipien des Satans immer mehr sichtbar. Eventuell hat diese Loslassung sogar schon stattgefunden. Die „kurze Zeit für den Satan am Ende“ ist also hier sehr wohl Bestandteil der Lehre. Am Ende dieser kurzen Zeit kommen dann die Verherrlichung und Aufnahme aller Gläubigen am letzten Tag, das Feuer über die verlorenen Menschen auf der jetzigen Erde, der große weiße Thron und das letzte Gericht. Danach dann der neue Himmel und die neue Erde der Ewigkeit.
Kurzer Einschub: Im griechischen Text heißt es an der diesbezüglich bedeutsamen Schriftstelle in Offenbarung 20,1-8 mehrmals „chilia“ beziehungsweise „chilioi“. Es handelt sich hierbei um einen so genannten Plural unbestimmter Affinität, welcher ohne ein Zahlenpräfix dasteht. Mit Präfix würde es eine konkrete Zahl andeuten, wie etwa: heis chilias = 1000; dischilioi = 2000; trischilioi = 3000, und so weiter. Ohne Präfix bedeutet es aber gerade nicht die konkrete Zahl 1000, sondern eine sehr große nicht bekannte Zahl, welche durch den Begriff „tausend“ ausgedrückt wird. Ein ähnliches Phänomen finden wir zum Beispiel in Psalm 50,10: „Denn mir gehören alle Tiere des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen.“ Es geht in diesem Vers nicht um eine konkrete Zahl von genau 1000 Bergen, sondern das „chilioi“ drückt aus, dass dem HERRN eine riesige Zahl von Bergen gehört, nämlich alle Berge. In unserer Alltagssprache kennen wir das gleiche Phänomen, wenn zum Beispiel eine Mutter ihr Kind kritisiert mit den Worten: „Das sollst Du nicht tun, das habe ich Dir doch schon tausendmal gesagt!“ Es könnte sich somit in der Realität unserer Welt um einen etliche Jahrhunderte langen Zeitabschnitt handeln, welcher jedoch nicht genau 1000 irdische Jahre betragen müsste. Er könnte sowohl etwas kürzer als auch etwas länger sein. Einschub Ende.
Die Endzeitlehre von der kurzen Zeit für Satan, die „Little-Season-Eschatology“, steht den soeben kurz genannten Systemen gegenüber. Sie vertritt wie bereits gesagt ein real existierendes Millennium in dieser Welt von tausend Jahren Dauer. Dieses Millennium begann jedoch bereits in der Vergangenheit mit der Zerstörung Jerusalems, Israels und des römischen Reiches im ersten Jahrhundert n.Chr. in der großen Schlacht von Armageddon (nach Ansicht mancher Ausleger kein geographischer Ort, sondern ein symbolischer Name für den weltweiten „Ort der Schlachtung“ der Feinde des HERRN). Der HERR Jesus Christus kam zu dieser Zeit mit den Engeln und den geistlich-seelisch verherrlichten Heiligen auf die Erde und herrschte in Frieden und Gerechtigkeit. Der Satan wurde gebunden im Abgrund.
Nach den tausend Jahren wurde der Satan aus dem Gefängnis losgelassen und begann seine weltweite Verführung. Die weltliche Geschichtsschreibung wurde von seinen gottlosen Dienern verfälscht und künstlich in die Länge gezogen, so dass die Jahreszahlen unseres heutigen Kalenders um mehrere Hundert Jahre zu hoch angesetzt sind. Der Untergang des Römischen Reiches wurde um etwa 400 Jahre nach hinten verlagert. Später wurden noch einmal etliche Jahre hinzugefügt. Diese zweite Kalenderfälschung geschah wahrscheinlich unter dem Papst Gregor VII. Sein „Gregorianischer Kalender“ wird nach der gefälschten Chronologie auf das Jahr „1582 n.Chr.“ datiert.
Kurz davor hatte in der „1550er Jahren“ der gefälschten Zeitrechnung die „Renaissance“ begonnen. Wir sollen glauben, dass in Europa die Menschen um das „Jahr 500“ herum freiwillig für die Zeit des „finsteren Mittelalters“ zurück auf die Bäume stiegen. Danach stiegen sie im „16. Jahrhundert“ wieder von den Bäumen herunter und bauten in der Renaissance nach tausend Jahren Pause plötzlich aus dem Nichts heraus mit Holzwerkzeugen, Pferdekutschen und Ochsenkarren viele Großstädte mit atemberaubenden Kathedralen und zahllosen architektonischen Meisterwerken in der ganzen Welt auf. Sie revolutionierten im Handstreich die Künste, die Wissenschaften, die Medizin, die Weltwirtschaft, die Technik.
Dieses bei nüchterner Betrachtung bereits im Ansatz völlig undenkbare Narrativ der heutigen Historiker ist für die Vertreter der „Little-Season-Eschatology“ zu einem der zahlreichen Gründe dafür geworden, den Beginn der „kurzen Zeit für den Satan am Ende“ in etwa mit dem Beginn der „Renaissance“ gleichzusetzen.
Die demzufolge nun schon mehr als 400 Jahre andauernde „kurze Zeit für den Satan am Ende“ (parallel zu den fast genau 500 Jahren der „kurzen Zeit für den Satan im Alten Bund“ von der Zerstörung des ersten Tempels im Jahr 504 v.Chr. bis zum ersten Kommen des HERRN Jesus Christus) neigt sich gemäß dieser Lehre allmählich dem Ende zu. Niemand kann sagen, wann dieses Ende genau kommen wird. Es wird ohne erkennbare Vorzeichen kommen. Es wird das Ende der heutigen Schöpfung im Feuergericht beim letzten Kommen des HERRN Jesus Christus und die Gründung der neuen und ewigen Schöpfung sein.
Am Ende dieses Abschnitts soll nun noch eine kurze inhaltliche Abfolge der Dinge stehen, welche wir in unseren bisherigen Überlegungen angesprochen haben. Die nun folgende Liste soll für den/die Leser/in die Übersicht über die Hauptpunkte der bisherigen Erläuterungen etwas erleichtern.
1.) Die ewige Gemeinschaft und Herrschaft des dreieinigen Gottes: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Die ewigen Ratschlüsse.
2.) Die Erschaffung der unsichtbaren Engelwelt durch das ewige Wort Gottes.
3.) Die Rebellion des schirmenden Cherubs am Thron Gottes. Der Cherub wird zum Satan.
4.) Die Beteiligung von einem Drittel der Engelwelt an der Rebellion des Satans gegen Gott. Diese Engel werden zu den Dämonen.
5.) Etwa 5500 oder 4000 v.Chr. (je nach zugrunde gelegter Bibelversion): Die Erschaffung des Himmels und der Erde in sechs Tagen. Die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau. Beginn der Zeitrechnung: Anno Mundi (AM), Anno Hominis (AH).
6.) Kurze Zeit später: Der Sündenfall im Paradies. Die Schlange (der Satan, der Drache) verführt die Frau. Die Frau verführt den Mann. Der Tod kommt zur Herrschaft über die ganze Schöpfung. Leiblicher Tod am Ende des irdischen Lebens, auch genannt der erste Tod, außerdem: Unmittelbare geistliche Trennung von Gott und ewige Verlorenheit/ewiger geistlicher Tod/zweiter Tod. Gott kündigt das Gericht über die gefallene Menschheit an und verheißt das Kommen des Retters und Erlösers, welcher der Schlange den Kopf zertreten und den Weg zu dem durch den Sündenfall verlorenen ewigen Leben (zum Baum des Lebens) wieder öffnen wird.
Beginn der „langen Zeit für den Satan“ unter der Regierung Gottes: etwa 4000 oder etwa 5500 Jahre (je nach zugrunde gelegter Bibelübersetzung).
7.) Der Tod herrscht von Adam an. Der Satan verdirbt die Schöpfung, die Dämonen zeugen die Riesen mit den Töchtern der Menschen. Alles ist unrettbar verdorben. Nur Noah und seine Familie finden Gnade bei Gott.
8.) AH 1656 oder ungefähr AH 3150 (je nach zugrunde gelegter Bibelversion), also etwa 2350 v.Chr.: die Flut. Die Gewalttätigkeit und die Rebellion unter den Menschen und den grausamen Riesen auf der Erde sind für Gott unerträglich geworden. Die ganze verdorbene Menschheit, die Riesen und die Tierwelt ertrinken in den überflutenden Wassermassen Gottes. Das weltweite Geschrei und Gelächter der gottlosen Rebellen verstummt unter dem schon nach kurzer Zeit beruhigten Wasserspiegel. Es herrscht gespenstische Stille für ein ganzes Jahr, und nicht einmal mehr die Stimme eines kleinen Vogels oder einer Grille wird gehört. Die Sonne, der Mond und die Sterne ziehen lautlos auf ihren Bahnen weiter. Ihr Licht bescheint auf der ganzen Erde kein lebendiges Wesen mehr. Die Meerestiere leben weiter.
Nur acht Menschen bleiben mit den von Noah aufgenommenen Landtieren und Vögeln in der Arche übrig. Noah und seine Familie verlassen schließlich mit den geretteten Tieren die Arche im Gebiet des Ararat (Urartu) an der heutigen türkisch-armenischen Grenze, nachdem die Erde wieder trocken geworden ist. Die Erde wird von ihnen neu besiedelt. Alle heutigen Menschen ohne Ausnahme sind Nachkommen dieser acht Menschen. Alle heutigen Landtiere und Vögel stammen von den Tieren aus der Arche ab (entgegen dem Standpunkt der Evolutionslehre). Die Geologie und Paläontologie zeigen uns bis heute weltweit die Spuren der Flut. Es existieren Erzählungen von dieser Flut unter den Völkern auf allen Kontinenten.
Gott macht einen Bund mit Noah und setzt den Regenbogen als den stummen Zeugen der Flut an den Himmel, verbunden mit der Zusage, dass keine zweite Flut die Erde jemals mehr treffen wird. Der Bogen in den Wolken ist das direkte Abbild des Bogens am Thron Gottes. Hesekiel (Kapitel 1) und Jesaja (Kapitel 6) haben ihn gesehen. Jedes Kind kann ihn bis heute ebenfalls sehen, denn er kommt oft nach einem starken Gewitter und einer Regenflut. So sind die Wege Gottes.
9.) Gott erwählt danach den Heiden Abraham aus Ur in Chaldäa und bildet sich durch dessen Nachkommen das irdische Volk Israel, also das Volk Gottes im Alten Testament. Die Generationen: Abraham, Isaak, Jakob, die 12 Söhne Jakobs. Danach dann: Levi (der dritte Sohn Jakobs), Kehat, Amram, Mose.
10.) Etwa 1500-504 v.Chr.: Das tausendjährige irdische Reich des Alten Bundes für das irdische Volk Israel, das alttestamentliche Volk Gottes.
Der Mittler Mose in Ägypten, seine Verbannung nach Midian in Nordwestarabien. Seine Berufung am Berg Sinai, auch „Horeb“ oder „Berg Gottes“ genannt, dem heutigen „Djebel al Lawz“, dem „Mandelberg“ in Midian.
2Mo 3,1: „Mose aber hütete die Schafe Jethros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian. Und er trieb die Schafe über die Wüste hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb.“
2Mo 3,12: „Da sprach er: Ich will mit dir sein; und dies soll dir das Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr an diesem Berg Gott dienen!“
Der dramatische Auszug aus Ägypten. Der Alte Bund wird nach der Rückkehr Moses mit dem Volk zum Berg Sinai / Horeb / Berg Gottes / Djebel al Lawz / Mandelberg geschlossen.
2Mo 19,1-2: „Im dritten Monat nach dem Auszug der Kinder Israels aus dem Land Ägypten kamen sie an eben diesem Tag in die Wüste Sinai. 2 Sie waren von Rephidim ausgezogen und in die Wüste Sinai gekommen und lagerten sich in der Wüste; und Israel lagerte sich dort dem Berg gegenüber.“
Die Stiftshütte und der Opferdienst als Hinweise auf den kommenden Erlöser. Israel ist unter dem Gesetz verwahrt bis zum Kommen des Messias. Geistliche Rettung für den gläubigen Überrest Israels. Sichtbare Rettungen im Land durch die Richter, durch Samuel und David. Der erste Tempel von Salomo bis Zedekia. Gottes Reden zum Volk und zu den Königen durch die Propheten.
Am Ende babylonischer und ägyptischer Götzendienst im ersten Tempel (Hesekiel 8). Der Antichrist (der Satan) im ersten Tempel.
Das Gericht mit der Vernichtung des irdischen Königreiches Israels und des ersten Tempels in Jerusalem durch die Babylonier im Jahr 504 v.Chr.
11.) 504 v.Chr. bis zum ersten Kommen des HERRN: Die „kurze Zeit für den Satan im Alten Bund“, bezogen auf das irdische Volk und das irdische Land Israel.
Das irdische Volk Gottes ohne König und ohne irdisches Königreich. Der zweite Steintempel unter der Herrschaft der Tiere Daniels: Babylon, Medopersien, Griechenland. Nach dem letzten Propheten Maleachi Schweigen Gottes für etwa 400 Jahre. Der Überrest im irdischen Volk Gottes lebt nur noch aus Glauben und erwartet den verheißenen Messias. Am Ende das Römische Tier als Reich Satans, der Antichrist in den Personen der Kaiser.
Am Ende die religiöse Herrschaft der Synagoge des Satans in Israel: Die Pharisäer und Schriftgelehrten mit ihrer okkulten Kabbala und dem Babylonischen Talmud. Der Antichrist (der Satan) im zweiten Tempel. Die Räuberhöhle.
12.) Das Wort wird Fleisch! Das erste Kommen des lange verheißenen Messias Jesus Christus, von dem Mose, Samuel und alle Propheten geredet haben.
Das Ende der „langen Zeit für den Satan“ seit dem Sündenfall im Paradies (4000 oder 5500 Jahre, je nach zugrunde liegender Bibelübersetzung) und der „kurzen Zeit für den Satan im Alten Bund“ seit dem Verlust des Königreiches im Jahr 504 v.Chr.
Die Ablehnung des HERRN durch die Pharisäer, die Schriftgelehrten und die ungläubige Masse des Volkes. Der HERR zeigt den Weg der Errettung. ER kündigt aber auch das innerhalb einer Generation kommende Gericht über das ungläubige Volk, über Jerusalem und über die irdische Nation Israel des Alten Bundes an.
Der HERR führt in seinem Dienst zwei Tempelreinigungen durch: Eine in Bezug zum Alten Bund (Joh 2,13-17), eine in Bezug auf den kommenden Neuen Bund (Mt 21,12-13).
ER vollbringt im Jahr 30 unserer Zeitrechnung am Kreuz sein Erlösungswerk, ER besiegt in der Auferstehung den Tod, zertritt der Schlange den Kopf und richtet den dritten Tempel auf, den Tempel seines Leibes, die Gemeinde.
Joh 2,19-21: „Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten! 20 Da sprachen die Juden: In 46 Jahren ist dieser Tempel erbaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? 21 Er aber redete von dem Tempel seines Leibes.“
Der allmächtige Sohn Gottes ist als wahrer Mensch Jesus Christus gekommen um zu erretten was verloren war. ER hat durch sein Werk DAS EWIGE REICH Gottes aus dem Himmel auf die Erde zu den Menschen gebracht. ER geht zurück in den Himmel und nimmt den Thron ein. ER wirft den Satan aus dem Himmel.
Der Satan hat große Wut und nur „wenig Zeit“ (70 Jahre zwischen dem Jahr 30 n.Chr. und dem Jahr 100 n.Chr.) bis zu seiner baldigen Bindung im Abgrund (Off 12,12).
Wer an den HERRN Jesus Christus glaubt wie die Schrift sagt, der geht nicht mehr verloren, sondern er hat die ewige Errettung und das ewige Leben in der Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn, dem Heiligen Geist, den Engeln Gottes und allen anderen Gläubigen. Im irdischen Israel bildet sich der gläubige Überrest unter den Juden. Unter den Nationen werden die nichtjüdischen Gläubigen der frühen Christenheit eingesammelt. Alle zusammen bilden den Leib Christi, den dritten und ewigen Tempel, das geistliche und ewige Israel des Neuen und ewigen Bundes. Die Sammlung der Gläubigen (der Bau des geistlichen dritten Tempels Gottes) dauert an bis zum letzten Tag der heutigen Welt.
13.) Die Jahre 30 n.Chr. bis 70 n.Chr.: 40 Jahre für das alte irdische Israel und alle Nationen der alten Welt unter der Verkündigung des Evangeliums. Im Jahr 70 n.Chr., also genau eine Generation nach der Kreuzigung des Messias, kommt die endgültige Zerstörung des irdischen Jerusalem und des zweiten Steintempels durch die Hand der Römer. Diese Vernichtung entspricht der ersten Tempelreinigung (Joh 2,13-17).
Kurz vor der Zerstörung der Stadt erscheint der Herr mit seinen Engeln in mächtigen Bildern und Zeichen am Himmel über dem Land. Danach bis etwa zum Jahr 100 n.Chr. folgt die Zerstörung des Landes Israel. Jerusalem ist so vollständig zerstört, dass man seine genaue geographische Lage nicht mehr erkennt (Mi 3,12). Die Römer bauen am ungefähren Ort der ehemaligen Stadt eine neue Stadt mit dem Namen „Aelia Capitolina“ auf. Diese neue Stadt ist die Siedlung, welche heutzutage mit dem Namen Jerusalem bezeichnet wird.
14.) Etwa 100 n.Chr.: Der HERR kommt nun leiblich zur Erde zurück und zerstört die Reste der alten Welt. Dies ist die „Schlacht von Armageddon“, dem weltweiten „Ort der Schlachtung“. Die Verbrennung der alten Welt mit dem Reich der Römer in Feuer und ihre Zerstörung in einem gewaltigen Erdbeben mit vulkanischem Feuer. Weltweit findet man bis heute zahlreiche weitere Orte und ehemalige Siedlungen aus geschmolzenem Gestein, welche nach Ansicht der „Little-Season-Eschatology“ auf dieses weltweite Gericht bei der Ankunft des HERRN zurückgehen. Es gibt im Englischen sogar eine neue Wissenschaft, welche diese Phänomene erforscht: „Meltology“.
Der HERR kommt mit seinen heiligen Engeln, mit den vormals gestorbenen und nun geistlich-seelisch verherrlichten Gläubigen des Alten Bundes und des noch jungen Neuen Bundes. ER bindet den Satan und wirft ihn für tausend Jahre (chilia) in den Abgrund. ER gründet sein sichtbares tausendjähriges Reich des Neuen Bundes.
Dieses Reich ist nicht mehr nur für die zerstreute alte Nation Israel im Nahen Osten, sondern für die ganze Erde. Der HERR regiert von seinem Berg im Mittelpunkt der Erde aus die ganze Welt. Alle Nationen pilgern zu diesem Berg.
Jes 2,2: „Ja, es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des HERRN fest gegründet stehen an der Spitze der Berge, und er wird erhaben sein über alle Höhen, und alle Heiden werden zu ihm strömen.“
Jes 14,13: „Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: ›Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden;“
Hes. 38,12: „Um Beute zu machen und Raub zu raffen, wirst du deine Hand an die wieder bewohnten Ruinen zu legen suchen, und an das Volk, das aus den Heidenvölkern gesammelt worden ist, das Vieh und Güter bekommen hat und das den Mittelpunkt der Erde bewohnt.“
Mi 4,1: „Doch es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des HERRN fest gegründet an der Spitze der Berge stehen und wird über alle Höhen erhaben sein, und Völker werden ihm zuströmen.“
Hi 37,22: „Von Norden her kommt Goldglanz; Gott ist von wunderbarer Pracht umgeben.“
Ps 48,2-3: „Groß ist der HERR und hoch zu loben in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berg. 3 Schön erhebt sich, die Freude der ganzen Erde, der Berg Zion auf der Seite des Nordens — die Stadt des großen Königs.“
Einschub: Die geographische Lage des Mittelpunktes der Erde wird diskutiert. Manche Christen haben ihn in der Gegend um den heutigen Nordpol vermutet, ausgehend von der Überzeugung, dass wir nach den Worten des biblischen Schöpfungsberichts nicht auf einer Kugel leben, sondern auf einer abgeflachten Erde unter einem kuppelförmigen Himmelsfirmament mit dem Norden im Zentrum und dem äußersten Norden über dem Polarstern und den oberen Wassern. Die betreffenden Christen beziehen sich dabei auf die vorgenannten Aussagen der Schrift, sowie auf die Angaben auf den nur noch wenigen existierenden alten Landkarten aus der Zeit vor der „Renaissance“. Auf diesen Karten (zum Beispiel auf der Karte von Urbano Monti aus 1587 und wenigen anderen) findet sich übereinstimmend ein sehr hoher Berg am Nordpol im Zentrum, umgeben von einer vierteiligen Landmasse sowie ein weites Land zwischen Sibirien und Alaska mit dem Namen „Terra Jessu“ (Land Jesu).
Auf den Weltkarten der Renaissance sind diese Landmassen plötzlich verschwunden. Zwischen Nordostsibirien und Nordwestalaska liegt heute auf unseren offiziellen Weltkarten des Nordatlantiks die Beringstraße, welche mit einer Breite von etwa 80 km (53 Seemeilen) angegeben wird. Gemäß dem Sonnenumlauf, nach welchem sich die Luftfahrt ja richten muss, um rechtzeitig irgendwo anzukommen, klafft hier ein Zeitzonenunterschied von drei Stunden zwischen Nordostsibirien und Nordwestalaska. Das entspricht der Breite der USA von Ost nach West. Kann es sein, dass hier eine Landmasse von der Breite der USA einfach von den offiziellen Karten verschwunden ist? Wurde sie in der Renaissance „ausradiert“ und wird vor uns verborgen?
In der gleichen Zeit wurde dann auch das heliozentrische Weltbild mit der Kugelerde eingeführt. Die alten Kartenprojektionen wurden bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Alle Landmassen des Nordens wurden stark vergrößert dargestellt. So wuchs zum Beispiel die Insel Grönland in den neueren Mercatorprojektionen auf die Größe des gesamten afrikanischen Kontinentes heran, was der Realität bei weitem nicht entspricht.
Die Autoren der neuen Kartenwerke wussten damals nach der Überzeugung des Schreibers ganz genau was sie taten. Bis heute zeigen sie uns nämlich noch immer die wahre Gestalt der Erde in ihrem UN-Logo. Sie halten es uns genau vor die Nase, aber die Menschen erkennen es nicht mehr, weil sie von frühester Kindheit an belogen worden sind. Die Lügen wurden im Kita- und Schulpflichtsystem viel zu tief in die empfindsamen Kinderseelen eingeprägt.
Gott schaut in dieser Weltsicht nicht mehr vom Himmel auf die Erde herab und freut sich an den Menschenkindern. Die Erde ist jetzt zu einem ziellos und bedeutungslos umherirrenden Staubkorn in den unendlichen Weiten des gottlosen Universums der Humanisten und Atheisten geworden. Ein Gott wird in dieser kosmischen Mechanik nicht mehr gebraucht.
In Psalm 48,3 steht in der alten aramäischen Bibel das Wort „yeraykaw“, welches in alten europäischen Bibeln, zum Beispiel in den nur noch wenigen erhaltenen Exemplaren der Geneva Bible von 1599, auch übersetzt wurde als die „Quartiere/Vierlande“ des Nordens (Englisch: The Quarters of the North). Das Paradies von Eden lag nach dieser Auffassung am Nordpol. In den neueren Bibeln (ab King James „1611“) wurde es anders übersetzt und lautete nun „im äußersten Norden“ oder „an den Seiten des Nordens“.
Nur wenigen Christen ist bekannt, dass King James ein Okkultist war, welcher sogar ein Buch über Dämonen verfasste: „Demonologie in Forme of a Dialogue“ (1597), Erschienen in „Newes from Scotland“. King James steht somit im Verdacht, die erste populäre Bibelfälschung der Neuzeit oder Renaissance auf den Weg gebracht zu haben. Aus Eph 6,12 verschwand die in der Geneva Bible 1599 noch enthaltene Formulierung „…and the evil worldly governors“. Möglicherweise war King James sogar selbst einer dieser „evil worldly governors“, dieser bösen weltlichen Herrscher.
Der Name des vierten Flusses in Eden wurde in der KJV geändert von „Perath“ zu „Phrat“ und später „Euphrat“, möglicherweise um von den wahren geographischen Verhältnissen abzulenken. In der Tat ist es so, dass unter dem nördlichen Eis an verschiedenen Orten Reste von Tieren (Mammuth) und Pflanzen (Palmen, Weinstöcke) gefunden wurden, welche darauf hinweisen, dass in der Vergangenheit einmal die gesamte Erde ein subtropisches Klima hatte. Dies war zum einen der Fall während der Zeit vor der Flut. Erst danach begannen Frost und Hitze, Sommer und Winter.
1Mo 8,22: „Von nun an soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht, solange die Erde besteht!“
Die neuzeitliche Geologie, Geographie und Klimatologie haben ebenfalls herausgefunden, dass es in der Zeit des sogenannten „Mittelalters“ ein langanhaltendes Temperaturhoch (das sogenannte „Medieval High“) gab, welches auf der ganzen Erde eine deutlich höhere Durchschnittstemperatur und völlig andere Klimaverhältnisse als heute erzeugte. Wenn man das „Mittelalter“ der heutigen Geschichtsschreibung mit der Zeit des tausendjährigen Reiches gleichsetzt, dann passt diese wissenschaftliche Erkenntnis dazu, dass während des Millenniums auf der ganzen Erde ein freundlicheres Klima als heute geherrscht hat. Alte Weltkarten aus der Zeit vor der Renaissance zeigen eine tropische Vegetation auch rundum im Land des Südens am äußeren Ende des Erdkreises, welches in unserer viel kälteren Zeit von dem gewaltigen äußeren Eisring überdeckt ist, den der englische Seefahrer James Cook auf seiner zweiten Weltumsegelung während einer Zeit von etwa zwei Jahren vollständig umfahren hat. Cook bezifferte die Länge der Eiswand auf etwa 115.000 Seemeilen, also etwa 180.000 Kilometer. Ende des Einschubs.
Weiter im Text: Der HERR ist sichtbar auf der Erde anwesend. Die noch verbliebenen Gläubigen der frühen Christenheit, welche die Katastrophen der Verfolgung und der Wiederkunft des HERRN überstanden haben, leben zusammen mit den noch nicht erretteten Menschen aus allen Nationen in natürlichen Leibern auf der Erde und zeugen die nachfolgenden Generationen. Die Heiligen (bereits verherrlichte und noch nicht verherrlichte) und die Engel tragen das Evangelium hinaus auf die Kontinente der ganzen Erde. Unzählige Menschen aller Kontinente und Nationen werden errettet. Sie schauen den HERRN und seine geistlich-seelisch verherrlichten Heiligen. Auf der Erde herrschen Gerechtigkeit, Frieden und Freude während „tausend“ („chilia“) Jahren. Die Feinde Gottes müssen sich beugen.
15.) Etwa 1100 n.Chr. Das sichtbare tausendjährige Reich des Neuen Bundes endet. Der HERR zieht sich mit den Engeln und den verherrlichten Heiligen zurück in den himmlischen Bereich und wird für die Menschen auf der Erde wieder unsichtbar.
Auf der Erde bleiben übrig die noch lebenden Gläubigen in ihren natürlichen Leibern (das Heerlager der Heiligen) und die viel zahlreicheren noch lebenden Feinde Gottes in ihren natürlichen Leibern (Gog und Magog von den vier Enden der Erde). Beide Gruppen sind Zeitzeugen der letzten Phase des Friedensreiches.
In der englischen Fassung der Genfer Bibel von 1599, also in der „Geneva Bible“, findet sich ein Vorwort zum Buch der Offenbarung unter dem Titel: „The order of time whereunto the contents of this book are to be referred“. Auf Deutsch: „Die Ordnung der Zeiten, auf welche die Inhalte dieses Buches (also der Offenbarung) bezogen werden müssen“. Es werden dann erwähnt der Beginn des tausendjährigen Reiches etwa um das Jahr 70 n.Chr., sowie sein Ende um das Jahr 1073 n.Chr. Dieses Ende wird mit der Herrschaft des Papstes Gregor VII, des „bösen Hildebrandt“ gleichgesetzt, welchen der Satan nach seiner Loslassung als ersten bedeutenden Weltherrscher dazu benutzte, die Ordnungen des tausendjährigen Reiches zu zerstören und seine neue Weltordnung einzuführen. Ähnliche Aussagen finden sich auch noch in den Niederlanden in der Dutch Bijbel der Staaten Generaal von 1716. (Quelle: YouTube/Dutch Peasant Productions/The holy reign of Jesus and the saints was on earth.)
Anmerkung des Schreibers: Der Betreiber des soeben angegebenen YouTube-Kanals legt viele Dinge in überzeugender Weise dar. Allerdings unterliegt er einem prophetischen Irrtum. Er setzt nämlich das ewige Reich Gottes aus Daniel 2,44 gleich mit dem „tausendjährigen“ Reich und behauptet folgendes: „Das Millennium ist ewig“. Dies entspricht der Lehre des radikalen Präterismus. Dieser Präterismus sagt, dass wir bereits jetzt im ewigen Zustand leben, und dass erst ein von Gott gewirkter Sinneswandel unter allen Gläubigen mit einer Wiederbelebung des Glaubens die Welt am Ende auch praktisch gesehen in die ewigen Segnungen des Millenniums hineinbringen wird. Die „Little-Season-Eschatology“ ist nicht identisch mit diesem Präterismus.
Der Schreiber des vorliegenden Textes widerspricht somit auch der vorgenannten Ansicht des „Dutch Peasant“. Nach 2Kor 4,18 sind die sichtbaren Dinge zeitlich, die unsichtbaren Dinge ewig. Das „tausendjährige“ Reich ist sichtbar und zeitlich begrenzt, denn „tausend Jahre“ sind nun einmal eine Zeitangabe. Das Reich liegt zudem in der jetzigen Weltzeit, welche einmal durch die Ewigkeit des neuen Himmels und der neuen Erde abgelöst werden wird. Dazwischen liegt nicht ein Sinneswandel der Menschheit, sondern das letzte Gericht Gottes über die heutige alte Schöpfung. „Tausend“ Jahre (chilia/chilioi) ist keine Bezeichnung für den ewigen Zustand der neuen Schöpfung. Erst in der neuen und ewigen Schöpfung, und nicht in der jetzigen Schöpfung, werden die Dinge des ewigen Reiches Gottes aus Dan 2,44 in vollkommener Herrlichkeit sichtbar geoffenbart sein. Alle Gläubigen der Weltgeschichte werden erst dieses Reich auf der neuen Erde unter dem neuen Himmel in ihren verherrlichten Auferstehungsleibern für ewig bewohnen. Jetzt aber noch nicht! Ende der Anmerkung.
In dem mehrbändigen Werk: „The Acts and Monuments of John Foxe by Reverend George Townsend” finden sich ebenfalls einige bemerkenswerte Dinge. In Band I, Seiten 4 und 5 erwähnt Foxe das tausendjährige Reich, bestehend aus drei Phasen: Erstens die Zeit des Leidens von etwa 100-400 n.Chr.. Zweitens die Zeit der Blüte von etwa 400-700 n.Chr.. Drittens die Zeit des Niedergangs von etwa 700-1000 n.Chr. Danach folgt die Zeit der Loslassung Satans, welche von Foxe bereits damals als gegenwärtig angesehen wurde.
Die Loslassung Satans ist nach dieser Auslegung die Konsequenz des geistlichen Abfalls während der letzten Phase des Friedensreiches. Der HERR zieht sich von der Erde zurück, und er nimmt die Stadt und seine Heiligen zu sich in den Himmel zurück, weil die Menschen auf der Erde damit begonnen haben, aufgrund ihres schönen und einfachen Daseins mehr und mehr im Unglauben zu versinken und in ihr altes Leben zurückzugehen. Sie glauben immer weniger an das Wort der Offenbarung und beginnen es zu verändern. Der Anteil am Baum des Lebens und an der Stadt wird ihnen deshalb weggenommen, so wie der HERR es gesagt hat in seiner letzten Warnung.
Off 22,19: „(…) und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt, und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen.“
Auch in Band II, S. 94 wird die Loslassung Satans noch einmal erwähnt. Band V redet über die Dinge während der Zeit von der Loslassung Satans bis in die Zeit des Schreibers John Foxe hinein. Er enthält ein Kapitel unter der Überschrift: „The last three hundred years from the losing out of Satan“ (Quelle: YouTube / Dutch Peasant Productions / Jesus second coming and the Millennium was in our past. We live in the small season of Rev 20,3+7+8. Ebenso: www.matthewsbible.com/little season)
16.) Ebenfalls etwa 1100 n.Chr.: Der Satan wird aus seinem Gefängnis losgelassen und beginnt augenblicklich mit der Verführung der Ungläubigen und mit der Vernichtung der Ordnungen des tausendjährigen Reiches des Neuen Bundes. Diese Zeit der „Renaissance“ ist somit eigentlich die Zeit der „Wiedergeburt“ des Bösen unter der Zulassung Gottes.
Die Diener Satans mussten sich während der Herrschaft des HERRN und seiner Heiligen äußerlich verborgen halten. Sie haben sich trotzdem bereits während der Zeit des Abfalls im Friedensreich, also während der dritten Phase, über Jahrzehnte hinweg in ihren geheimen Zirkeln auf diesen Tag vorbereitet. Der HERR kennt sie alle genau und hat ihnen die Haare ihrer Häupter gezählt. Er lässt sie nun gewähren. Endlich gewinnen sie äußerlich betrachtet die Oberhand und treten öffentlich hervor.
Bis heute haben sie ein weltweites Netzwerk aus Geheimgesellschaften und Herrscherfamilien errichtet, welches Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien, Medizin, Technik und Gesellschaft kontrolliert. Zahlreiche einfache Menschen, welche ebenso nicht gläubig waren, haben sich ihnen seit dem Beginn dieser Zeit während der „Renaissance“ bis heute angeschlossen und sich in den Dienst ihrer Pläne gestellt.
Der Satan ändert durch seine Diener historische Zeiten, politische und wissenschaftliche Gesetze. Die historischen Daten werden um Jahrhunderte in die Länge gezogen und somit verfälscht. Die „Renaissance“ (die „Wiedergeburt“ Satans) wird auf die Zeit um das Jahr „1550-1600 n.Chr.“ eingeordnet. Auch danach werden noch Verfälschungen eingefügt (Gregorianischer Kalender „1582“ etc.). Aus dem Jahr 1100 n.Chr. wird plötzlich das Jahr „1600 n.Chr.“. Unser heutiges Jahr „2026“ ist somit ebenfalls eine gefälschte Datierung, welche bei weitem nicht mehr der wirklichen Zeitachse Gottes entspricht.
Etwa „1600 n.Chr.“ (eigentlich etwa 1070-1100 n.Chr. auf Gottes originaler Zeitachse) ist somit der Beginn der „kurzen Zeit für den Satan am Ende“ (heute bezogen auf das Israel nach dem Geist, also auf die Gemeinde, sowie auf die ganze Welt), parallel zur „kurzen Zeit für den Satan im Alten Bund“ (damals bezogen auf das irdische Volk Israel im Land des Nahen Ostens, siehe 11.)). Dauer dieser Zeit gegenwärtig mehr als 400 Jahre (falls nicht noch weitere Verzerrungen der Zeitachse eingebaut wurden, was nicht zu klären ist). Das Ende dieses Zeitalters kann kein Mensch berechnen.
Die Christen während dieser Zeit bis in unsere Gegenwart hinein leben wieder ganz aus Glauben an den kommenden HERRN. Sie folgen der Stimme des guten Hirten in ihrem Herzen und den Geboten im geschriebenen Wort Gottes, der Bibel. Sie leben inmitten einer Welt, welche von den Prinzipien des losgelassenen Satans beherrscht wird. Der HERR bewahrt die meisten Gläubigen leiblich und trägt sie hindurch bis zum Ende ihres Lebens oder bis zum Tag seiner Wiederkunft. Einige Gläubige werden auch heute noch als Märtyrer in die Gegenwart des HERRN aufgenommen. Am Ende dieser Zeit steht wieder einmal die politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und militärische Herrschaft Satans über alle Systeme der Welt.
Am Ende dieser Zeit auch die religiöse Herrschaft der Synagoge des Satans (religiöse und politische jüdische Zionisten, Kabbalisten, Talmudisten, christliche Zionisten) über die große Mehrheit der sichtbaren menschlichen Gemeindestrukturen vor allem innerhalb der westlichen Christenheit. Der Antichrist (der Satan) im dritten Tempel.
Alle diese Dinge sind in unseren Tagen weltweite Realität geworden. Das bedeutet für die Christen, dass es innerhalb relativ kurzer Zeit für diese Welt sehr ernst werden könnte, denn es steht nur noch ein Ereignis aus, nämlich…
17.) Das letzte und endgültige Kommen des HERRN Jesus Christus mit seinen Engeln und Heiligen in Macht und Herrlichkeit.
Diesmal nicht zur Rettung (wie beim ersten Kommen in Niedrigkeit), sondern zum letzten Gericht. Dieses Weltgericht entspricht der zweiten Tempelreinigung (Mt 21, 12-13).
Die Geister/Seelen aller verstorbenen Gläubigen sind bereits seit ihrem leiblichen Tod beim HERRN. Alle Gläubigen, ob am letzten Tag schon leiblich gestorben oder noch lebend, haben bereits bei ihrer Errettung und Wiedergeburt die geistliche Auferweckung vom ewigen Tod zum ewigen Leben erfahren.
Joh 5,24: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.“
Eph 2,4-6: „Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, 5 auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht — aus Gnade seid ihr errettet! — 6 und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen [Regionen] in Christus Jesus,“
Die Gläubigen des Alten Bundes und der frühen Gemeindezeit im Neuen Bund kamen in der Vergangenheit in geistlich-seelisch verherrlichtem Zustand zusammen mit dem HERRN zur Erde zurück. Der HERR richtete damals das tausendjährige Reich auf. Am Ende dieses Reiches gingen sie wieder zusammen mit dem HERRN in den himmlischen Bereich zurück.
Alle gestorbenen Gläubigen der Geschichte werden nun in verherrlichten Leibern auferweckt. Dies ist der erste Teil der leiblichen Auferstehung am Ende, die Auferstehung zum ewigen Leben. Die Auferstandenen werden in ihren verherrlichten Auferstehungsleibern zum HERRN in den Himmel genommen. Die noch lebenden Gläubigen werden leiblich verwandelt zur Herrlichkeit und ebenfalls zum HERRN in den Himmel genommen.
Sie werden vom HERRN beurteilt, und es werden ihnen ihr Lohn und ihre Position im ewigen Reich Gottes zugeordnet. Die Erde mit allen darauf lebenden ungläubigen Menschen wird mit Feuer verbrannt. Die Seelen auch dieser letzten verlorenen Generation gehen in den Scheol.
Dann folgt der große weiße Thron. Es geschieht die Auferstehung der verlorenen Menschen aller Zeitalter in nicht verherrlichten Leibern zum Gericht am Ende. Dies ist der zweite Teil der leiblichen Auferstehung am Ende, die Auferstehung zum Gericht.
Alle verlorenen Menschen stehen vor dem Thron, und es werden die Bücher geöffnet. Der Satan, die Dämonen und alle verlorenen Menschen werden in den Feuersee geworfen für ewig. Das Ende der heutigen Schöpfung ist gekommen. Es folgen …
18.) Die Ewigkeit der verlorenen Menschen mit dem Satan und den Dämonen im Feuersee.
19.) Die neue Schöpfung.
20.) Die Ewigkeit des neuen Himmels und der neuen Erde. Das ewige Leben der erretteten Menschen aller Zeiten in der Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn Jesus Christus, dem Heiligen Geist und den Engeln Gottes. Die herrliche ewige Welt ohne die Spuren der Sünde und des Todes. Die Welt, in welcher Gerechtigkeit wohnt für immer und ewig.
Wir haben uns nun mit dem notwendigen gedanklichen Rüstzeug für unsere weiteren Überlegungen ausgestattet. Wir bedanken uns bei den Lesern/innen, welche geduldig genug waren, uns bis hierher zu folgen. Wir möchten nun in weiteren Schritten die verschiedenen Gesichtspunkte erläutern, welche die „Little-Season_Eschatology“ (LSE), die „Endzeitlehre von der kurzen Zeit für Satan“, stützen.
Wir werden zunächst die wichtigsten biblischen Argumente anführen, welche die „Lehre von der kurzen Zeit für den Satan am Ende“ stützen. Danach werden Erkenntnisse aus der neueren historischen Forschung folgen. Als Drittes werden verschiedene weitere Beobachtungen in der Welt hinzugefügt. Im weiteren Text wird dann eine mögliche Schilderung der Ereignisse unter Gottes ewigem Ratschluss gegeben. Am Ende stehen eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse und ein hoffnungsvoller Ausblick, gefolgt von einer kurzgefassten prophetischen Zeittafel und einem Fazit des Schreibers.
5. Biblische Argumente für die Lehre von der „kurzen Zeit für den Satan am Ende“
In diesem Abschnitt möchten wir uns zunächst mit den Worten der alttestamentlichen Propheten und des HERRN selbst zu seinen Lebzeiten als Mensch in Israel beschäftigen, welche die Lehre von der „kurzen Zeit für den Satan am Ende“ stützen. Hinzu kommen dann noch die Worte des auferstandenen HERRN an Johannes im Buch der Offenbarung, sowie einzelne Zeugnisse der Briefe des Neuen Testamentes. Unser Studium dieser Thematik muss im Alten Testament beginnen.
Der Prophet Daniel hat die Krönung des HERRN Jesus Christus bei seiner Himmelfahrt und die Errichtung des EWIGEN REICHES des Sohnes des Menschen gesehen.
Dieses Reich wird in Daniel 2 von dem Stein (dem HERRN Jesus Christus) gegründet, welcher zugleich der Sohn des Menschen in Daniel 7 ist. In Kapitel 2 zertrümmert der Stein die gesamte Statue der Weltreiche: Das Haupt aus Gold, die Brust aus Silber, die Lenden aus Erz, die Beine aus Eisen, die Füße aus Eisen und Ton. Der Stein wird zu einem großen Berg, der die ganze Erde erfüllt. Dieser Berg ist das EWIGE REICH Gottes unter den Menschen. Es wird auf der jetzigen Erde gebaut und wird in der Ewigkeit die neue Erde vollständig erfüllen. In Kapitel 7 nimmt der Sohn des Menschen (wieder der HERR Jesus Christus) das EWIGE REICH aus der Hand des Vaters im Himmel.
Die Tiere, also die zeitlich begrenzten und ihrem Wesen nach bösen menschlichen Reiche der alten Welt werden getötet. Das letzte von diesen Tieren war das schlimmste. Es hatte eiserne Zähne und verschlang alles. In der letzten Phase zur Zeit des Steines (des HERRN Jesus Christus im alten Israel) besteht die Statue Daniels an den Füßen aus Eisen, gemischt mit Ton. Zu dieser Zeit richtet der HERR sein EWIGES REICH auf. Daniel nennt es dann auch EWIG (Dan 2,44 und Dan 7,14).
Wer ist nun das eiserne Tier? Die Antwort gibt uns natürlich die Geschichte, denn sie erfüllt die Prophetie. Zur Zeit des HERRN Jesus Christus gab es in Israel das überaus grausame Weltreich der Römer. Wir dürfen daher dieses Reich mit dem letzten Tier gleichsetzen, denn es steht in Daniel 2 und in Daniel 7 gedanklich in einer Reihe mit den anderen historisch vergangenen Reichen: Babylon (Gold, Löwe), Medopersien (Silber, Bär), Griechenland (Erz, Panther), viertes Reich (Eisenzähne, furchterregendes Tier).
Wer ist dann der Ton? Auch dies wird klar, wenn wir Jesaja 41, Jesaja 64 und Jeremia 18 genauer studieren. Der Ton ist das Volk Israel. Die Autoritäten in Israel zur Zeit des HERRN standen in einer Kooperation mit den Römern. Sie gaben weltliche Regierungsmacht an den römischen Kaiser ab und konnten dafür ihre religiösen Aktivitäten und den Tempeldienst in Jerusalem beibehalten. Der König von Israel (zuerst Herodes der Große und später Herodes Antipas) war den Anweisungen des römischen Kaisers gehorsam. Es war für Israel eine Koexistenz aus Notwendigkeit heraus, jedoch nicht aus Überzeugung oder Freundschaft. Für Rom war es ein bequemer Zustand, so lange es nicht zu einer Rebellion kam. Das Eisen und der Ton waren vermischt, aber sie hafteten nicht aneinander.
Dan 7,13-14: „Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. 14 Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.“
Dan 2,40-44: „Und ein viertes Königreich wird sein, so stark wie Eisen; ebenso wie Eisen alles zermalmt und zertrümmert, und wie Eisen alles zerschmettert, so wird es auch jene alle zermalmen und zerschmettern. 41 Dass du aber die Füße und Zehen teils aus Töpferton und teils aus Eisen bestehend gesehen hast, bedeutet, dass das Königreich gespalten sein wird; aber es wird etwas von der Festigkeit des Eisens in ihm bleiben, gerade so, wie du das Eisen mit lehmigem Ton vermengt gesehen hast. 42 Und wie die Zehen seiner Füße teils aus Eisen und teils aus Ton waren, so wird auch das Reich zum Teil stark und zum Teil zerbrechlich sein. 43 Dass du aber Eisen mit Tonerde vermengt gesehen hast, bedeutet, dass sie sich zwar mit Menschensamen vermischen, aber doch nicht aneinander haften werden, wie sich ja Eisen mit Ton nicht vermischt. 44 Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird; und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen; es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen;“
Dan 2,35: „Da wurden Eisen, Ton, Erz, Silber und Gold miteinander zermalmt; und sie wurden wie Spreu auf den Sommertennen, und der Wind verwehte sie, sodass keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein aber, der das Bild zertrümmert hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde.“
Dan 7,7: „Nach diesem sah ich in den Nachtgesichten und siehe, ein viertes Tier, furchterregend, schrecklich und außerordentlich stark; es hatte große eiserne Zähne, fraß und zermalmte und zertrat das Übrige mit den Füßen; es war ganz anders als alle vorherigen Tiere und hatte zehn Hörner.“
Jes 41,25: „Ich habe einen von Norden her erweckt, und er ist von Sonnenaufgang her gekommen — einer, der meinen Namen anruft. Er wird über Fürsten kommen wie über Lehm und wird sie zertreten wie ein Töpfer den Ton.“
Jes 64,7: „Nun aber bist du, HERR, unser Vater; wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer; wir alle sind das Werk deiner Hände.“
Jer 18,6: „Kann ich mit euch nicht genauso umgehen wie dieser Töpfer, du Haus Israel?, spricht der HERR. Siehe, wie der Ton in der Hand des Töpfers, so seid ihr in meiner Hand, Haus Israel!“
Der Messias wurde von Johannes dem Täufer angekündigt. Johannes war der Rufer in der Wüste. Viele ließen sich von Johannes mit Wasser zur Buße taufen und erwarteten den Messias. Die Pharisäer taten dies nicht und verurteilten sich dadurch selbst.
Joh 1,23: „Er sprach: Ich bin »die Stimme eines Rufenden, [die ertönt] in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn!«, wie der Prophet Jesaja gesagt hat.“
Lk 3,15-16: „Da aber das Volk in Erwartung stand und alle in ihren Herzen sich wegen Johannes fragten, ob er vielleicht der Christus sei, 16 antwortete Johannes allen und sprach: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin nicht würdig, ihm seinen Schuhriemen zu lösen; der wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.“
Lk 7,29-30: „Und das ganze Volk, das ihn hörte, und die Zöllner gaben Gott recht, indem sie sich taufen ließen mit der Taufe des Johannes; 30 die Pharisäer aber und die Gesetzesgelehrten verwarfen den Ratschluss Gottes, sich selbst zum Schaden, indem sie sich nicht von ihm taufen ließen.“
Dann kam der HERR als der Messias nach Israel. Nach seiner Taufe im Jordan und seiner Überwindung in der Wüste sagte er zu dem Volk, dass das EWIGE REICH nun nahe herbeigekommen sei. In Buße und Glauben an die Person des HERRN und sein Werk, also an das Evangelium, war nun der geistliche Eintritt in das EWIGE REICH für alle Menschen auf der ganzen Erde möglich. Der Eintritt in das ewige Reich und das geistliche Leben in diesem Reich geschehen heute noch im Glauben, und nicht im Schauen.
Mk 1,14-15: „Nachdem aber Johannes gefangen genommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes 15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“
Das EWIGE REICH selbst ist heute für das menschliche Auge noch nicht sichtbar.
Schon während seines irdischen Dienstes wies der HERR die Jünger in einem Gleichnis darauf hin, dass er weggehen würde um dieses EWIGE REICH zu empfangen.
ER würde erst am letzten Tag dieser Weltzeit als Richter wieder zurückkehren, um dann für die Augen aller Menschen sichtbar die Herrschaft über dieses EWIGE REICH auf der neuen und ewigen Erde anzutreten.
Er selbst war ja der Stein aus Daniel 2 und der Sohn des Menschen aus Daniel 7. Wer von der damaligen Generation in Israel und von allen zukünftigen Generationen auf der Erde bis zum Ende an IHN glauben würde, dem würden die Sünden vergeben und das ewige Leben geschenkt. Wer nicht glauben würde, der würde verloren gehen. Auch Mose würde niemanden retten können, denn er hatte selbst von dem HERRN geschrieben.
Der HERR ging nach seinem Tod und seiner Auferstehung vor den Augen der Jünger in den Himmel zurück und empfing dort für die Menschen unsichtbar das EWIGE REICH aus der Hand des Vaters. Das EWIGE REICH wurde damals und wird heute noch immer durch die Verkündigung des Evangeliums über die ganze Erde ausgebreitet. Noch ist es für das menschliche Auge nicht sichtbar. Einmal wird es sichtbar kommen am letzten Tag dieser Weltzeit.
Dan 2,44: „Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird; und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen; es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen;“
Dan 7,14: „Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.“
Joh 5,22-30: „Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben, 23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. 25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören, werden leben. 26 Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn verliehen, das Leben in sich selbst zu haben. 27 Und er hat ihm Vollmacht gegeben, auch Gericht zu halten, weil er der Sohn des Menschen ist. 28 Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, 29 und sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. 30 Ich kann nichts von mir selbst aus tun. Wie ich höre, so richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat.“
Joh 5,43-47: „Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr annehmen. 44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre von dem alleinigen Gott nicht sucht? 45 Denkt nicht, dass ich euch bei dem Vater anklagen werde. Es ist einer, der euch anklagt: Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. 46 Denn wenn ihr Mose glauben würdet, so würdet ihr auch mir glauben; denn von mir hat er geschrieben. 47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?“
Joh 6,39+40+44+54: „Und das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich es auferwecke am letzten Tag. 40 Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. 44 Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. 54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“
Der HERR hatte jedoch ebenso zu seinen Lebzeiten wiederholt vor den Ohren der Pharisäer und des ganzen Volkes angekündigt, dass er persönlich für die damals noch lebenden Menschen innerhalb einer Generation (40 Jahre gemäß 4Mo 14,33-34 und 5Mo 29,4) nach seiner Auferstehung sichtbar zum Gericht über diejenigen nach Jerusalem und ganz Israel zurückkehren würde, welche ihn zu Lebzeiten überliefert hatten, und welche auch nach der Vollendung seines Werkes dem Evangelium weiterhin nicht glauben würden. In seiner Ölbergrede hatte er den Jüngern mitgeteilt, dass in Jerusalem und im Tempel kein Stein auf dem anderen bleiben würde, und dass die Jünger den Gräuel dieser Verwüstung (das Heer der Römer, siehe hierzu unseren Text: „Die Ölbergrede unseres HERRN Jesus Christus“) mit eigenen Augen sehen würden.
Diese erste sichtbare Wiederkunft des HERRN würde nicht am letzten Tag dieser Weltzeit geschehen, sondern noch zu Lebzeiten der damaligen Generation in Israel, zu welcher der HERR in Israel persönlich gesprochen hatte. Der HERR würde ein Gericht an der Generation ausüben, welche ihn überliefert hatte, und er würde danach noch auf dieser Erde ein für alle menschlichen Augen sichtbares Reich aufrichten, in welches die Feinde nicht mehr hineinkommen würden. Er würde bei seiner Ankunft als Herr dieses Reiches seine treuen Knechte entlohnen und seine Feinde töten.
Lk 19,12-27: „Er sprach nun: Ein Edelmann zog in ein fernes Land, um sich die Königswürde zu holen und dann wiederzukommen. 13 Und er rief zehn seiner Knechte, gab ihnen zehn Pfunde und sprach zu ihnen: Handelt damit, bis ich wiederkomme! 14 Seine Bürger aber hassten ihn und schickten ihm eine Gesandtschaft nach und ließen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche! 15 Und es geschah, als er wiederkam, nachdem er die Königswürde empfangen hatte, da ließ er die Knechte, denen er das Geld gegeben hatte, vor sich rufen, um zu erfahren, was jeder erhandelt habe. 16 Da kam der erste und sprach: Herr, dein Pfund hat zehn Pfund dazugewonnen! 17 Und er sprach zu ihm: Recht so, du guter Knecht! Weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Vollmacht über zehn Städte haben! 18 Und der zweite kam und sprach: Herr, dein Pfund hat fünf Pfund erworben! 19 Er aber sprach auch zu diesem: So sollst auch du über fünf Städte gesetzt sein! 20 Und ein anderer kam und sprach: Herr, siehe, hier ist dein Pfund, das ich im Schweißtuch aufbewahrt habe! 21 Denn ich fürchtete dich, weil du ein strenger Mann bist; du nimmst, was du nicht eingelegt, und erntest, was du nicht gesät hast. 22 Da sprach er zu ihm: Nach [dem Wort] deines Mundes will ich dich richten, du böser Knecht! Wusstest du, dass ich ein strenger Mann bin, dass ich nehme, was ich nicht eingelegt, und ernte, was ich nicht gesät habe? 23 Warum hast du dann mein Geld nicht auf der Bank angelegt, sodass ich es bei meiner Ankunft mit Zinsen hätte einziehen können? 24 Und zu den Umstehenden sprach er: Nehmt ihm das Pfund weg und gebt es dem, der die zehn Pfunde hat! 25 Da sagten sie zu ihm: Herr, er hat schon zehn Pfunde! 26 Denn ich sage euch: Wer hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, von ihm wird auch das genommen werden, was er hat. 27 Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich König über sie werde — bringt sie her und erschlagt sie vor mir!“
Mt 25,31-32: „Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen, 32 und vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet,“
Die Jünger würden bis zu dieser Wiederkunft des HERRN in Israel (und in den Nationen) das Evangelium verkündigen, aber sie würden bis zum Beginn des angekündigten sichtbaren Reiches mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen. Mit anderen Worten:
Die Verkündigung der damals vor dem HERRN stehenden Jünger würde nicht einmal zu einer vollständigen Evangelisation im gesamten damaligen Israel führen, bevor dieses sichtbare Reich beginnen würde.
Mt 10,23: „Wenn sie euch aber in der einen Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Denn wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht fertig sein, bis der Sohn des Menschen kommt.“
In seiner Ölbergrede kündigte der HERR zahlreiche Ereignisse und Zeichen an, welche in Israel vor seiner Wiederkunft zum Gericht über die damalige Generation geschehen würden. Dann sagte er ausdrücklich, dass die damalige Generation, welche sein Wort hörte, nicht vergehen würde bis dies alles geschehen sei. Diese damalige Generation würde mit ihren eigenen Augen noch vor ihrem leiblichen Tod die Wiederkunft des HERRN zu diesem Gericht und zum Antritt der Herrschaft über dieses für die Augen aller Menschen sichtbare Reich erleben. Auch an die Pharisäer der damaligen bösen Generation erging diese persönliche Warnung in Verbindung mit den Wehen, welch der HERR über sie aussprach. Das Blut nicht nur des HERRN, sondern das Blut aller getöteten Propheten würde von der damals noch lebenden Generation persönlich gefordert werden, wenn die Stadt und das Land zerstört würden.
Mt 24,33-34: „Also auch ihr, wenn ihr dies alles seht, so erkennt, dass er nahe vor der Türe ist. 34 Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.“
Mk 13,30: „Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.“
Lk 21,31-32: „So auch ihr: Wenn ihr seht, dass dies geschieht, so erkennt, dass das Reich Gottes nahe ist. 32 Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschehen ist.“
Mt 16,27-28: „Denn der Sohn des Menschen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen, und dann wird er jedem Einzelnen vergelten nach seinem Tun. 28 Wahrlich, ich sage euch: Es stehen einige hier, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie den Sohn des Menschen haben kommen sehen in seinem Reich!“
Mk 8,38-9,1: „Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln. 1 Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es sind einige unter denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Gottes in Kraft haben kommen sehen!“
Mt 23,33-36: „Ihr Schlangen! Ihr Otterngezücht! Wie wollt ihr dem Gericht der Hölle entgehen? 34 Siehe, darum sende ich zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und etliche von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr in euren Synagogen geißeln und sie verfolgen von einer Stadt zur anderen, 35 damit über euch alles gerechte Blut kommt, das auf Erden vergossen worden ist, vom Blut Abels, des Gerechten, bis zum Blut des Zacharias, des Sohnes Barachias, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar getötet habt. 36 Wahrlich, ich sage euch: Dies alles wird über dieses Geschlecht kommen!“
Lk 11,49-51: „Darum hat auch die Weisheit Gottes gesprochen: Ich will Propheten und Apostel zu ihnen senden, und sie werden etliche von ihnen töten und verfolgen, 50 damit von diesem Geschlecht das Blut aller Propheten gefordert werde, das seit Grundlegung der Welt vergossen worden ist, 51 vom Blut Abels an bis zum Blut des Zacharias, der zwischen dem Altar und dem Tempel umkam. Ja, ich sage euch, es wird gefordert werden von diesem Geschlecht!“
Auch hier bestätigt die Geschichte die Prophetie. Es gibt etliche historische Zeugnisse über das Kommen des HERRN mit seinen Engeln vor und bei der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 n.Chr. Hier sollen nun kurz die wichtigsten genannt werden (übersetzt aus dem Englischen nach: Satan´s Little Season/Matthew`s Bible).
Zitat: Nach den Aussagen etlicher historischer Berichte erschien das Gesicht Jesu am Himmel und wurde von vielen Menschen gesehen. Etliche Geschichtsschreiber des ersten Jahrhunderts dokumentierten das Erscheinen feuriger Heere und feuriger Wagen, welche die Städte Israels umstellten. Der jüdische Historiker Flavius Josephus bezeugte in seinem Werk „Die jüdischen Kriege“, Band 6, Kapitel 5, Abschnitt 2 und 3 die Ankunft von Wagen und Gruppen von Soldaten, welche zwischen den Wolken umherliefen und Städte umstellten. Der römische Historiker Gaius Tacitus bezeugte das Gleiche in seinen „Historien, Buch 5, § 13.
Der griechische Geschichtsschreiber Pseudo-Hegesippus schrieb in Buch 5 Kapitel 44 der lateinischen Ausgabe über einen brennenden Kometen, der in der Gestalt eines feurigen Schwertes für ein ganzes Jahr am Himmel stand und die kommende Zerstörung des Volkes, des Königreiches und der Stadt selbst durch Eisen und Feuer ankündigte. Seine Schriften bezeugten außerdem die Erscheinung einer Gestalt von gewaltiger Größe am Himmel, welche von vielen gesehen wurde, so wie es auch die Bücher der Juden enthüllt haben; ebenso Wagen und bewaffnete Heere in den Wolken, von welchen die Städte ganz Judäas und des gesamten Landes eingenommen wurden.
Eusebius von Caesarea schrieb in seiner Kirchengeschichte, Buch 3, Kapitel 8 über einen Stern, der für ein ganzes Jahr wie ein Schwert über der Stadt stand und über einen Kometen. Er berichtete ebenfalls über verschiedene Zeugnisse aus dem ganzen Land über Wagen und bewaffnete Truppen in den Wolken, welche die Städte umstellten.
Sepher Yosippon, Schreiber des Werkes „A medieval history of ancient Israel“ (Eine mittelalterliche Geschichte des alten Israel) schrieb über einen einzelnen großen Stern, der wie ein blitzendes Schwert über dem Allerheiligsten des Tempels stand, so wie auch für eine ganze Nacht über die Erscheinung der Gesichtszüge eines Mannes, dessen Schönheit niemals im ganzen Land gesehen worden war, und dessen Erscheinung ganz großartig war. Er schrieb über Menschen, die feurige Wagen und Reiter sahen, eine große Heeresmacht welche in nur geringer Höhe am Himmel flog und gegen Jerusalem und das ganze Land Judäa kam, alle feurige Pferde und Reiter. (Kapitel 87: „Die Verbrennung des Tempels“). Zitat Ende.
Weiter im Text: Solche Erscheinungen sind nicht auf die damalige Zeit begrenzt. So gab es zum Beispiel in den 1940er Jahren eine große Erweckung auf der Insel Lewis, welche zu den Äußeren Hebriden Schottlands gehört. Zahlreiche Menschen kamen innerhalb kurzer Zeit zum Glauben, und es bildeten sich stabile Gemeinschaften, welche bis heute immer noch Bestand haben. Die Menschen sahen goldene Schiffe am Himmel und wurden erinnert an
Jes 60,9: „Ja, auf mich warten die Inseln, und die Tarsisschiffe [kommen] zuerst, um deine Söhne aus der Ferne herzubringen, samt ihrem Silber und Gold, für den Namen des HERRN, deines Gottes, und für den Heiligen Israels, weil er dich herrlich gemacht hat.“
Der Gräuel der Verwüstung, von welchem der Prophet Daniel geredet hatte, verortete das gesamte Geschehen dieser „Zeit des Endes“ in die Zeit des Untergangs Jerusalems und des Alten Israel. Der HERR benannte den Gräuel der Verwüstung, an welchem die Jünger die unmittelbar bevorstehende Erfüllung der Zerstörung erkennen konnten. Auch sagte der HERR, dass „alles dieses“ (also alle vorgenannten Zeichen und Ereignisse in Israel) erfüllt sein werde, bevor die damals lebende Generation gestorben sein würde. Außerdem: „Siehe, ich habe es euch alles vorhergesagt.“ Zum Vergleich werden hier die drei entscheidenden Verse aus den Evangelien angegeben.
Mt.24,15-16: „Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht (wer es liest, der achte darauf!), 16 dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist;“
Mk.13,14: „Wenn ihr aber den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, da stehen seht, wo er nicht soll (wer es liest, der achte darauf!), dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist;“
Lk.21,20-21: „Wenn ihr aber Jerusalem von Kriegsheeren belagert seht, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe ist. 21 Dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist; und wer in [Jerusalem] ist, der ziehe fort aus ihr; und wer auf dem Land ist, der gehe nicht hinein in sie.“
Matthäus und Markus reden über den Gräuel und raten bei seinem Anblick zur unmittelbaren Flucht. Lukas gibt genau den gleichen Rat, aber er gibt als Anlass für die sofortige Flucht in klaren Worten an, was die beiden anderen Evangelisten mit dem Gräuel gemeint haben. Der Gräuel der Verwüstung aus Matthäus und Markus war das Heer des Titus, welches durch Judäa hindurch auf die Stadt Jerusalem zur Belagerung marschierte. Wer dieses Heer in Judäa (also an heiliger Stätte, nämlich im Heiligen Land) sah, der musste wissen, dass es soweit war, und musste unmittelbar die Flucht ergreifen. Das damalige „Ende“ war somit (genau wie auch bei Daniel) nicht das Ende der heutigen Weltzeit, sondern das Ende der damaligen Alten Welt Israels und des Römischen Reiches.
Auch andere biblische Autoren weisen auf dieses Ende, auf die damaligen letzten Tage und das nun sehr nahe bevorstehende Ende der damaligen Welt hin. Sie standen wie Jakobus (der Bruder des HERRN) und der Apostel Petrus unter dem direkten Eindruck der Worte, welche der HERR selbst zu ihnen geredet hatte und empfanden ebenfalls etwas von der Dringlichkeit der Zeit. Auch der Autor des Hebräerbriefes (vielleicht Paulus) redete zu der gleichen Gruppe von Gläubigen, nämlich zu den hebräischen Gläubigen in Israel und in der Zerstreuung, kurze Zeit vor der Zerstörung der Stadt Jerusalem. Er weist ebenfalls mit äußerster Dringlichkeit darauf hin, den Tempel in Jerusalem und den religiösen Tempeldienst des Alten Bundes schnellstmöglich zu verlassen. Der Alte Bund war im Begriff, beim Untergang der Stadt und der Vernichtung des Tempels ausgelöscht zu werden. Der Neue Bund war durch den HERRN Jesus Christus eingeführt worden und würde die ganze Erde erfassen. Petrus, Jakobus und Johannes reden mit der gleichen Dringlichkeit. Johannes redet von der „letzten Stunde“.
Hebr 1,1-2: „Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, 2 hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn. Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Welten geschaffen;“
1Kor 10,11: „Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, sind Vorbilder, und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist.“
1Pe 4,7: „Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet.“
Jak 5,8-9: „So wartet auch ihr geduldig; stärkt eure Herzen, denn die Wiederkunft des Herrn ist nahe! 9 Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht verurteilt werdet; siehe, der Richter steht vor der Tür!“
1Joh 2,18: „Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind jetzt viele Antichristen aufgetreten; daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist.“
Insbesondere Paulus weist gegen Ende seines Lebens darauf hin, dass das Evangelium bereits damals in der ganzen bekannten Welt verkündigt worden war. Der HERR wies ebenfalls darauf hin und sagte außerdem, dass der Jünger Johannes noch am Leben sein würde wenn ER zurückkommen würde.
Rö 1,8: „Zuerst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus um euer aller willen, weil euer Glaube in der ganzen Welt verkündigt wird.“
Rö 10,18: „Aber ich frage: Haben sie es etwa nicht gehört? Doch, ja! »Ihr Schall ist ausgegangen über die ganze Erde, und ihre Worte bis ans Ende des Erdkreises.«“
Rö 16,25-26: „Dem aber, der euch zu festigen vermag laut meinem Evangelium und der Verkündigung von Jesus Christus, gemäß der Offenbarung des Geheimnisses, das von ewigen Zeiten her verschwiegen war, 26 das jetzt aber offenbar gemacht worden ist und durch prophetische Schriften auf Befehl des ewigen Gottes bei allen Heiden bekannt gemacht worden ist zum Glaubensgehorsam“
Kol 1,6: „(…) das zu euch gekommen ist, wie es auch in der ganzen Welt [ist] und Frucht bringt, so wie auch in euch, von dem Tag an, da ihr von der Gnade Gottes gehört und sie in Wahrheit erkannt habt.“
Kol 1,23: „(…) wenn ihr nämlich im Glauben gegründet und festbleibt und euch nicht abbringen lasst von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt, das verkündigt worden ist in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, und dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.“
Mt 24,14: „Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.“
Mk 13,10: „Und allen Heidenvölkern muss zuvor das Evangelium verkündigt werden.“
Joh 21,22-23: „Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, dass er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach! 23 Daher kam nun dieses Wort auf unter den Brüdern: Dieser Jünger stirbt nicht! Und doch hat Jesus nicht zu ihm gesagt, er sterbe nicht, sondern: Wenn ich will, dass er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an?“
Wir kommen nun noch zum Zeugnis der Offenbarung. Die damals unmittelbar bevorstehenden Ereignisse der großen Drangsal für Israel und die alte Welt werden gemäß der Ansicht verschiedener älterer Ausleger (Matthew Henry, Adam Clark, Albert Barnes und anderen) in der Offenbarung prophezeit. Die neuere historische Forschung hat ergeben, dass Johannes von Nero nach Patmos verbannt wurde, nachdem dieser Kaiser erfolglos versucht hatte, den Apostel in siedendem Öl zu kochen. Der Apostel hatte unter dem Schutz des HERRN keinen Schaden erlitten. Nero starb im Jahr 68 n.Chr., so dass die Offenbarung vor diesem Datum geschrieben worden sein muss.
Hierzu einige kurze Zitate. „Tertullian, ein früher Kirchenvater, scheint die Verbannung des Johannes gleichzeitig mit dem Märtyrertod von Petrus und Paulus einzuordnen, die beide wie wir wissen von Nero vor dem Jahr 68 n.Chr. hingerichtet wurden. In seiner Schrift „Exclusion of Heretics“ über die Geschichte Roms, hat er folgendes zu sagen (Dennis Todd, 2009): „….. auf welches (Rom) die Apostel ihre ganze Lehre ausgossen, zusammen mit ihrem Blut: wo Petrus eine ähnliche Leidensgeschichte wie der HERR selbst hatte; wo Paulus für seine Krone denselben Tod erlitt wie Johannes ihn erleiden sollte; wo der Apostel Johannes in kochendes Öl geworfen wurde und dadurch nichts erlitt, und danach auf eine Insel verbannt wurde.“ (Christian Forums/One spirit, one body, one forum/Theology/Revelation was written prior to 70AD, the evidence from historical sources/Dorothy Mae.)
Hieronymus und andere bestätigten in ihren Schriften, dass es Nero war, der Johannes in kochendes Öl werfen ließ. Auf der Grundlage ihrer Zeugnisse, zusammen mit der Aussage von Tertullian, war es Nero, der Johannes nach Patmos verbannte. (ebd.)
L.L. Thompson (1990) schreibt dass „…alle Terrorkampagnen während der Herrschaft Domitians deutlich selektiver waren und (anders als zu Neros Zeit) generell viel mehr auf einflussreiche Mitglieder von politischen Verschwörungen, sogar auf Mitglieder seiner eigenen Familie, als auf Christen abzielten. Insofern diese Zeugnisse verlässlich sind, befand sich Johannes während der Herrschaft Neros (54-68 n.Chr.) auf Patmos.“ (ebd.)
Die Offenbarung wurde von dem zeitgenössischen US-amerikanischen Pastor Chuck Baldwin auch als „die Johannes-Version der Ölbergrede“ bezeichnet, denn sie weist in ihrer charakteristischen apokalyptischen Sprache auf dieselben Dinge hin wie die Ölbergrede es in normaler Sprache tut. Diese Dinge standen damals unmittelbar bevor. (Siehe hierzu: YouTube / LibertyFellowshipMT / Prophecy and Revelation Series). Zitat Ende.
Weiter im Text. Der auferstandene und verherrlichte HERR erscheint dem alten Apostel Johannes in der Verbannung auf Patmos in seiner richterlichen Herrlichkeit. Diese Erscheinung weist auf das kommende Gericht hin. Die Worte des HERRN tun dies ebenfalls. Es entsteht der Eindruck einer großen Dringlichkeit. Die Zeit der Erfüllung der in der Offenbarung geschilderten Gerichte steht unmittelbar bevor. Die Ankündigungen innerhalb kürzester Zeit finden sich sowohl im Prolog als auch im Epilog des Buches und verstärken somit noch die Dringlichkeit. Das Wort für „bald“ ist hier das griechische „tachy“, welches „schnell, unverzüglich, unmittelbar“ bedeutet. Der HERR wird in Kürze mit den Wolken kommen und diejenigen, die ihn mit ihren eigenen Händen durchbohrt haben werden ihn sehen! Wenn wir das frühe historische Datum der Entstehung der Offenbarung akzeptieren, dann erfüllte sich die Prophetie innerhalb von weniger als 3 Jahren, vielleicht sogar innerhalb von nur einem Jahr.
Off 1,1: „Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll; und er hat sie bekannt gemacht und durch seinen Engel seinem Knecht Johannes gesandt,“
Off 1,3: „Glückselig ist, der die Worte der Weissagung liest, und die sie hören und bewahren, was darin geschrieben steht! Denn die Zeit ist nahe.“
Off 1,7: „Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben; und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde! Ja, Amen.“
Off 3,11: „Siehe, ich komme bald; halte fest, was du hast, damit [dir] niemand deine Krone nehme!“
Off 22,7: „Siehe, ich komme bald! Glückselig, wer die Worte der Weissagung dieses Buches bewahrt!“
Off 22,10: „Und er sprach zu mir: Versiegle die Worte der Weissagung dieses Buches nicht; denn die Zeit ist nahe!“
Off 22,12: „Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird.“
Wir haben nun die wichtigsten biblischen Argumente für die Lehre von der „kurzen Zeit für den Satan am Ende“ dargelegt. Die biblische Grundlage ist sehr stark. Die darauf ruhende Lehre nimmt den HERRN sowohl vor seinem Tod und seiner Auferstehung als auch danach unmittelbar bei den Worten, die er gesagt hat. Er hat diese Worte einerseits vor vielen Zeugen in Israel ausgesprochen. Andererseits hat er sie ebenso wie die Worte, welche er in der Stille zu seinen Aposteln gesagt hat, für uns aufschreiben lassen.
Wenn wir diese Worte in kindlichem Glauben aus dem Mund des HERRN annehmen, so wie sie geschrieben stehen, dann ist die Frage nach dem grundsätzlichen Ablauf der Weltgeschichte damit eigentlich beantwortet.
Wir möchten aber dennoch in den beiden nun folgenden etwas kürzeren Textteilen die Frage beantworten, ob sich im allgemeinen Weltgeschehen seit der Zeit des HERRN oder in der historischen Forschung weitere Tatsachen finden, welche die Lehre zusätzlich unterstützen. Wir möchten dies nicht aus Unglauben tun, sondern einfach der Sache noch aus weiteren Blickrichtungen nachgehen.
6. Erkenntnisse aus der neueren historischen Forschung
Der Prophet Daniel erhielt vom HERRN die Mitteilung, dass der Geist des Antichristen durch seine Weltherrscher Zeiten und Gesetz ändern würde. Das bedeutete, dass eine Fälschung der Geschichte, und zwar der Daten und der wahrheitsgemäßen Abläufe, stattfinden würde. Es bedeutete ebenso, dass diejenigen verfolgt würden, welche an den wirklichen Daten und an den wahren Abläufen festhalten würden, denn die neuen Gesetze würden im Dienst der Lüge stehen, und nicht mehr im Dienst der Wahrheit.
Dan 7,25: „Und er wird [freche] Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben, und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern; und sie werden in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit.“
Dies gilt natürlich auch für die historische Forschung in unserer Zeit. Wer eine akademische Karriere als Historiker an der Universität machen oder vielleicht auch nur einen Job als Geschichtslehrer in der Schule haben möchte, der muss sich bedingungslos dem geltenden „Narrativ“ (der offiziellen Erzählweise) unterordnen. Der Lehrplan kommt vom Ministerium und ist „Gesetz“. Die vorgegebenen Inhalte werden abgeprüft uns sind von den Lehrern genauso zu vermitteln. Wer das nicht tut, der ist schnell arbeitslos. Wenn er Glück hat, wird er nicht verfolgt. Es kann aber auch anders sein.
Auch in unserer Zeit haben „unbequeme“ Historiker Jahre im Gefängnis verbracht, weil sie die Wahrheit über die eigentlichen Verursacher der beiden Weltkriege und die tatsächlichen Ereignisse in diesen Kriegen geredet haben. Ein noch lebender Historiker aus dieser Gruppe ist der Engländer David Irving. Andere sind bereits verstorben. Eine deutsche Historikerin wurde mit 90 Jahren ins Gefängnis geworfen, weil sie die Wahrheit sagte und beweisen konnte. Ein anderer deutscher Historiker stand zeitlebens in juristischen Streitigkeiten mit den Regierenden, weil er Wahrheiten auf den Tisch legte und stichhaltige Beweise dafür hatte, welche nicht verleugnet werden konnten. Man wollte ihn zerstören. Er starb kürzlich im Alter von 94 Jahren.
Einen ehemals prominenten deutschen Juristen traf das gleiche Schicksal. Er starb ebenfalls kürzlich nach der Entlassung aus seiner zweiten langjährigen Haft nach zwei haftbedingten Beinamputationen im Alter von etwas mehr als 90 Jahren. Wir möchten nun kurz auf die Arbeit von einigen weiteren Forschern eingehen, welche ebenfalls bereits verstorben sind. Ihre Arbeit wurde genauso hart angefochten.
Unser erster Forscher war der deutsche Informatiker, Mathematiker und Systemanalytiker Herbert Illig. Er veröffentlichte Ende des letzten Jahrhunderts im englischen Sprachraum seine Arbeit unter dem Titel: „The Phantom - Time Thesis“. Anhand der Tatsache, dass es während bestimmter offiziell gelehrter historischer Zeitabschnitte keinerlei Artefakte gibt, welche den offiziellen historischen Bericht stützen stellte der Autor die These auf, dass die Zeit zwischen dem Jahr „614“ und „911“ n.Chr. gemäß der offiziellen Geschichtsschreibung in Wahrheit überhaupt nicht existiert. Er postulierte somit eine Verkürzung der Zeitachse um 297 Jahre, wobei er davon ausging, dass durchaus auch noch weitere Verfälschungen stattgefunden haben könnten, und dass seine Zahl von 297 Jahren nur einen Näherungswert darstellte. Die Erkenntnisse Illigs wurden hart angefochten, konnten aber nicht stichhaltig widerlegt werden. Dennoch werden sie bis heute konsequent aus dem „Mainstream“ verbannt.
Anatoly Fomenko war ein russischer Forscher. Er veröffentlichte ein Werk in 7 Bänden unter dem Titel: „History - Fiction or Science?“ Dieses Werk enthält eine größere Sammlung von Zeugnissen aus denen hervorgeht, dass die tatsächlichen geschichtlichen Abläufe ab der „Renaissance“ in der Neuzeit durch falsche zeitliche Einordnungen von Personen oder Ereignissen beziehungsweise durch Doppelerzählungen der gleichen Ereignisse unter verschiedenen Bezeichnungen künstlich in die Länge gezogen wurden.
Ein weiterer Forscher war der deutsche Historiker Gunnar Heinsohn. Er veröffentlichte im englischen Sprachraum mehrere Werke, welche ebenfalls hart angefochten wurden, jedoch nicht widerlegt werden konnten. Eines davon trug den Titel: „Constantine The Great in 1st Century AD Stratigraphy”. Es lieferte anhand von Darstellungen auf Triumphbögen der römischen Kaiser sowie anhand weiterer architektonischer und stratigraphischer (Erdschichten und Baumringe) Erkenntnisse den Beweis, dass der römische Kaiser Konstantin im ersten Jahrhundert in Wirklichkeit zusammen mit anderen Herrschern lebte, welchen er gemäß der offiziellen Geschichtsschreibung unserer Zeit um Jahrhunderte nachgefolgt ist.
Eine weitere Veröffentlichung trug den Titel: „The 10th Century CE Catastrophe. A New Chronology for Christianity.” Die Stratigraphie (Analyse von Erdschichten und Baumringen) zeigte hierbei auf, dass das gesamte römische Reich am Ende des ersten Jahrhunderts in einer einzigen großen Katastrophe unterging, nämlich in einem gewaltigen Erdbeben. Die offizielle Geschichtsschreibung unserer Zeit redet hingegen über drei Katastrophen, welche sich getrennt voneinander in verschiedenen Teilen des Reiches zwischen etwa 100 n.Chr. und etwa 1000 n.Chr. ereignet haben sollen. Auf diese Art wurde in der offiziellen neuzeitlichen Geschichtsschreibung fast ein ganzes Jahrtausend (etwa 900-950 Jahre) gegenüber der älteren Geschichte vor der „Renaissance“ hinzugefügt. Es fand eine künstliche Verlängerung der Weltgeschichte um etwa 900-950 Jahre statt, welche es erlaubte, verschiedenste in Wirklichkeit gleichzeitige Ereignisse als eine Aufeinanderfolge von Geschehnissen über wesentlich längere Zeitspannen hinweg darzustellen.
Ein drittes Werk unter dem Titel: “Creation of The first Millennium (2013)” bietet aus einem etwas anderen Blickwinkel eine weitere Herleitung der unter dem vorstehenden Punkt angeführten Erkenntnisse.
Schließlich gab es noch ein weiteres Werk unter dem Titel: “Augustus and Diocletian: Contemporaries or 300 years apart? (2019)“. Dieses Werk lieferte den Nachweis dass die lange Reihe der römischen Herrscher dadurch künstlich verlängert wurde, dass die Lebenszeiten der verschiedenen Personen einfach in einer Reihe hintereinander angeordnet wurden. Dadurch wurde eine Zeit von etwa 400 Jahren künstlich erzeugt. In Wahrheit waren alle diese Herrscher Zeitgenossen, welche nur in verschiedenen Teilen des römischen Reiches gleichzeitig regierten. Das römische Reich endete nicht im Jahr 476 n.Chr. (offizielle neuzeitliche Geschichtsschreibung), sondern in den Jahren zwischen 70 und 100 n.Chr.
Die Zeitachse für das römische Reich wurde somit um etwa 400 Jahre künstlich verlängert. Reduziert man die 900-950 Jahre des zuvor genannten Werkes von Heinsohn („The 10th Century CE Catastrophe. A New Chronology for Christianity.”) um diese 400 Jahre, so kommt man „Netto“ auf eine Verlängerung der Zeitachse von etwa 500 - 550 Jahren. Diese Erkenntnis möchten wir hier im Hinterkopf behalten, denn sie wird uns in unseren nachfolgenden Textteilen wieder begegnen.
Der Amerikaner Jason Jack betreibt einen YouTube-Channel (Jason Jack), auf welchem er verschiedene Videos zum Thema der Geschichtsfälschung veröffentlicht. Eines davon trägt den Titel: „The Church Fathers were Premils.“ Er zitiert verschiedene Kirchenväter und vergleicht ihre Schriften miteinander: Tertullian, Hippolytus, Cyprian von Carthago, Hirte von Hermas, Polycarp, Ignatius von Antiochien, Justinus Martyr, Eusebius, Trypho. Er zitiert ebenso aus der Didache.
Seine nachvollziehbare Schlussfolgerung besteht darin, dass alle diese Kirchenväter im ersten Jahrhundert lebten und sich teilweise persönlich kannten. Einige von ihnen erwähnten sogar den zu ihrer Zeit noch stehenden Tempel in Jerusalem und warnten vor der kommenden Zerstörung durch den Antichristen. Die Erfüllung kam dann durch Nero und seine unmittelbaren Nachfolger. Die Kirchenväter kannten auch die römischen Kaiser dieser Zeit. Das Edikt von Mailand wurde im ersten Jahrhundert erlassen. Das Konzil von Nicäa fand im ersten Jahrhundert statt. Die KJV „1611“ erwähnt in Apg 25,21 den Kaiser Augustus (offensichtlich zunächst nicht konsequent „bereinigt“, in späteren Versionen dann plötzlich „verschwunden“), welcher nach offizieller Geschichtsschreibung zu dieser Zeit schon längst gestorben war. Offensichtlich lebte er aber doch noch.
Die junge zeitgenössische Historikerin Donica Tibbetts hat ebenfalls in einer längeren Arbeit auf einige der soeben genannten Unstimmigkeiten hingewiesen (zitiert bei Jason Jack).
Abschließend kann an dieser Stelle festgehalten werden, dass die offiziellen Datierungen der Geschichtsschreibung unserer Tage ernsthaft angezweifelt werden müssen. Es hat weltweit eine Verfälschung stattgefunden. Die Zeitachse wurde künstlich verlängert. Warum? Die Antwort auf diese Frage hoffen wir in den noch folgenden Textteilen geben zu können.
7. Weitere Beobachtungen in der Welt
Der Mensch ist ein beobachtendes, nachdenkendes und fragendes Wesen. Diese Wesenszüge hat der HERR bei unserer Zeugung in uns hineingelegt. Jedes normal entwickelte kleine Kind stellt eine Frage nach der anderen. Besonders beliebt bei den Eltern sind hierbei die „Warum“-Fragen. Nicht auf alle „Warums“ gibt es eine Antwort, und bisweilen müssen die Eltern sogar kapitulieren. Manchmal geht es auch so: „Mama, warum soll ich denn jetzt schon wieder auf dich hören?“ Antwort: „Darum.“ „Warum? - Darum!“. Das ist dann zunächst einmal das Ende der Diskussion.
Auch im späteren Leben verlässt uns der Wissensdrang nicht, und er wird bei einigen Leuten sogar zum Beruf. Das sind dann die Wissenschaftler auf allen möglichen Gebieten. Hier gibt es echte und falsche Wissenschaft. Was kennzeichnet einen wirklich wissenschaftlichen Geist? Er ist offen, vorurteilsfrei und unabhängig. Es geht ihm zunächst um die Ermittlung der Fakten, die er auf seiner Suche nach der Wahrheit zu sammeln vermag. Dabei ist er dazu bereit, alle nachgewiesenen Fakten ohne Vorbehalt zu akzeptieren, und zwar auch dann, wenn sie den eigenen Überzeugungen und Vorannahmen widersprechen. Diese Fakten werden durch logisches Denken in einen Zusammenhang gebracht, wie auch immer das Ergebnis aussehen mag. Der ehrliche Wissenschaftler verfügt hierbei über die ständige Bereitschaft, sich von bisherigen Erkenntnissen zu trennen, wenn die Fakten unmissverständlich zu anderen Erkenntnissen führen. Nur so kann Wissenschaft wirklich funktionieren.
Dieser wirklich wissenschaftliche Geist ist den meisten Forschern unserer heutigen Zeit leider verlorengegangen. Diese Leute sind in den meisten Fällen abhängig von ihren Ideologien oder Glaubensgrundlagen, im schlimmsten Fall sogar von fremden Sponsoreninteressen oder von politischen Interessen. Solch eine dogmatische Wissenschaft ist dann leider keine wirkliche Wissenschaft mehr, denn sie geht nicht mehr von den reinen Fakten aus, sondern von Vorannahmen und teilweise sogar von Vorurteilen. Sie dient nicht mehr der reinen Erkenntnisfindung, sondern den Interessen der dahinterstehenden Mächte.
In der juristischen Beweisführung ist die Methode ähnlich. Wenn eine schwierige Frage zu entscheiden ist, dann werden alle verfügbaren Zeugen genau befragt. Ihre Einzelaussagen liefern oftmals nicht den gesamten Tatbestand, sondern nur einzelne Bausteine des Gesamt-bildes. Diese Elemente werden miteinander verglichen und in einen logischen Zusammenhang gebracht. Dann werden die Plädoyers gehalten, in welchen sowohl der Staatsanwalt als auch der Verteidiger auf der Grundlage der verfügbaren und ausgewerteten Gesamtinformation ihre Schlussfolgerungen darlegen. Diese Schlussfolgerungen können sich noch immer stark unterscheiden. Daher können erst der Richter oder die Geschworenen nach einer nochmaligen gründlichen Analyse der beiden Standpunkte zu einem Urteil kommen. Das Urteil muss öffentlich begründet werden, oftmals auch dadurch, dass es mit anderen Urteilen verglichen wird. Sollten sich noch immer Widersprüche finden, so wird eine Revision vor einem anderen Gericht eingeleitet.
Leider ist auch dieses korrekte Vorgehen in großen Teilen der heutigen Justiz verlassen worden. Die Mehrheit unserer heutigen Juristen ist bestochen, erpresst oder ideologisch verblendet, so wie es die Abläufe in der weltweiten Coronadiktatur deutlich offenbart haben.
Auch einige nichtchristliche Forscher haben sich in der Vergangenheit auf wissenschaftlicher Grundlage aus persönlichem Interesse intensiv mit der Heiligen Schrift befasst. Sie waren überdurchschnittlich intelligente Leute. Sie haben nach gewissenhafter Prüfung der Aussagen des Wortes offen anerkannt, dass das Zeugnis der Bibel glaubwürdig ist. Dies geschah nicht, weil sie plötzlich romantische oder religiöse Anwandlungen bekamen, sondern weil sie unvoreingenommen forschten und letztlich über die innere Größe verfügten, die zwingenden logischen Schlussfolgerungen aus ihren eigenen Forschungen anzuerkennen.
Wenn man als ein Gläubiger die Bibel studiert, dann muss man natürlich ebenfalls offen und ehrlich vorgehen. Dies bedeutet, dass man möglichst alle verfügbaren Schriftstellen hinsichtlich einer bestimmten Frage aufsuchen sollte. Diese Schriftstellen müssen unvoreingenommen und nüchtern miteinander verglichen und in einen nachvollziehbaren Zusammenhang gebracht werden. Dies darf jedoch nicht nur mit dem kleinen menschlichen Verstand geschehen, obwohl es damit beginnt. Jede Frage muss auch unter ständigem Gebet in die Gegenwart des HERRN gebracht werden. Der Heilige Geist wird dem suchenden Gläubigen Antworten auf dessen Fragen geben, soweit ER es offenbaren will.
Diese Antworten sollen dann natürlich von dem Gläubigen vertrauensvoll angenommen werden, denn sie wurden ja vom HERRN geoffenbart. Wer fragt, der bekommt eben auch Antwort! Wer keine neuen Erkenntnisse empfangen möchte, der braucht ja nicht zu fragen. Wenn die vom HERRN geoffenbarten neuen Erkenntnisse und die somit neu erworbenen Glaubensgewissheiten den früheren Glaubensinhalten widersprechen, dann müssen die früheren Inhalte verlassen werden. Ein Festhalten an den alten Dingen wäre in solch einem Fall Ungehorsam und würde zum geistlichen Stillstand führen.
Mt 7,7-8: „Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! 8 Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.“
Jes 43,18-19: „Gedenkt nicht mehr an das Frühere und achtet nicht auf das Vergangene! 19 Siehe, ich wirke Neues, jetzt sprosst es hervor; solltet ihr es nicht wissen? Ich will einen Weg in der Wüste bereiten und Ströme in der Einöde.“
Dan 12,4: „Du aber, Daniel, verschließe diese Worte und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden darin forschen, und die Erkenntnis wird zunehmen.“
Schließlich fordert Gott auch den einfachen nicht gläubigen Hörer des Evangeliums und den nicht hochgebildeten Leser der Bibel dazu auf, über das Wort Gottes nachzudenken, es im Glauben anzunehmen und gerettet zu werden. Zahlreiche Menschen sind ohne einen Zeugen einfach dadurch gerettet worden, dass sie in der Bibel das Evangelium gefunden und es im Glauben und Gehorsam angenommen haben. In früheren Zeiten war das sogar häufiger als heute, denn es gab kein Netzwerk von evangelistischen Organisationen und Bibelschulen.
Die meisten Bibelschulen unserer Gegenwart sind ohnehin von den Agenten des Feindes infiltriert und verbreiten falsche Lehren hinsichtlich des Evangeliums, der Heilslehre und der Prophetie. Vor allem in den USA werden viele von ihnen eingesetzt als ein verlängerter Arm der Politik, welcher in den religiösen Bereich hineinreicht und die Gläubigen vor den Karren der politischen Agenda der schwarzen Synagoge spannt.
Es gibt außerdem bis heute viele Menschen, welche das Wort Gottes noch nie gehört haben. Sie sind ebenfalls dazu angehalten, Gott zu suchen und zu finden. Sie sollen ihn gemäß ihrer eigenen Erkenntnis anbeten und ihm dienen. Sie sollen dabei auf die Stimme Gottes in ihren Herzen hören, nämlich auf ihr Gewissen, das ständig zu ihnen redet. Auch ein Ureinwohner im Regenwald kann den ewigen Gott erkennen und verehren, wenn er die Welt betrachtet und darüber nachdenkt. Genau das soll er auch tun! Er hat dann die Möglichkeit Gott um einen Menschen zu bitten, der ihm den Weg zur Rettung und in die Gemeinschaft mit Gott erklärt. Es gibt aus der Kirchengeschichte Berichte darüber, dass ganze Volksstämme jahrelang Gott darum gebeten hatten, ihnen einen Missionar zu senden. Schließlich kamen dann die Missionare und konnten durch geöffnete Türen eintreten. So ist es bis heute immer noch auf der Insel Papua-Neuguinea.
Das Wort Gottes begegnet der suchenden Seele ebenso unmittelbar wie das Zeugnis der Schöpfung und der Ereignisse in der Welt. Der Mensch hat von Gott einen Verstand und fünf funktionierende Sinne bekommen, damit er sie benutzt und die richtigen Schlussfolgerungen durch logisches Nachdenken zieht. Der Mensch kann wenn er es wirklich will erkennen, dass es einen Gott gibt, dass es das Böse gibt, dass er selbst ein Sünder ist, dass ein Kampf um seine eigene Seele in der unsichtbaren Welt stattfindet. Dieser Erkenntnisweg ist außerdem keine freie Option, sondern der Mensch wird von Gott dazu in die Pflicht genommen.
Rö 1,18-22: „Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, 19 weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; 20 denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben. 21 Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. 22 Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden“
Rö 2,14-16: „Wenn nämlich Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur aus tun, was das Gesetz verlangt, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz, 15 da sie ja beweisen, dass das Werk des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt, dazu ihre Überlegungen, die sich untereinander verklagen oder auch entschuldigen — 16 an dem Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird nach meinem Evangelium.“
Der Schreiber des vorliegenden Textes ist sowohl hinsichtlich des Evangeliums, der Heilslehre und der alttestamentlichen Prophetie, als auch hinsichtlich der Inhalte des vorliegenden Textes den Erkenntnisweg eines Gläubigen gegangen.
Während einer Zeit von etwa einem Jahr kam die „Little-Season-Eschatology“, die „Lehre von der kurzen Zeit für den Satan am Ende“ ins Blickfeld, ohne dass aktiv danach gesucht worden wäre. Dies geschah durch Informationen aus dem englischen Sprachraum. Zunächst bestand eine gesunde Skepsis, welche durch das genauere Studium der Lehre allmählich abnahm. Es wurden zahlreiche Schriftstellen studiert und miteinander verglichen. Es wurden weitere Vorträge von Vertretern der Lehre im Internet verfolgt. Unter ernsthaftem und anhaltendem Gebet in häuslicher Gemeinschaft mit zwei treuen Glaubensgeschwistern wurden die neuen Gedanken immer wieder vor den HERRN gebracht.
Es kam hierbei über mehrere Monate hinweg wiederholt zu deutlichen Aufforderungen des HERRN, den Weg weiter zu gehen. Die beschriebene Entwicklung endete in weiteren Gebetsgemeinschaften mit klaren Bestätigungen vom HERRN, dass die Lehre der Heiligen Schrift entspricht. Im Vertrauen auf den HERRN, in Ehrfurcht vor seinem geschriebenen Wort und im Gehorsam gegenüber der Stimme des Heiligen Geistes im Herzen wurde daraufhin die Fertigstellung des vorliegenden Textes in Angriff genommen.
In einem vorstehenden Kapitel haben wir bereits das starke Zeugnis der Schrift gesehen, welches die Lehre stützt. Eigentlich ist das für den gläubigen Leser ausreichend. Wir möchten dennoch weitere stumme Zeugnisse sowie andere Ereignisse aus der Welt hinzufügen. Diese Zeugnisse oder Ereignisse werfen logische Fragestellungen auf, welche nach Antworten verlangen. Der Versuch einer Antwort soll darin bestehen, dass wir in einem weiteren Kapitel eine mögliche Schilderung der Ereignisse geben werden.
Die Dinge unseres jetzigen Kapitels sollen in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Die erste Gruppe umfasst solche Zeugnisse oder Ereignisse, welche auf einen tiefgreifenden Umwandlungsprozess von einer früheren Weltsituation zu unserer heutigen Weltsituation hindeuten. Es gibt deutliche Hinweise dafür, dass diese frühere Weltsituation dem Tausendjährigen Reich des HERRN Jesus Christus auf der Erde entspricht.
Die zweite Gruppe umfasst eine ganze Anzahl von Punkten welche darauf hindeuten, dass unsere „Neuzeit“ seit dem Ende der „Renaissance“ von den Kräften des Bösen beherrscht wird, und dass wir tatsächliche Anhaltspunkte dafür haben, dass der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen ist.
Unsere heutige Zeit wäre dann in der Tat die „kurze Zeit für den Satan am Ende“.
Das würde natürlich bedeuten, dass die letzte Wiederkunft des HERRN zum Endgericht über die heutige Welt nicht mehr als 1000 Jahre in der Zukunft liegt, sondern dass sie kurz bevorstehen könnte. Eines bleibt jedoch immer bestehen:
Niemand kennt den Tag und die Stunde, in welcher der HERR kommen wird.
8. Hinweise auf ein vergangenes Tausendjähriges Reich
Sie erinnern sich sicher noch an unseren kurzen Abschnitt über die juristische Beweisführung. Wir kommen nun noch einmal darauf zurück. Nehmen wir beispielsweise einmal an, es sei vor längerer Zeit ein Mord geschehen. Ein schweres Verbrechen. Der Täter ist geflüchtet und hat versucht, seine Spuren zu verwischen. Er hat auch versucht, sein Opfer an einem geheimen Ort zu verbergen, was ihm allerdings nicht gelungen ist. Das Opfer ist in verwestem Zustand nach längerer Zeit zufällig aufgefunden und gerichtsmedizinisch untersucht worden.
In diesem Fall gibt es nun theoretisch drei Gruppen von Zeugen. Die erste Gruppe sind die Augenzeugen. In unserem Fall sind sie leider nicht vorhanden. Niemand hat die Tat mit eigenen Augen gesehen. Die zweite Gruppe sind die mündlichen Zeugen. Sie werden befragt und können angeben wann, wo und unter welchen Umständen sie das Opfer und vielleicht auch den Täter zum letzten Mal gesehen haben. Auch hier gibt es leider niemanden, der den Ermittlern weiterhelfen kann, denn die Tat geschah ganz im Verborgenen. Außerdem liegt sie schon zu lange zurück. Niemand kann sich mehr an genauere Begleitumstände erinnern.
Somit bleibt nur noch die dritte Gruppe von Zeugen übrig. Es sind die stummen Zeugen. Dies ist zunächst einmal der Körper des Opfers, soweit er noch erhalten ist nach der längeren Zeit. Die Leiche weist in gewissem Umfang persönliche Charakteristika auf (Zahnstatus, Kleidung, Knochendefekte, Metallimplantate, Herzschrittmacher), außerdem noch Spuren der Tat selbst. Diese Spuren lassen im günstigsten Fall Rückschlüsse auf die Identität des Opfers, auf den ungefähren Zeitpunkt der Tat, sowie auf die benutzte Waffe zu. Es könnte ein Schlaginstrument, ein anderer harter Gegenstand, eine Axt oder eine Schusswaffe gewesen sein. Möglicherweise findet man eine Gewehrkugel in der Leiche oder sogar eine Waffe in der Nähe, Giftspuren in der Leiche oder Blutreste vom Täter selbst, welche weitere Erkenntnisse liefern. Findet man zum Beispiel Fingerabdrücke, Genspuren oder Blutspuren, so kann man die Gruppe der möglichen Täter noch besser eingrenzen.
Auch schriftliche Dokumente wie etwa Lebensversicherungspolicen oder ein Beleg von einer Kasse nah am Tatort zur Tatzeit können wichtig werden. Eine Einkaufsrechnung über am Tatort oder beim Opfer erst später gefundene Gegenstände kann entscheidende Informationen liefern. Wenn die Indizienbeweise ausreichend sind, dann können sie im günstigsten Fall auch ohne direkte persönliche Zeugnisse zum Täter führen. Es kann dann Anklage erhoben werden. Es kann vor dem Richter ein Prozess begonnen werden, welcher zu einer Verurteilung führt. Bis hierhin unser kleines Beispiel.
In den Ermittlungen unseres vorliegenden Textes stehen wir einer sehr ähnlichen Situation zu der soeben geschilderten Ermittlung gegenüber. Es sind über Jahre hinweg mehr oder minder zufällig an allen möglichen Orten auf der ganzen Erde Spuren einer untergegangenen Welt gefunden worden. Der Untergang liegt schon mehrere Jahrhunderte zurück, denn die Stätten sind vielfach von alter Vegetation überwuchert. Einige davon liegen immer noch still an verschiedenen abgelegenen Orten, andere wiederum liegen in den Zentren unserer heutigen Großstädte direkt vor unseren Augen. Etliche werden als Touristenattraktionen besichtigt ohne zu wissen, worum es sich eigentlich handelt.
Zeugen können nicht mehr befragt werden, denn die sind alle nicht mehr am Leben. Die Ereignisse liegen zu weit in der Vergangenheit. Die Täter haben zwar versucht, ihre Spuren zu verwischen und die Reste ihres Opfers verschwinden zu lassen, aber es ist ihnen nicht vollständig gelungen. In unserem Fall wie auch in allen anderen Fällen haben sie etliche Fehler gemacht. Es gibt noch einige deutliche Spuren ihrer Taten, und es gibt noch Hinweise auf die Identität des Opfers. Entscheidend ist bei dem ganzen „Verfahren“ letztlich nicht die Menge der Spuren, sondern ihre Aussagekraft.
Das Opfer sind die Welt und die Menschen des tausendjährigen Reiches des HERRN Jesus Christus, die Täter sind der losgelassene Satan und seine Diener/innen. Die getöteten Menschen der Vergangenheit haben schon längst vor dem himmlischen Richterstuhl Anklage erhoben. Der Richter ist der HERR Jesus Christus selbst. ER ist allwissend. Bei ihm gibt es keine falsche Beweisaufnahme, keine falschen Zeugnisse, keine unzureichenden Indizien und keine Prozessverschleppung durch gekaufte Winkeladvokaten. ER ist gerecht und allmächtig. ER kann nicht durch Bestechung, durch Morddrohungen oder sonstige Erpressungsversuche beeinflusst werden. ER ist nämlich als ein wahrer Mensch auf dieser Erde schon einmal gestorben und auferstanden. ER lebt nun ewig und kann niemals mehr sterben. ER herrscht über alle Richter und Könige dieser Erde. ER wird am Ende dieser Weltzeit seine gerechten Urteile über alle Täter/innen sprechen und vollstrecken.
Und so kommen wir nun zu unserem wohl zuverlässigsten Zeugen der Tat. Eigentlich ist das Zeugnis überwältigend, wenn man es erst einmal erkannt hat. Es ist nur eine Frage des richtigen Blickwinkels. Viele Dinge stehen uns unmittelbar vor Augen, und wir erkennen sie nicht. Ein offener Geist setzt nämlich ein geöffnetes Herz voraus.
Spr 4,23: „Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.“
Eph 4,17-18: „Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, dass ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes, 18 deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens;“
Wenn das Herz verfinstert ist, dann sind auch der Verstand und der Geist „gesperrt“. Man kann die Wirklichkeit nicht erkennen, obwohl sie vor Augen steht. Das Gleiche gilt für das Lesen der Bibel. Der Heilige Geist öffnet das Wort, und nicht der menschliche Verstand. Ein intellektuelles Bibelstudium ohne den Geist bringt kein Leben. Es nimmt vom Baum der Erkenntnis, anstelle vom Baum des Lebens. Die Pharisäer in Israel kannten die Schriften auswendig und waren dennoch von der Wahrheit abgetrennt. Sie standen dem Wort in Person gegenüber und überlieferten den HERRN der Herrlichkeit zur Kreuzigung. Nur Nikodemus kam bei Nacht in Demut und ehrlich bekannter geistlicher Unwissenheit zum HERRN. Er wurde gerettet und kam zur Wiedergeburt aus Wasser und Geist. Er ging in das Reich ein.
Joh 5,39-40: „Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. 40 Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.“
Joh 6,63: „Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben.“
2Kor 3,6: „(…) der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.“
Auch den heutigen Pharisäern mag es gelingen, große Teile der Heiligen Schrift auswendig zu lernen und lange Predigten darüber zu halten. Sie mögen eine beeindruckende Kenntnis und Redegewandtheit besitzen, welche man an sich bewundern kann. Sie haben aber keine geistliche Erkenntnis, sondern nur verstandesmäßige (intellektuelle). Deshalb haben ihre Worte auch keine echte geistliche Kraft zum überführenden Zeugnis. Sie können die Massen beeindrucken, aber niemand wird sich unter ihrer Predigt bekehren. Das Reich Gottes ist nämlich nicht in Worten, sondern in Kraft. In der Kraft aus Gott. In die Geheimnisse des Herzens des HERRN und seines Wortes kann man nur mit Hilfe der Gnade und Barmherzigkeit eindringen. Der HERR gibt Gnade dem Demütigen, aber er widersteht den Hochmütigen. Er möchte in Liebe, in echter kindlicher Demut und Zuneigung gebeten werden. Dann antwortet er gerne.
1Kor 2,7-9: „(…), sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, die Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat, 8 die keiner der Herrscher dieser Weltzeit erkannt hat — denn wenn sie sie erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt —, 9 sondern, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«.“
1Kor 4,18-20: „Weil ich aber nicht selbst zu euch komme, haben sich etliche aufgebläht; 19 ich werde aber bald zu euch kommen, wenn der Herr will, und nicht die Worte der Aufgeblähten kennenlernen, sondern die Kraft. 20 Denn das Reich Gottes [besteht] nicht in Worten, sondern in Kraft!“
Spr 1,7: „Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis; nur Toren verachten Weisheit und Zucht!“
Ps 25,14: „Das Geheimnis des HERRN ist für die, welche ihn fürchten, und seinen Bund lässt er sie erkennen.“
1Pe 5,6: „So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit!“
Mt 7,8: „Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.“
Lk 11,13: „Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel [den] Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!“
Und nun zu unserem zuverlässigsten stummen Zeugen. Es ist die Architektur. Wir eröffnen diesen Punkt mit einem mehr als 150 Jahre alten schriftlichen Zeugnis. Es handelt sich um einen Artikel aus dem Raftsman´s Journal vom 06.01.1858 (übersetzt aus dem Englischen):
„So seltsam es auch erscheinen mag: In Amerika gibt es einen großen Reichtum an alter Architektur, so ausgedehnt, so schön und majestätisch, dass sie mit den Ruinen von Theben oder Ninive konkurrieren können. Ruinen alter Städte von immenser Ausdehnung; Festungsanlagen, Erdwälle und Pyramiden; Tempel mit Mauern aus behauenen Steinen, welche einen sehr verfeinerten architektonischen Stil aufweisen, geschmückt mit wunderschön gestalteten Menschenfiguren; große Altäre mit hieroglyphenartigen Verzierungen, welche wahrscheinlich einen Bericht von denjenigen enthalten, die sie gebaut haben, welche aber bisher von niemandem entziffert werden konnten; Überreste von alten Palastanlagen mit wunderschönen Skulpturen und Gemälden, mit vielerlei weiteren Merkmalen vergangener Größe. Sie beweisen uns, dass wir nicht in der „Neuen Welt“ leben, sondern dass hier in einer längst vergangenen Zeit ein mächtiges Reich existierte, bewohnt von einer Bevölkerung mit hervorragenden künstlerischen Fähigkeiten und einem hohen zivilisatorischen Stand, welcher weit über das hinausgeht was uns allen über die sogenannten Eingeborenen vor der Entdeckung unseres Kontinentes durch die Europäer beigebracht worden ist.
Die Altertümer Amerikas erstrecken sich von der Ostküste von Maine und Massachusetts bis zum Pazifik, von den Großen Seen bis Peru und La Plata in Südamerika, eigentlich sogar über die volle Ausdehnung beider Kontinente. Riesige Wälder überwuchern die Ruinen großer Städte. Die gewaltige Größe der Bäume weist darauf hin, dass es hier zuvor schon eine andere Generation von Bäumen gab und liefert somit einen Anhaltspunkt dafür, dass die Ruinen vielleicht aus vorchristlicher Zeit stammen.
Anmerkung des Schreibers: Die Bäume stammen am ehesten aus der Zeit der Vernichtung des tausendjährigen Reiches, welche ja nun schon mehr als 400 Jahre zurückliegt. Die Bäume hatten also genug Zeit, über den vernichteten älteren Bäumen aufzuwachsen. Wahrscheinlich stammen größere Teile aller gefundenen Ruinen und vor allem auch die im weiteren Text noch erwähnten Mumien, Pyramiden, Erdwälle, Festungsanlagen und unlesbaren Schriften aus den noch viel älteren weltweiten Götzenkulten seit der Flut Noahs, welche der HERR beim Antritt seiner Herrschaft über das tausendjährige Reich, also vor 1400-1500 Jahren, auch auf dem Boden Amerikas vernichtet hat.
Somit haben wir es hier am ehesten mit zwei „Generationen“ von Kulturen zu tun: Den Kulturen vor dem Tausendjährigen Reich und der Kultur des Reiches selbst.
Die erwähnten wunderschönen Steinskulpturen mit den daran angegliederten Stadtanlagen stammen am ehesten aus dem tausendjährigen Reich selbst, denn nur während dieser Zeit wurden Kunstwerke dieser einzigartigen Schönheit hergestellt. Ende der Anmerkung.
Weiter im Zitattext. In jedem Teil der Vereinigten Staaten sind interessante Ruinen entdeckt worden. Im Staat New York wurden Skulpturen von 100 verschiedenen Tierarten entdeckt, welche in einer Technik ausgeführt waren, die allem unendlich weit überlegen ist was die heute existierenden Indianerstämme hervorbringen. Der Staat Ohio ist überreich an Ruinen von Städten und Festungsanlagen, mit sehr großen Erdwällen und Pyramiden. In Marietta und Missouri wurden schöne Keramik mit Silber - und Kupferornamenten sowie auch Perlen von erstaunlicher Größe und Pracht ausgegraben. In den Höhlen von Tennessee und Kentucky wurden sehr gut erhaltene Mumien gefunden, bekleidet mit Tierhäuten und verschiedenen Stoffen, verwoben mit Federn. Ähnliche Funde wurden im Staat Wisconsin in Carrolton in der Nähe von Milwaukee gemacht: Ruinen gewaltiger Festungsanlagen. Ähnliche Ruinen erscheinen im Staat Missouri. An der Südseite des Missouri - Flusses im Westteil des Staates findet sich ein Bezirk von etwa 500 Acres Größe mit Resten eines alten Turmes. Die Mauern sind über 30 m hoch und an der Basis 25 m breit, angebaut an eine Zitadelle, insgesamt sehr ähnlich den Turmbauten in Europa.“ (www.matthewsbible.com/little season). Zitat Ende.
Weiter im Text. Das soeben erwähnte Zeugnis stammt aus den beiden Amerikas. In Europa und in allen anderen Kontinenten sieht es nicht anders aus. Man begegnet Gebäuden und Stadtanlagen, bei deren man sich unmittelbar die logische Frage stellen muss, wer diese Bauten mit Ochsenkarren und Holzwerkzeugen in einem „finsteren Mittelalter“ geschaffen haben könnte. Es ist unmöglich, mit den eben genannten Methoden auch nur die Materialien durch äußerst unwegsames Gelände über Distanzen von mehreren Hundert Kilometern hinweg an Ort und Stelle zu transportieren. Ganz zu schweigen von der wunderbaren Bearbeitung der Materialien und der Konstruktion der Bauwerke selbst. Unmöglich!
Wer hat mit Holzwerkzeugen und Ochsenkarren, mit Holzgerüsten und Pferdewagen den Petersdom erbaut? Die atemberaubenden Basiliken aller europäischen Großstädte? Sankt Petersburg? Moskau? Die italienischen Metropolen? Den Escorial in Spanien? Die wunderbare Architektur in Deutschland und Frankreich, welche allerdings vielfach nur noch auf Fotographien existiert, da sie in den Weltkriegen zu großen Teilen zerstört wurde? Wer hat alle die wunderbar gestalteten Skulpturen mit Holzwerkzeugen und groben Eisenmeißeln perfekt geformt und sie in schwindelerregender Höhe auf der Spitze einer Kuppel so stabil platziert, dass sie bis heute noch stehen? Wer hat „im finsteren Mittelalter“ die sagenhaften Glockentürme in aller Welt errichtet und die teilweise riesigen Glocken dort befestigt? Wer hat ihnen ihren heilenden und majestätischen Klang verliehen? Wer hat in 140 m Höhe die wundervollen Deckenfresken der Kuppel des Petersdoms hergestellt und bemalt? Die komplexen Rosettenfenster? Die Buntglasscheiben? Unmöglich!
Hinzu kommt die Tatsache, dass nahezu alle der noch gut erhaltenen Bauwerke eine dreifache oder sogar vierfache architektonische Signatur aufweisen, welche starke Bezüge zum Wort der Bibel enthält. Als erstes sind die Dachkanten vieler Gebäude mit ganz regelmäßig angebrachten Löwenköpfen ausgestattet, welche sich weltweit sehr ähnlich sind.
Off 5,5: „Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamm Juda ist, die Wurzel Davids, um das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel zu brechen!“
Zweitens finden wir den sogenannten Akanthus (Strong G173: akantha = Dorn), welcher in der bildenden Kunst symbolisch steht für die Auferstehung und das ewige Leben. Die Pflanzenfamilie in der Natur ist die Familie der Bärlauchgewächse. Es finden sich außerdem in den Ornamenten weltweit Abbildungen, in denen der Akanthus mit Trauben und Dornen zusammen dargestellt ist. Diese Kombination existiert in der Natur nicht. Sie hat allerdings eine biblische Bedeutung. Durch die Sünden kamen die Dornen in die Natur hinein. Der HERR trug unsere Sünden am Kreuz und wurde zuvor mit einer Dornenkrone gekrönt, um diese Tatsache sichtbar darzustellen. Heute ist ER der wahre Weinstock, und wir sind die Reben. Die Reben sollen im Gedenken an die Vergebung der Sünden dem HERRN dankbar nachfolgen und viel Frucht bringen. Die Rebe bringt nur am Weinstock Frucht.
1Mo 3,18: „Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Gewächs des Feldes essen.“
Mt 27,28-29: „Und sie zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel um 29 und flochten eine Krone aus Dornen, setzten sie auf sein Haupt, gaben ihm ein Rohr in die rechte Hand und beugten vor ihm die Knie, verspotteten ihn und sprachen: Sei gegrüßt, König der Juden!“
Joh 15,1+5: „Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. 5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“
Drittens finden sich die sogenannten ionischen Säulenkapitelle. Bei genauem Hinsehen handelt es sich um Darstellungen von geöffneten Schriftrollen. Unter diesen Buchrollen stehen die Säulen, die den Bau stützen. Auch hier ist die biblische Symbolik klar. Der HERR hat den Thron der Herrlichkeit bestiegen. ER ist der Löwe von Juda, der überwunden hat. ER öffnet die Buchrolle mit den sieben Siegeln. Unter seinem geschriebenen Wort, welches natürlich für uns die Bibel ist, dienen die Gläubigen auf der Erde in der Gemeinde. Die Gemeinde ist der Tempel Gottes im Geist und der Leib Christi. Die treuen Gläubigen, die Überwinder, werden zu Säulen in diesem Tempel gemacht, und sie werden nie mehr hinausgehen.
Off 5,1-2+6-7: „Und ich sah in der Rechten dessen, der auf dem Thron saß, ein Buch, innen und außen beschrieben, mit sieben Siegeln versiegelt. 2 Und ich sah einen starken Engel, der verkündete mit lauter Stimme: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen? 6 Und ich sah, und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, welche die sieben Geister Gottes sind, die ausgesandt sind über die ganze Erde. 7 Und es kam und nahm das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem Thron saß.“
1Kor 3,16: „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid, und dass der Geist Gottes in euch wohnt?“
2 Kor 6,16: „Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«.“
Off 3,12: „Wer überwindet, den will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich will auf ihn den Namen meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das vom Himmel herabkommt von meinem Gott aus, und meinen neuen Namen.“
Als letztes Element muss noch die Zahlensignatur des Reiches erwähnt werden. Sie findet sich häufig auf Grundsteinen und Ecksteinen, denn der HERR Jesus Christus ist ja auch selbst der Eckstein der Gemeinde.
Jes 28,16: „(…) darum, so spricht GOTT, der Herr: Siehe, ich lege in Zion einen Stein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der aufs Festeste gegründet ist: Wer glaubt, der flieht nicht!“
Eph 2,19-22: „So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20 auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist, 21 in dem der ganze Bau, zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, 22 in dem auch ihr miterbaut werdet zu einer Wohnung Gottes im Geist.“
Die Signatur selbst besteht aus einem „I“ (für Iesu) oder einem „J“ (für Jesu), kombiniert mit einer Jahreszahl. Sie zeigt das Jahr der Vollendung des Gebäudes im tausendjährigen Reich an, also zum Beispiel I645 oder J645: Erbaut im Jahr „Jesu 645“, also im Jahr 645 des tausendjährigen Reiches.
Die gleiche Signatur findet sich auf den noch erhaltenen Schriftdokumenten aus der Zeit vor der „Renaissance“. Man sieht sie auf alten Landkarten, welche die Erde noch als einen Kreis mit dem Südland am äußeren Rand und dem Nordpol in der Mitte darstellen. Ebenso findet sie sich auf Buchtiteln, auf alten Bibeln und auch auf etlichen Münzen. Diese Funde sind ebenfalls nicht regional begrenzt, sondern sie wurden weltweit gemacht. Wir möchten nun noch etwas mehr zu den letztgenannten Dingen sagen.
Zuerst zu den alten Landkarten. Diese Karten stellten die Erde entsprechend dem biblischen Weltbild vor der „Renaissance“ dar. Das biblische Weltbild besagt gemäß dem Schöpfungsbericht in 1Mo 1, dass Gott einen abgeflachten Erdkreis erschaffen hat. Dieser Erdkreis steht inmitten der großen Wassertiefen auf Säulen und ist unbeweglich. Der Nordpol liegt im Zentrum der Erdfläche. Der Süden ist von dem äußeren Ring des antarktischen Eises umschlossen, welcher die Ozeane einfasst. Die Erdoberfläche wird überdeckt von einem festen kuppelförmigen Firmament, welches den Lebensraum der irdischen Atmosphäre von den darüberstehenden oberen Wassern trennt. Am vierten Schöpfungstag hat Gott die Sonne, den Mond und die Sterne als Lichter erschaffen und sie an diesem Firmament befestigt. Senkrecht über dem Nordpol der Erdoberfläche steht der Polarstern im Zenit des Firmamentes. Der Sternhimmel rotiert um diesen Polarstern. Gott sitzt auf seinem Thron im himmlischen Heiligtum über dem Firmament der Erde und über den oberen Wassern. Er schaut zur Erde herab und freut sich an den Menschenkindern, von welchen er noch viele retten wird bis zum letzten Tag. Das ist kurzgefasst das biblische Weltbild.
Die wohl bekannteste Karte entsprechend dem biblischen Weltbild ist die Karte von Urbano Monti aus „1587“. Auf dieser Karte wie auch auf wenigen anderen aus jener Zeit findet sich übereinstimmend ein sehr hoher Berg am Nordpol im Zentrum, umgeben von einer vierteiligen Landmasse sowie ein weites Land zwischen Sibirien und Alaska mit dem Namen „Terra Jessu“ (Land Jesu).
Auf den Weltkarten der „Renaissance“ sind diese Landmassen plötzlich verschwunden. Zwischen Nordostsibirien und Nordwestalaska liegt heute auf unseren offiziellen Weltkarten des Nordatlantiks die Beringstraße, welche mit einer Breite von etwa 80 km (53 Seemeilen) angegeben wird. Gemäß dem Sonnenumlauf, nach welchem sich die Luftfahrt ja richten muss, um rechtzeitig irgendwo anzukommen, klafft hier ein Zeitzonenunterschied von drei Stunden zwischen Nordostsibirien und Nordwestalaska. Das entspricht der Breite der USA von Ost nach West. Kann es sein, dass hier eine Landmasse von der Breite der USA einfach von den offiziellen Karten verschwunden ist? Wurde sie in der Renaissance auf den Landkarten „ausradiert“ und wird vor uns verborgen?
Zu den Münzen ebenfalls ein Wort. Sie sind dadurch zu erklären, dass im tausendjährigen Reich des HERRN Jesus Christus auf der ganzen Erde ein gerechtes Wirtschaftssystem herrschte, in welchem jeder Arbeiter seinen Lohn empfing und auch gut davon leben konnte. Die Regierenden gaben in ihren Gebieten Münzwährungen heraus, welche ohne Zinsen kursierten. Die Münzen trugen die genannte Signatur. Es gab kein Bankensystem welches durch hohe Zinsen Schuldsklaverei erzeugte. Niemand konnte sich einfach durch Geldverleih mit Zinsen bereichern, ohne selbst etwas zu arbeiten. Raffgierige Bankiers und ihre gewalttätigen Geldeintreiber wurden nicht geduldet.
Was die Bibeln betrifft, so gibt es noch einige Exemplare der alten Genfer Bibel von 1599. In Psalm 48,3 steht in der alten aramäischen Bibel das Wort „yeraykaw“, welches in der alten „Geneva Bible“ auch übersetzt wurde als die „Quartiere/Vierlande“ des Nordens (Englisch: The Quarters of the North). Das Paradies von Eden lag nach dieser Auffassung am Nordpol.
In der englischen Fassung der Genfer Bibel von 1599, also in der „Geneva Bible“, findet sich ein Vorwort zum Buch der Offenbarung unter dem Titel: „The order of time whereunto the contents of this book are to be referred“. Auf Deutsch: „Die Ordnung der Zeiten, auf welche die Inhalte dieses Buches (also der Offenbarung) bezogen werden müssen“. Es werden dann erwähnt der Beginn des tausendjährigen Reiches etwa um das Jahr 70 n.Chr., sowie sein Ende um das Jahr 1073 n.Chr. Dieses Ende wird mit der Herrschaft des Papstes Gregor VII, des „bösen Hildebrandt“ gleichgesetzt, welchen der Satan nach seiner Loslassung als ersten bedeutenden Weltherrscher dazu benutzte, die Ordnungen des tausendjährigen Reiches zu zerstören und seine neue Weltordnung einzuführen.
Ähnliche Aussagen finden sich auch noch in den Niederlanden in der Dutch Bijbel der Staaten Generaal von 1716. (Quelle: YouTube/Dutch Peasant Productions/The holy reign of Jesus and the saints was on earth.)
Ein weiteres Dokument ist Foxe´s Book of The Martyrs. In dem mehrbändigen Werk: „The Acts and Monuments of John Foxe by Reverend George Townsend” finden sich einige bemerkenswerte Dinge. In Band I, Seiten 4 und 5 erwähnt Foxe das tausendjährige Reich, bestehend aus drei Phasen: Erstens die Zeit des Leidens von etwa 100-400 n.Chr.. Zweitens die Zeit der Blüte von etwa 400-700 n.Chr.. Drittens die Zeit des Niedergangs von etwa 700-1000 n.Chr. Danach folgt die Zeit der Loslassung Satans, welche von Foxe bereits damals als gegenwärtig angesehen wurde. Auch in Band II, S.94 wird die Loslassung Satans noch einmal erwähnt. Band V redet über die Dinge während der Zeit von der Loslassung Satans bis in die Zeit des Schreibers John Foxe hinein. Dieser Band enthält ein Kapitel mit der Überschrift: „The last three hundred years from the losing out of Satan“ (Quelle: YouTube/Dutch Peasant Productions/ Jesus second coming and the Millennium was in our past. We live in the small season of Rev 20,3+7+8. Ebenso: www.matthewsbible.com/little season)
Die Loslassung Satans war nach Foxes Auslegung die Konsequenz des geistlichen Abfalls während der letzten Phase des Friedensreiches. Der HERR zog sich von der Erde zurück, und er nahm die Stadt und seine Heiligen zu sich in den Himmel zurück, weil die Menschen auf der Erde damit begonnen hatten in ihr altes Leben zurückzugehen. Der Anteil am Baum des Lebens und an der Stadt wurde ihnen deshalb weggenommen, so wie der HERR es gesagt hat in seiner letzten Warnung.
Off 22,19: „(…) und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt, und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen.“
Als weiteres Indiz in unserer „Ermittlung“ gilt die Tatsache, dass insbesondere in der sogenannten orthodoxen und byzantinischen Kunst unzählige Bilder in Büchern und Bauwerken existieren, auf welchen Menschen mit Heiligenschein neben Menschen ohne Heiligenschein dargestellt sind. Diese Unterscheidung fordert eine Erklärung. Könnte es etwa so gewesen sein, dass der HERR zusammen mit geistlich-seelisch verherrlichten Heiligen (mit Heiligenschein) und noch nicht verherrlichten Heiligen in natürlichen Leibern (ohne Heiligenschein) über die Erde regiert hat? Die Künstler der damaligen Zeit müssen sich doch irgendetwas dabei gedacht haben, als sie diese Abbildungen schufen. Sie müssen eine gegebene Realität ihrer Zeit abgebildet haben. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass sie alle ganz von alleine auf den Gedanken gekommen sind, Menschen auf ihren Bildwerken mit dieser klaren Unterscheidung darzustellen.
Die beiden nächsten zu erwähnenden Phänomene sind ebenfalls weltweit. An verschiedensten Orten der gesamten Welt findet man bis heute die Reste geschmolzener Städte und Siedlungen, welche auf bisher ungeklärte Art untergegangen sind. Es gibt sogar eine noch junge Wissenschaft, welche sich mit der Erforschung dieser geschmolzenen Siedlungen und Städte beschäftigt: Meltology oder Meltologie.
Als zweites findet man in zahlreichen Städten insbesondere in der westlichen Welt (Amerika, Europa, Westrussland) das Phänomen des Ascheregens und der Schlammfluten. Die betreffenden Städte sind von mehreren Metern dicken Schichten aus Asche und Schlamm bedeckt worden. Man hat an einigen Stellen als Beweis die verschütteten Gebäudeetagen ausgegraben, welche ehemals als Erdgeschosse an der Oberfläche standen, nun aber unterirdisch lagen. Die Phänomene sind weitverbreitet und großflächig. Es müssen viele Menschen in diesen Katastrophen umgekommen sein.
Die logischen Fragen lauten hier: Wodurch wurden diese Phänomene verursacht? Waren es Vulkanausbrüche oder Regenfluten mit Schlammfluten? Waren es wirklich Naturereignisse oder wurden sie mithilfe einer uns nicht bekannten Technologie ausgelöst? War es vielleicht sogar buchstäbliches Gerichtsfeuer vom Himmel?
Der Amerikaner Ron Wyatt hat die Städte Sodom und Gomorrha lokalisiert und die dortigen Reste näher untersucht. Er konnte anhand von Schwefelanalysen aus dem Boden im Labor beweisen, dass es sich um einen Schwefel handelt, welcher in dieser hohen Reinheit an keinem anderen Ort der Welt vorkommt. Dies war eigentlich schon fast der Beweis dafür, dass die Katastrophe von Sodom und Gomorrha ein göttliches Gericht mit Schwefelregen aus dem Himmel war, so wie es die Bibel auch sagt (siehe hierzu: www.arkdiscovery.com).
In unserem übernächsten Textteil möchten wir versuchen, Antworten auf unsere vielen Fragen zu finden. Zunächst nun noch zu unserer zweiten Gruppe von Hinweisen.
9. Hinweise auf eine gegenwärtige „kurze Zeit für den Satan am Ende“
Wir leben gegenwärtig in einer Welt, welche immer dunkler zu werden scheint. Alles was wir um uns herum wahrnehmen, sei es politisch, kulturell, wirtschaftlich, gesellschaftlich oder religiös, trägt eindeutig eine böse Handschrift. Eigentlich kann man als aufmerksamer Beobachter dieser Erkenntnis nicht mehr entgehen. Die Prinzipien der staatlich organisierten Lüge in Politik und Medien, des ungestraften Betrugs der Regierenden an den Bürgern, der Verführung und Irreführung auf allen Ebenen, der Ausbeutung der einfachen Leute, der völlig willkürlichen staatlichen Gewaltanwendung im öffentlichen und privaten Bereich, sowie auch der individuellen Gottlosigkeit im praktischen Leben fast aller Menschen werden in jeglicher Hinsicht weltweit immer schonungsloser geoffenbart. Die Dämme sind völlig gebrochen.
Viele Christen stellen sich die Frage: „HERR, wo bist Du? Wann greifst Du ein in dieses Geschehen?“ Die Lehrer der Prophetie in den heutigen christlichen Gemeinden versuchen Antworten zu geben, scheitern aber an ihren eigenen Irrtümern. Ihr Blick ist nicht auf den HERRN gerichtet, sondern auf die Umstände.
Sie glauben aufgrund ihrer falschen Lehren an einen anderen Jesus. Dieser andere Jesus ist weder allmächtig noch allwissend oder allgegenwärtig.
Er musste schon damals im alten Israel seine ewigen Pläne verschieben, weil die Pharisäer und Schriftgelehrten ihn nicht annahmen und den Plan Gottes durchkreuzten. Er musste sich einen Plan B einfallen lassen, um sein eigenes Handeln an das souveräne Handeln der Pharisäer anzupassen. Dieser Plan B bestand im Kreuz und danach in der Sammlung der Gemeinde bis heute. Der HERR muss heute immer noch warten, bis „Israel so weit ist“, ihn anzunehmen.
Wirklich? Was sind das denn für Lehren? Wer aus Überzeugung solch einen Jesus predigt, der hat womöglich einen anderen Geist empfangen. Wer unkritisch an solch einen Jesus glaubt, der hat mit Sicherheit schon viel zu lange und viel zu gutgläubig den menschlichen Stimmen dieses anderen Geistes Gehör geschenkt.
2Kor 11,4: „Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen.“
Der HERR Jesus Christus ist allwissend, ER ist allgegenwärtig und allmächtig.
ER kann überall zugleich sein, und ER kann in einem Augenblick eine ganze Welt erschaffen, wenn ER es will. ER hat uns das bereits einmal bewiesen in der Schöpfung des Himmels und der Erde in sechs Tagen. ER hätte das alles auch in einer einzigen Sekunde vollbringen können, wenn ER es nur gewollt hätte. ER wird es am letzten Tag dieser Weltzeit noch einmal beweisen, wenn ER die heutige Welt im Feuer verbrennen und einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen wird, welche ewig bestehen werden.
Meine Mutter ist nun in ihrem neunzigsten Lebensjahr angelangt. Sie ist noch eine der letzten Zeitzeuginnen des zweiten Weltkrieges, denn 1945 war sie neun Jahre alt. Sie glaubt an den HERRN Jesus Christus und hat den Heiligen Geist empfangen. Neulich sagte sie zu mir am Telefon in ihrer einfachen Sprache sinngemäß das Folgende: „In unserer Welt regiert der Satan. So schlimm wie heute habe ich es noch nie erlebt. Alles ist tot.“ Sie hatte hinsichtlich der äußeren Abläufe in unserer Zeit Recht, und ich wollte ihr hierin nicht widersprechen.
Das was uns heute umgibt ist allerdings nicht über Nacht entstanden. Es ist das Ergebnis langanhaltender Entwicklungen und Pläne, hinter denen eine geistige Macht des unsichtbaren Bereiches und deren Diener/innen im sichtbaren Bereich stehen.
Diese unsichtbare Macht im Hintergrund ist zwar ziemlich mächtig und weiß ziemlich viel, aber sie ist nicht allwissend und nicht allmächtig. Sie muss Strukturen in dieser Welt über gewisse Zeitspannen hinweg aufbauen, um ihr böses Werk zu vollbringen. Sie hat nur bestimmte Befugnisse für eine bestimmte Zeit bekommen, aber ihre Zeit läuft allmählich ab.
Die böse Macht hat nur noch eine kurze Zeit (mikron chronon) zur Verfügung.
Diese kurze Zeit wird schon bald enden, und an diesem Ende wird der HERR Jesus Christus für immer und ewig für alle Augen sichtbar die Herrschaft über die neue Schöpfung übernehmen. Im unsichtbaren Bereich hat der HERR diese Macht schon immer gehabt, und ER hat sie in der Gegenwart genauso wie ER sie auch zukünftig für immer haben wird.
Der HERR Jesus Christus lebt und herrscht von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Mt 28,18: „Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.“
Heb 1,7-12: „Von den Engeln zwar sagt er: »Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen«; 8 aber von dem Sohn: »Dein Thron, o Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts. 9 Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl, mehr als deine Gefährten!« 10 Und: »Du, o Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind das Werk deiner Hände. 11 Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie alle werden veralten wie ein Kleid, 12 und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, und sie sollen ausgewechselt werden. Du aber bleibst derselbe, und deine Jahre nehmen kein Ende.«“
Der HERR hat die böse Macht in seiner Schöpfung geduldet und ihr in seinen Plänen einen Platz zugewiesen. Die Frage nach dem Warum dieser Wahrheit können wir als einfache Menschen nicht beantworten. Wir können aber das Wirken und den Charakter der bösen Macht in der Heiligen Schrift deutlich erkennen. Was sind nun ihre Charakterzüge?
Diese Macht ist ein gefallener Engel, der sich Gott gleichmachen wollte.
Jes 14,12-15: „Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen! 13 Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: ›Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden; 14 ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleichmachen!‹ 15 Doch ins Totenreich bist du hinabgestürzt, in die tiefste Grube!“
Hes 28,14-16: „Du warst ein gesalbter, schützender Cherub, ja, ich hatte dich dazu eingesetzt; du warst auf dem heiligen Berg Gottes, und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen. 15 Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde. 16 Durch deine vielen Handelsgeschäfte ist dein Inneres mit Frevel erfüllt worden, und du hast gesündigt. Darum habe ich dich von dem Berg Gottes verstoßen und dich, du schützender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine vertilgt.“
Diese Macht ist ein Lügner, ein Durcheinanderbringer und ein listiger Verführer.
1Mo 3,1: „Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der HERR gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“
1Mo 3,4-5: „Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! 5 Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!“
Diese Macht ist ein brüllender Löwe.
1Pe 5,8: „Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann;“
Diese Macht kann sich selbst und auch ihre Diener als Engel des Lichts tarnen.
2Kor 11,13-15: „Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden. 14 Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. 15 Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit; aber ihr Ende wird ihren Werken entsprechend sein.“
Diese Macht ist der Feind Gottes und versucht das Reich Gottes zu verderben. Sie zieht ihre Leute mit in das Böse und in den Untergang hinein.
Mt 13,24-28: „Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. 25 Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon. 26 Als nun die Saat wuchs und Frucht ansetzte, da zeigte sich auch das Unkraut. 27 Und die Knechte des Hausherrn traten herzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? 28 Er aber sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan! Da sagten die Knechte zu ihm: Willst du nun, dass wir hingehen und es zusammenlesen?“
Mt 13,37-43: „Und er antwortete und sprach zu ihnen: Der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen. 38 Der Acker ist die Welt; der gute Same sind die Kinder des Reichs; das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen. 39 Der Feind, der es sät, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Weltzeit; die Schnitter sind die Engel. 40 Gleichwie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird es sein am Ende dieser Weltzeit. 41 Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden alle Ärgernisse und die Gesetzlosigkeit verüben aus seinem Reich sammeln 42 und werden sie in den Feuerofen werfen; dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein. 43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören, der höre!“
Diese Macht ist der Fürst dieser Welt, der Gott dieser Weltzeit, der den Verlorenen ihre Sinne verblendet und ihnen den Blick auf das Evangelium verfinstert. Sie ist der Fürst der Gewalt der Luft, der im Luftraum der Atmosphäre herrschen darf (wenn auch nur für eine gewisse Zeit unter der Oberherrschaft des HERRN Jesus Christus), und der die verlorenen Menschen dazu bringt, nur noch in den Dingen ihres eigenen Willens (des Fleisches, des Egoismus, des Individualismus) zu leben und in Freundschaft mit dieser Welt am Ende zu Feinden Gottes zu werden. Am Ende dieser Entwicklungen wird dann eine Welt stehen, in welcher die Menschen voneinander entfremdet sind. Die Menschen werden Gott verachten, sie werden ihre eigenen Wege gehen und tun was Recht ist in ihren eigenen Augen. Die ganze Welt wird in dem Bösen liegen.
Joh 14,30: „Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt, und in mir hat er nichts.“
2 Kor 4,3-4: „Wenn aber unser Evangelium verhüllt ist, so ist es bei denen verhüllt, die verlorengehen; 4 bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat, sodass ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gottes Ebenbild ist.“
Eph 2,1-3: „(…) — auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, 2 in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; 3 unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen.“
Jak 4,4: „Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes!“
2Tim 3,1-5: „Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. 2 Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, 3 lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, 4 Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; 5 dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab!“
Ri 21,25: „Zu jener Zeit gab es keinen König in Israel; jeder tat, was recht war in seinen Augen.“
1Joh 5,19: „Wir wissen, dass wir aus Gott sind und dass die ganze Welt sich im Bösen befindet.“
Nicht nur im weltlichen Bereich wird das so sein, sondern auch die menschengemachten Gemeindestrukturen in der Christenheit werden von dieser bösen Macht infiltriert und größtenteils unter ihre Kontrolle gebracht sein. Der Antichrist (die böse Macht) wird im sichtbaren Tempel (in den Gemeindestrukturen) sitzen und sich als Gott verehren lassen. Die unwissende und geistlich passive Mehrheit der Gemeindechristen wird von ihren Leitern in die Anbetung des „anderen Jesus“ hineingeführt werden.
Die ernsthaften und den HERRN suchenden Gläubigen werden weltweit als die Stadt Gottes (das geistliche Jerusalem) von dieser scheingläubigen Christenheit und von den Massen Gogs und Magogs anderer Religionen umgeben sein. Sie werden die sichtbare „Christenheit“ von sich aus verlassen oder aus ihr hinausgetan werden. Der HERR selbst wird am Ende zu ihrer Rettung erscheinen.
2Kor 11,13-14: „Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden. 14 Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts.“
Off 2,20: „Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du es zulässt, dass die Frau Isebel, die sich eine Prophetin nennt, meine Knechte lehrt und verführt, Unzucht zu treiben und Götzenopfer zu essen.“
Off 3,16-17: „So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. 17 Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts! — und du erkennst nicht, dass du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt.“
Off 18,4-5: „Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! 5 Denn ihre Sünden reichen bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht.“
Off 20,7-9: „Und wenn die 1 000 Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden, 8 und er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die an den vier Enden der Erde leben, den Gog und den Magog, um sie zum Kampf zu versammeln, deren Zahl wie der Sand am Meer ist. 9 Und sie zogen herauf auf die Fläche des Landes und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel herab und verzehrte sie.“
Die böse Macht ist im innersten ihres Wesens ein Lügner und ein Menschenmörder. Das Gleiche gilt dann auch für ihre willigen Diener/innen. Diese Leute schreckten damals nicht davor zurück, den HERRN Jesus Christus zur Kreuzigung zu überliefern. Die Gesinnung ihrer heutigen Nachfolger hat sich nicht im Geringsten verändert.
Joh 8,44: „Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.“
Diese Macht haben wir nun natürlich erkannt, und sie hat im Wort Gottes mehrere Namen
Off 12,9: „Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.“
Der Satan ist also nun entlarvt. Wir haben bereits in einem vorangegangenen Kapitel über die acht Stufen seiner Existenz gesprochen. Hier sind sie noch einmal. Die Zeitangaben folgen der originalen Zeitachse Gottes.
Erstens: Der schirmende Cherub am Thron Gottes, der Urzustand dieses Engelwesens.
Zweitens: Seine Rebellion. Nun ist er der Satan, der Feind Gottes und der Menschen, der Verführer in Gestalt der Schlange. Es folgt der Sündenfall im Paradies.
Drittens A: Die „lange Zeit für den Satan“ vom Sündenfall im Paradies bis zum ersten Kommen des HERRN (etwa 4000-5500 Jahre, je nach Bibelübersetzung).
Drittens B: Innerhalb dieser „langen Zeit“ liegt zwischen dem Jahr etwa 1500 v.Chr. und dem Jahr 504 v.Chr. die Zeit des tausendjährigen Reiches für Israel im Alten Bund.
Drittens C: Die letzten 500 Jahre dieser „langen Zeit“, nämlich die Zeit unmittelbar im Anschluss an das tausendjährige Reich für Israel im Alten Bund, also die Jahre 504 v.Chr. bis zum ersten Kommen des HERRN, sind die „kurze Zeit für den Satan im Alten Bund“.
Viertens: Seine Zeit während des Lebens des HERRN auf der Erde (5 „v.Chr.“-30 „n.Chr.“).
Fünftens: Seine „wenige Zeit“ (30-100 n.Chr.) zwischen der Auferstehung des HERRN und der Wiederkunft des HERRN zur Vernichtung des Alten Israel und der Alten Welt. Off 12,12.
Sechstens: Seine Bindung im Abgrund während des tausendjährigen Reiches des Neuen Bundes (nicht nur für Israel, sondern für die ganze Erde). Etwa 100 n.Chr. - 1100 n. Chr.
Siebtens: Die „kurze Zeit für den Satan am Ende“ (folgend auf das tausendjährige Reich des Neuen Bundes). Sie steht der „kurzen Zeit für den Satan im Alten Bund“ vom Jahr 504 v.Chr. bis zum ersten Kommen des HERRN (siehe Drittens C) gegenüber. Etwa 1100 n.Chr. – heute.
Achtens: Seine ewige Verdammnis im Feuersee der Hölle.
Wir befinden uns nun nach dieser Auslegung schon seit mehr als 400 Jahren innerhalb der siebten Stufe der Existenz des Satans. Das Ende dieser siebten Zeit wird auch für immer und ewig das Ende seines Unwesens sein.
Die siebte Zeit wird jedoch nicht nur ein Ende haben, sondern sie hatte natürlich auch einen Anfang. Der Anfang war gemäß unserer vorliegenden Schriftauslegung die Loslassung des Satans aus dem Gefängnis im Abgrund am Ende des tausendjährigen Reiches des HERRN Jesus Christus auf dieser Erde. In diesem Augenblick begann dann eine weltweite Verführung in noch nie gekanntem Ausmaß, welche bis zum letzten Kommen des HERRN anhalten wird. Bei der Ankunft des HERRN wird der Satan in die Hölle geworfen.
Off 20,7-8: „Und wenn die 1 000 Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden, 8 und er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die an den vier Enden der Erde leben, den Gog und den Magog, um sie zum Kampf zu versammeln, deren Zahl wie der Sand am Meer ist.“
Off 20,10: „Und der Teufel, der sie verführt hatte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo das Tier ist und der falsche Prophet, und sie werden gepeinigt werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.“
Nun liegt alles offen und klar vor dem Auge des Betrachters. Wir kennen die Person und das Wesen des Satans. Wir kennen das Wesen seiner Anhänger und ihre Werke. Wir kennen die Ergebnisse dieser Werke. Sie bestehen in weltweiter Verwirrung, Verführung, Lüge, Betrug, Vereinsamung, Verlorenheit, Krankheit, Tod und Verwüstung. In der sichtbaren und in der unsichtbaren Welt. In der Natur, in der säkularen (weltlichen) Gesellschaft und in der christlichen Welt. In den einzelnen Menschen (leiblich, seelisch, geistig und geistlich).
Für den Rest unseres Kapitels bleibt uns nur noch Eines zu tun. Wir brauchen nur noch verschiedene Dinge aufzuzählen, in welchen sich diese Prinzipien zeigen. Diese Dinge sind weltweit erkennbar. Sie hatten einen bestimmten zeitlichen Beginn und haben sich bis heute immer weiter gesteigert. Sie sollen nun genannt werden, vielleicht hier und da mit einem kurzen Gedanken verbunden.
Dem/der Leser/in wird es im Licht der soeben gesammelten Informationen nicht allzu schwerfallen, das wahre Wesen unserer Zeit zu erkennen. Es wird nicht mehr schwierig sein zu entscheiden, welcher Macht wir diesen heutigen Weltzustand zu verdanken haben.
Es muss aber auch klar und deutlich die sichere Hoffnung betont werden, dass dieser siebte Zustand, dieser siebte Tag der heutigen Welt, der Tag des Todes (denn der Leib des HERRN war nach seiner Kreuzigung an diesem Sabbat, dem siebten Tag der Juden im Grab) nicht endlos fortbestehen wird. Der achte Zustand wird kommen. Es wird für den Satan die ewige Verdammnis in der Hölle sein. Für die Gläubigen wird es der achte Tag sein, der erste Tag der neuen Woche, der Tag der Auferstehung und des ewigen Lebens, der Tag der Ewigkeit der neuen Schöpfung.
2Pe 3,11-14: „Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht, 12 indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt, an welchem die Himmel sich in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden! 13 Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt. 14 Darum, Geliebte, weil ihr dies erwartet, so seid eifrig darum bemüht, dass ihr als unbefleckt und tadellos vor ihm erfunden werdet in Frieden!“
Und nun zu unserer Aufzählung, welche natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann, welche jedoch mehr als ausreichend sein sollte, um unseren Gedankengang zu untermauern. Wir beginnen diesen Textteil mit einem Zitat des Amerikaners William Casey. Er war der Chef des CIA von “1981-1987”. Zitat: „We will know that our disinformation program is complete, when everything the American Public believes is false.“ Übersetzt: „Wir werden wissen, dass unser Desinformationsprogramm vollständig ist, wenn alles was die amerikanische Öffentlichkeit glaubt, falsch ist.“ Zitat Ende.
Da haben wir es also aus (vom Satan) berufenem Munde. Die Welt ist seit mittlerweile mindestens 250 Jahren (seit dem Machtantritt der USA in „1776“) organisiert worden nach einer allumfassenden Strategie von Lüge, Mord und Gewalt. An der Einfahrt zum New Yorker Hafen steht das weltbekannte Monument dieser Lüge: Die Freiheitsstatue, eingeweiht im Jahr „1886“, erbaut nach einem Entwurf des französischen Freimaurers Frederic Bartholdi, einem Mitglied der Loge von Alsace-Lorraine in Paris. Die Statue ist ein direktes Abbild der Darstellung des Satans auf einem Gemälde von Lawrence aus dem Jahr „1797“ unter dem damaligen Titel: „Lucifer summons his legions for battle“. Man kann die beiden Darstellungen nebeneinander halten. Sie sind identische Zwillinge. An ihrem Fuß trägt die Freiheitsstatue eine gebrochene Kette unter dem Motto: „Free at last!“ – „Endlich frei!“ Wer hier von seiner Kette befreit wurde, war nicht das amerikanische Volk. Es war der Satan.
Auf allen Gebieten der menschlichen Existenz in dieser Welt schwimmen wir somit heutzutage in einem gewaltigen Ozean der Lüge. Unser gesamtes Weltsystem ist nichts anderes als eine einzige Lüge. Kein Ufer ist erkennbar. Wir treiben scheinbar ziellos dahin und scheinen Kräften ausgeliefert zu sein, gegen die wir auf unserer sichtbaren Ebene völlig machtlos sind. Es sind dies der Satan selbst, seine Dämonen und die mächtigsten Menschen dieser Welt, welche in seinem Dienst stehen. Sie haben scheinbar alles im Griff. Ihr Werk scheint kurz vor der Vollendung zu stehen. Sie irren sich jedoch gewaltig. Sie haben lediglich „Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff“, denn diese Welt wird bald vergehen! Inmitten der tiefsten „ägyptischen“ oder auch „neubabylonischen“ Finsternis dieser sterbenden Welt baut der HERR völlig unbeirrt sein EWIGES REICH weiter bis zum letzten Tag.
Wir haben soeben über eine Zeit von mindestens 250 Jahren gesprochen. Manche haben den Startpunkt der „kurzen Zeit für den Satan“ in das Jahr „1776“ gelegt. Sie gehen davon aus, dass der Begriff „mikron chronon“ in der Bibel mit „little season“ im Englischen oder mit „kleine Weile“ im Deutschen übersetzt werden sollte. Dies ist natürlich falsch, denn es bedeutet richtigerweise „short time“ oder „kurze Zeit“. Diese Ausleger gehen dann noch einen Schritt weiter. Sie sagen nämlich, dass bei Gott tausend Jahre wie ein Tag seien nach
Ps 90,4: „Denn tausend Jahre sind vor dir wie der gestrige Tag, der vergangen ist, und wie eine Nachtwache.“
Im Englischen kann „a little season“ dann nicht nur „eine kleine Weile“ bedeuten, sondern auch eine „eine Jahreszeit“. Und hier beginnt nun die Rechnerei, welche nach dem Wort des HERRN immer in die Irre führen muss, denn niemand kennt den Tag der Wiederkunft des HERRN, und niemand kann Zeiten und Zeitpunkte berechnen
Mt 24,42: „So wacht nun, da ihr nicht wisst, in welcher Stunde euer Herr kommt!“
Mt 24,44: „Darum seid auch ihr bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.“
Apg 1,7: „Er aber sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, die Zeiten oder Zeitpunkte zu kennen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat;“
Die „Rechnung der betreffenden Lehrer geht dann nach der bekannten „Jahr-Tag-Theorie“ in etwa so: Das Jahr hat vier Jahreszeiten, und wenn ein Jahr 1000 Jahre ist, dann ist eine Jahreszeit natürlich ein Viertel davon, also 250 Jahre. Rechnet man nun vom Jahr „1776“ diese 250 Jahre hinzu, so kommt man auf das Jahr „2026“.
Also müsste gemäß einer solchen Berechnung in diesem jetzigen Jahr „2026“ der HERR kommen. Da kann der Schreiber ja nur hoffen, dass sein Text bis dahin noch fertig wird! Die Absurdität solcher Berechnungen sollte klar sein.
Wir haben außerdem bereits ausführlich darüber gesprochen, dass die Zeitachse in der Vergangenheit erheblich gefälscht wurde. Wir wissen somit noch nicht einmal, ob das Jahr „1776“ wirklich 1776 ist, oder ob „2026“ wirklich 2026 ist. Sehr wahrscheinlich nämlich nicht! Lassen wir uns also nicht beunruhigen und hören wir an diesem Punkt auf mit der Rechnerei. Es funktioniert nicht!
Niemand kennt den Tag und die Stunde, in welcher der HERR kommen wird! Der HERR wird kommen an einem Tag, an dem wir es nicht meinen.
Nach Ansicht des Schreibers war die zuvor erwähnte Freiheitsstatue in Amerika zwar eine Proklamation der Befreiung des Satans und seiner Loslassung aus dem Abgrund. Diese Proklamation vor den Augen der Weltöffentlichkeit konnte allerdings erst erfolgen, nachdem die dahinterstehenden Mächte stark genug geworden waren, um ihre Macht öffentlich zur Schau zu stellen. Dies war 110 Jahre nach der Gründung der USA der Fall im Jahr „1886“, dem Jahr der Errichtung der Statue. Die USA sind bis ja heute die politische und militärische Macht, welche die ganze Welt im Auftrag der schwarzen zionistischen Synagoge Israels mit den Faustschlägen des Satans schlägt.
Der eigentliche Beginn der bösen Entwicklungen in der Welt ist somit früher anzusetzen, so dass der Schreiber davon ausgeht, dass der Satan schon einige Zeit zuvor losgelassen wurde. Die überwältigende Anzahl der sichtbaren Entwicklungen und Zeichen weisen auf die „Renaissance“ hin. In dieser Zeit wurde nach dem Ende des „finsteren Mittelalters“ plötzlich alles anders. Hier wurden auf allen Gebieten die ersten Spuren der „Neuen Welt“ erkennbar.
Wir werden daher die Zeit zwischen „1550“ und „1650“ n.Chr. als Ausgangspunkt nehmen. Irgendwann während dieser Zeit (um das Jahr „1600“ n.Chr.) muss der Satan losgelassen worden sein. Hier liegen dann auch die Anfänge aller Weltentwicklungen, welche bis in unsere Zeit hinein mehr und mehr seine Handschrift tragen. Unsere Aufzählung soll in dieser Zeit beginnen. Die Dinge werden in möglichst kurzgefasster Form nebeneinandergestellt.
Erstens: Die Verfälschung des einfachen biblischen Glaubens an das Evangelium, an die Heilslehre und an die Prophetie. Dies ist klar und deutlich eine Initiative des Satans. Die Jesuiten, gegründet „1534“ durch den Kryptojuden Ignatius von Loyola, einen Agenten der Synagoge des Satans, bringen die katholische Kirche unter ihre Kontrolle. Sie bestimmen nun die Kirchenpolitik und die Glaubenslehren. Die alten Bibeln werden Schritt für Schritt aussortiert und vernichtet. Sie werden ab „1611“ durch die King-James-Bibel und alle nachfolgenden geänderten Bibelversionen bis in unsere Gegenwart hinein ersetzt. Die Bibliotheken der Welt werden in späterer Zeit umgewandelt von apostolischen Bibliotheken in humanistische Bibliotheken. Heute existieren um die 100 verschiedene Bibelversionen und „Bibelperversionen“ (Volxbibel, Satanic Bible) in verschiedensten Sprachen. Jeder kann sich aussuchen was ihm am besten gefällt. Die Verwirrung ist komplett.
Das biblische Evangelium wird schrittweise ersetzt durch ein anderes Evangelium. Das humanistische Evangelium unserer Tage rettet die Menschen nicht mehr. Es predigt billige Vergebung durch verstandesmäßige Zustimmung zu einer meist vorgegebenen Gebetsformel. Gott muss sich in den Dienst des menschlichen Glücks auf dieser Erde stellen. Das falsche Evangelium vergisst die Überführung des verlorenen Menschen von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht. Es vergisst die Buße (Sinnesänderung) und den Glauben im Herzen (die echte Bekehrung), und nicht nur im Kopf. Es vergisst die enge Pforte, die völlige Neugeburt des ganzen inneren Menschen, die Taufe im Heiligen Geist, die Errettung von den bewussten Sünden schon in diesem Leben und die gehorsame Nachfolge auf dem schmalen Weg des Kreuzes bis ans Ziel. Es vergisst die Leiden der Gläubigen in dieser verfluchten Welt.
Die prophetischen Lehren des Futurismus werden von den Jesuiten begründet und verbreitet. Alles liegt noch in der Zukunft. John Nelson Darby, ein weiterer von der Synagoge (über den jüdischen Bankier Henry Drummond) finanzierter Agent, entwickelt die Lehren des Dispensationalismus, welche bis heute im gesamten westlichen Protestantismus und im Evangelikalismus beherrschend sind.
Die biblische Prophetie wird auf den Kopf gestellt. Das Israel Gottes (die Gemeinde Christi) wird abgelöst vom politischen Staat Israel im Nahen Osten, welcher als ein zukünftiges „Großisrael“ zum weltweiten Machtzentrum eines noch kommenden tausendjährigen Reiches auf der Erde unter der Herrschaft eines jüdischen Messias (nämlich des wiederverkörperten Lubavitcher Rebbe Menachem Schneerson, geboren „1902“ in Mykolaiv/Ukraine, gestorben „1994“ in Brooklyn/New York) aufgebaut werden soll. Die Talmudisten wollen dem Rest der Welt ihre Noahidischen Gesetze mit der Todesstrafe durch Enthauptung für auch nur geringe Vergehen aufzwingen. Ein weltweiter talmudistischer Gottesstaat ist geplant.
Zweitens: Die Spaltung der Christenheit in verfeindete Gruppen. Die Reformation Martin Luthers wird in der Renaissance durch einen weiteren Agenten der Synagoge ruiniert. Johannes Calvin begründet seine eigene Lehre. Er errichtet in seinem persönlichen Einflussbereich einen fanatischen Gottesstaat und fällt schließlich auf dem Schlachtfeld. Die weiteren Entwicklungen führen zum Ausbruch des 30-jährigen Krieges, welchem die Hälfte der Bevölkerung Mitteleuropas zum Opfer fällt. Lüge und Menschenmord, genauso wie es der HERR gesagt hat in
Joh 8,44: „Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.“
Drittens: Das echte Judentum weltweit wird von der Synagoge des Satans infiltriert und verfälscht. Die Kabbalisten Isaac Luria und Sabbatai Sevi, später auch Jakob Frank in Offenbach, gründen ihre eigenen Sekten: Die Sabbatarianer und Frankisten. Ihre Agenten übernehmen die führenden Positionen in der jüdischen Welt und steuern das Weltjudentum mehr und mehr. Sie praktizieren den Satanismus des Babylonischen Talmud unter den Symbolen des Hexagramms (Sefirah Tifareth) und des gefälschten „Lebensbaumes“ der Kabbala. Ihre Ziele sind die menschliche Selbstvergöttlichung und die Herrschaft ihres Gottes Luzifer über die ganze Erde. Die Goyim (Heiden) müssen weitgehend ausgerottet werden.
Die Sekte des Chabad Lubavitch gewinnt immer mehr an Einfluss. Sie kontrolliert vom „1948“ gegründeten Staat Israel aus über Geheimdienste und über die Logen der Freimaurerei (infiltriert durch die „Illuminati“ des Talmudisten Adam Weishaupt) weltweit alle wichtigen Politiker, Juristen, Banker, Wirtschaftsbosse, Militärführer, Medienbosse, die Adelshäuser und die Showprominenz. Diese Leute werden entweder religiös verblendet, bestochen oder erpresst. Bedrohliche Gegner werden einfach beseitigt. Die Synagoge gründet zahlreiche Geheimgesellschaften und überträgt ihre Macht an ihre Delegierten.
Beginnend in der Renaissance werden allmählich die Organisationen gebildet und über die ganze Welt ausgebreitet. Jesuiten, Illuminati, Freimaurerlogen, Skull and Bones, Bohemian Grove, Bilderberger und viele andere. Hinzu kommen einflussreiche Familien wie Rothschild, Rockefeller, Warburg, Onassis, Orsini, Li, Clinton, Bush und andere. In den geheimen Zirkeln werden Hunderttausende von Kindern weltweit umhertransportiert und grausam auf den Altären Molochs geopfert. In unserer Zeit kommen die Dinge allmählich ans Tageslicht.
Viertens: Die Zerstörung des biblischen Weltbildes. Das biblische Weltbild besagt gemäß dem Schöpfungsbericht in 1Mo 1, dass Gott einen abgeflachten Erdkreis erschaffen hat. Dieser Erdkreis steht inmitten der großen Wassertiefen auf Säulen und ist unbeweglich. Der Nordpol liegt im Zentrum der Erdfläche. Der Süden ist von dem äußeren Ring des antarktischen Eises umschlossen, welcher die Ozeane einfasst. Die Erdoberfläche wird überdeckt von einem festen kuppelförmigen Firmament, welches den Lebensraum der irdischen Atmosphäre von den darüberstehenden oberen Wassern trennt. Am vierten Schöpfungstag hat Gott die Sonne, den Mond und die Sterne als Lichter erschaffen und sie an diesem Firmament befestigt. Senkrecht über dem Nordpol der Erdoberfläche steht der Polarstern im Zenit des Firmamentes. Der Sternhimmel rotiert um diesen Polarstern. Gott sitzt auf seinem Thron im himmlischen Heiligtum über dem Firmament der Erde und über den oberen Wassern. Er schaut zur Erde herab und freut sich an den Menschenkindern, von welchen er noch viele retten wird bis zum letzten Tag. Das ist das biblische Weltbild.
Nikolaus Kopernikus entwickelt sein heliozentrisches Weltbild, in welchem die Erde zusammen mit den anderen Planeten um die Sonne kreist. Dieses Sonnensystem ist nur eines von Millionen anderer Systeme innerhalb des gewaltigen Universums. Johannes Kepler, Galileo Galilei und andere schließen sich ihm an. In den Theorien nachfolgender „Wissenschaftler“ wird schließlich festgestellt, dass dieses ganze System vor etwa „13 Milliarden Jahren“ durch einen Urknall entstanden ist. Keiner der betreffenden Theoretiker ist jedoch jemals dazu in der Lage, die Theorie zu bestätigen. Der „Urknall“ widerspricht jeder menschlichen Logik denn er besagt in etwa, dass durch die Explosion einer Bibliothek kein rauchender Trümmerhaufen entsteht, sondern eine vielbändige Enzyklopädie.
Dennoch werden die neuen „Erkenntnisse“ in der Welt durchgeboxt, denn sie dienen einem Zweck. In diesem Weltbild schaut nämlich kein Gott mehr auf die Erde herab und freut sich an seiner Schöpfung und an den Menschenkindern, sondern die Erde ist zu einem völlig bedeutungslos und ziellos umherirrenden Staubkorn im grenzenlosen Universum der gottlosen Humanisten und Atheisten geworden. Gott hat in diesem Weltbild keinen Platz mehr.
Heute glaubt auch die große Mehrheit der verführten Christen an dieses Weltbild. Sie glauben der „Wissenschaft“ mehr als dem Schöpfungsbericht in der Bibel. Auch der Schreiber des vorliegenden Textes hat als junger Mensch an dieses Weltbild geglaubt. Der HERR hat ihn nach längerer Zeit zurückgebracht zur Wahrheit seines Wortes. Dies geschah aus reiner Gnade. Jedem suchenden Herzen steht dieser Weg bis heute offen.
Ps 119,67: „Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber befolge ich dein Wort.“
Mt 7,7-8: „Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! 8 Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.“
Fünftens: Aus der Zerstörung des biblischen Weltbildes resultiert die Zerstörung des biblischen Menschenbildes (ursprünglich erschaffen als Mann und Frau im Bilde Gottes). Der Humanismus ersetzt das biblische Menschenbild. „Der Mensch ist das Maß aller Dinge. Das Ziel allen Seins ist das Glück des Menschen in diesem irdischen Dasein.“ Die Erde wird zu einem Paradies ohne Gott werden. Die reine Vernunft des Menschen wird dieses Ziel verwirklichen. Gott wird dafür nicht gebraucht. Auf dem Herzensthron des Humanisten sitzt nicht mehr der HERR Jesus Christus, sondern das „Ich“. Diese Philosophie wird in der Zeit der „Renaissance“ oder kurz danach geboren. Die Philosophen steigern sich immer weiter hinein in ihre Gedanken bis hin zum Atheismus (Voltaire und später Nietzsche, Feuerbach, Schopenhauer und andere erklären Gott für tot).
Aus diesen gedanklichen Strömungen geht dann in der weiteren Entwicklung die geistige Verirrung der modernen Tiefenpsychologie hervor. Hier sind Namen zu nennen wie Siegmund Freud, Alfred Adler und C.G. Jung, welche in ihrer Tiefenpsychologie eindeutig okkulte Tendenzen offenbaren und praktizieren. C.G. Jung hat sogar einen persönlichen Leitgeist mit dem Namen Philemon, welcher ihm Weisungen erteilt und ihm praktisch seine gesamte psychologische Theorie mitteilt.
In der Tiefenpsychologie werden zahlreiche Fälle von dämonischer Besessenheit als „Schizophrenie“ umdeklariert. Die Besessenen sind jetzt nicht mehr dämonisch gesteuert, sondern sie sind „gespaltene Persönlichkeiten“ und können mit Medikamenten behandelt werden. Die Zauberlehrlinge in der Psychologie wissen hierbei auch selbst nicht mehr was sie tun. „Die Geister die ich rief, die werde ich nun nicht los!“
Der bekennende Satanist Karl Marx legt im Auftrag des Großkapitals in den USA (Rockefeller, Carnegie) das theoretische Fundament für den Weltkommunismus, welcher in der Praxis 400 Millionen Menschenleben fordern wird. Der Tiefpunkt der Philosophie ist schließlich mit der neomarxistischen Frankfurter Schule (Max Horkheimer, Theodor Adorno, Herbert Marcuse, Jürgen Habermas) erreicht. Ihre Theorien des Neomarxismus breiten sich in Windeseile aus und werden zur Grundlage für die Revolution der „1968er“ Bewegung, die blutigen politischen Revolutionen in verschiedenen Weltteilen (Afrika, Südamerika) und die heute angestrebte Errichtung einer weltweiten totalitär sozialistischen Diktatur.
Im Schlepptau dieser Philosophie und Psychologie folgen dann die modernen Soziologen und Pädagogen, welche in unserer Zeit die Normen der ehemals christlichen Gesellschaften, des Zusammenlebens der Geschlechter und die Prinzipien der christlichen Erziehung und des christlichen Familienlebens ausgelöscht haben.
Weitere gedankliche Strömungen sind der Existentialismus, der Nihilismus und der Feminismus, welche den Sinn der menschlichen Existenz relativieren, das Zusammenleben von Männern und Frauen zerstören und die feministisch orientierten Frauen in großer Zahl als selbstbestimmte und alleinerziehende Steuersklavinnen der Banker in die Arbeitswelt hineinbringen. Die Abtreibung des ungeborenen Lebens hat bis heute weltweit 1,5 bis 2 Milliarden Menschenleben gefordert. „Wir brauchen Gott nicht, um glücklich zu sein! Das Glück des Menschen liegt in seiner Selbstverwirklichung! Der Gott der Religiösen ist reine Einbildung! Es gibt ihn nicht! Wir selbst sind unser eigener Gott! Mein Bauch gehört mir!“
Die Popkultur, beginnend mit den Beatles, fortgesetzt in der Rockmusik bringt schließlich im Zusammenspiel mit der Einführung der fernöstlichen Religionen (transzendentale Meditation, Bhagwan, Yoga, Esoterik, Veganertum, Umweltbewegung, Astrologie, Wahrsagerei) durch die New-Age-Bewegung die Zerstörung der christlichen Kultur zur Vollendung.
Sechstens: Wenn es keinen Schöpfer mehr gibt, dann gibt es natürlich auch keine Schöpfung mehr. Der Freimaurer Charles Darwin veröffentlicht in „1859“ in seinem Buch „The Origin of Species“ die Evolutionstheorie. Die Lebewesen auf der Erde wurden nicht von einem Gott erschaffen, sondern sie sind durch rein zufällige Prozesse über Milliarden von Jahren auseinander entstanden. Der Hochgradfreimaurer Richard Owen beginnt kurz nach Darwin damit, aus Skeletteilen von verschiedenen Tieren einen Dinosaurier („schreckliche Echse“) zusammenzusetzen. Später werden dann auch weitere „Dinosaurier“ gebaut, zum Teil aus Gipsknochen bestehend, welche in imponierender Größe angefertigt, zusammengesetzt und danach in entsprechenden „Naturkundemuseen“ ausgestellt werden. Die Menschen fallen darauf herein, denn sie glauben der „Wissenschaft“. Im Zeitalter der Computersimulationen sind wir nun von Hollywood endgültig in die „Jurassic World“ der Computer-Dinosaurier hineingeführt worden.
Die weiteren Errungenschaften der Wissenschaft bestehen in großartigen Inszenierungen. In unserem „endlosen Universum“ werden Mondlandungen und Marslandungen simuliert, welche in Wahrheit niemals stattgefunden haben. Die Atomphysik beschert uns den Schrecken der „Atombombe“, welche ebenfalls niemals existiert hat. Das Schreckgespenst der „Radioaktivität“ hindert die Menschheit bis heute daran, ihre Energieprobleme durch friedliche (und inzwischen auch völlig sichere!) Nutzung der Kernenergie zu lösen. Kohlendioxid ist heute nicht mehr notwendig für das Wachstum aller Pflanzen auf der ganzen Erde, sondern es muss als Umweltgift bekämpft werden, um „das Klima zu retten“. Das Klima kann man nicht „retten“, es ist einfach da und ändert sich von selbst. Die Grünen scheinen heute nicht mehr so genau zu wissen, ob Wasser bergauf oder bergab fließt.
Die wahre Agenda sieht natürlich anders aus. Das Verbot von bezahlbaren Automobilen mit Verbrennermotoren dient einzig und alleine dazu, die Mobilität für den einfachen Menschen unerschwinglich zu machen: „www.wirkaufendeinauto.de!“ So geht es in allen Diktaturen: Die Bevölkerung wird zunächst entwaffnet, damit sie sich nicht mehr gegen die Regierung wehren kann. Sie wird danach ihrer Mobilität beraubt, damit sie nicht mehr aus ihrem Gefängnis fliehen kann. Die Haare stehen einem zu Berge. Nur noch Lüge und Betrug.
Im Bereich der Medizin ziehen schon unmittelbar nach der Loslassung des Satans die Bader und Starstecher durch die Lande. Sie verkaufen den Kranken schädliche Elixiere und stechen ihnen buchstäblich die Augen aus. Große Zahlen von Menschen sterben elendig an ihren „Behandlungen“.
Kurz danach geht es dann los mit den Impfungen. Edward Jenner bringt verschmutzte Kuhsubstanzen in die Blutbahn der Menschen ein. Tausende versterben an den dadurch ausgelösten Geschwüren. Es werden in folgenden Jahren weitere Impfungen „gegen“ verschiedenste Erkrankungen eingeführt: Pocken, Tuberkulose, Poliomyelitis, Diphtherie und viele andere Erkrankungen. Das Eigenartige dabei ist, dass die geimpften Menschen oft mehrheitlich genau die Krankheit bekommen „gegen“ welche sie geimpft worden sind.
Auch die spanische Grippe des Jahres „1920“ mit 20 Millionen Toten wird durch eine Impfung ausgelöst, welche zuvor am Militär zwangsgetestet worden ist. Damals ist John D. Rockefeller groß im Geschäft. Er vernichtet die Naturheilkunde und führt seine neuen „Medikamente“ auf Mineralölbasis ein, welche bis heute im Umlauf sind. Aus dieser Umstellung kommt die gigantische Pharmaindustrie der Gegenwart hervor.
Robert Koch vergiftet in Zentralafrika große Zahlen von Menschen mit Arsen. Für seine „Forschungsergebnisse“ lässt er sich von seinem Kumpel Alfred Nobel aus Schweden, dem Erfinder des Dynamits zur Revolutionierung der Kriegsführung, einen „Nobelpreis“ verleihen. So geht er in die Annalen der „Wissenschaft“ ein. Er gründet in Deutschland sein Robert-Koch-Institut, das uns allen bis heute wohlbekannte RKI.
Im Jahr „2020“, also genau 100 Jahre nach der Spanischen Grippe ist es wieder die Familie Rockefeller, welche zunächst über die Politik und die Medien weltweit eine eingebildete Schnupfenpandemie unter dem Namen „Coronapandemie“ erzeugt und über verschiedene Pharmaunternehmen die Coronaimpfung organisiert. Eine echte Pandemie findet niemals statt, denn die tatsächlichen Todeszahlen durch die Coronaerkrankung (welche nichts anderes als eine Grippe ist) sind viel zu niedrig.
Die nun folgende Hygienediktatur mit Impfzwang wird weltweit durch Politik, Gerichte, Polizei und Militär erzwungen. Weltweit sterben nach vorsichtigen Schätzungen zwischen 300 und 400 Millionen Menschen an der Impfung und den Lockdowns. Viele weitere Millionen sind für den Rest ihres Lebens behindert oder wirtschaftlich ruiniert. Die Profite der Pharmaindustrie hingegen gehen nicht mehr nur in die Milliarden, sondern in die Billionen. Der Dritte Weltkrieg wird mit der Spritze geführt.
Das von Bill Gates in unserer Zeit offiziell so benannte Ziel der „Impfmedizin“ lautet: Bevölkerungsreduktion! Das ist in normaler Sprache nichts anderes als von langer Hand geplanter medizinischer Völkermord weltweit.
Die Verbrecher in allen Nationen ahnen allerdings in ihrem Hinterkopf, dass ihre Zeit bald ablaufen könnte. Daher suchen sie nach einer Möglichkeit, dem Schicksal zu entgehen, welches sie unweigerlich am Ende ihres Weges erwartet, nämlich dem körperlichen Tod. Es wird gearbeitet an Projekten zur Vereinigung des menschlichen Körpers mit Maschinen, um das Leben nach Möglichkeit ewig zu verlängern. Diese Vermessenheit läuft unter den Bezeichnungen „Singularität“ und „Transhumanismus“. Die KI wird uns noch weitere Überraschungen bescheren. Es werden Menschen zu uns reden, die überhaupt nicht existieren.
Durch die weltweiten Computernetze ist ein Maß an Kontrolle über den einzelnen Menschen entstanden, welches jeder Beschreibung spottet. Das System weiß fast alles von uns. „Datenschutz“ ist nur noch ein Märchen, denn er wird hinter den Kulissen längst mit Füßen getreten. Möglichst alle Menschen sollen dazu gezwungen werden, sich an das System anzudocken, indem man dafür sorgt, dass man ohne die Funktionen der Technik nicht mehr überleben kann. Alles wird kontrolliert: Mobilität, Konsumverhalten, Worte, Handlungen und sogar Gedanken. Das Ziel besteht in einem weltweiten digitalen Konzentrationslager. Das Ende der „kurzen Zeit für den Satan am Ende“ wird aber trotzdem kommen. Dann wird der wiederkommende HERR alles neu machen.
Siebtens: Die Zerstörung der zeitlichen Orientierung der Menschheit. Sie verfolgt zwei Ziele. Zum einen soll niemand mehr wissen, an welchem Punkt wir in den ewigen Plänen Gottes mit der Welt wirklich stehen. Zum anderen soll von der Tatsache abgelenkt werden, dass es in der Vergangenheit etwa vom Jahr 70-100 n.Chr. bis etwa zum Jahr 1070-1100 n.Chr. ein tausendjähriges Reich im Neuen Bund des HERRN Jesus Christus auf der Erde gab.
Auf der falschen künstlich verlängerten Zeitachse müssen etwas mehr als 500 Jahre hinzugerechnet werden. Diese Rechnung bringt uns vom originalen Jahr 1070 - 1100 n.Chr. als dem Ende des tausendjährigen Reiches in das Jahr „1600“ n.Chr.. Im Jahr „1600“ n.Chr. nach gefälschter Rechnung hat in der gefälschten Geschichtsschreibung das „finstere Mittelalter“, oder auch das „Großreich der Tataren im Osten“, oder das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ oder das „Byzantinische Reich“ geendet. Je nach Belieben, so wie es gerade passt.
Das tatsächliche tausendjährige Reich im Neuen Bund des HERRN auf der Erde wurde umbenannt. Es darf nicht mehr existieren. Zu dem Jahr „1600“ n.Chr. der gefälschten Zeitrechnung wurden bis heute offiziell 426 Jahre hinzugerechnet. Nach der gefälschten Rechnung befinden wir uns somit im Jahr „2026“. Wenn die „kurze Zeit für den Satan am Ende“ genauso wie die „kurze Zeit für den Satan im Alten Bund“ (von 504 v.Chr. bis zur Geburt Christi) wiederum etwa 500 Jahre andauern sollte, dann könnte die Wiederkunft des HERRN zum Feuergericht über die ganze heutige Welt nach der falschen Zeitrechnung mit einem Startpunkt im Jahr „1600“ n.Chr. etwa um das Jahr „2100“ n.Chr. liegen. Aber:
Vorsicht! Niemand weiß den Tag und die Stunde, in welcher der HERR kommen wird!!
Achtens: Die Zeit seit der „Renaissance“ war weltweit eine Zeit unaufhörlicher Kriege und Revolutionen auf allen Kontinenten. Die Geschichte dieser Zeit ist eine nicht abreißende Kette von Mord und Totschlag, von Hunger und Seuchen. Der Hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich. Der Dreißigjährige Krieg in Deutschland und Mitteleuropa mit der Pest. Weitere Kriege zwischen den europäischen Großmächten. Französische, italienische, russische Revolution. Die gewaltige Taiping-Revolution in China („1851-1864“) gegen den Kaiser mit maximal bis zu 100 Millionen Toten. Erster und zweiter Weltkrieg. Kriege und Revolutionen des „20. und 21.“ Jahrhunderts in allen fünf Kontinenten. Die Conquistadores und die „Befreiungskriege“ in Südamerika. Der Marxismus in Europa, Südamerika und Afrika. Die Burenkriege. Der Boxeraufstand. Die Kriege des British Empire in der Karibik, in Australien, in der Südsee, in Indien und Afrika. In der Zeit seit der „Renaissance“ ist die ganze Welt ein einziges Schlachtfeld geworden. In den frühen Kriegen wurden die Zeitzeugen der Alten Welt ermordet. Es ist nicht schwierig zu erkennen, wer dahintersteckt.
Der HERR Jesus Christus ist es jedenfalls nicht, denn ER ist der Fürst des Friedens.
Neuntens: Im „18.“ und „19.“ Jahrhundert hatten praktisch alle Großstädte weltweit eine schreckliche Brandkatastrophe, in welcher eigenartigerweise immer die schönsten Gebäude und vor allem auch die großen Bibliotheken vernichtet wurden (nach dem Vorbild der antiken Bibliothek in Alexandria, in welcher die meisten Exemplare der alten griechischen Septuaginta und die Zeugnisse ihrer Entstehung verbrannten). Hier ist jeder Zufall rein mathematisch ausgeschlossen. Es handelte sich um die weltweite systematische Vernichtung von Schriften aus der alten Welt und von Bauwerken. In den Weltkriegen wurden weitere Schriften und Bausubstanzen im großen Stil vernichtet. Auch die Weltausstellungen des „19.“ und beginnenden „20.“ Jahrhunderts dienten dem gleichen Zweck. Man benutzte die alten Bausubstanzen als „kurzfristig für die Ausstellung errichtete Gebäude“, um sie im Anschluss an die Veranstaltungen abreißen zu können.
Zehntens: Die Babelwelt Satans wird immer weiter ausgebaut. Sie ist heute bekannt unter dem Namen: „Regelbasierte Weltordnung“. Diese Ordnung beherrscht seit etwa 100 Jahren die ganze westliche Welt und versucht durch Handelskriege und militärische Konflikte den Rest der Welt ebenfalls zu erobern und einzugliedern. Die „Regelbasierte Weltordnung“ beinhaltet die von den Machthabern festgelegten Regeln. An diese Regeln hatten und haben sich alle zu halten außer denjenigen, die die Regeln gemacht haben. Widerstand wurde und wird mit Gewalt gebrochen. Dies geschah in der Vergangenheit durch die Beseitigung widerstrebender Einzelpersonen bis hin zu Staatspräsidenten (Kennedy, Lumumba, Gaddafi, Mossadegh, Haile Selassie, Aristide und viele andere) sowie durch militärische Besetzung schwacher Nationen in aller Welt.
Innerhalb der „Regelbasierten Zone“ besteht die „Regelbasierte Ordnung“ in Form totalitärer Regierungen, getarnt als „Demokratien“, welche die Bevölkerungen wirksam in Schach halten und ausbeuten. Die politischen Wahlen in diesen Ländern sind bis heute immer nur Showveranstaltungen zur Beruhigung der Massen. Die Ergebnisse stehen schon im Voraus fest. Die Parteien sind sich im Hintergrund immer einig und inszenieren das Theaterstück: „Regierung und Opposition“. Die Mehrheiten der „Koalitionen“ sind immer ausreichend zum Machterhalt. Das Schiff segelt immer in der gewünschten Richtung weiter, egal welche Flagge an der Mastspitze weht.
Die Massen der steuerzahlenden Arbeitssklaven werden bis heute kontrolliert durch ein zentrales Bankensystem, welches die Kontodaten jedes Menschen kennt und gegebenenfalls einfach eine Abschaltung durchführen kann. Die Sklaven sind entwaffnet und völlig wehrlos. Sie sind immer weniger mobil und können nicht mehr fliehen. Sie werden totalüberwacht durch die modernen Computersysteme mit Onlinezwang. Alles wird kontrolliert: Eigentum, Mobilität, soziale Beziehungen, Privatleben bis hin zur sexuellen Orientierung, Reden und nach Möglichkeit auch Gedanken. Die Menschen werden vergiftet durch schädliche Nahrungsmittel und krank gemacht durch schädliche Impfungen. Danach werden sie gegen die künstlich erzeugten Krankheiten weiterbehandelt mit zum Teil tödlichen „Therapien“ (Chemotherapien, Bestrahlungen und so weiter). Ziel ist immer die „Bevölkerungsreduktion“.
Die schwachen Länder der Welt wurden schon in der Vergangenheit durch militärische Invasionen des King Kong USA erfolgreich „demokratisiert“. Die Regierungen bestanden danach auch in diesen Ländern aus Marionetten der Kolonialmächte und funktionierten perfekt innerhalb des Systems.
In der weltweiten Migrationskrise und der COVID-Pandemie kam diese Ordnung nicht nur zu ihrem bisherigen Höhepunkt, sondern sie wurde auch entlarvt als das was sie wirklich ist: Totalitärer Weltsozialismus mit Unterdrückung aller Nationen und letztlicher Vernichtung aller nationalen Identitäten weltweit. Errichtung einer Babelwelt im Dienst Satans, bestehend aus Herren und Sklaven. Die jetzt aufkommende BRICS ist nur die Fortsetzung der gleichen Agenda unter einem anderen Namen. Der Satan wechselt nur die Verkleidung, damit man ihn nicht zu leicht erkennt.
Elftens (wichtige Zahl Satans im Okkultismus): Die „Bevölkerungsreduktion“ (anderes Wort für weltweit durchgeführten Völkermord) ruht auf mehreren Säulen. Erstens Kriege und Revolutionen, Hunger, Seuchen und künstlich erzeugte Naturkatastrophen an verschiedenen Orten. Zweitens Vergiftung durch Nahrungsmittel und Umweltgifte, sowie medizinische Maßnahmen (Impfungen, schädliche „Therapien“ und Vergiftungen). Drittens Feminismus und Abtreibung mit derzeit etwa 1,5 bis 2 Milliarden(!) Todesopfern weltweit seit 1974 („Roe versus Wade“ in den USA, inzwischen dort abgeschafft). Viertens Gendermanagement mit allen daran geknüpften Varianten. Das allgemeine Prinzip lautet: „Sex ohne Fortpflanzung“. Förderung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften. Die gesamte LGBTQ-Agenda unter dem gefälschten sechsfarbigen Regenbogen (Gottes Regenbogen hat sieben Farben). Transgenderpolitik mit operativen Geschlechtsumwandlungen. Bisexualität als sichtbare Darstellung Baphomets. Fünftens Pädophilie, Kindesmissbrauch und Kinderopferungen. Gott sieht es alles und vergisst es nicht. Man könnte noch weitere Dinge nennen, aber es soll an diesem Punkt genug sein. -- Lüge und Menschenmord. -- Lüge und Menschenmord.
Zwölftens (Zahl der Regierung Gottes in der Bibel): Abschließende Warnung. Alle an der weltweiten Agenda beteiligten Leute meinen, dass sie ungeschoren davonkommen werden. Aber das ist ein Irrtum. Die komplette Liste der Diener/innen des Satans aus der gesamten Geschichte der Menschheit enthält mehrere Millionen Namen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie ist bei dem himmlischen Richter, dem HERRN Jesus Christus vollständig hinterlegt. In dieser Liste fehlt nicht ein einziger Name. Niemand kann sich verbergen. Jede Person wird ganz am Ende gerecht behandelt werden.
Jetzt befinden sich viele von ihnen bereits im Scheol, am Ort der Qual. Der HERR hat sie bei ihrem leiblichen Tod aus dem Verkehr gezogen und hat jetzt bereits damit begonnen, ihnen den Lohn für ihre schrecklichen Taten gegen die Menschen zu geben. Verbrechen an den Kleinen, Armen, Kranken, Einfältigen und Schwachen.
Wenn sie am letzten Tag als Angeklagte vor dem großen weißen Thron des HERRN Jesus Christus erscheinen werden, dann werden schon bei Beginn der Verhandlung alle Tatsachen bekannt sein. Der Richter der ganzen Erde ist allwissend und allmächtig. Es wird bei IHM keine falsche Beweisaufnahme, keine falschen Zeugnisse, keine bestochenen oder erpressten Richter, keine abgesprochenen „Urteile“ und keine Prozessverschleppung durch gekaufte Winkeladvokaten geben. Die Angeklagten werden ohne Anwalt und ohne Fürsprecher vor dem ewigen Richter stehen. Sie werden danach in Ewigkeit in der Hölle sein, und dort wird es noch viel schlimmer werden.
Die heute noch lebenden Täter/innen werden hier nicht genannt. Das ist auch nicht notwendig. Wir können sie ja überall in den zwangsfinanzierten Staatsmedien betrachten. Der HERR kennt sie alle genau. ER hat ihnen die Haare ihrer Häupter gezählt und ihnen schon jetzt die exakte Stunde und Minute ihres Todes festgesetzt. Die Zahl der ihnen noch verbleibenden Herzschläge ist genau abgemessen. Was sind sie doch alle für arme Leute! Die noch Lebenden werden den bereits Gestorbenen folgen.
Trotzdem ergeht an sie alle noch immer der Ruf Gottes! Noch ist Zeit zur Umkehr! Noch wird das Evangelium von dem HERRN und Retter Jesus Christus in dieser bösen und gefallenen Welt verkündigt! Am Tag der letzten Wiederkunft des HERRN zum Endgericht über die ganze heutige Schöpfung wird es für immer und ewig zu spät sein!
1Kor 15,3-4: „Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, 4 und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften,“
Joh 3,16: „Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“
Joh 5,22-29: „Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben, 23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. 25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören, werden leben. 26 Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn verliehen, das Leben in sich selbst zu haben. 27 Und er hat ihm Vollmacht gegeben, auch Gericht zu halten, weil er der Sohn des Menschen ist. 28 Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, 29 und sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.“
Mk 1,14-15: „Nachdem aber Johannes gefangen genommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes 15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“
2Pe 3,9-10: „Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe. 10 Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen.“
Off 22,11-12: „Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht, und wer unrein ist, der verunreinige sich weiter, und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich weiter! 12 Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird.“
10. Eine mögliche Schilderung der Ereignisse unter Gottes ewigem Ratschluss
Wir haben im ersten Teil unseres Textes eine ganze Reihe einleitender Gedanken zusammengetragen. Danach haben wir die wesentlichen biblischen Argumente aufgelistet, welche die Lehre von der „kurzen Zeit für den Satan am Ende“ unterstützen. In weiteren Textteilen haben wir uns mit Erkenntnissen aus der neueren historischen Forschung beschäftigt, gefolgt von verschiedenen Beobachtungen in der Welt. Alle diese Dinge stehen bisher gedanklich als einzelne Blöcke nebeneinander.
In dem nun folgenden Abschnitt möchten wir uns bemühen, die einzelnen Teile zu einem für den/die Leser/in einigermaßen nachvollziehbaren Bild zusammenzufügen, um die Summe aller gewonnenen Erkenntnisse etwas mehr mit Leben zu erfüllen. Als Christen erkennen wir stückweise (1Kor 13,9) und nur Gott der Vater, der Sohn Jesus Christus und der Heilige Geist kennen die ganze Wahrheit. Es könnte aber durchaus so oder so ähnlich gewesen sein.
Wir beginnen unsere Erzählung am Anfang der Apostelgeschichte. Der HERR ist vor den Augen der Jünger in den Himmel aufgefahren. Zuvor hat er ihnen den Auftrag gegeben, nach Jerusalem zu gehen und die Verheißung des Vaters abzuwarten. Danach werden sie in der Kraft Gottes zu vollmächtigen Zeugen für Jerusalem, Judäa, Samaria und die Enden der Erde werden. Am Ende des ersten Kapitels der Apostelgeschichte werden unter dem Gebet der Gemeinde die 12 Apostel des HERRN offiziell gewählt und bestätigt. Matthias nimmt den Platz des verlorenen Judas Iskariot ein. Die verheißene Kraft aus der Höhe empfangen die Apostel zusammen mit etlichen anderen Gläubigen nur zehn Tage später an Pfingsten durch das Kommen des Heiligen Geistes. Sie werden dadurch zu ihrem vollmächtigen Dienst des Neuen Bundes befähigt.
Lk 24,49: „Und siehe, ich sende auf euch die Verheißung meines Vaters; ihr aber bleibt in der Stadt Jerusalem, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe!“
Apg 1,8: „(…) sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde!“
Als der HERR hier zu den Jüngern über die „Enden der Erde“ redet, dann meint er ihnen gegenüber natürlich zunächst einmal die Grenzen der damals bekannten Erde (obwohl er selbst natürlich die gesamte Erde im Blick hat). Die Jünger können noch nichts wissen von der Existenz anderer Kontinente und müssen den Auftrag des HERRN somit auch in dieser Art verstehen. Im Alten Testament redeten die Propheten in gleicher Weise von den Enden der ihnen bekannten Erde, welche noch wesentlich kleiner war als die „Erde“ der Jünger: „Von Ägypten bis Assyrien“. Jesaja redet an einer Stelle über die „Sinim“ (Jes 49,12), welche von einigen Auslegern als lebend im Gebiet des heutigen China angesehen wurden. Es könnte sich aber (nach 1Mo 10,17) auch um einen Stamm der Kanaaniter gehandelt haben.
Am Pfingsttag hält der Apostel Petrus seine erste Predigt vor vielen Tausend Menschen in Jerusalem, und es kommen auf einen Schlag 3000 Menschen zum Glauben. Der HERR tut ein Sprachenwunder, und die Zuhörer verstehen die Rede der Apostel in zahlreichen Sprachen:
Apg 2,8-11: „Wieso hören wir sie dann jeder in unserer eigenen Sprache, in der wir geboren wurden? 9 Parther und Meder und Elamiter und wir Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadocien, Pontus und Asia; 10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und von den Gegenden Libyens bei Kyrene, und die hier weilenden Römer, Juden und Proselyten, 11 Kreter und Araber — wir hören sie in unseren Sprachen die großen Taten Gottes verkünden!“
Es werden hier insgesamt 18 Nationen und Sprachen genannt. Die Gebiete ihrer Herkunft reichen von Rom bis nach Arabien, von Ägypten bis Elam (Persien), von Libyen bis Mesopotamien und nach Kleinasien und Asien hinein. Somit werden bereits am Tag dieser Predigt Menschen aus nahezu allen Gebieten der damals bekannten Welt errettet. Diese Menschen verlassen nach dem Wochenfest wieder die Stadt Jerusalem und kehren in ihre Heimat zurück. Wir dürfen ohne weiteres davon ausgehen, dass sie die Botschaft dort weitergesagt haben.
Der Apostel Philippus trifft auf der Straße nach Gaza den Kämmerer der Königin von Äthiopien. Dieser äußerst einflussreiche Mann wird gläubig und trägt das Evangelium nach Äthiopien und in die benachbarten Regionen hinein. Aus der Geschichte wissen wir, dass es bereits im ersten Jahrhundert christliche Gemeinden in diesen Gebieten wie auch in allen anderen vorgenannten Gebieten gab. Der Apostel Thomas ist nach dem Zeugnis der neueren Kirchengeschichte bis nach Indien vorgedrungen und starb dort als Märtyrer. Auch in Indien und Indochina gab es bereits im ersten Jahrhundert christliche Gemeinden.
Einschub: John MacArthur schreibt in seinem Buch: „Zwölf ganz normale Menschen“ (S.183), dass Thomas in Chennai in der Provinz Madras starb und begraben wurde. Jakobus, der Sohn des Alphäus, ging wahrscheinlich nach Persien (ebd. S.191). Simon der Zelot ging gemäß verschiedener früher Aufzeichnungen nach Norden und predigte auf den Britischen Inseln (ebd. S.196). Judas Lebbäus Thaddäus ging nach Mesopotamien (ebd. S.199). Petrus blieb wahrscheinlich im Land Israel und wurde dort als Märtyrer kopfüber gekreuzigt (ebd. S.75). Nach dem Zeugnis des Eusebius ging Andreas bis nach Skythien, Russland und Schottland. Er wurde schließlich in Griechenland in der Nähe von Athen gekreuzigt (ebd. S.90). Jakobus, der Bruder des Johannes wurde von Herodes mit dem Schwert getötet (ebd. S.110 und: Apg 12,1-2). Johannes wurde von Nero in siedendes Öl geworfen. Durch ein Wunder des HERRN erlitt er keinen Schaden. Danach wurde er von Nero nach Patmos verbannt und schrieb dort noch zu Lebzeiten Neros das Buch der Offenbarung. Philippus wurde in Hierapolis in Phrygien/Kleinasien gesteinigt (ebd. S.150). Frühe Kirchenberichte deuten darauf hin, dass Nathanael in Persien, Indien und Armenien diente. Über seinen Tod gibt es keine verlässlichen Aufzeichnungen (ebd. S.166). Matthäus diente den Juden in Israel und im Ausland. Seine Todesart ist ebenfalls nicht historisch gesichert (ebd. S.175). Matthias ging gemäß den Aufzeichnungen der katholischen Kirche nach Mitteleuropa: Deutschland, eventuell Frankreich. Die katholische Tradition besagt, dass sein Grab in Trier ist. Die Reisen des Apostels Paulus sind in der Bibel ausführlich beschrieben, und sie führten ihn in alle Teile des oströmischen Reiches hinein. Den Westen (Spanien) konnte er nicht erreichen. Er wurde wahrscheinlich von Nero enthauptet, obwohl die Schrift auch dies nicht ausdrücklich berichtet. Es könnte auch sein, dass er nach dem Tod Neros noch einmal für kurze Zeit freikam und an einem anderen Ort starb. Einschub Ende.
Weiter im Text. In der Summe des bisher Gesagten können wir feststellen, dass das Evangelium von den Aposteln und den Gläubigen der ersten Generation in der Tat über die gesamte damals bekannte Erde getragen wird. Paulus bestätigt dies ebenfalls in seinen Schriften:
Rö 1,8: „Zuerst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus um euer aller willen, weil euer Glaube in der ganzen Welt verkündigt wird.“
Rö 10,18: „Aber ich frage: Haben sie es etwa nicht gehört? Doch, ja! »Ihr Schall ist ausgegangen über die ganze Erde, und ihre Worte bis ans Ende des Erdkreises.«“
Rö 16,25-26: „Dem aber, der euch zu festigen vermag laut meinem Evangelium und der Verkündigung von Jesus Christus, gemäß der Offenbarung des Geheimnisses, das von ewigen Zeiten her verschwiegen war, 26 das jetzt aber offenbar gemacht worden ist und durch prophetische Schriften auf Befehl des ewigen Gottes bei allen Heiden bekannt gemacht worden ist zum Glaubensgehorsam“
Kol 1,6: „(…) das zu euch gekommen ist, wie es auch in der ganzen Welt [ist] und Frucht bringt, so wie auch in euch, von dem Tag an, da ihr von der Gnade Gottes gehört und sie in Wahrheit erkannt habt.“
Kol 1,23: „(…) wenn ihr nämlich im Glauben gegründet und festbleibt und euch nicht abbringen lasst von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt, das verkündigt worden ist in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, und dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.“
Diese Zeit der schnellen und „weltweiten“ Ausbreitung des Evangeliums und des „weltweiten“ Gemeindewachstums im ersten Jahrhundert ist jedoch zugleich eine Zeit schrecklichster Verfolgungen der Gemeinde durch die Diener des Satans. Diese Diener sind sowohl die Römer als auch die Synagoge des Satans (die fanatischen religiösen Juden in Israel und im Römischen Reich). Der HERR hat sie schon zu seinen Lebzeiten geoffenbart, als sie ihn angriffen. Paulus erwähnt sie in seinen Schriften ebenfalls, denn auch er wird von ihnen in allen Städten Israels und auf seinen Missionsreisen durch das römische Reich erbarmungslos verfolgt:
Joh 8,44: „Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.“
1Thes 2,14-16: „Denn ihr, Brüder, seid Nachahmer der Gemeinden Gottes geworden, die in Judäa in Christus Jesus sind, weil ihr dasselbe erlitten habt von euren eigenen Volksgenossen wie sie von den Juden. 15 Diese haben auch den Herrn Jesus und ihre eigenen Propheten getötet und haben uns verfolgt; sie gefallen Gott nicht und stehen allen Menschen feindlich gegenüber, 16 indem sie uns hindern wollen, zu den Heiden zu reden, damit diese gerettet werden. Dadurch machen sie allezeit das Maß ihrer Sünden voll; es ist aber der Zorn über sie gekommen bis zum Ende!“
Der geistliche Grund für diese Verfolgungen ist klar. Der HERR Jesus Christus hat nach seiner Himmelfahrt den Thron zur Rechten des Vaters im Himmel bestiegen. Von dort aus lenkt ER die Geschicke des Himmels und der Erde. IHM ist alle Macht gegeben, ER ist mit den Gläubigen, ER baut seine Gemeinde, und die Pforten der Hölle können sie nicht überwinden.
Matt 16,18: „Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen.“
Matt 28,18-20: „Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. 19 So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“
Mk 16,19-20: „Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes. 20 Sie aber gingen hinaus und verkündigten überall; und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die begleitenden Zeichen. Amen.“
Unmittelbar nach seiner Himmelfahrt und Thronbesteigung hat der HERR den Engel Michael und seine Heere damit beauftragt, den Satan und seine Dämonen aus dem Himmel auf die Erde zu werfen. Der Satan wird nun nur noch der Fürst dieser Welt, der Fürst der Gewalt des Luftraums und der Gott der ungläubigen Menschen dieses Zeitalters sein. Er hat auf Golgatha den alles entscheidenden Kampf gegen den vollkommen heiligen und reinen Sohn des Menschen, gegen den HERRN Jesus Christus, der zugleich auch der allmächtige Gott ist, verloren. Der Kopf ist ihm von dem HERRN Jesus Christus zertreten worden auf Golgatha. Der HERR Jesus Christus hat dem Satan die Macht des Todes genommen, denn ER ist aus dem Tod auferstanden. ER hat mit seinem Blut die Sündenschuld bezahlt und den Kaufpreis für die Seelen der verlorenen Menschen erstattet. ER hat die Tür zur Errettung der verlorenen Menschen auf der ganzen Welt durch den Glauben an IHN und an sein Werk geöffnet.
Off 12,7-9: „Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen; und der Drache und seine Engel kämpften; 8 aber sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. 9 Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.“
Joh 14,30: „Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt, und in mir hat er nichts.“
Eph 2,2: „(…) in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt;“
2Kor 4,4: „(…) bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat, sodass ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gottes Ebenbild ist.“
1Mo 3,15: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“
Hebr 2,14: „Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel,“
Kol 1,13-14: „Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, 14 in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.“
Joh 3,16: „Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“
1Kor 15,3-4: „Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, 4 und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften,“
Der Satan weiß, dass der HERR Jesus Christus zur Zeit der Könige des letzten Tieres (des römischen Reiches) durch sein Werk das EWIGE REICH Gottes zu den Menschen gebracht hat (Dan 2,44). Es ist vollbracht (Joh 19,30)! Der Satan konnte dies nicht verhindern. Es ist jetzt bereits grundsätzlich um ihn geschehen.
Der Satan kennt die Prophetien Jesajas, Jeremias und Daniels über Israel und das römische Reich. Er weiß um die Zusammenarbeit des Eisens (Roms) und des Tons (Israels) zur Zeit der Füße der großen Statue Daniels. Er weiß, dass der HERR Jesus Christus kam, als die Zeit Daniels erfüllt war, und dass ER sich als verherrlichter Mensch und als ewiger Sohn Gottes nach Vollendung seines Werkes als König aller Könige und HERR aller Herren für immer auf den Thron an der Spitze dieses ewigen Reiches gesetzt hat. Die Herrschaft über die gesamte Schöpfung gehört nun für immer und ewig dem HERRN, und ER wird sie niemals mehr aus den Händen geben.
Jes 41,25: „Ich habe einen von Norden her erweckt, und er ist von Sonnenaufgang her gekommen — einer, der meinen Namen anruft. Er wird über Fürsten kommen wie über Lehm und wird sie zertreten wie ein Töpfer den Ton.“
Jes 64,7: „Nun aber bist du, HERR, unser Vater; wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer; wir alle sind das Werk deiner Hände.“
Jer 18,6: „Kann ich mit euch nicht genauso umgehen wie dieser Töpfer, du Haus Israel?, spricht der HERR. Siehe, wie der Ton in der Hand des Töpfers, so seid ihr in meiner Hand, Haus Israel!“
Dan 2,40-44: „Und ein viertes Königreich wird sein, so stark wie Eisen; ebenso wie Eisen alles zermalmt und zertrümmert, und wie Eisen alles zerschmettert, so wird es auch jene alle zermalmen und zerschmettern. 41 Dass du aber die Füße und Zehen teils aus Töpferton und teils aus Eisen bestehend gesehen hast, bedeutet, dass das Königreich gespalten sein wird; aber es wird etwas von der Festigkeit des Eisens in ihm bleiben, gerade so, wie du das Eisen mit lehmigem Ton vermengt gesehen hast. 42 Und wie die Zehen seiner Füße teils aus Eisen und teils aus Ton waren, so wird auch das Reich zum Teil stark und zum Teil zerbrechlich sein. 43 Dass du aber Eisen mit Tonerde vermengt gesehen hast, bedeutet, dass sie sich zwar mit Menschensamen vermischen, aber doch nicht aneinander haften werden, wie sich ja Eisen mit Ton nicht vermischt. 44 Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird; und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen; es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen;“
Dan 7,7: „Nach diesem sah ich in den Nachtgesichten und siehe, ein viertes Tier, furchterregend, schrecklich und außerordentlich stark; es hatte große eiserne Zähne, fraß und zermalmte und zertrat das Übrige mit den Füßen; es war ganz anders als alle vorherigen Tiere und hatte zehn Hörner.“
Dan 7,11-14: „Ich sah fortwährend hin wegen des Lärms der hochfahrenden Reden, die das Horn führte; ich sah zu, bis das Tier getötet und sein Leib umgebracht und einem brennenden Feuer ausgeliefert wurde. 12 Auch den übrigen Tieren wurde die Herrschaft weggenommen; und ihre Lebensdauer wurde ihnen auf Zeit und Stunde bestimmt. 13 Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. 14 Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.“
Matt 28,18-20: „Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. 19 So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“
Der Satan weiß auch spätestens seit der Niederschrift der Offenbarung in den 60er Jahren durch Johannes (wahrscheinlich aber schon vorher aus dem Mund des HERRN selbst, nämlich bei seinem Hinauswurf aus dem Himmel), dass sein Weg nun nur noch bergab gehen wird.
Er weiß, dass die „lange Zeit für ihn“ vom Sündenfall im Paradies bis zum ersten Kommen des HERRN in die Welt schon vorbei ist. Auch die „kurze Zeit für ihn im Alten Bund“ seit dem Untergang des alten Königreiches Israels (504 v.Chr.) bis zum ersten Kommen des HERRN ist schon vorbei. Er konnte den HERRN auch während seines Lebens als Mensch in Israel nicht zu Fall bringen. Es ist vollbracht seit dem Jahr 30 „n.Chr.“! Er weiß dass er jetzt nur noch „wenig Zeit“ hat (Off 12,12), und dass der Moment seiner Bindung im Abgrund (Off 20,2) nun kurz bevorsteht. Daher hat er große Wut und versucht die Gemeinde des HERRN Jesus Christus auf der Erde zu vernichten, weil er sehr bald für tausend Jahre im Abgrund gebunden und machtlos sein wird.
Dies ist der wahre Grund für die überaus grausamen Verfolgungen der noch jungen Gemeinde durch die Römer (das Eisen) und durch die ungläubigen Juden (den Töpferton).
Off 12,12: „Darum seid fröhlich, ihr Himmel, und die ihr darin wohnt! Wehe denen, die auf der Erde wohnen und auf dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.“
Off 20,1-3: „Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in seiner Hand. 2 Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist, und band ihn für 1 000 Jahre 3 und warf ihn in den Abgrund und schloss ihn ein und versiegelte über ihm, damit er die Völker nicht mehr verführen kann, bis die 1 000 Jahre vollendet sind. Und nach diesen muss er für kurze Zeit losgelassen werden.“
In den Verfolgungen wird durch das Zeugnis der Apostel und der Gemeinden ein großer gläubiger Überrest unter dem Volk Israel gebildet, welcher bis zum Gericht über die Stadt im Jahr 70 n.Chr. auf etwa 500.000 bis 600.000 Gläubige angewachsen ist. Hinzu kommen die vielen Gläubigen aus allen Nationen der damals bekannten Welt von Spanien bis China, von Großbritannien bis Sudan (Kusch), von Nordafrika bis Arabien. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass Millionen von Menschen in dieser Zeit gerettet werden. Was für eine Ernte!
Parallel zu dieser großen Rettung unter ebenso großen Verfolgungen stellen sich bis zum Jahr 70 n.Chr. auch die vom HERRN und seinen Propheten vorhergesagten Vorzeichen der kommenden Vernichtung Jerusalems, Israels und der gesamten Alten Welt ein. Der HERR hat zu seinen Lebzeiten ausführlich darüber geredet, und zwar zu den Pharisäern, zum Volk und zu den Jüngern. Wir haben bereits die wichtigsten diesbezüglichen Schriftstellen in den vorangegangenen Textteilen genannt und auch etwas näher besprochen.
Das Land ist voll mit Hunderten falscher Propheten (bezeugt durch die zeitgenössischen Historiker, allen voran Josephus, aber auch durch einige andere; siehe hierzu beispielsweise: YouTube/www.LibertyFellowshipMT/The Destruction of Jerusalem) Die Apostelgeschichte nennt uns einige davon und sogar einen König, der göttliche Verehrung akzeptierte
Apg 5,36-37: „Denn vor diesen Tagen trat Theudas auf und gab vor, er wäre etwas; ihm hing eine Anzahl Männer an, etwa 400: Er wurde erschlagen, und alle, die ihm folgten, zerstreuten sich und wurden zunichte. 37 Nach diesem trat Judas der Galiläer auf in den Tagen der Volkszählung und brachte unter seiner Führung viele aus dem Volk zum Abfall: Auch er kam um, und alle, die ihm folgten, wurden zerstreut.“
Apg 8,9-10: „Aber ein Mann namens Simon hatte zuvor in der Stadt Zauberei getrieben und das Volk von Samaria in seinen Bann gezogen, indem er sich für etwas Großes ausgab. 10 Ihm hingen alle an, Klein und Groß, indem sie sprachen: Dieser ist die große Kraft Gottes.“
Apg 12,21-23: „Aber an einem bestimmten Tag zog Herodes ein königliches Gewand an und setzte sich auf den Richterstuhl und hielt eine Rede an sie. 22 Die Volksmenge aber rief ihm zu: Das ist die Stimme eines Gottes und nicht eines Menschen! 23 Sogleich aber schlug ihn ein Engel des Herrn, weil er Gott nicht die Ehre gab; und er verschied, von Würmern zerfressen.“
Apg 13,8: „Doch Elymas, der Zauberer (denn so wird sein Name übersetzt), leistete ihnen Widerstand und suchte den Statthalter vom Glauben abzuhalten.“
Apg 19,13-14: „Es versuchten aber etliche von den umherziehenden jüdischen Beschwörern, über denen, die böse Geister hatten, den Namen des Herrn Jesus zu nennen, indem sie sagten: Wir beschwören euch bei dem Jesus, den Paulus verkündigt! 14 Es waren aber sieben Söhne eines jüdischen Hohenpriesters Skevas, die dies taten.“
Es kommt in Erfüllung der Worte des HERRN aus seiner Ölbergrede zu schweren Erdbeben an verschiedenen Orten des römischen Reiches, kurz vor dem Beginn der römischen Belagerung auch zu einem schweren Beben in Jerusalem. Es werden wiederholte Kriege zwischen den verschiedenen Völkern in der Region um Israel herum geführt, welche Hunderttausende von Todesopfern fordern. Auch ein Bürgerkrieg in Israel selbst bricht zur Zeit der römischen Belagerung aus und fordert zahlreiche Menschenleben unter den Juden. Wiederholte schwere Hungersnöte innerhalb und außerhalb Israels treten bis zum Beginn der römischen Belagerung auf. Schreckliche Seuchen treten in Rom, in Babylon und in Israel auf, bevor der Untergang kommt. Ein Teil der Apostel und viele Jünger evangelisieren in Israel, aber sie kommen mit den Städten Israels nicht zu Ende, bis der HERR zum Gericht kommt. Viele werden überliefert, so wie es der HERR vorhergesagt hat. Am Himmel erscheinen mächtige Zeichen, und zwar sowohl kurz vor dem Untergang der Stadt, als auch unmittelbar bei der Vernichtung. Der HERR selbst wird am Himmel sichtbar.
Einschub: Es gibt etliche historische Zeugnisse über das Kommen des HERRN mit seinen Engeln vor und bei der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 n.Chr. Hier sollen die wichtigsten genannt werden (übersetzt aus dem Englischen nach: Satan´s Little Season/Matthew`s Bible).
Nach den Aussagen etlicher historischer Berichte erschien das Gesicht Jesu am Himmel und wurde von vielen Menschen gesehen. Etliche Geschichtsschreiber des ersten Jahrhunderts berichteten das Erscheinen feuriger Heere und Wagen, welche die Städte Israels umstellten.
Der jüdische Historiker Flavius Josephus bezeugt in seinem Werk „Die jüdischen Kriege“, Band 6, Kapitel 5, Abschnitt 2 und 3 die Ankunft von Wagen und Gruppen von Soldaten, welche zwischen den Wolken umherliefen und Städte umstellten. Der römische Historiker Gaius Tacitus bezeugt das Gleiche in seinen „Historien, Buch 5, Paragraph 13.
Der griechische Geschichtsschreiber Pseudo-Hegesippus schreibt in Buch 5 Kapitel 44 der lateinischen Ausgabe über einen brennenden Kometen, der in der Gestalt eines feurigen Schwertes für ein ganzes Jahr am Himmel stand und die kommende Zerstörung des Volkes, des Königreiches und der Stadt selbst durch Eisen und Feuer ankündigte. Seine Schriften bezeugen außerdem die Erscheinung einer Gestalt von gewaltiger Größe am Himmel, welche von vielen gesehen wurde, so wie es auch die Bücher der Juden erzählt haben; ebenso Wagen und bewaffnete Heere in den Wolken, von welchen die Städte ganz Judäas und des gesamten Landes eingenommen wurden.
Eusebius von Caesarea schreibt in seiner Kirchengeschichte, Buch 3, Kapitel 8 über einen Stern, der für ein ganzes Jahr wie ein Schwert über der Stadt stand und über einen Kometen. Er berichtete ebenfalls über verschiedene Zeugnisse aus dem ganzen Land über Wagen und bewaffnete Truppen in den Wolken, welche die Städte umstellten.
Sepher Yosippon, Schreiber des Werkes „A medieval history of ancient Israel“ (Eine mittelalterliche Geschichte des alten Israel) schreibt über einen einzelnen großen Stern, der wie ein blitzendes Schwert über dem Allerheiligsten des Tempels stand, sowie auch für eine ganze Nacht über die Erscheinung der Gesichtszüge eines Mannes, dessen Schönheit niemals im ganzen Land gesehen worden war, und dessen Erscheinung ganz großartig war. Er schreibt über Menschen, die feurige Wagen und Reiter sahen, eine große Heeresmacht welche in nur geringer Höhe am Himmel flog und gegen Jerusalem und das ganze Land Judäa kam, alle feurige Pferde und Reiter. (Auszüge aus Kapitel 87: „Die Verbrennung des Tempels“).
Solche Erscheinungen sind nicht auf die damalige Zeit begrenzt. So gab es zum Beispiel in den 1940er Jahren eine große Erweckung auf der Insel Lewis, welche zu den Äußeren Hebriden in Schottland gehört. Die Menschen sahen goldene Schiffe am Himmel fahren und wurden erinnert an
Jes 60,9: „Ja, auf mich warten die Inseln, und die Tarsisschiffe [kommen] zuerst, um deine Söhne aus der Ferne herzubringen, samt ihrem Silber und Gold, für den Namen des HERRN, deines Gottes, und für den Heiligen Israels, weil er dich herrlich gemacht hat.“
Zahlreiche Menschen kamen innerhalb kurzer Zeit zum Glauben, und es bildeten sich stabile Gemeinschaften, welche bis heute immer noch Bestand haben. Ende des Einschubs.
Weiter im Text. Die Verheißung des HERRN aus Sacharja hat sich erfüllt. Die noch lebenden Mörder des HERRN haben nun in seiner richterlichen Herrlichkeit den angeschaut, welchen sie vor einer Generation durchbohrt haben. Das ganze Land ist in Angst und Schrecken, es erhebt sich eine Wehklage im ganzen Land. Der große gläubige Überrest aus Israel flieht in die Wüste jenseits des Jordan nach Pella und überlebt dort das Gericht.
Sach 12,10-14: „Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgießen, und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben, ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt um den eingeborenen [Sohn], und sie werden bitterlich über ihn Leid tragen, wie man bitterlich Leid trägt über den Erstgeborenen. 11 An jenem Tag wird es eine große Klage geben in Jerusalem, wie die Klage in Hadad-Rimmon war in der Ebene von Megiddo. 12 Und das Land wird klagen, jedes Geschlecht für sich; das Geschlecht des Hauses David für sich und ihre Frauen für sich, das Geschlecht des Hauses Nathan für sich und ihre Frauen für sich; 13 das Geschlecht des Hauses Levi für sich und ihre Frauen für sich, das Geschlecht der Simeiter für sich und ihre Frauen für sich; 14 ebenso alle übrigen Geschlechter, jedes Geschlecht für sich und ihre Frauen für sich.“
Sach 14,9: „Und der HERR wird König sein über die ganze Erde. An jenem Tag wird der HERR der einzige sein und sein Name der einzige.“
Die ungehorsame Mehrheit der Bewohner Jerusalems bleibt dennoch in der Stadt, obwohl der HERR in seiner Ölbergrede eindringlich davor gewarnt hat. Aber damit noch nicht genug. Die religiösen Juden aus dem ganzen römischen Reich, welche weiterhin den Messias verachten und am alttestamentlichen Dienst festhalten, strömen zum Passahfest des Jahres 67 n.Chr. zu Hunderttausenden in die Stadt hinein. Sie bemerken erst zu spät was geschehen ist, als hinter ihnen die Falle der Römer zugeschnappt ist. Nun beginnt die Zeit der großen Drangsal für Jerusalem, von welcher der HERR in Matthäus 24 geredet hat, und welche auch Jeremia in seinem 30. Kapitel (Vers 7) erwähnte. Sie wird für sieben Jahre anhalten.
Im Jahr 70 n.Chr. kommt es zu der vom HERRN zu seinen Lebzeiten vorhergesagten Zerstörung Jerusalems, bereits davor und auch noch danach bis etwa 73/74 n.Chr. zur Zerstörung großer Teile des ganzen Landes. Mehr als eine Million Juden sterben in der Belagerung und Vernichtung Jerusalems. Vom großartigen Tempel des Herodes bleibt nicht ein Stein auf dem anderen, denn die Soldaten der Römer nehmen die Steine auseinander, um an das dazwischen liegende, zuvor in den Flammen verflüssigte Tempelgold heranzukommen. Jerusalem ist so vollständig zerstört, dass man seine genaue geographische Lage nicht mehr erkennt (Mi 3,12). Die Römer bauen am ungefähren Ort der ehemaligen Stadt eine neue Siedlung mit dem Namen „Aelia Capitolina“ auf. Diese neue Siedlung wird heutzutage mit dem Namen Jerusalem bezeichnet. Vom Landvolk gelingt in der Zeit des Endes vielen noch die Flucht, bevor es zu spät ist.
Daniel hat auch vorhergesagt, dass zugleich mit dem Ton an den Füßen der großen Statue das Eisen zerstört werden wird, und alle übrigen Materialien der Statue ebenso. Dieses Bild deutet somit nicht nur auf die Zerstörung Israels im Gericht hin, sondern auch auf die Zerstörung aller Reiche der Alten Welt: Babylon, Medopersien, Griechenland, Rom und ihre Einflusssphären. Ägypten wurde ja bereits zuvor von den Babyloniern zerstört, wie es Jeremia und Hesekiel vorausgesagt haben. Hier noch einmal der Vers aus Daniel
Dan 2,44-45: „Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird; und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen; es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen; 45 ganz so, wie du gesehen hast, dass sich von dem Berg ein Stein ohne Zutun von Menschenhänden losriss und das Eisen, das Erz, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott hat den König wissen lassen, was nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig, und seine Deutung steht fest!“
In diesem Sinn redete der HERR Jesus Christus zu seinen Lebzeiten in Israel von dem „Ende“. Es war dies nicht das Ende der jetzigen Welt, welches ja heute immer noch zukünftig ist. Es war vielmehr das Ende der alten Welt. Auch Daniels Worte gingen auf dieses Ende hin. Daniel musste versiegeln, da die Erfüllung zu seiner Zeit noch in der fernen Zukunft lag. Johannes schrieb die Offenbarung und versiegelte nicht, da die Erfüllung zu seiner Zeit sehr nahegekommen war. Im damaligen Ende der Alten Welt wurde durch ein großes Feuer- und Erdbebengericht zusammen mit Krieg das zukünftige Ende der ganzen Welt im Feuer Gottes am letzten Tag unserer Weltzeit vorgeschattet.
Dieses Ende der alten Welt tritt zeitgleich mit dem Versinken des römischen Reiches im Chaos ein. Nero zündet die Stadt Rom an. Nach seinem späteren Selbstmord kommt es innerhalb von einem Jahr zum gewaltsamen Tod von weiteren drei Herrschern: Galba, Otho, Vitellius. Schließlich reißt Vespasian die Macht sich, während sein Sohn Titus die Stadt Jerusalem vernichtet. Titus folgt seinem Vater als Herrscher nach. Im gesamten römischen Reich wechseln sich die Herrscher in verschiedenen Provinzen in Serie ab. Das Reich zerfällt innerhalb weniger Jahre zusehends. Die Herrscher sind eigentlich nur noch Eintagsfliegen, und verschiedene von ihnen zetteln weiterhin grausame Christenverfolgungen an: Domitian, Maxentius, Galerius, Constantinus Chlorus und andere.
Im Jahr 70 wird wie bereits gesagt Jerusalem nach den vorangegangenen himmlischen Erscheinungen durch die Hand der Römer vernichtet. Die Römer sind die menschliche Zuchtrute Gottes über Israel, so wie es in früheren Jahrhunderten die Assyrer, Babylonier, Perser und Griechen waren. Der Alte Bund und das damit verbundene Reich des irdischen Israel sind in Schutt und Asche gelegt. So wie die früheren göttlichen Zuchtruten für Israel nachfolgend selbst gerichtet wurden, so wird auch die jetzige römische Zuchtrute gerichtet.
Der HERR sieht die ganze Erde, von welcher die Menschen der biblischen Welt noch nichts wissen können. ER sieht nicht nur die satanischen Irrlehren und Praktiken der religiösen Autoritäten in Israel und im römischen Reich, sondern auch die grausamen Kulte auf allen anderen Kontinenten der Erde, in welche der Satan und seine Dämonen die Menschen seit der Sintflut zu Noahs Zeit wieder einmal hineingelenkt haben. Auf allen Kontinenten gibt es religiöse Systeme mit schrecklichsten Praktiken, bis hin zu Menschenopfern. Auf allen Kontinenten gibt es jedoch auch einige Menschen, welche nicht andere Menschen, böse Geister oder Geschöpfe verehren, sondern den Schöpfer selbst. Diese Menschen sind in allen Kulturen der Erde ohne Erkenntnis des HERRN Jesus Christus und seines Erlösungswerkes der Stimme ihres Gewissens gefolgt. Der HERR sieht sie alle.
Rö 2,11: „Denn bei Gott gibt es kein Ansehen der Person;“
Rö 2,14-16: „Wenn nämlich Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur aus tun, was das Gesetz verlangt, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz, 15 da sie ja beweisen, dass das Werk des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt, dazu ihre Überlegungen, die sich untereinander verklagen oder auch entschuldigen — 16 an dem Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird nach meinem Evangelium.“
Nun kommt das angekündigte Gericht. Das Firmament öffnet sich. Der HERR erscheint mit seinen Heerscharen am Himmel, so wie der Blitz ausgeht vom Osten bis nach Westen. Jedes Auge auf den fünf Kontinenten der ganzen Erde sieht ihn, denn er kommt aus dem äußersten Norden durch den Zenit in der Mitte des Firmamentes herab. Die Armeen und das Volk der Römer werden von den Engelheeren des HERRN mit Leichtigkeit besiegt.
Es kommt Feuer vom Himmel und aus der Tiefe der Vulkane, denn es geschieht ein gewaltiges Erdbeben im Gebiet des gesamten römischen Reiches. Das Feuer der Vulkane und das Feuer Gottes bringen die Steine zum Schmelzen, denn vulkanische Lava ist ja auch selbst nichts anderes als geschmolzenes Gestein. An den grausamen Opferstätten der Heiden weltweit wird das gleiche Gericht vollzogen. An verschiedensten Orten der gesamten Welt findet man bis heute die Reste geschmolzener Städte und Siedlungen, welche in diesem Gericht untergegangen sind. Es gibt sogar eine noch junge Wissenschaft, welche sich mit der Erforschung dieser geschmolzenen Siedlungen und Städte beschäftigt: die „Meltologie“.
Der HERR hat nun in Israel, im Römischen Reich und weltweit die Schwerpunkte der Gottlosigkeit und des Götzendienstes im Feuer geschmolzen sowie ihre Herrscher, ihre Heere und deren Gefolgschaft getötet. Dieses gesamte Gericht wird als die Schlacht von Armageddon bezeichnet. „Armageddon“ bedeutet ja übersetzt „Ort der Schlachtung“. Es wird hier als ein symbolischer Begriff für das gesamte weltweite Gerichtshandeln Gottes verwendet. Diese „Schlacht von Armageddon“ ereignet sich am Ende der alten Welt. In seiner Auswirkung wurde dieses Gericht bereits im Untergang von Sodom und Gomorrha zur Zeit Lots vorgeschattet. Ein weiteres Armageddon wird am letzten Tag der heutigen Weltzeit folgen, wenn die Fläche der gesamten Erde vollständig im Feuer verbrennen wird, zusammen mit dem heutigen Himmel. Ein neuer Himmel und eine neue Erde werden ihnen folgen.
Wir befinden uns etwa im Jahr 100 n.Chr. Das Ende der alten Welt ist nun da. Die Herrscher dieser Welt, ihre Hauptstädte, ihre Armeen und ihre Gefolgschaft liegen am Boden. Die Herrschaftsinstrumente des Satans in dieser Welt sind nicht mehr vorhanden.
Die „lange Zeit für den Satan“ (etwa 4000 Jahre oder 5500 Jahre je nach zugrunde gelegter Bibelversion) vom Sündenfall im Paradies bis zum ersten Kommen des HERRN, die „kurze Zeit für ihn im Alten Bund“ vom Untergang des alten Königreiches Israels (504 v.Chr.) bis zum ersten Kommen des HERRN und seine „wenige Zeit“ (Off 12,12) seit der Himmelfahrt des HERRN mit seinem (Satans) darauf folgenden Hinauswurf aus dem Himmel im Jahr 30 n.Chr. sind nun beendet. Der Satan wird ergriffen von einem mächtigen Engel und in den Abgrund geworfen (Off 20,2-3). Dort wird er für tausend Jahre (chilia/chilioi) bleiben. Er wird während dieser Zeit die Nationen nicht mehr beherrschen oder verführen können.
Die himmlische Stadt Zion kommt aus dem äußersten Norden über dem Nordpol auf die Erde herab und besetzt den Mittelpunkt der Erde, das Gebiet um den heutigen Nordpol herum. Dort befinden sich auch die Quartiere/Vierlande des Nordens und der große Kontinent des „Landes Jesu“, der „Terra Jessu“ zwischen Alaska und Sibirien. Der HERR regiert mit seinen heiligen Engeln und mit den geistlich-seelisch verherrlichten Gläubigen der vergangenen Zeiten, welche bereits während des Alten und des Neuen Bundes natürlich verstorben sind oder in den vergangenen Christenverfolgungen zu Märtyrern geworden sind. ER sammelt auch einige der nach dem jetzt ausgeführten Gericht noch in natürlichen Leibern lebenden Gläubigen für eine Zeit in seinem Land, der „Terra Jesu“. Die Positionen innerhalb des nun folgenden tausendjährigen Reiches des Neuen Bundes auf der Erde werden ihnen zugewiesen.
Die ehemals im irdischen Dienst treuen und nun geistlich-seelisch verherrlichten Knechte regieren über fünf oder zehn Städte, je nachdem sie in ihrem Dienst ihre Talente vermehrt haben. Die einfachen und noch in natürlichen Leibern auf der Erde lebenden Gläubigen werden als Helfer der Könige im Reich und als freudige Diener des HERRN leben. Sie werden weiterhin auf natürlichem Weg Kinder zeugen und ihre Erlebnisse in ihren Familien und Gemeinden an die Nachkommen weitergeben. Dadurch breitet sich das christliche Zeugnis mit großer Geschwindigkeit über die ganze Erde aus. Der HERR selbst ist der König aller Könige. Er sendet seine Engel und die verherrlichten Gläubigen als Aufseher und Helfer in alle fünf Kontinente der Erde, um das Reich weiter aufzubauen. Die ehemals vor der Katastrophe geflüchteten Juden kehren nun allmählich in das Land zurück. Im zweiten Jahrhundert ist Israel wieder von ihnen bewohnt, im dritten Jahrhundert ist es christlich, denn nun regiert der HERR. Es erfüllt sich.
Jes 11,11-12: „Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird der Herr zum zweiten Mal seine Hand ausstrecken, um den Überrest seines Volkes, der übrig geblieben ist, loszukaufen aus Assyrien und aus Ägypten, aus Patros und Kusch und Elam und Sinear, aus Hamat und von den Inseln des Meeres. 12 Und er wird für die Heidenvölker ein Banner aufrichten und die Verjagten Israels sammeln und die Zerstreuten Judas zusammenbringen von den vier Enden der Erde.“
Das Klima auf der gesamten Erde wird verändert. Es ist für die Zeit des Reiches deutlich milder, und auch im Bereich des äußeren Landringes im Süden herrschen subtropische Verhältnisse. Die Bedingungen für einen fruchtbaren Ackerbau und für den ungestörten Aufbau friedlicher und harmonischer Gemeinschaften sind nun gegeben.
Die auf der Erde lebenden natürlichen Menschen werden durch die Erscheinung des HERRN und der Engel tief beeindruckt. Viele von ihnen werden ebenfalls gläubig und dienen freudig dem HERRN im Reich. Sie leben im Gehorsam gegenüber den Geboten des HERRN und werden des darauf folgenden Segens im Reich teilhaftig. Sie geben ihre Lebenserfahrung an ihre Kinder weiter, und viele Gläubige besiedeln in den nachfolgenden Generationen die Erde. Nach ihrem leiblichen Tod geht der Leib in ein Grab und erwartet dort die Auferstehung am letzten Tag. Die Seelen gehen in das ewige Reich ein, in das Paradies zum HERRN.
Der HERR herrscht in Gerechtigkeit, Liebe und Wahrheit. Offener Ungehorsam gegen seine Gebote oder gar der aktive Kampf gegen seine Herrschaft werden auf der ganzen Erde nun nicht mehr geduldet. Offene Gegner des HERRN und ebenso auch hartnäckige Sünder haben mit schweren Züchtigungen wie Krankheiten, Elend und Armut zu rechnen, bis hin zum Tod. Der HERR hält den Odem und den Herzschlag jedes Menschen in seiner Hand, und die Feinde werden dies nun erfahren müssen. Sie werden durch Krankheiten oder Unfälle sterben, vielleicht auch einfach tot umfallen und abtransportiert werden. Ihre Leiber werden danach begraben und erwarten die Auferstehung zum Gericht am letzten Tag. Die Seelen gehen in den Scheol, den unterirdischen Ort der Qual.
Zahlreiche Menschen auf der Erde, wahrscheinlich sogar die Mehrzahl, bleiben dennoch im Inneren ihrer Herzen ungläubig. Sie haben die Götzenkulte geliebt und in der Menge der Mitläufer daran teilgenommen. Nun hat der HERR ihnen diese Religionen und ihre Anführer und Herrscher genommen. Sie haben ihr egoistisches Leben nach ihren eigenwilligen Vorstellungen und Wünschen auf Kosten ihrer Mitmenschen geliebt. Das ist nun vorbei. Sie müssen sich jetzt bedingungslos unterordnen, um weiterhin leben zu können. Die großen Massen sind gleichgültig, so lange sie ihr Essen auf dem Teller und ihr Dach über dem Kopf haben. So war es immer, und so ist es auch jetzt. Sie fügen sich in die neuen Gegebenheiten ein, um keine Schwierigkeiten zu bekommen. Viele von ihnen kommen später dennoch durch die Gnade des HERRN zum Glauben.
Die Feinde des HERRN tun das nicht. Sie wollen nämlich ihre ehemaligen Machtpositionen über die große Masse wieder zurückgewinnen. Sie werden bald lernen, dass die nun herrschenden Bedingungen für tausend Jahre anhalten werden, denn sie werden die Schriften studieren. Sie werden ebenso lernen, dass der Satan, dem sie in ihren Kulten gedient haben, nach den tausend Jahren wieder losgelassen werden wird für eine Zeit. Sie werden sich in geheimen Zirkeln zu organisieren beginnen, und werden dort ihr „Geheimwissen“ an diejenigen weitergeben, welche in nachfolgenden Generationen ebenfalls auf die Rückkehr des Satans warten werden. Vor den Augen des HERRN sind sie nicht verborgen. ER sieht sie alle und hat ihnen die Haare ihrer Häupter gezählt. Ihre Lebenszeit auf der Erde ist begrenzt.
Der HERR baut nun mit der Hilfe seiner Engel, der verherrlichten und der natürlich lebenden Gläubigen das Reich auf. Engel haben gewaltige Fähigkeiten, wie wir bereits in den Evangelien gesehen haben an dem Morgen, als der HERR aus dem Grab auferstand und ein Engel den großen Grabstein mühelos wegwälzte. Für solche Engel stellt es nicht das geringste Problem dar, schwere Lasten ohne Anstrengung über große Distanzen zu bewegen. Auch in der Bearbeitung von Materialien wie etwa Stein, Edelsteinen, Holz, Metallen, Glas oder Stoffen sind sie Meister. Manche haben sogar angenommen, dass „Michelangelo“ eigentlich der Engel Michael gewesen ist.
Am Berg Sinai schrieb der HERR einfach mit seinem Finger die zehn Gebote für das Volk in den Stein hinein. Es ist für ihn und für die Engel kein Problem, Marmor und andere Steine in wunderbarer Art und Weise zu bearbeiten, sodass herrliche Säulen, Ornamente und Statuen entstehen. Sogar natürlichen Menschen hat er im Alten Bund am Sinai schon einmal diese Befähigung gegeben. Auch die verherrlichten Heiligen verfügen über wesentlich größere Kräfte als früher in ihren natürlichen Leibern.
Mt 28,2-3: „Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben, denn ein Engel des Herrn stieg vom Himmel herab, trat herzu, wälzte den Stein von dem Eingang hinweg und setzte sich darauf. 3 Sein Aussehen war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee.“
2Mo 31,2-6: „Siehe, ich habe Bezaleel mit Namen berufen, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, 3 und ich habe ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit Geschicklichkeit für jede Arbeit, 4 um Kunstwerke zu ersinnen und sie auszuführen in Gold und in Silber und in Erz, 5 und um Edelsteine zum Besatz zu bearbeiten, und um Holz zu schnitzen, sodass er Kunstwerke aller Art ausführen kann. 6 Und siehe, ich habe ihm Oholiab beigegeben, den Sohn Ahisamachs, vom Stamm Dan, und habe allen, die ein weises Herz haben, die Weisheit ins Herz gegeben, dass sie alles, was ich dir geboten habe, ausführen sollen:“
2Mo 31,18: „Und als er mit Mose auf dem Berg Sinai zu Ende geredet hatte, gab er ihm die beiden Tafeln des Zeugnisses, Tafeln aus Stein, beschrieben mit dem Finger Gottes.“
1Kor 15,43-44: „(…) es wird gesät in Unehre und wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit und wird auferweckt in Kraft; 44 es wird gesät ein natürlicher Leib, und es wird auferweckt ein geistlicher Leib. Es gibt einen natürlichen Leib, und es gibt einen geistlichen Leib.“
Außerdem kann der HERR selbst überall gleichzeitig erscheinen, da er ja allgegenwärtig ist. Die Engel können sich (wobei sie selbst natürlich nicht allgegenwärtig sind) ebenfalls ohne räumliche Begrenzungen frei über die ganze Erde und durch den Himmel bewegen, um die Aufträge des HERRN schnellstmöglich auszuführen. Gleiches gilt für die verherrlichten Heiligen, welche ebenfalls frei beweglich sind. Transport und Logistik stellen für solche Arbeiter überhaupt kein Problem dar.
Notfalls ist der HERR selbst dazu in der Lage, auch die edelsten Materialien an Ort und Stelle ihres Bedarfs einfach zu erschaffen und bereitzustellen. Einkauf und Finanzierung sind somit ebenfalls kein Problem. Wenn ER es will, kann der Schöpfer des Himmels und der Erde einen ganzen Palast mit den dazugehörigen Außenanlagen oder eine Stadt einfach durch sein gesprochenes Wort „auf die Wiese stellen“. Nur die natürlichen Menschen sind auch als Gläubige noch den Gesetzen der irdischen Physik und Biologie unterstellt. Diese menschlichen Arbeiter müssen sich dann lediglich noch um den Unterhalt der Bauwerke kümmern.
Der HERR liebt aber seine ganze Schöpfung, und so bezieht er alle genannten Wesen als Mitarbeiter und Verwalter in den Aufbau des Reiches ein: Engel, geistlich-seelisch verherrlichte Heilige und noch auf der Erde lebende Gläubige in natürlichen Leibern. Unter Anwendung „himmlischer Technologien“ wie Steuerung des Wetters, Antigravitation für Lastentransport und weltweiten zollfreien Überschallflugverkehr, freier elektromagnetischer Energie, vom Heiligen Geist geleiteter Kommunikation ohne technische Netze, Werkstoffbearbeitung durch Wasser und Licht und anderes mehr entsteht die Infrastruktur des Reiches.
Sie besteht in wunderbaren Stadtanlagen weltweit, welche untereinander über großzügige Verkehrsverbindungen zu Land, zu Wasser und in der Luft verfügen. Überall gibt es wunderbare Gebäude, in welchen sich die Gläubigen zur Anbetung des HERRN und zur Gemeinschaft untereinander versammeln. Diese Versammlungen werden von den dankbaren Gläubigen regelmäßig und gerne besucht. In den Türmen läuten große Glocken, deren Klang einen heilenden und beruhigenden Einfluss auf die Seelen ausübt. Die Gottesdienste werden von geistlicher Musik untermalt. Das ernstliche und dankbare Gebet der Gläubigen zum HERRN und das gewissenhafte Studium der Bibel fehlen niemals.
Die in natürlichen Leibern lebenden Gläubigen tragen ihren Glauben in ihren Alltag hinein. Sie dürfen in guten Häusern wohnen, in welchen für alle leiblichen Bedürfnisse gesorgt ist. Sie dürfen eine Arbeit tun, sei es als Landwirte, Handwerker, Lieferanten, Boten, Krankenpfleger, Verwalter, Mütter, Lehrer der Unmündigen oder Sonstiges. Es besteht eine weltweite Gesellschaft, welche auf Glauben und Liebe zum HERRN, auf Mitmenschlichkeit und Liebe zum Nächsten gegründet ist. Schwache werden unterstützt, Witwen und Waisen werden versorgt, Arme werden ernährt und gekleidet, Kranke werden unter der Aufsicht des HERRN von Menschen, von den Heiligen oder auch von den Engeln auf natürliche oder auch übernatürliche Weise geheilt, so wie es der HERR selbst in seinem irdischen Dienst getan hat. Niemand benötigt eine Kranken-, Lebens- oder Unfallversicherung.
Es herrscht ein gerechtes Wirtschaftssystem, in welchem jeder Arbeiter seinen Lohn empfängt und auch gut davon leben kann. Jeder kann unter seinem eigenen Weinstock oder unter seinem eigenen Feigenbaum sitzen, wenn er es möchte. Die Regierenden geben in ihren Gebieten Münzwährungen heraus, welche ohne Zinsen kursieren. Die Münzen tragen ein „I“ für „Iesus“ oder „J“ für „Jesus“ neben der Jahreszahl ihrer Prägung im Reich, zum Beispiel: „I645“ oder „J645“. Die gleiche Kennzeichnung findet sich auf allen gedruckten Schriften und Landkarten, sowie als Signaturen auf Gebäuden. Tauschhandel wird überall praktiziert. Es gibt kein Bankensystem welches durch hohe Zinsen Schuldsklaverei erzeugt. Niemand kann sich einfach durch Geldverleih mit Zinsen bereichern, ohne selbst etwas zu arbeiten. Raffgierige Bankiers und ihre gewalttätigen Geldeintreiber werden nicht geduldet.
Die Kriminalitätsraten liegen nahezu bei null. Sollte dennoch einmal etwas vorkommen, so wird der Täter gerecht und vor allem auch sehr schnell bestraft. Alles kommt heraus, denn von dem HERRN und seinen Engeln wird jeder Täter genau gesehen. Die Gesetze sind einfach und klar, und sie orientieren sich am Wort der Heiligen Schrift. Es gibt keine langwierigen Gerichtsverfahren mit Winkeladvokaten, Prozessverschleppung, erpressten oder bestochenen Richtern. Niemand braucht eine Rechtsschutz- oder Haftpflichtversicherung.
Praktische Hilfe im Alltag ist eine Selbstverständlichkeit: Wer etwas Bestimmtes kann hilft dem, der es nicht vermag. Für diese Hilfe wird kein Geld verlangt. Viel lieber setzt man sich nach getaner Arbeit zusammen und spendiert dem Helfer ein Essen. Die Kinder sind natürlich auch mit dabei und erlernen die praktischen Fähigkeiten der Eltern wie von selbst. So entstehen an allen Orten lebensfähige lokale Gemeinschaften. Natürlich gibt es auch wandernde Handwerker, welche an allen möglichen Orten ihre Fähigkeiten praktizieren. Sie werden dann auch aus der Gemeinschaftskasse für ihre Arbeit bezahlt.
Die Heiligen auf der ganzen Erde sind gastfreundlich, und der frei Reisende wird überall freundlich aufgenommen. Der Wanderer muss sich nicht vor Räubern fürchten. Die Natur auf der ganzen Erde ist lebensfreundlich. Die Tiere sind dem Menschen nicht gefährlich. Die Ernten sind zuverlässig und reichlich, so dass genug für alle vorhanden ist.
Die Engel und die verherrlichten Heiligen führen im Auftrag des HERRN die Aufsicht. Dies gilt sowohl für die verschiedensten Arbeiten im Reich (Landwirtschaft, Bautätigkeit, Verkehr, Verwaltung, Schulen, Heilwesen), als auch für die Bewältigung von Problemen. Die versteckten Feinde des HERRN sind bekannt, aber sie werden toleriert, so lange sie nicht aktiv werden. Revolutionen werden allerdings im Keim erstickt. Niemandem wird es erlaubt, offen gegen den HERRN vorzugehen. Es herrscht Frieden und Gerechtigkeit auf der Erde. Die Menschen werden auf den Gehorsam gegenüber dem HERRN geprüft.
Über die Nationen der Erde werden zunächst verherrlichte Gläubige und danach natürliche Gläubige als christliche Monarchen eingesetzt, welche in ihren Herrschaftsbereichen die Herrschaft des Königs der Könige im Mittelpunkt der Erde abbilden. Sie senden alljährlich eine Delegation zur Anbetung des HERRN nach Zion, oder sie reisen selbst dorthin. Wenn ein Land keine Delegation absendet, dann bekommt es in dem betreffenden Jahr keinen Regen. So entstehen die christlichen Monarchien von Gottes Gnaden. Mehrere Jahrhunderte hindurch geht dieses gesegnete Leben auf der Erde weiter.
Nach Jahrhunderten des Segens rückt dann der Zeitpunkt der Loslassung des Satans immer näher. Niemand außer dem HERRN kennt ihn genau. Die Mehrzahl der Gläubigen hat sich in den wunderbaren Lebensbedingungen des Reiches eingerichtet und beginnt allmählich etwas gleichgültiger zu werden. Das ist einfach die menschliche Natur nach dem Fleisch. Die Dankbarkeit nimmt allmählich ab, die Zuverlässigkeit im Alltag der Gläubigen lässt allmählich nach, das Studium der Heiligen Schrift und die regelmäßigen Gottesdienstbesuche werden mehr und mehr vernachlässigt. Die Menschen konzentrieren sich immer mehr auf ihre materiellen Segnungen. Der HERR hat sie am Ende der Offenbarung davor gewarnt, dass er ihnen ihr Teil vom Baum des Lebens und von der Heiligen Stadt wegnehmen muss, wenn sie vom Wort Gottes und vom Glauben abfallen.
Off 22,19: „(…) und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt, und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen.“
Ganz kurz vor dem Ende der tausend Jahre ist es dann soweit. Der HERR nimmt die Stadt von der Erde weg. ER zieht sich zusammen mit den verherrlichten Gläubigen und den Engeln wieder in den unsichtbaren Bereich des Himmels zurück. Die Mehrzahl der irdischen natürlich lebenden Gläubigen nimmt es zunächst gar nicht richtig wahr.
Einschub: Es ergeht ihnen wie den Israeliten kurz vor dem Untergang des ersten Tempels durch die Hand der Babylonier, als die Herrlichkeit des HERRN unsichtbar für die Augen des Volkes und der Obersten den Tempel verließ. Der Prophet Hesekiel redet darüber in seinem zehnten Kapitel. Kurz danach kamen damals die Babylonier über die Stadt und das Land.
Damals endete das tausendjährige Reich des Alten Bundes, und es begann die „kurze Zeit für den Satan im Alten Bund“, welche für 500 Jahre vom Jahr 504 v.Chr. bis zur Geburt des Messias Jesus Christus andauerte.
Der gläubige Überrest in Israel war bei der Ankunft des HERRN auf eine geringe Zahl geschrumpft. Sie erwarteten den Messias. Die Masse des Volkes war ungläubig und lebte in völliger Finsternis unter der Macht Roms, des letzten satanischen Tieres.
Aber dann sah das Volk in der Finsternis ein großes Licht (Jes 9,1).
Der HERR tat sein Erlösungswerk und errettete in der Zeit zwischen seiner Auferstehung und dem Untergang der alten Welt zahlreiche Menschen aus allen Nationen. Zuerst kam das Gericht mit der Vernichtung Jerusalems und des zweiten Tempels durch die Hand der Römer im Jahr 70 n.Chr.. Kurz danach wurden das Römerreich und die ganze Alte Welt um das Jahr 100 n.Chr. gerichtet und der Satan wurde für tausend Jahre in den Abgrund geworfen.
Jetzt endet das tausendjährige Reich des Neuen Bundes, und es beginnt „die kurze Zeit für den Satan am Ende“. Sie läuft parallel zu der „kurzen Zeit für den Satan im Alten Bund“ nach dem damaligen tausendjährigen Reich des Alten Bundes. Am Ende dieser Zeit wird wieder die ganze Welt in äußerster Finsternis leben. Sie wird fast vollständig unter dem Einfluss des Satans stehen. Der gläubige Überrest wird wieder relativ klein geworden sein. Die „kurze Zeit für den Satan am Ende“ wird dann mit der letzten Wiederkunft des HERRN Jesus Christus enden.
Bei seiner letzten Wiederkunft wird der HERR jedoch nicht als der Erlöser kommen, sondern als der Richter der ganzen Welt. Der Satan wird nicht für tausend Jahre in den Abgrund geworfen werden, sondern er wird zusammen mit seinen Dämonen für immer und ewig in den Feuersee der Hölle geworfen werden. Auch die bis zu diesem endgültigen Ende ungläubig gebliebenen Menschen werden als ewig Verlorene an diesen Ort kommen müssen.
Es besteht auch heute aus der Sicht der Gläubigen weiterhin die Hoffnung, dass die ganze Welt in ihrer tiefen „neubabylonischen“ Finsternis vor der letzten Ankunft des HERRN noch einmal für eine gewisse Zeit ein großes Licht sehen könnte (Jes 9,1).
Dies wäre dann eine letzte weltweite Erweckung, welche parallel zu der großen Rettung zwischen der Himmelfahrt des HERRN und der Vernichtung der Alten Welt im ersten Jahrhundert stehen würde. Auch heute können das Gebet und der Dienst des geringen Überrestes von Gläubigen unter der gnädigen Führung und Erhörung des HERRN noch einmal zu einer letzten weltweiten Ernte führen. Wir dürfen es hoffen und verkündigen den Menschen weiterhin das Evangelium. Einschub Ende.
Weiter im Text. Wir befinden uns auf der originalen Zeitachse Gottes nun etwa zwischen dem Jahr 1070 und dem Jahr 1100 n.Chr.. Es ist soweit. Der Satan wird aus dem Gefängnis losgelassen.
Wir kennen seine grundlegenden Charaktermerkmale, denn der HERR hat sie zu seinen Lebzeiten in Israel ausgesprochen, als er den Pharisäern und den fanatischen Juden gegenüberstand.
Joh 8,44: „Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.“
So wie die Synagoge des Satans im Alten Israel den HERRN verfolgte und überlieferte, so wie sie die Christen des ersten Jahrhunderts zusammen mit den Römern grausam verfolgte, so wird die Synagoge des Satans es auch jetzt wieder tun. Sie kennen die Schriften des Alten Bundes, welche sie zu ihren Gunsten umgedeutet haben und die Schriften des Neuen Bundes, welche sie vor den einfachen thoragläubigen Juden in der Welt verborgen halten. Sie kennen aus der Offenbarung den ungefähren Zeitrahmen, in welchem der Satan wieder losgelassen werden wird. Sie kennen die Überlieferungen der Kabbala und des Babylonischen Talmud, mit welchen auch die Pharisäer zur Zeit des irdischen Lebens des HERRN schon vertraut waren. Sie wissen, dass der HERR dem Satan und auch ihnen selbst das ewige Reich weggenommen hat und es der Gemeinde übergeben hat
Mt 21,42-43: „Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr noch nie in den Schriften gelesen: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen«? 43 Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das dessen Früchte bringt.“
Schon zur irdischen Lebenszeit des HERRN wollten sie unter der Führung des Satans von Jerusalem aus wieder in einem tausendjährigen irdischen Reich herrschen, aber nicht wie in ihrem alten Königreich nur über Israel, sondern über die ganze Erde. Jetzt ganz am Ende wollen sie das wieder tun. Ihr einziges Ziel besteht darin, die ganze Erde ihrem Gott Luzifer, welcher niemand anderer als der Satan ist, zu unterwerfen.
Dafür haben sie jahrhundertelang die „geheimen Überlieferungen“ des Talmud und der Kabbala festgehalten. Dafür haben sie die ganze Zeit im Verborgenen ihre okkulten Rituale aufrechterhalten, mit deren Hilfe sie nun wieder Kontakt mit dem Satan aufnehmen möchten, sobald sich diese Gelegenheit ergibt. Die bekannten Kabbalisten wie Isaac Luria, Sabbatai Sevi, Jakob Frank und einige andere stehen in Bereitschaft, die Weisungen des losgelassenen Satans entgegenzunehmen, sobald sie kommen. Jetzt ist endlich ihre Stunde da. Sie sind freiwillige Werkzeuge im Dienst Luzifers. Sie haben nur auf diesen Moment gewartet.
Sie kontrollierten schon immer die jüdische Welt. Vor Jahrzehnten schon haben sie in Erwartung der baldigen Loslassung des Satans durch den Kryptojuden Ignatio de Loyola in der Gründung des Jesuitenordens die katholische Kirche ebenfalls unter ihre Kontrolle gebracht. Der Jesuitengeneral, der „schwarze Papst“, kontrolliert den „weißen Papst“. Durch die Hand ihres Agenten Calvin werden sie auch die Reformation Martin Luthers ruinieren, den radikalen Protestantismus erfinden und ihn danach in einzelne Fraktionen spalten. Europa wird im 30-jährigen Krieg sterben. Doch eins nach dem anderen. Wir gehen nun wieder zurück auf die Zeitachse Gottes.
Irgendwann zwischen dem Jahr 1070 und 1100 n.Chr. auf der Zeitachse Gottes wird der Satan nun also losgelassen. Er hat tausend Jahre Zeit gehabt, sein Vorgehen zu überdenken, und der Plan ist fertig. Er verschwendet keine Minute. Er nimmt sofort Kontakt mit den wichtigsten menschlichen Medien der schwarzen Synagoge auf und erscheint ihnen in Visionen. Die geheimen Zirkel brechen in Jubel aus. Endlich hat Luzifer sich ihnen offenbart! Sie erwarten nun seine Weisungen.
Der HERR sitzt auf dem himmlischen Thron und sieht alles. ER hat diesen Moment in seinen ewigen Plänen zugelassen und ER weiß genau was nun kommen wird. Die letzten Wege Gottes mit dieser Welt haben nun begonnen. Es besteht jedoch kein Zweifel darüber, wer alles in seiner Hand hat.
Ps 2,1-5+10: „Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? 2 Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten: 3 »Lasst uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!« 4 Der im Himmel thront, lacht; der Herr spottet über sie. 5 Dann wird er zu ihnen reden in seinem Zorn und sie schrecken mit seinem Grimm: 10 So nehmt nun Verstand an, ihr Könige, und lasst euch warnen, ihr Richter der Erde!“
Die Probleme für die Satanisten sind gewaltig, denn sie stehen einer Welt gegenüber, in welcher alle Nationen von christlichen Kaisern, Königen oder Präsidenten regiert werden. Es existiert zudem eine Unzahl von freien Stadtstaaten, in welchen das Leben der Menschen gottgemäß geordnet ist. Die Menschen werden nicht ohne weiteres dazu bereit sein, dieses Leben aufzugeben.
Das weitere Vorgehen erfordert deshalb ein hohes Maß an Lüge, Schlauheit, Gerissenheit, Bosheit, Gewalttätigkeit, Geduld und Zähigkeit. In einer Generation wird es nicht zu schaffen sein, die Welt umzukrempeln. In mehreren Generationen aber schon. Die Diener Satans haben sich darauf innerlich eingerichtet und beginnen nun mit ihren praktischen Schritten gemäß den Offenbarungen ihres Gottes Luzifer. Der Satan hat ihnen ja in den Visionen mitgeteilt, dass er in der letzten Schlacht von Armageddon den HERRN Jesus Christus besiegen wird, und dass alle seine Diener danach in hohen Positionen über die ganze Erde herrschen werden. Die geistlich blinden Satanisten glauben es.
Der Satan übermittelt seinen Medien die Strategie, die zum Erfolg führen wird. Alles ist auf längere Zeitspannen hin angelegt. Wir möchten nun den Versuch unternehmen, die wesentlichen Grundpfeiler der Strategie nacheinander zu besprechen. Am Ende wird es dann hoffentlich so sein, dass ein gut erkennbares Bild entsteht. Alle diese Dinge werden in der Wirklichkeit natürlich parallel und zeitgleich aufgebaut und reifen lediglich zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus. Wir müssen sie aber nebeneinanderstellen, um in dem sehr komplizierten Geschehen nicht den Überblick zu verlieren.
Erstens: Jesus Christus ist der HERR der Geschichte. Die wirklichen Gläubigen haben ein Bewusstsein von dieser Geschichte, denn die wesentlichen Dinge sind ihnen in der Heiligen Schrift geoffenbart. Die Massen der lauen Namenschristen am Ende des tausendjährigen Reiches des HERRN und die noch größeren Massen der ungläubigen Menschen haben diese Erkenntnis jedoch nicht. Daher besteht der erste Schritt darin, diesen unwissenden Massen ein falsches Geschichtsbewusstsein einzutrichtern, welches ihr Denken von dem soeben zu Ende gegangenen tausendjährigen Reich des HERRN abkoppelt.
Der erste Papst in der „kurzen Zeit für den Satan am Ende“ ist der ehemalige Mönch Hildebrand, genannt Gregor VII. Die alte Genfer Bibel von „1599“ (gefälschte Zeitachse) nennt ihn sogar namentlich in ihrem Vorwort zum Buch der Offenbarung und ordnet sein Auftreten um das Jahr 1073 n.Chr. (originale Zeitachse Gottes) ein. Dieser Okkultist führt im Jahr „1582“ nach gefälschter Zeitrechnung eine Kalenderreform und eine Änderung der Kirchengeschichte durch, so wie es die Schrift auch sagt über den Antichristen des ersten Jahrhunderts (Nero) und seine Nachfolger in späteren Zeiten.
Dan 7,25: „Und er wird [freche] Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben, und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern; und sie werden in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit.“
Die Geschichte des römischen Reiches wird künstlich in die Länge gezogen. Die Herrscher, welche in Wirklichkeit als Zeitgenossen in verschiedenen Teilen des Reiches geherrscht haben, werden nun künstlich in einer langen Reihe hintereinander platziert. Das Gleiche geschieht mit den Kirchenvätern der frühen Gemeinde. Dadurch entsteht eine Verlängerung der Geschichte des römischen Reiches um etwa 400 Jahre von etwa 76 n.Chr. bis „476 n.Chr.“ An diesem Punkt erinnern wir uns an eine Passage aus unserem vorangegangenen Textteil über die neueren historischen Erkenntnisse.
Wiederholung: Die Zeitachse für das römische Reich wurde um 400 Jahre künstlich verlängert. Reduziert man die 900 - 950 Jahre des Werkes von Heinsohn („The 10th Century CE Catastrophe. A New Chronology for Christianity.”) um diese 400 Jahre, so kommt man „Netto“ auf eine Verlängerung der Zeitachse von etwa 500 - 550 Jahren. Ende der Wiederholung.
Weiter im Text. Die Gründung der katholischen Kirche wird in die Entwicklung des römischen Reiches integriert, und die Päpste der katholischen Kirche werden schließlich zu den rechtmäßigen Nachfolgern des Apostels Petrus erklärt. Über die Zwischenstufe der deutschen Kaiser im „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“ übernehmen schließlich die Päpste und der Vatikanstaat die Macht in Europa. Der Papst führt nun die „Römisch-katholische Kirche“ an. Auch weitere Jahrzehnte werden der Geschichte noch hinzugefügt. Das Ergebnis ist schließlich eine „uralte Tradition der römischen Kirche“, welche bis auf den Apostel Petrus zurückreicht. Die Zeit des tausendjährigen Reiches des HERRN wird zum „finsteren Mittelalter“ erklärt. Niemand weiß genau wann es begann und wann es endete.
Papst Gregor VII zementiert die falschen Datierungen und platziert seine Kalenderreform in das Jahr „1592“. Es hat in der nun offiziell gültigen Geschichte eine Verlängerung der Zeitachse von mehr als 500 Jahren stattgefunden. Aus dem Jahr 1070 n.Chr. ist nun plötzlich das Jahr „1600“ n.Chr. geworden. Die ungebildeten Massen des Volkes glauben dies, denn sie können mehrheitlich weder lesen noch schreiben und müssen die kirchlich vorgegebene Geschichtsschreibung akzeptieren.
Ab etwa dem Jahr „1600“ n.Chr. beginnt also nun die „Neuzeit“. Die erste Phase dieser Zeit ist bekannt unter dem Namen der „Renaissance“, also der „Neugeburt“. In der gefälschten Geschichtsschreibung umfasst sie etwa die Jahre „1550-1650“ n.Chr.
Zweitens: Um alle weiteren Punkte des Planes praktisch umsetzen zu können, benötigt der Satan eine Organisationsstruktur unter den Menschen. Seine „Renaissance“ hat nun zwar stattgefunden, aber er ist natürlich nicht allmächtig. Er braucht Menschen, denen er im sichtbaren Bereich seine Macht übertragen kann. Diese Menschen müssen dafür mit ihm in einen Pakt eintreten und sich dazu verpflichten, ihm entsprechende Opfer zu bringen.
Der HERR Jesus Christus stand in seinem irdischen Dienst dem Satan in der Wüste gegenüber. Der Satan machte damals dem HERRN ein unverschämtes Angebot, welches uns sehr klar das Prinzip verdeutlicht.
Lk 4,1: „Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde vom Geist in die Wüste geführt“
Lk 4,5-7: „Da führte der Teufel ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick. 6 Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will. 7 Wenn du nun vor mir anbetest, so soll alles dir gehören!“
Der HERR Jesus Christus lehnte dieses Angebot ab und wies den Satan mit dem Wort Gottes in die Schranken. ER war auf dem Weg nach Golgatha, um sein eigenes Blut für die Sünden der Welt zu opfern. ER war als wahrer Mensch der vollkommene Anbeter Gottes, und ER war als Gott der Sohn seinem Vater völlig gehorsam. Nach seinem Tod, seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt sitzt ER jetzt auf dem Thron zur Rechten des Vaters. ER wird angebetet von den Engeln, von den Gläubigen im Himmel und auf der Erde. Diese Gläubigen sind erkauft durch das Blut des Lammes, und sie nehmen in dieser Welt eine demütige und gehorsame Stellung ein. Sie vertrauen auf die Fürsorge des HERRN. In der Ewigkeit der neuen Schöpfung werden sie verherrlicht sein.
Der Satan will nun nach seiner Loslassung in dieser Welt wieder angebetet werden. Wer ihn anbetet, der wird in dieser Welt erhöht in eine sehr mächtige Position. Er muss sich dafür aber ganz dem Satan übereignen und ihm immer wieder neue Opfer bringen. Blutige Opfer! Der Satan ist ein Lügner und Menschenmörder, und er will Blut sehen. Er will nicht nur herrschen, sondern auch möglichst viele Menschen töten. Das ist der Grund dafür, dass die schlimmsten und mächtigsten Satanisten in ihren Zirkeln immer wieder Tieropfer und Menschenopfer (vor allem Kinder) darbringen.
Natürlich kann dies alles nur im Verborgenen geschehen. Das Prinzip der absoluten Geheimhaltung steht somit an erster Stelle. Man verständigt sich untereinander durch Gesten, Mimik, Handzeichen, Codewörter, Zahlen und Symbole. Später werden Logos entwickelt. Auf Gemälden werden Mitglieder der Organisationen in bestimmten Posen abgebildet, häufig mit der verborgenen Hand (hidden hand), mit Hammer/Zirkel (Freimauer), mit einem Auge („allsehendes“ Auge Luzifers), mit dem Handzeichen des Gehörnten (El Cornuto, Satan): Zeigefinger und Kleinfinger gestreckt, die übrigen Finger gebeugt. Es setzt auch voraus, dass die entsprechenden Personen gut vernetzt sind. Geheime Boten überbringen bei Nacht und Nebel wichtige Nachrichten, schmuggeln Geld oder Gold.
Beginnend in der „Renaissance“ werden nach und nach zahlreiche Geheimgesellschaften gebildet, welche schließlich über die ganze Welt ausgebreitet sind. Hier ist zu denken an Gemeinschaften wie die Jesuiten, die Illuminati, Freimaurerlogen und andere Logen, Skull and Bones, Bohemian Grove, Bilderberger, Chabad Lubavitch, das Komitee der 300 und andere. Hinzu kommen einflussreiche Familien (Blutlinien) wie etwa Rothschild, Rockefeller, Warburg, Onassis, Orsini, Li, Clinton, Bush und andere.
Aus kleinen Anfängen heraus übernehmen diese Gruppen und Familien allmählich die Spitzenpositionen in allen Bereichen der menschlichen Gesellschaft: Politik, Gesetzgebung, Wirtschaft, Industrie, Banken, Militär, Polizei, Geheimdienste, Medienbetrieb, Kirchen und Glaubensgemeinschaften, Kulturbetrieb, Musikbusiness, Showbusiness, Wissenschaft, Medizin, Pharmakologie. Sie stehen überall an der Spitze und lenken das Geschehen. Sie beginnen im größeren Umfang damit, gefährliche Gegner durch Mord auszuschalten. Dabei schützen sie sich gegenseitig vor der Verfolgung ihrer Untaten. Das Netzwerk hat tausend Augen, tausend Ohren und tausend Hände. Der Plan des Satans wird von ihnen mit allen Mitteln vorangetrieben. Vor den Augen der großen Massen sind sie verborgen. Nur der HERR Jesus Christus kennt sie alle und hat die Haare ihres Hauptes gezählt.
Zur Finanzierung ihres Systems werden enorme Mengen an Geld benötigt, denn man muss große Zahlen gewissenloser Menschen anheuern, ausbilden und gut bezahlen für ihre Dienste. Zunächst werden schon sehr früh die zentralen Banken der Organisation gegründet: Bank of Amsterdam, Bank of England, weitere Banken in Paris, in Frankfurt, in Basel, in Rom, in Amerika und schließlich auf der ganzen Erde. Die regionalen Währungen des tausendjährigen Reiches werden entweder mit Betrug oder mit polizeilicher und militärischer Gewalt einkassiert, eingeschmolzen und in Zentralbankwährungen umgewandelt. Dieses Geld ist nur gegen Zinsen zu bekommen, und so beginnt nun das weltweite System der Schuldsklaverei. Die Familie Rothschild übernimmt schließlich die Kontrolle über das Bankenwesen.
Die Superreichen werden immer reicher, und sie treten niemals öffentlich in Erscheinung, sondern lassen sich durch ihre Agenten in allen Bereichen vertreten. Diese Agenten werden entweder hervorragend bezahlt oder geheim erpresst, und sie treiben somit die Pläne mit Hochdruck voran. Die Armen werden immer ärmer. Es entstehen riesige Massen von besitzlosen Tagelöhnern, welche man durch den Druck von Angebot, Nachfrage und Preisen problemlos lenken kann. Diese Massen werden in Notsituationen sogar gegeneinander kämpfen, um zu überleben. Alle großen Unternehmen weltweit kommen schließlich in die Hand der Organisation. Die Ströme von Waren, Nahrungsmitteln, Gebrauchsgütern, Geld, Drogen und Waffen werden konsequent gelenkt. Die effektivsten Mittel zur Kontrolle werden rücksichtslos eingesetzt: Lüge, Betrug, Angst, Unsicherheit, Mangel, Armut, Gewalt.
Die Politik erzeugt Kriege und Revolutionen in den jeweils gewünschten Regionen, welche die Bevölkerungszahlen reduzieren. Die Heere in diesen Kriegen stehen ebenfalls im Dienst der Organisation. Zu Anfang werden gewissenlose Schurken in ausreichender Zahl von der Straße geholt, in eine Uniform gesteckt, gut versorgt und an der Waffe ausgebildet. Sie sind an allen möglichen Orten und zu allen möglichen Zwecken als Kampfeinheiten problemlos verfügbar. Sie werden einfach in Kasernen untergebracht und im Bedarfsfall mobilisiert. Mit ihnen werden die Revolutionen der frühen Jahre gekämpft.
In späteren Zeiten werden Berufsheere von hohem Standard gebildet. Die Soldaten in diesen späteren Zeiten sind selbst nur noch Kinder des Erziehungssystems der Organisation. Sie werden psychisch gelenkt und sind selbst davon überzeugt, für eine gute Sache zu kämpfen. Die Kommandeure sind mehrheitlich Diener des Systems und koordinieren ihre Feldzüge. Dies geschieht zunächst national, später auch international.
Die beiden Weltkriege werden durch internationale Zusammenarbeit hinter den Kulissen zwischen den beteiligten Nationen und ihren Anführern vorbereitet und gesteuert. Die Massen werden gezielt in die Vernichtung gelenkt. Auch ein Zelensky könnte heutzutage niemals überleben oder sogar mit Putin oder Trump verhandeln, wenn nicht alle zum selben System gehören würden. Alle Präsidenten sind Marionetten und haben mehrere Doppelgänger für kritische Situationen. Es läuft eine weltweite Agenda, welche vor den Massen verborgen wird. Dahinter steht die Hochfinanz, deren Mitglieder im Verborgenen bleiben. Sie lenken ihre politischen Marionetten auf den Weltbühnen.
Drittens: Die Glaubensüberzeugungen eines Menschen reichen bis in die tiefsten Schichten seiner Seele hinein und bestimmen sein Handeln. Als Nächstes muss also der Glaube der religiösen Massen in den christlichen Gemeinschaften und in der Welt verfälscht werden. Dies muss allmählich geschehen, damit die Menschen es nicht merken und schließlich der Lüge glauben. Die irregeleiteten Massen werden dann relativ einfach als Werkzeuge für die weitere Umsetzung des Plans zu gebrauchen sein. Sie werden alle Dinge tun, welche von ihnen verlangt werden.
2Thes 2,11-12: „Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, sodass sie der Lüge glauben, 12 damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit.“
Die Umwandlung des Glaubens beginnt natürlich in den sichtbaren Gemeindestrukturen und wird dann auf die Allgemeinheit ausgedehnt. Die Entwicklung erstreckt sich über viele Jahrzehnte. Es können hier daher nur die Eckpunkte der Strategie kurz angegeben werden.
Die Jesuiten als Agenten der schwarzen Synagoge kontrollieren bereits die katholische Kirche und das Papsttum. Das einfache Volk ist arglos und glaubt ihren Lehren. Daher geht die Umwandlung von ihnen aus und breitet sich immer weiter aus. Erst wenn man die Massen in den Irrtum hineingeleitet hat, kann man danach die wahren Gläubigen anfassen ohne den gewalttätigen Widerstand der unwissenden Massen fürchten zu müssen. Die Massen werden sich dann in ihrer Unwissenheit sogar für die Verfolgung der wahren Christen gebrauchen lassen. Die wahren Gläubigen wird man natürlich nicht verführen können, denn sie folgen dem HERRN nach, egal was es kostet. Man wird sie also erst zu gegebener Zeit verfolgen können und sie dann möglichst alle zu töten versuchen.
An erster Stelle steht zunächst die stufenweise Veränderung der Heiligen Schrift, welche die Grundlage des Christenlebens ist. Dies geschieht über Jahrzehnte hinweg. Zunächst gibt der englische King James im Jahr „1611“ der gefälschten Zeitrechnung eine Bibel mit diskreten Veränderungen gegenüber dem Urtext heraus. Die alten Bibeln wie etwa die von Tyndale und Wycliffe werden aus dem Verkehr gezogen, ebenso die alte Genfer Bibel. Wenige Exemplare bleiben allerdings erhalten, denn der Satan und seine Agenten sind weder allwissend noch allmächtig. Sie machen Fehler. Der HERR thront im Himmel und sieht sie alle. ER ist allwissend und allmächtig. ER vergisst nichts und macht niemals einen Fehler!
Die wesentlichste Änderung der Bibel geschieht durch die beiden Freimaurer und Okkultisten Westcott und Hort. Sie erfinden einen neuen Text, welcher signifikante Änderungen aufweist. Nestle und Aland greifen diese Veränderungen auf und entwickeln sie in ihren eigenen Bibelfassungen weiter. Etwas später folgt die Bibel der Zeugen Jehovas, die „Neue Welt Übersetzung“ (NWÜ) von Frederik Franz, welche mit der Hilfe von einigen lateinkundigen Katholiken angefertigt wird. Während etwa 100 Jahren entstehen überflüssige Fassungen, welche in unserer Zeit um die einhundert Versionen bis hin zu „Bibelperversionen“ wie der „Volxbibel“ und der „Satanic Bible“ umfassen. Kein normaler Mensch ist mehr in der Lage, dieses Dickicht zu lichten. Der Satan hat es geschafft, eine völlige Verwirrung anzurichten.
Ein weiterer entscheidender Schritt besteht in der Verfälschung der Glaubenslehren, und hier insbesondere der Prophetie, der Heilslehre und des Evangeliums.
Der Jesuit Francisco de Ribera verfasst bereits unmittelbar nach der Loslassung des Satans ein mehr als 500-seitiges Werk: In Sacrum Beati Ioannis Apostoli & Evangelistiae Apocalypsin Commentarii (Kommentar zur Apokalypse des heiligen und seligen Apostels und Evangelisten Johannes).
In diesem Werk begründet er die Lehre des Futurismus ähnlich der heute bekannten Form. Durch diese Lehre werden die Existenz und das Wirken des persönlichen Antichristen aus dem ersten Jahrhundert (Nero) und das zweite Kommen des HERRN Jesus Christus zum Gericht über die Alte Welt, welche ja zu diesem Zeitpunkt bereits tausend Jahre zurückliegen, in die Zukunft verlagert. Auch das gerade zu Ende gegangene tausendjährige Reich wird in die Zukunft verlagert. Das Buch der Offenbarung wird nahezu ganz auf die Zukunft gedeutet.
In der Zukunft wird eine einzelne Person, nämlich der Antichrist, folgende Dinge tun: Die Heiligen Gottes verfolgen und lästern. Den Tempel in Jerusalem wieder erbauen. Die christliche Religion abschaffen. Den HERRN Jesus Christus verleugnen. Von den Juden angenommen werden. Vorgeben, selbst Gott zu sein. Die beiden Zeugen Gottes töten. Die Welt beherrschen.
Kardinal Robert Bellarmine, ein sehr bekannter Jesuit, veröffentlicht in mehreren Teilen sein Werk: Disputationes Robertii Bellarmini Politiani Societatis Jesu De Controversiis Christianae Fidei Adversus Huius Temporis Haereticos. (Polemische Lektionen des Robertus Bellarminus, Politicus der Societas Jesu, betreffend die Streitpunkte des christlichen Glaubens, entgegen den Irrlehrern der gegenwärtigen Zeit). Er bestätigt die Aussagen Riberas. Der englische Jesuit Michael Walpole veröffentlicht sein Werk: A Treatise of Antichrist (Eine Abhandlung über den Antichristen), in welcher er unter dem Pseudonym Christopherson eine leidenschaftliche Verteidigung aller Lehren seines Kollegen Kardinal Bellarmine vertritt.
Der chilenische Jesuit Manuel de Lacunza schreibt unter dem jüdischen Pseudonym Juan Josafa Rabbi Ben-Ezra ein Manuskript unter dem Titel: La Venida del Mesias en Gloria y Magestad (Die Ankunft des Messias in Herrlichkeit und Majestät). Das jüdische Pseudonym soll die Akzeptanz der anvisierten Leserschaft der protestantischen Zielgruppe deutlich vergrößern. Das Ziel wird erreicht. Edward Irving, der schottische Presbyterianer und charismatische Massenprediger, übersetzt das Buch von Lacunza ins Englische, versieht es mit einem eigenen weitschweifigen Vorwort und veröffentlicht es in London unter dem Titel: The Coming of Messiah in Glory and Majesty with a Preliminary Discourse. Er übernimmt im Wesentlichen die Standpunkte Lacunzas.
John Nelson Darby begründet schließlich kurz danach den Dispensationalismus in seiner heutigen Form. Darbys Konzept ist bei Licht betrachtet letztlich nichts anderes als eine christianisierte neuzeitliche Version der alten talmudischen und kabbalistischen Lehren des Judentums und des jüdischen religiösen Zionismus. Die sieben Dispensationen Darbys über einen Zeitraum von 7000 Jahren korrespondieren mit dem Sabbatkonzept der 7000 Jahre Weltgeschichte aus dem Talmud und dem Zohar.
Die Zeit der zukünftigen großen Drangsal Israels korrespondiert nach der Lehre Darbys mit den Leiden des zu Darbys Lebenszeit noch zukünftigen (jedoch in den Planungen der schwarzen Synagoge bereits damals anvisierten) irdischen Staates Israel am Ende unter dem Mashiach ben Joseph. Das zukünftige Kommen Christi zur Gründung seines ebenfalls zukünftigen tausendjährigen Friedensreiches korrespondiert mit der Ankunft des Mashiach ben David der Juden. Die jüdisch-messianische Gestalt des Talmud und des Zohar wird von Darby christianisiert und auf den HERRN Jesus Christus projiziert. Alles liegt noch in der Zukunft. Die Prophetie steht auf dem Kopf.
Darbys Werk wird durch den religiösen Betrüger Cyrus Ingerson Scofield schließlich weit verbreitet. Die Lehren der Scofield-Reference-Bible überfluten die gesamte protestantische Welt. Sie werden zum lehrmäßigen Herzstück der gesamten evangelikalen Bewegung aufgebaut. Als der neuzeitliche Staat Israel schließlich im Jahr „1948“ gegründet wird, werden J.N. Darby und C.I. Scofield in den Augen der geistlich verblendeten evangelikalen Christenheit in den Status von biblischen Propheten erhoben. Es werden jedoch in ihrer Lehre ein anderer Jesus und ein anderes Evangelium gepredigt, welche auf einem anderen Geist basieren.
2Kor 11,4: „Denn wenn der, welcher [zu euch] kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen.“
Der andere Jesus ist weder allwissend noch allmächtig, denn er musste nach seiner Auferstehung die Aufrichtung seines tausendjährigen Reiches verschieben, weil die Juden nicht an ihn glauben wollten. Er musste seinen ewigen Ratschluss verändern, weil die Pharisäer ihn dazu gezwungen hatten. Was für eine schwerwiegende Irrlehre!
Das andere Evangelium predigt nicht mehr Buße und Glauben, so wie es der HERR selbst getan hat.
Mk 1,14-15: „Nachdem aber Johannes gefangen genommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes 15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“
Es predigt einfach nur Glauben. Buße musst du nicht mehr tun. Du brauchst nur in deinem Kopf zu glauben was der Evangelist dir gesagt hat. Dann sprichst du einfach das Rettungsmantra nach, „nimmst Jesus in dein Herz auf“, und flugs bist du gerettet! Nachfolgen musst du dem HERRN nicht mehr, und schon gar nicht mehr dann wenn es etwas kostet. Bis heute sind fast alle Protestanten und Evangelikalen auf diese Irrlehre hereingefallen.
Ihre Prophetie steht auf dem Kopf.
Ihre Propheten verkündigen einen anderen Jesus.
Ihr humanistisches Evangelium rettet nicht mehr.
Es verkündigt nur noch Vergebung, aber keine echte biblische Wiedergeburt in Buße und Glauben des Herzens mehr, keine Errettung mehr von der Macht der Sünde, keine Taufe im Heiligen Geist, keine gehorsame und leidensbereite Nachfolge auf dem Weg des Kreuzes.
Zahllose Namenschristen leben in geistlich kraftlosen Gemeinschaften, weil sie das Werk des Heiligen Geistes in den Gläubigen und den Weg des Kreuzes (den Tod des Eigenwillens) nicht mehr kennen. Dieser Weg wird ihnen auch von den ebenso kraftlosen Lehrern nicht mehr gepredigt oder gar vorgelebt.
Alle warten nur noch auf die zukünftige leidensfreie Vorentrückung der Christen, die darauffolgende große Drangsal für sieben Jahre im heutigen irdischen Staat Israel, den dritten Steintempel in Jerusalem, den persönlichen Antichristen, das zweite Kommen des HERRN Jesus Christus nach dieser siebenjährigen Drangsal, und schließlich die Aufrichtung des heute immer noch zukünftigen tausendjährigen Reiches mit der Herrschaft des irdischen Israel über die ganze Erde.
Alles was sich in Wirklichkeit in der Vergangenheit schon ereignet hat, ist nunmehr erfolgreich in die Zukunft verlagert worden. Nahezu alle Christen in den protestantischen und evangelikalen Gemeinden der Welt glauben es. Sie sind in den Irrtümern ihrer falschen Propheten gefangen. Auch die falschen Propheten selbst glauben es, denn sie haben es ja auf ihren Prophetenschulen als junge Leute so gelernt.
Ein weiterer Eckpfeiler in dieser religiösen Verirrung ist die Ersetzung des geistlichen Israels Gottes, nämlich der Gemeinde des HERRN Jesus Christus, welche als sein Leib in allen Nationen auf der ganzen Erde lebt, durch den irdischen Staat Israel in unserer Zeit.
Die Prophetie des Irrtums ist nicht mehr Christus-zentriert, sondern Israel-zentriert.
Diese Irrlehre hat die gesamte Christenheit infiltriert. Sie hat dazu geführt, dass der ursprünglich religiöse Zionismus auch als politische Kraft in der Welt etabliert werden konnte, und dass der moderne Staat Israel im Nahen Osten gegründet werden konnte. Dieses irdische Israel mit seinem irdischen Jerusalem soll ja in der Zukunft das Herrschaftszentrum der ganzen Erde für tausend Jahre sein. Die Irrlehre hat außerdem dazu geführt, dass die evangelikale Christenheit des Westens den Staat Israel im Nahen Osten bis heute bedingungslos unterstützt, und zwar religiös, finanziell und sogar militärisch.
Die Umwandlung des Glaubens der christlichen Massen, also des sogenannten institutionellen Namenschristentums aller möglichen Denominationen ist heute vollendet. Sie reicht von der katholischen Kirche bis in alle protestantischen Strömungen (Kirchen und freie Gemeinden) hinein. Sie hat die Evangelikalen aller Benennungen ebenfalls eingenommen.
Sogar der Satan kann heute offiziell eine eigene Kirche betreiben: Die „Church of Satan“, gegründet in der Walpurgisnacht 1966 von Anton Szandor La Vey in einem alten Hotelgebäude in der California Street in San Francisco. Sie trägt deshalb unter Insidern den Decknamen „Hotel California“. So wurde sie auch in der Musikwelt durch die „Eagles“ bekannt gemacht. Anton La Vey gab schließlich auch eine eigene „Satanic Bible“ heraus. Die Augenzeugen seines Sterbens haben berichtet, dass ihn in seinen letzten Augenblicken blankes Entsetzen ergriff.
Hinzu kommen die unzählbare Menge von Sekten und Sondergruppierungen, von denen hier auch nur einige wenige genannt werden können: Zeugen Jehovas (Charles Taze Russell), Mormonen (Joseph Smith), Neuapostolische Kirche (Miller), Moonies (San Myung Moon, ein falscher Christus unserer Zeit), Brüderbewegung (John Nelson Darby, C.I. Scofield), Scientology (L. Ron Hubbard), Charismatische Bewegung, Word of Faith Bewegung (Kenneth Hagin, Paul und Jan Crouch, Kenneth und Gloria Copeland, Joyce Meyer, Benny Hinn, Creflo Dollar, Paula White, Derek Prince, Joel Osteen, T.D. Jakes) und viele andere. Im deutschen Sprachraum existiert ein Verzeichnis der religiösen Sondergruppierungen von der Größe eines Lexikons (Oswald Eggenberger). Der Irrtum hat sich in eine uferlose Menge von Facetten gekleidet. Gröbste Irrlehren und gröbste Sünden werden in den Gemeinden aller Denominationen der „Christenheit“ geduldet. Die Gemeinden nähern sich immer mehr dem Diktat des kulturellen Mainstreams an, inklusive „LGBTQ“. Die ernsthaften Gläubigen müssen aus „Babylon der Großen“ hinausgehen und sich in der Stille versammeln.
Die Verfolgung der wahren Gläubigen begann schon vor der Loslassung Satans mit der Gründung der katholischen Inquisition. Sie setzt sich durch die Zusammenarbeit der Kirchenfürsten unter der Führung Satans mit den weltlichen Herrschern unter der Führung Satans bis in unsere Gegenwart fort. Die politischen Systeme dieser Welt haben die Christen auf unterschiedlichste Weisen grausam verfolgt, und sie tun es bis heute noch immer. So wie der Leib des HERRN auf Golgatha aus tausend Wunden geblutet hat, so tut es die wahre Gemeinde als der Leib Christi in den Diktaturen der Welt bis heute noch immer. In unserer Zeit tarnen sich die Diktaturen als „Demokratien“ und lassen keinen Raum mehr für die wahren Gläubigen. Echte geistliche (nicht emotional gruppendynamische) Gemeinschaft wird bald vielleicht nur noch im Untergrund in den Häusern der Gläubigen möglich sein. So war es ganz zu Beginn, und so wird es am Ende möglicherweise wieder sein.
Apg 2,44+46: „Alle Gläubigen waren aber beisammen und hatten alle Dinge gemeinsam; 46 Und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und in Einfalt des Herzens;“
Das echte Judentum wird ebenfalls von der Synagoge Satans erfolgreich infiltriert, und zwar durch die sogenannten Kryptojuden, zu welchen bereits Ignatio de Loyola gehörte. Die Sekten der Sabbatarianer und Frankisten sagen, dass sie Juden seien, aber sie sind es nicht.
Off 2,9: „Ich kenne deine Werke und deine Drangsal und deine Armut — du bist aber reich! — und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind es nicht, sondern eine Synagoge des Satans.“
Off 3,9: „Siehe, ich gebe, dass solche aus der Synagoge des Satans, die sich Juden nennen und es nicht sind, sondern lügen, siehe, ich will sie dazu bringen, dass sie kommen und vor deinen Füßen niederfallen und erkennen, dass ich dich geliebt habe.“
Sie dienen Luzifer nach den Regeln des Talmuds und der okkulten Kabbala (Zohar). Ihre höchsten Symbole sind der Lebensbaum der Kabbala (der Weg zur Selbstvergöttlichung und zum ewigen Leben) und die Sefirah Tifareth, das Hexagramm. Durch die Rabbiner des Chabad Lubavitch werden heute fast alle wichtigen Politiker der Welt kontrolliert. Die Showprominenz aus aller Welt pilgert ebenfalls zu den Chabad-Zentren, um sich dort von den Rabbinern in der Kabbala ausbilden zu lassen. Die Kontrolle der Politiker geschieht durch religiöse Irrlehre, durch moralische oder finanzielle Erpressung, notfalls auch durch rohe Gewalt. John F. Kennedy kann ein Lied davon singen. Das Endziel besteht in der absoluten weltweiten Macht der Synagoge des Satans über alle Nationen. Die ganze Welt soll dazu gezwungen werden, ihren Noahidischen Gesetzen zu folgen. Aber das ist ein anderes Kapitel, welches hier nicht diskutiert werden soll.
Die echten irdischen Juden beteiligen sich nicht daran. Sie glauben an die Schriften des Alten Testamentes, und nicht an den Talmud und die Kabbala. Sie sind überzeugte Gegner des Zionismus (Neturei Karta: Orthodox Jews against Zionism). Sie wollen im Frieden mit allen Völkern in der weltweiten Zerstreuung der Diaspora leben bis der Messias kommt, den sie leider selbst noch nicht erkannt haben.
Die Synagoge des Satans hat eine „echte jüdische Identität“ vorgetäuscht. Sie ist jedoch in ihrem Herzen ein Feind der echten Juden. Sie hat schon vor mehreren Hundert Jahren das äußerliche Erscheinungsbild des echten Judentums angenommen und es als Tarnung für ihre eigenen bösen Aktivitäten benutzt, um nicht entdeckt zu werden. Ihr verstorbener „Rebbe“ Menachem Schneerson („1902“-„1994“) stammt aus Mykolaiv in der Ukraine. Die bösen Taten der falschen Juden wurden in der Weltöffentlichkeit den echten Juden angelastet. Die echten Juden sind von der Synagoge des Satans gekapert und zu den Sündenböcken vor den Augen der ganzen Welt gemacht worden. Dies ist die Ursache für die schweren Verfolgungen, denen die echten Juden weltweit ausgesetzt waren und immer noch sind.
In unserer Zeit sehen wir im Weltjudentum unter den thoragläubigen Rabbinern eine starke Tendenz, sich von den Talmud - und Kabbala - Rabbinern der Synagoge des Satans zu distanzieren (z.B. Rabbi Dovid Weiss und andere). Sie veranstalten große Kongresse zu diesem Zweck, um die einfachen Juden zu belehren. Es tobt derzeit ein harter Kampf zwischen den beiden geistlichen Parteiungen innerhalb der sichtbaren Strukturen des Weltjudentums. Die „Spreu“ wird auch hier vom „Weizen“ getrennt. Der Schreiber des vorliegenden Textes ist persönlich davon überzeugt, dass der HERR eine große Errettung unter den echten Juden vorbereitet, welche bald kommen wird.
Viertens: Der HERR Jesus Christus sitzt auf dem Thron im Himmel und auf dem Thron des Herzens jedes Gläubigen. Diese Wahrheit muss aus dem Bewusstsein der größtmöglichen Mehrheit der Menschen ausradiert werden. Auf dem Thron des menschlichen Herzens muss das „Ich“ als Ersatzgott (Götze) sitzen. Wie schon der Satan im Paradies zu Eva sagte
1Mo 3,5: „Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!“
Das Werkzeug zur Erreichung dieses Zieles ist die humanistische Philosophie der „Renaissance“. Die „Renaissance“ ist somit nicht nur die „Neugeburt“ der menschlichen Vernunft, sondern sie ist eigentlich die „Neugeburt“ der Verführung des Satans in seiner Loslassung. Der HERR hat in seinem Wort gesagt, dass der Mensch sich nicht auf seinen Verstand verlassen soll, denn seine Erkenntnis ist den Gedanken Gottes weit unterlegen
Spr 3,5-6: „Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; 6 erkenne Ihn auf allen deinen Wegen, so wird Er deine Pfade ebnen.“
Jes 55,8-9: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; 9 sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“
Kol 2,8: „Habt acht, dass euch niemand beraubt durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den Grundsätzen der Welt und nicht Christus gemäß.“
Der Humanismus und der Rationalismus treten diese Worte Gottes mit Füßen. „Der Mensch ist das Maß aller Dinge! René Descartes: Cogito ergo sum! (Ich denke, also bin ich!). Der kategorische Imperativ von Immanuel Kant! Die Kraft der reinen Vernunft!“ Alle diese Philosophien werden in der Zeit der „Renaissance“ oder kurz danach geboren. Die Philosophen steigern sich immer weiter hinein in ihre Gedanken bis hin zum Atheismus (Voltaire und später Nietzsche, Feuerbach, Schopenhauer und andere erklären Gott für tot).
Aus diesen gedanklichen Strömungen geht dann in der weiteren Entwicklung die geistige Verirrung der modernen Tiefenpsychologie hervor. Hier sind Namen zu nennen wie Siegmund Freud, Alfred Adler und C.G. Jung, welche in ihrer Tiefenpsychologie eindeutig okkulte Tendenzen offenbaren und praktizieren. C.G. Jung hat sogar einen persönlichen Leitgeist mit dem Namen Philemon, welcher ihm Weisungen erteilt und ihm praktisch seine gesamte psychologische Theorie mitteilt.
In der Tiefenpsychologie werden zahlreiche Fälle von dämonischer Besessenheit als „Schizophrenie“ umdeklariert. Die Besessenen sind jetzt nicht mehr dämonisch gesteuert, sondern sie sind „gespaltene Persönlichkeiten“ und können mit Medikamenten behandelt werden. Die Zauberlehrlinge in der Psychologie wissen hierbei auch selbst nicht mehr was sie tun. „Die Geister die ich rief, die werde ich nun nicht los!“
Der bekennende Satanist Karl Marx legt im Auftrag des Großkapitals in den USA (Rockefeller, Carnegie) das theoretische Fundament für den Weltkommunismus, welcher in der Praxis 300-400 Millionen Menschenleben fordern wird. Der Tiefpunkt der Philosophie ist schließlich die neomarxistische Frankfurter Schule (Max Horkheimer, Theodor Adorno, Herbert Marcuse, Jürgen Habermas). Ihre Theorien breiten sich in Windeseile aus und werden zur Grundlage für die Revolution der „1968er“ Bewegung, die blutigen politischen Revolutionen in verschiedenen Weltteilen (vor allem Südamerika) und die bis heute angestrebte Errichtung einer weltweiten totalitär sozialistischen Diktatur.
Im Schlepptau dieser Philosophie und Psychologie folgen dann die modernen Soziologen und Pädagogen, welche in unserer Zeit die Normen der ehemals christlichen Gesellschaften, des Zusammenlebens der Geschlechter und die Prinzipien der christlichen Erziehung und des christlichen Familienlebens ausgelöscht haben.
Weitere gedankliche Strömungen sind der Existentialismus, der Nihilismus und der Feminismus, welche den Sinn der menschlichen Existenz relativieren, das Zusammenleben von Männern und Frauen zerstören und die Frauen als selbstbestimmte und alleinerziehende Steuersklavinnen der Banker in die Arbeitswelt hineinbringen. Die Abtreibung des ungeborenen Lebens hat bis heute weltweit 1,5 bis 2 Milliarden Menschenleben gefordert. „Wir brauchen Gott nicht, um glücklich zu sein! Das Glück des Menschen liegt in seiner Selbstverwirklichung! Der Gott der Religiösen ist reine Einbildung! Es gibt ihn nicht! Wir selbst sind unser eigener Gott! Mein Bauch gehört mir!“
Die Popkultur, beginnend mit den Beatles, fortgesetzt in der Rockmusik bringt schließlich im Zusammenspiel mit der Einführung der fernöstlichen Religionen (transzendentale Meditation, Bhagwan, Yoga, Esoterik, Astrologie, Veganertum, Umweltbewegung, Wahrsagerei) durch die New-Age-Bewegung die Zerstörung der christlichen Kultur zur Vollendung.
Fünftens: Das biblische Weltbild besagt gemäß dem Schöpfungsbericht in 1Mo 1, dass Gott einen abgeflachten Erdkreis erschaffen hat. Dieser Erdkreis steht inmitten der großen Wassertiefen auf Säulen und ist unbeweglich. Der Nordpol liegt im Zentrum der Erdfläche. Der Süden ist von dem äußeren Ring des antarktischen Eises umschlossen, welcher die Ozeane einfasst. Die Erdoberfläche wird überspannt von einem festen kuppelförmigen Firmament, welches den Lebensraum der irdischen Atmosphäre von den darüberstehenden oberen Wassern trennt. Am vierten Schöpfungstag hat Gott die Sonne, den Mond und die Sterne als Lichter erschaffen und sie an diesem Firmament befestigt. Senkrecht über dem Nordpol der Erdoberfläche steht der Polarstern im Zenit der Kuppel des Firmamentes. Der Sternhimmel rotiert um diesen Polarstern.
Die Himmelskörper bewegen sich am Firmament auf festgelegten Kreisbahnen, mit deren Hilfe Tag und Nacht, Monate und Jahre, sowie auch relativ genaue Positionen auf der Erdoberfläche und auf den Meeren bestimmt werden können: Bei Tag durch die Sonne, bei Nacht durch die Sternbilder. Sonne und Mond sind die Zeiger einer riesigen göttlichen Uhr. Die Sonne mit ihrem Lichtkegel umkreist innerhalb von 24 Stunden einmal das Firmament über der Erdoberfläche, etwa so wie eine leuchtende Taschenlampe mit ihrem Lichtkegel über eine runde Tischplatte laufen würde. Der Lichtkegel erleuchtet etwa den halben Durchmesser des Erdkreises und läuft mit der Sonne in 24 Stunden einmal in ostwestlicher Richtung um den ganzen Erdkreis. Innerhalb des Lichtkegels ist Tag, am Rand ist Dämmerung, außerhalb ist Nacht.
Der Äquator ist die senkrecht auf die Erdoberfläche projizierte kreisförmige Umlauflinie der Sonne an den Tagen des Frühlingsanfangs am 21. März und des Herbstanfangs am 21. September (Tag- und Nachtgleiche). Diese projizierte Kreislinie hat eine Länge von etwas mehr als 40.000 Kilometern und wurde früher mit Schiffen umrundet, indem die konzentrisch um den Nordpol angeordneten Kontinente in ostwestlicher oder westöstlicher Richtung umfahren wurden. In unserer Zeit wird der Äquator überflogen. Der Radius des Sonnenumlaufkreises um den Nordpol variiert. Er ist am 21. Juni (Sommersonnenwende) jedes Jahres am kleinsten, am 22. Dezember (Wintersonnenwende) jedes Jahres am größten. Die Sonnenbahn ist mit der gefederten Spiralunruhe einer Uhr zu vergleichen, welche sich im Sommer durch Kontraktion spannt und im Winter durch Extension entspannt. Diese riesige Sonnenuhr wird bis zum letzten Tag der gegenwärtigen Schöpfung ablaufen.
Die Erdoberfläche selbst ragt aus den unteren Wassern hervor, nachdem sie ursprünglich am dritten Schöpfungstag aus ihnen herausgehoben wurde. In der Zeit Noahs wurde sie von den oberen Wassern durch die Regenmassen aus den Fenstern des Himmels und von den unteren Wassern aus den Quellen der Tiefe im Gericht der weltweiten Sintflut nochmals für etwas mehr als ein Jahr überschwemmt. Danach wurde sie von Noahs Familie sowie von den Tieren aus der Arche heraus neu besiedelt. Im Untergrund dieser Erde liegt der vulkanische Bereich des Feuers, welchen die Bibel als Totenreich oder Scheol bezeichnet.
Gott selbst thront im ewigen unerschaffenen Heiligtum des Himmelssaals über den oberen Wassern. Die Bibel bezeichnet diesen Wohnort als den Versammlungsberg Gottes im äußersten Norden (also über dem Polarstern am Zenit des Firmamentes und den oberen Wassern). Die Erde ist der Schemel für Gottes Füße, wie es der HERR selbst in der Bergpredigt sagte. Gott schaut durch die oberen Wasser hindurch auf den Himmel, die Himmelskörper, auf den Erdkreis und auf die Menschen herab, zu deren Erlösung er auch seinen eigenen Sohn als einen Menschen auf die Erde gesandt hat.
Der HERR Jesus Christus, der ewige Sohn des Vaters, hat den Thronsaal verlassen und alle Himmel durchschritten. Er hat auf der Erde durch sein Leben, durch seinen Tod und seine Auferstehung sein Erlösungswerk getan. Nach seiner Kreuzigung und seinem Begräbnis hat er für kurze Zeit den Scheol besucht, um dort seinen Sieg zu verkünden und die Seelen der Gläubigen aus dem Alten Testament mit sich zu nehmen. Danach ist er leiblich aus seinem Grab auferstanden und zu seinem Vater in den Himmelssaal zurückgekehrt. Er thront jetzt als verherrlichter Mensch und Gott zur Rechten des Vaters und regiert über die gesamte Schöpfung im sichtbaren und im unsichtbaren Bereich. Bei seiner Wiederkunft zum letzten Gericht werden die jetzige Erde und der jetzige Himmel mit Feuer verbrannt und durch einen neuen ewigen Himmel und eine neue ewige Erde ersetzt. Das ist das biblische Weltbild.
Wenn es keinen Gott mehr gibt, dann gibt es natürlich auch keinen Schöpfer und keine Schöpfung mehr. Der nächste Punkt in der Agenda ist somit die Vernichtung des soeben erklärten biblischen Weltbildes durch die Erfindung einer gefälschten Naturwissenschaft.
Tycho Brahe aus Dänemark ist der letzte bedeutende Astronom, welcher ein geozentrisches Weltbild vertritt. In diesem Weltbild kreisen die Sonne, der Mond und die Sterne auf ihren Bahnen über der Erde. Der Hochgradfreimaurer Nikolaus Kopernikus entwirft nun sein heliozentrisches Weltbild, in welchem die Erde zusammen mit den anderen Planeten um die Sonne kreist. Dieses Sonnensystem ist nur eines von Millionen anderer Systeme innerhalb des gewaltigen Universums. Johannes Kepler, Galileo Galilei und andere schließen sich ihm an. In den Theorien nachfolgender „Wissenschaftler“ wird festgestellt, dass dieses ganze System vor „etwa 13 Milliarden Jahren“ durch einen Urknall entstanden ist. Keiner der betreffenden Theoretiker ist jedoch jemals dazu in der Lage, die Theorie zu bestätigen. Der „Urknall“ widerspricht jeder menschlichen Logik denn er besagt in etwa, dass durch die Explosion einer Bibliothek kein rauchender Trümmerhaufen entsteht, sondern eine vielbändige Enzyklopädie.
Dennoch werden die neuen „Erkenntnisse“ in der Welt durchgeboxt, denn sie dienen einem Zweck. In diesem Weltbild schaut nämlich kein Gott mehr auf die Erde herab und freut sich an seiner Schöpfung und an den Menschenkindern, sondern die Erde ist zu einem völlig bedeutungslos und ziellos umherirrenden Staubkorn im grenzenlosen Universum der gottlosen Humanisten und Atheisten geworden. Gott hat in diesem Weltbild keinen Platz mehr. Die meisten Menschen glauben es, weil sie keine biblische Erkenntnis und keinen Glauben an Gott mehr kennen. Auch die christlichen Prediger lehren es von ihren Kanzeln herab. Sie sind in die Falle gegangen, vor der Paulus schon gewarnt hat:
1Tim 6,20-21: „O Timotheus, bewahre das anvertraute Gut, meide das unheilige, nichtige Geschwätz und die Widersprüche der fälschlich so genannten »Erkenntnis«! 21 Zu dieser haben sich etliche bekannt und haben darüber das Glaubensziel verfehlt. Die Gnade sei mit dir! Amen.“
Auf der Grundlage dieses Weltbildes werden dann neue „Erkenntnisse“ gewonnen und konsequent verbreitet. Isaac Newton „revolutioniert“ die Physik. Die wunderbare Himmelsmechanik Gottes wird durch die physikalische Newton-Mechanik ersetzt. Später werden die mechanistischen Atommodelle, die Atomphysik Einsteins (inzwischen widerlegt durch Tesla und andere) und die Quantenphysik folgen.
Zu einer Zeit in welcher es noch keinen einzigen funktionierenden Hochleistungsrechner gibt wird eine Mondlandung simuliert, welche in Wirklichkeit niemals stattgefunden hat. Alle „Mondlandungen“ sind die Projekte von Hochgradfreimaurern in Zusammenarbeit mit den satanisch gesteuerten Filmstudios in Hollywood. Der Regisseur des Mondlandungsfilms war Stanley Kubrick. Er hat in einem Video, welches der Schreiber mit eigenen Augen gesehen hat, kurz vor seinem Tod die Wahrheit preisgegeben. Es existieren auch Videos, welche ihn seinerzeit mit der „Actionklappe“ zusammen mit seinem Filmteam auf der „Mondoberfläche“ der Hollywoodstudios zeigen. Das Gleiche gilt für die „Marslandungen“. Das Gelände der „Marsoberfläche“ liegt in der eisfreien nordkanadischen Inselwelt. Das NASA-Team ist in einem Fahrzeug mit der Aufschrift „Mars Project“ dorthin gefahren und hat ein „Marsmobil“ ein paarmal im Kreis herumfahren lassen. Auch dafür gibt es zwar mittlerweile klare Beweise (siehe: YouTube / Flat Out Truth 2 / Terry R. Eicher), aber niemand will es sehen.
Eine weitere große Lüge mit welcher die gesamte Menschheit seit „1945“ in Angst und Schrecken gehalten wird, ist die Atombombe. Die völlig verblendeten Menschen glauben an die Filmaufnahmen, welche ein Kameramann in diesem Jahr „1945“ mit einer Schutzbrille, einer Aluminiumbox, einem einfachen Stativ und einem Kodak-Zelluloidstreifen (damalige Spitze der Filmtechnik) beim „Atombombentest“ in der „Todeszone“ bei 1000 Bar Explosionsdruck und einer Million Grad Celsius Temperatur gedreht haben soll.
Da kann man nur sagen: „Das muss ein ziemlich harter Junge gewesen sein“. Er selbst wurde nicht verdampft, seine Alukamera ist nicht geschmolzen, sein hauchdünner Zelluloidstreifen blieb bei einer Million Grad voll funktionsfähig und hat einwandfreie Aufnahmen geliefert. Alles höchst beeindruckend, nicht wahr?
Auch die Videos von Hiroshima und Nagasaki sowie die Aufnahmen von weiteren „Atomtests“ in der Südsee sind bei genauem Hinsehen leicht als Fälschungen zu identifizieren. Sie wurden erzeugt, indem man die Bilder einer schweren konventionellen Explosion über feststehende Hintergründe überprojiziert hat. Die „Wolkenstrukturen“ im Bereich der „Detonationen“ verändern sich zwar, denn sie sind Teil der Rauchwolke, aber die Hintergrundstrukturen bewegen sich keinen Millimeter. Hiroshima und Nagasaki wurden nicht „atomar verdampft“, sondern mit Napalm abgebrannt.
Wieso sind die Holzhütten verbrannt, während die Steingebäude teilweise erhalten blieben? Wieso lebten bereits wenige Jahre nach der „Detonation“ wieder Menschen in einem Gebiet, welches angeblich auf „Millionen von Jahren hin“ nicht mehr bewohnbar ist? Einfache Fragen mit ebenso einfachen Antworten: Wir sind belogen worden. Aber es kann nicht wahr sein was nicht wahr sein darf. Die „Wissenschaft“ ist der Gott unserer Zeit geworden. Sie hat den Gott der Bibel in den Augen der Weltmenschen ersetzt. Leider auch in den Augen der meisten Christen.
Die nächste große Lüge in unserer Liste ist die Evolutionstheorie des Freimaurers Charles Darwin. Er veröffentlicht sie in „1859“ in seinem Buch „The Origin of Species“. Die Lebewesen auf der Erde wurden nicht von einem Gott erschaffen, sondern sie sind durch rein zufällige Prozesse über Milliarden von Jahren auseinander entstanden. Andere „Forscher“ reden von der Entstehung des Lebens aus einfachen Atomen und Molekülen in einer „Ursuppe“. Eine Linsensuppe oder eine Tomatensuppe kann der Schreiber sich noch bildlich vorstellen, aber der Gedanke einer „Ursuppe“ liegt an der Grenze des Erträglichen.
Auch hier folgen weitere Betrügereien nach. Der Hochgradfreimaurer Richard Owen beginnt kurz nach Darwin damit, aus Skeletteilen von verschiedenen Tieren einen Dinosaurier („schreckliche Echse“) zusammenzusetzen. Auf einer Abbildung sieht man ihn neben diesem Wesen stehen, welches nur aus einem Schädel, einer Halswirbelsäule, einem Beckenknochen und zwei Beinen besteht. Kein Brustkorb, kein Bauch, keine weitere Wirbelsäule. Also wohl nur sehr eingeschränkt lebensfähig. Es existiert auch eine Portraitaufnahme von Richard Owen selbst. Sehr interessant und vielsagend. Später werden dann auch weitere „Dinosaurier“ gebaut, zum Teil aus Gipsknochen bestehend, welche in imponierender Größe angefertigt, zusammengesetzt und danach in entsprechenden „Naturkundemuseen“ ausgestellt werden. Die Menschen fallen darauf herein, denn sie glauben der „Wissenschaft“. Im Zeitalter der Computersimulationen sind wir nun von Hollywood endgültig in die „Jurassic World“ der Computer-Dinosaurier hineingeführt worden.
Die KI wird uns noch weitere Überraschungen bescheren. Es werden Menschen zu uns reden, die überhaupt nicht existieren. Durch die weltweiten Computernetze ist ein Maß an Kontrolle über den einzelnen Menschen entstanden, welches jeder Beschreibung spottet. Das System weiß fast alles von uns. „Datenschutz“ ist nur noch ein Märchen, denn er wird hinter den Kulissen längst mit Füßen getreten. Möglichst alle Menschen sollen dazu gezwungen werden, sich an das System anzudocken, indem man dafür sorgt, dass man ohne die Funktionen der Technik kaum noch überleben kann. Alles wird kontrolliert: Mobilität, Konsumverhalten, Worte, Handlungen und wenn möglich sogar Gedanken.
Als letzter Punkt in diesem Abschnitt nun noch ein Wort über die Medizin. Wir haben schon kurz über die Psychologisierung der dämonischen Besessenheit gesprochen. Im tausendjährigen Reich des HERRN Jesus Christus gab es keine dämonische Besessenheit, denn der Satan war gebunden. Diese Phänomene traten erst nach seiner Loslassung wieder hervor. Die Psychologen kümmern sich nun darum. Der Heilige Geist ist zwar auch heute noch stärker als der Satan und jeder seiner Dämonen, aber das interessiert niemanden mehr.
Im Bereich der körperlichen Krankheiten ziehen schon unmittelbar nach der Loslassung des Satans die Bader und Starstecher durch die Lande. Sie verkaufen den Kranken schädliche Elixiere und stechen ihnen buchstäblich die Augen aus. Große Zahlen von Menschen sterben elendig an ihren „Behandlungen“.
Kurz danach geht es dann los mit den Impfungen. Edward Jenner bringt verschmutzte Kuhsubstanzen in die Blutbahn der Menschen ein. Tausende versterben an den dadurch ausgelösten Geschwüren. Es werden Impfungen „gegen“ verschiedenste Erkrankungen entwickelt und eingeführt: Pocken, Tuberkulose, Poliomyelitis, Diphtherie und viele andere Erkrankungen. Das Eigenartige dabei ist, dass die geimpften Menschen oft mehrheitlich genau die Krankheit bekommen „gegen“ welche sie geimpft worden sind.
So wird zum Beispiel in Indien eine Polioepidemie mit Tausenden von Toten und noch viel mehr lebenslang Behinderten durch die Impfung ausgelöst. Man weiß heute, dass ein gewisser Dr. Rolf Szmuness in Afrika das HIV-Virus an Homosexuelle und Prostituierte verimpft hat, getarnt als Hepatitisimpfung. Genau das Gleiche geschieht in San Francisco. Auch die spanische Grippe des Jahres „1920“ mit 20 Millionen Toten wird durch eine Impfung ausgelöst, welche zuvor am Militär zwangsgetestet worden ist. Damals ist John D. Rockefeller groß im Geschäft. Er vernichtet die Naturheilkunde und führt seine neuen Medikamente auf Mineralölbasis ein, welche bis heute im Umlauf sind. Aus dieser Umstellung kommt die gigantische Pharmaindustrie der Gegenwart hervor.
Robert Koch vergiftet in Zentralafrika große Zahlen von Menschen mit Arsen. Für seine „Forschungsergebnisse“ lässt er sich von seinem Kumpel Alfred Nobel aus Schweden, dem Erfinder des Dynamits zur Revolutionierung der Kriegsführung, einen „Nobelpreis“ verleihen. So geht er in die Annalen der „Wissenschaft“ ein. Er gründet in Deutschland sein Robert-Koch-Institut, das uns allen bis heute wohlbekannte RKI.
Im Jahr „2020“, also genau 100 Jahre nach der Spanischen Grippe ist es wieder die Familie Rockefeller, welche zunächst über die Politik und die Medienpropaganda eine eingebildete Schnupfenpandemie unter dem Namen „Corona“ erzeugt und von langer Hand vorbereitet über verschiedene Pharmaunternehmen weltweit die „Coronaimpfung“ organisiert. Eine echte Pandemie findet niemals statt. Die Definition einer Pandemie (5 Prozent Todesopfer in der Gesamtbevölkerung, also beispielsweise 4 Millionen Tote allein in Deutschland) wird auf Wikipedia vorausschauend geändert, denn die tatsächlichen Todeszahlen durch die Coronaerkrankung (welche nichts anderes als eine Grippe ist) sind viel zu niedrig.
Die nun folgende Hygienediktatur mit Impfzwang wird weltweit durch Politik, Gerichte, Polizei und Militär erzwungen. Weltweit sterben nach vorsichtigen Schätzungen zwischen 300 und 400 Millionen Menschen an der Impfung und den Lockdowns. Viele Millionen sind für den Rest ihres Lebens behindert oder wirtschaftlich ruiniert. Die Profite der Pharmaindustrie hingegen gehen nicht mehr nur in die Milliarden, sondern in die Billionen.
Die Verbrecher in allen Nationen ahnen allerdings in ihrem Hinterkopf, dass ihre Zeit bald ablaufen könnte. Daher suchen sie nach einer Möglichkeit, dem Schicksal zu entgehen, welches sie unweigerlich am Ende ihres Weges erwartet, nämlich dem körperlichen Tod. Es wird gearbeitet an Projekten zur Vereinigung des menschlichen Körpers mit Maschinen, um das Leben nach Möglichkeit ewig zu verlängern. Diese Vermessenheit läuft unter den Bezeichnungen Singularität und Transhumanismus. Es wird nicht gelingen. Das Ende der „kurzen Zeit für den Satan am Ende“ wird kommen. Dann wird der wiederkommende HERR alles neu machen.
Sechstens: Wir kommen nun zu dem grausamsten Punkt des satanischen Weltplans für die kurze Zeit am Ende. Es ist dies die Vernichtung der Spuren des beendeten tausendjährigen Reiches des HERRN Jesus Christus auf der Erde. Dies betrifft sowohl die äußerlich sichtbaren Beweise für die Existenz des Reiches, als auch die Menschen der letzten Generationen des Reiches.
Am Tag der Loslassung des Satans gibt es auf der Erde eine funktionierende Ordnung. Es sind menschliche Könige eingesetzt, welche dem HERRN gedient haben. In ihren Nationen haben sie christliche Gesellschaften errichtet mit menschenwürdigen Lebensbedingungen in allen Gebieten, sei es auf dem Land oder in den Städten. In diesen Gesellschaften lebt noch immer eine große Anzahl gläubiger Menschen welche dem HERRN Jesus Christus, seinen Monarchen und deren Ordnungen treu sind. Sie sind jedoch in der Minderheit.
Eine weitaus größere Zahl besteht aus den Mitläufern, welche an sich nicht gläubig waren, welche sich aber schon während des Reiches aus Bequemlichkeit in das Wohlleben der Gesellschaft eingefügt haben. Sie sind einer unauffälligen Tätigkeit nachgegangen und haben mit ihren ebenfalls ungläubigen Familien problemlos gelebt. Wenn jetzt eine neue Ordnung kommen sollte, dann werden sie sich in diese Ordnung ebenso unauffällig einfügen. Sie werden ihr Fähnchen in den Wind hängen, um keine Probleme zu bekommen.
Der am Ende des zweiten Weltkrieges im KZ hingerichtete Christ Dietrich Bonhoeffer hat ihren Charakter in seiner „Theologie der Dummheit“ wie folgt beschrieben: „Dummheit ist nicht ein Mangel an Intelligenz, sondern die bewusste Verweigerung des konsequenten Denkens und Handelns, um Schwierigkeiten zu vermeiden“.
Mit solchen Menschen kann man ohne Probleme jede Diktatur errichten, denn sie folgen immer gehorsam nach, um keine Probleme zu bekommen. Sie kennen nicht den Wert der Freiheit in Christus und den Wert des ewigen Lebens, und deshalb werden sie auch niemals aktiv dafür eintreten. Bis in unsere Gegenwart hinein haben wir das immer wieder erlebt, zuletzt ab dem Jahr „2020“ in der Corona-Hygienediktatur. Der Satan weiß das, und er betrachtet diese Gruppe schon zu Beginn der „kurzen Zeit am Ende“ als eine verfügbare und lenkbare Masse. Sie werden immer wieder alle aus Furcht und Bequemlichkeit den aggressiven Befehlen seiner Diener gehorchen. Viele von ihnen werden dennoch am Ende diese falsche Entscheidung mit dem Verlust ihrer Freiheit und ihres Lebens bezahlen müssen.
Die dritte Gruppe ist die ebenfalls große Zahl der bösen und gewissenlosen Menschen, also die aktiven Feinde Gottes. Diese Gruppe besteht wie die anderen Gruppen auch aus begabten und weniger begabten Personen. Die Begabten wird der Satan in Führungspositionen hineinbringen oder sie als praktisch arbeitende Diener in seinen geheimen Projekten einsetzen: Politiker, Wissenschaftler mit Kenntnissen der Technologien des beendeten tausendjährigen Reiches, Geheimdienstleute und Geheimbündler. Diese Leute haben sich ja bereits auf sein Kommen vorbereitet und stehen jetzt am Start. Die weniger Begabten können aufgrund ihrer Gewissenlosigkeit als Soldaten in der Heeresmacht oder Polizeimacht im Dienst der nun folgenden Ereignisse eingesetzt werden. Sie müssen nur gut untergebracht, gekleidet und ernährt werden und sind dann mit einer Waffe in der Hand zu allem bereit.
Die Agenda der nun folgenden Jahrhunderte ist klar, und sie entspricht dem Wesen Satans und seiner Diener: Lüge, Propaganda und Menschenmord. Die praktische Ausführung besteht in einer endlosen Kette von Revolutionen, Staatsterror, Kriegen und herbeigeführten Naturkatastrophen, welche bis in unsere Zeit hinein nicht abgerissen ist. In der Folge kommt es auch zu Hunger und Seuchen. Die Zahl der Todesopfer ist unermesslich, denn es wird eine völlige Zerstörung der alten Struktur und ihre Ersetzung durch neue Strukturen angestrebt.
Für die Menschen gilt: Die Zeitzeugen des tausendjährigen Reiches müssen sterben. Sie werden ersetzt durch eine neue Generation von völlig unwissenden und völlig entwurzelten Menschen, welche nur in der Gegenwart ihrer eigenen Existenz leben können. Sie kennen keine Geschichte mehr und haben keine erstrebenswerte Zukunft mehr. Sie sind nur noch Menschenmaterial im Dienst des Satans. Auch sie werden später in sinnlosen Konflikten sterben, um den Aufbau der Macht des Satans in der Welt zu verwirklichen.
Der Fürst des Friedens, der HERR Jesus Christus, hat sich von der Erde zurückgezogen. Das Unheil nimmt nun seinen Lauf. Die Jesuiten haben sich bereits seit Jahrzehnten heimlich organisiert. Sie starten nun nach der Reformation Martin Luthers und der Entstehung des Protestantismus die Gegenreformation, ausgehend von Spanien (Herzog von Alba). Auch den Protestantismus haben sie bereits wieder gespalten in mehrere Teile. Im Jahr „1618“ bricht der Dreißigjährige Krieg aus. Die angeheuerten Söldnerheere beider Seiten bekämpfen sich und begehen abseits der Schlachtfelder als marodierende Banden Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Mitteleuropas stirbt durch Krieg, Hunger und Seuchen. In weiteren Jahrzehnten kommt es zu langanhaltenden Kriegen zwischen Spanien, England, Frankreich, Deutschland.
Die Machtzentren und ihre Infrastruktur werden schnell und konsequent ausgebaut. Sie liegen in London, im Vatikan, in Paris und in der Schweiz. Die Heere des Satans werden weiterhin angeheuert und ausgebildet.
Die nächste Stufe besteht in der Kolonialisierung der übrigen Welt. Sie beginnt mit den Spaniern und Portugiesen in Mittel- und Südamerika und geht weiter mit den Franzosen, Belgiern und Engländern in Nordamerika, Kanada, Afrika, Australien und Asien. Der Krake streckt seine Tentakel über die ganze Welt aus. Überall begehen die Eroberer die gleichen schrecklichen Verbrechen an den meist wehrlosen Einwohnern der Länder und übernehmen schrittweise die Macht. Sie setzen Stellvertreterregierungen ein und eröffnen ihre Geheimgesellschaften an den neuen Orten. Sie organisieren sich, sammeln allmählich ihre Armeen und beginnen mit der Zerstörung der Infrastruktur an den verschiedenen Orten: Ermordung der Einwohner, Zerstörung der Bausubstanzen mit wenigen Ausnahmen. Die Reichtümer werden einkassiert. Die wenigen verschonten Gebäude werden eingenommen und umdeklariert zu den „architektonischen Meisterwerken der Eroberer aus der Zeit der Renaissance“. Der Rest wird niedergebannt und nach der Erfindung des Dynamits gesprengt.
Fast alle schriftlichen Dokumente und vor allem auch fast alle alten Bibeln gehen in den Brandkatastrophen verloren und können somit nicht mehr Zeugnis von der wahren Geschichte ablegen. In den erhalten gebliebenen Arealen wie etwa dem Vatikan und anderen großen Kirchengebäuden der Welt werden die Bibliotheken durchgekämmt und von apostolischen Büchereien in humanistische Bibliotheken umgewandelt. Es gibt heute die historische Erkenntnis, dass praktisch alle großen Städte der Welt eine Brandkatastrophe erleben mussten, in welcher eigenartigerweise immer ein großer Teil der besten Gebäude und praktisch alle Bibliotheken vernichtet wurden. Dies ist kein Zufall, sondern ein weltweit organisiertes Vernichtungsprogramm.
Im Jahr „1776“ kommt es durch Benjamin Franklin und den Franzosen Lafayette (beide Hochgradfreimaurer, Logenbrüder und Satanisten) zur geplanten amerikanischen Revolution. Dadurch werden die 13 (mächtige Zahl im Satanismus) Gründerstaaten der USA vordergründig vom British Empire abgekoppelt. Die vereinigten Staaten von Amerika sind eine Gründung der Logen mit einem christlichen Anstrich. George Washington ist ebenso wie seine engsten Mitarbeiter in der Regierung und seine späteren Nachfolger ein Logenbruder. Einige sind Atheisten. Der christliche Glaube dient ihnen als Tarnung. Die USA werden in den folgenden Jahrzehnten aus dem Hintergrund heraus im Dienst der englischen Mutterlogen zur mächtigen militärischen, geheimdienstlichen und wirtschaftlichen Faust des British Empire auf der ganzen Welt aufgebaut. Das British Empire selbst wird von der Synagoge über die Logen und über den Thron gesteuert.
Die erste bedeutende Revolution der Synagoge auf europäischem Boden ist dann 13 (!) Jahre später die Französische Revolution der Jakobiner im Jahr „1789“. Diese Revolution wird mit den gleichen Söldnern wie die amerikanische Revolution gekämpft. Die Truppen von ursprünglich europäischer Herkunft sind „1776“ über den Teich nach Amerika transportiert worden. Jetzt werden sie einfach von Amerika nach Europa zurücktransportiert. Wieder sind Lafayette und Franklin mit von der Partie. Der christliche König Ludwig XVI wird zusammen mit seiner Frau Marie Antoinette von den Jakobinern geköpft. Damit endet die christliche Monarchie in Frankreich. Nach der Zwischenstufe des Direktoriums kommt der Freimaurer Napoleon an die Macht. Napoleon zieht brennend und mordend durch ganz Europa bis nach Russland. Er wendet die Standardmethode der Zerstörung an: Massenschlachtung der Bevölkerung, Zertrümmerung und Verbrennung der Architektur und der Schriften.
So geht es weiter und weiter. Unser kleiner Text kann hier nicht noch mehr in die Details gehen. Nur wichtige Ereignisse sollen noch kurz genannt werden. Die christliche italienische Monarchie wird durch Revolution gestürzt. Der christliche deutsche Kaiser wird am Ende des ersten Weltkrieges „1918“ ins Exil geschickt und verstirbt dort. Der christliche russische Zar wird „1917“ von den Bolschewiken ermordet. Der christliche Habsburger Thronfolger wird „1914“ in Sarajewo ermordet. Die Kaiser in China und Japan werden abgesetzt. Hinter allen diesen Dingen stecken die gleichen Leute. Sie arbeiten international zusammen. Überall geht es weiter mit Revolution, Elend, und schließlich gottlosen Diktatoren: Hitler, Stalin, Tito, Mao, Pol Pot, und so weiter. In den beiden Weltkriegen sterben fast 80 Millionen Menschen. Das Israel der Gegenwart wird „1948“ gegründet. Im Kommunismus sterben mehr als 300 Millionen Menschen weltweit. Die Überreste der alten Welt werden bis auf wenige Ausnahmen („Kulturdenkmäler der Renaissance“) vollständig vernichtet. Weiter geht es mit Krieg bis in unsere Gegenwart. Es ist zu viel um es zu sagen.
Wir müssen nun am Ende noch einen Blick auf das Weltgeschehen abseits von Kriegen werfen, denn auch hier ereignen sich schreckliche Dinge. Im zivilen Leben werden durch den Gebrauch verborgener Technologien des tausendjährigen Reiches, welche sich die bösen Kräfte angeeignet haben, Naturkatastrophen erzeugt. Vulkanausbrüche mit Asche in der Atmosphäre an verschiedenen Orten, Regenfluten mit Schlammfluten an verschiedenen Orten. Städte werden entvölkert. Es kommt zwischen etwa „1750 und 1850“ zu klimatischen Veränderungen mit Ernteausfällen und Hungersnöten, welche weitere Opfer fordern. Europa ist durch die bereits vergangenen und teilweise noch tobenden Kriege weitgehend entvölkert. Es gibt keine Männer mehr, welche sich an das Friedenseich erinnern können.
In dieser Zeit kommt es zu zwei weiteren weltweit auffälligen Phänomenen. Es werden allerorten große Waisenhäuser eröffnet, welche mit dem Personal der Organisation besetzt sind. Sie schießen wie Pilze aus dem Boden. Als zweites entsteht eine riesige Zahl von Irrenhäusern in der ganzen westlichen Welt, besetzt mit dem gleichen Personal. Warum?
Die Antwort ist ebenso klar wie erschreckend. Die Männer sind in den Kriegen gestorben. Nun muss man aber auch noch die Frauen loswerden, welche noch christliche Werte haben und sich an das tausendjährige Reich erinnern können. Man nimmt den Frauen die kleinen Kinder weg. Die Kinder werden weit weg transportiert und an fremden Orten, in fremden Ländern oder sogar auf anderen Kontinenten in Waisenhäuser gesteckt und dort „erzogen“. Sie werden zu Kinderarbeitern in den Bergwerken, Minen und Fabriken der industriellen Revolution. Sie müssen Kohle fördern und Feldarbeit verrichten. Andere werden als „Cabbage-Patch-Kids“ auf Reklamepostkarten und in Zeitungen international zur Adoption vermittelt. Die schockierten und verzweifelten Mütter lässt man in den Irrenanstalten als „Patientinnen“ verschwinden.
Nach diesem „Reset“ durch Kriege und gesellschaftliche Umwälzungen von gigantischem Ausmaß lebt eine neue Generation auf der Erde, mit welcher man nach Belieben verfahren kann. Sie ist in ihrem Denken und Handeln von der wahren Geschichte abgekoppelt und lebt im heutigen Computerzeitalter mehr und mehr in einer virtuellen Welt. Sie hat keine Erinnerung mehr an eine andere Zeit. Sie wächst heran in einer Welt, welche vom christlichen Geist abgeschnitten wurde.
11. Kurze Zusammenfassung
Am Ende unserer Ausführungen soll nun noch eine kurze Zusammenfassung stehen, denn unsere Schilderung der Ereignisse ist doch sehr umfangreich ausgefallen. Sie könnte zudem einige Leser emotional herausgefordert oder gar überfordert haben. Daher möchten wir die genannten Punkte noch einmal unkommentiert aneinanderreihen, um den Überblick zu erleichtern und vielleicht auch denjenigen Lesern/innen etwas zu helfen, welche sich die Grundzüge des Gesagten einprägen möchten. Andererseits mag es auch solche geben, welche nicht mehr weiter in die Tiefe gehen möchten. Unsere Auflistung wird dann noch gefolgt von einem tröstlichen Ausblick. Wir möchten zunächst noch einmal einen kurzen Abschnitt aus dem Textteil über die heutige Situation der Welt wiederholen und danach weiter vorangehen.
Wiederholung: Meine Mutter ist nun in ihrem neunzigsten Lebensjahr angelangt. Sie ist noch eine der letzten Zeitzeuginnen des zweiten Weltkrieges, denn 1945 war sie neun Jahre alt. Sie glaubt an den HERRN Jesus Christus und hat den Heiligen Geist empfangen. Neulich sagte sie zu mir am Telefon in ihrer einfachen Sprache sinngemäß das Folgende: „In unserer Welt regiert der Satan. So schlimm wie heute habe ich es noch nie erlebt. Alles ist tot.“ Sie hatte hinsichtlich der äußeren Abläufe in unserer Zeit Recht, und ich wollte ihr hierin nicht widersprechen. Alles was wir um uns herum wahrnehmen, sei es politisch, kulturell, wirtschaftlich, gesellschaftlich oder religiös, trägt immer mehr die eindeutige Handschrift Satans. Die Prinzipien der staatlich organisierten Lüge, des Betrugs, der Verführung, der Ausbeutung, der staatlichen Gewaltanwendung im öffentlichen und privaten Bereich, sowie auch der individuellen Gottlosigkeit im praktischen Leben fast aller Menschen werden in jeglicher Hinsicht weltweit immer schonungsloser geoffenbart. Die Dämme sind völlig gebrochen. Wiederholung Ende.
Weiter im Text. Der Satan und seine Diener in der Welt haben während der letzten mehr als 400 Jahre mit Hochdruck ihre Agenda vorangetrieben. Sie haben ganze Arbeit geleistet. William Casey, der Direktor des Geheimdienstes CIA von „1981“ bis „1987“, sagte es so: „We will know that our disinformation program is complete, when everything the American Public believes is false.“ Übersetzt: „Wir werden wissen, dass unser Desinformationsprogramm vollständig ist, wenn alles was die amerikanische Öffentlichkeit glaubt, falsch ist.“
Da haben wir es also aus (vom Satan) berufenem Munde. Die Welt ist seit mittlerweile mindestens 250 Jahren (seit dem Machtantritt der USA in „1776“) organisiert worden nach einer allumfassenden Strategie von Lüge, Mord und Gewalt. An der Einfahrt zum New Yorker Hafen steht das weltbekannte Monument dieser Lüge: Die Freiheitsstatue, eingeweiht im Jahr „1886“, erbaut nach einem Entwurf des französischen Freimaurers Frederic Bartholdi, einem Mitglied der Loge von Alsace-Lorraine in Paris. Die Statue ist ein direktes Abbild der Darstellung des Satans auf einem Gemälde von Lawrence aus dem Jahr „1797“ unter dem damaligen Titel: „Lucifer summons his legions for battle“. Man kann die beiden Darstellungen nebeneinanderhalten. Sie sind identische Zwillinge. An ihrem Fuß trägt die Freiheitsstatue eine gebrochene Kette unter dem Motto: „Free at last!“ – „Endlich frei!“ Wer hier von seiner Kette befreit wurde, war nicht das amerikanische Volk. Es war der Satan.
Auf allen Gebieten der menschlichen Existenz in dieser Welt schwimmen wir heutzutage in einem gewaltigen Ozean der Lüge. Unser gesamtes Weltsystem ist nichts anderes als eine einzige Lüge. Kein Ufer ist erkennbar. Wir treiben scheinbar ziellos dahin und scheinen Kräften ausgeliefert zu sein, gegen die wir auf unserer sichtbaren Ebene völlig machtlos sind. Es sind dies der Satan selbst, seine Dämonen und die mächtigsten Menschen dieser Welt, welche in seinem Dienst stehen. Sie haben scheinbar alles im Griff.
Ihr Werk scheint kurz vor der Vollendung zu stehen. Diese Vollendung wäre ein weltweites totalitär-sozialistisches und elektronisch gesteuertes Konzentrationslager. 90 Prozent der Menschheit wären nicht mehr am Leben, die übrigen 10 Prozent müssten den „Herren der Welt“ bedingungslos dienen. Siehe hierzu die Georgia-Guidestones, welche zwar inzwischen materiell zerstört wurden (vielleicht um einen Beweis für die Agenda zu vernichten), welche aber dennoch seinerzeit den Plan in verschlüsselter Sprache offenbart haben. Die Eckpunkte des Planes umfassen folgende sechs Dinge, welche heute vollendet sind.
Erstens: Nach Daniel 7,25 wird der Satan durch seine antichristlichen Herrscher und deren Systeme Zeiten und Gesetze ändern. Das ist geschehen. Es wurden der originalen Zeitachse Gottes mehr als 500 Jahre hinzugefügt. Dies geschah durch die künstliche Verlängerung des Römischen Reiches, sowie durch weitere Betrügereien. Verschiedene Wissenschaftler/innen haben klar darauf hingewiesen. Sie werden aber unterdrückt, denn auch die Gesetze wurden geändert. In dieser Zeit wird nämlich derjenige verfolgt, welcher die Wahrheit sagt und nicht davon abgeht.
Wir befinden uns nach der Aussage der Heiligen Schrift in „der kurzen Zeit für den Satan am Ende“.
Auf der gefälschten Zeitachse begann diese Zeit unter dem Namen „Renaissance“ um das Jahr „1600 n.Chr.“. Offiziell befinden wir uns heute im Jahr „2026 n.Chr.“.
Auf der originalen Zeitachse Gottes müssen wir mehr als 500 Jahre zurückrechnen. Das tausendjährige Reich des HERRN Jesus Christus im Neuen Bund hat auf der originalen Zeitachse Gottes etwa um das Jahr 70-100 n.Chr. begonnen und etwa um 1070-1100 n.Chr. geendet. Auf der originalen Zeitachse Gottes begann die „kurze Zeit für den Satan am Ende“ also zwischen den Jahren 1070 und 1100 n.Chr. Sie dauert nun schon etwa 400-450 Jahre an. Berechnet man 400 Jahre, dann befinden wir uns heute auf dieser originalen Zeitachse Gottes zwischen dem Jahr 1470 und 1500 n.Chr.. Berechnet man 450 Jahre, dann befinden wir uns heute auf der originalen Zeitachse Gottes zwischen dem Jahr 1520 und 1550 n.Chr..
Niemand vermag zu sagen, wie lange die „kurze Zeit für den Satan am Ende“ genau andauern wird. Der HERR selbst sagt hierzu zwei Dinge:
Lk 17,26-30: „Und wie es in den Tagen Noahs zuging, so wird es auch sein in den Tagen des Menschensohnes: 27 Sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging; und die Sintflut kam und vernichtete alle. 28 Ebenso ging es auch in den Tagen Lots zu: Sie aßen, sie tranken, sie kauften und verkauften, sie pflanzten und bauten; 29 an dem Tag aber, als Lot aus Sodom wegging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vertilgte alle. 30 Gerade so wird es sein an dem Tag, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird.“
Mt 25,13: „Darum wacht! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde, in welcher der Sohn des Menschen kommen wird.“
Oder andersherum gesagt: Auf der falschen, künstlich verlängerten Zeitachse müssen etwas mehr als 500 Jahre hinzugerechnet werden. Diese Rechnung bringt uns also vom originalen Jahr 1070 - 1100 n.Chr. als dem Ende des tausendjährigen Reiches in der originalen Zeitrechnung Gottes in das Jahr „1600“ n.Chr. in der gefälschten Zeitrechnung. In diesem Jahr hat allerdings in der gefälschten Rechnung kein tausendjähriges Reich des HERRN Jesus Christus im Neuen Bund geendet. Dieses Reich soll ja heute immer noch in der Zukunft liegen. Bis der HERR endgültig kommen kann, sollen nach der falschen Rechnung noch mehr als 1000 irdische Jahre vergehen. Im Jahr „1600“ n.Chr. nach gefälschter Rechnung hat nach offiziell gültiger Geschichte das „finstere Mittelalter“, oder auch das „Großreich der Tataren im Osten“, oder das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ oder das „Byzantinische Reich“ geendet. Je nach Belieben, so wie es gerade passt. Das tatsächliche tausendjährige Reich des HERRN auf der Erde wurde ausradiert und umbenannt. Es darf nicht mehr existieren.
Zu dem Jahr „1600“ n.Chr. der gefälschten Zeitrechnung wurden bis heute offiziell 426 Jahre hinzugerechnet. Nach der gefälschten Rechnung befinden wir uns somit im Jahr „2026“ n.Chr.. Wenn die „kurze Zeit für den Satan am Ende“ genauso wie die „kurze Zeit für den Satan im Alten Bund“ (von 504 v.Chr. bis zur Geburt Christi) wiederum etwa 500 Jahre andauert, dann könnte die Wiederkunft des HERRN zum Feuergericht über die ganze heutige Welt nach der falschen Zeitrechnung mit einem Startpunkt im Jahr „1600“ n.Chr. etwa um das Jahr „2100“ n.Chr. liegen. – Aber Vorsicht! Niemand kann es genau wissen!!
Zweitens: Zur Umsetzung seines Planes benutzt der Satan bis heute mehrere Millionen Menschen, welche sich ihm ganz ausgeliefert haben. Sie stecken in allen möglichen Geheimgesellschaften (Jesuiten, Illuminati, Freimaurerlogen und andere Logen, Skull and Bones, Bohemian Grove, Bilderberger, Chabad Lubavitch, das Komitee der 300 und andere). Hinzu kommen einflussreiche Familien (Blutlinien) wie etwa Rothschild, Rockefeller, Warburg, Onassis, Orsini, Li, Clinton, Bush und andere.
Sie bringen dem Satan blutige Opfer (Tiere und Menschen) dar. Als Lohn dafür werden sie mit weltlicher Macht ausgestattet und lenken das Weltgeschehen im Auftrag des Satans in allen Bereichen von der Spitze aus: Politik, Gesetzgebung, Wirtschaft, Industrie, Banken, Militär, Polizei, Geheimdienste, Medienbetrieb, Kirchen und Glaubensgemeinschaften, Kulturbetrieb, Musikbusiness, Showbusiness, Wissenschaft, Medizin, Pharmakologie. Sie schalten im großen Umfang wichtige Gegner durch gesellschaftliche Ächtung, durch ungerechtfertigte juristische Verurteilung, durch persönliche Bedrohung oder sogar durch Mord aus. Dabei schützen sie sich gegenseitig vor der Verfolgung ihrer Untaten, denn sie klagen sich innerhalb ihrer systemeigenen Justiz niemals gegenseitig an. Niemand kommt gegen sie an. Die Welt ist scheinbar ganz in ihren Händen.
Drittens: Sie haben in einem längeren Prozess die weitgehende Kontrolle der Christenheit übernommen. Sie haben eine große Zahl von veränderten Bibelfassungen herausgegeben, welche von den Aussagen des Evangeliums des Reiches Gottes, von der Prophetie und von der biblischen Heilslehre stark abweichen.
Das „Evangelium“ in den Kirchen und Gemeinden unserer Tage verkündigt nicht mehr Buße, Glauben, Vergebung der Sünden, Wiedergeburt, Taufe im Heiligen Geist, Rettung von der Macht der Sünde in diesem Leben und gehorsame Nachfolge auf dem Weg des Kreuzes, sondern nur noch Vergebung. Dieses „Evangelium“ rettet nicht mehr.
Die Prophetie der Bibel wurde auf den Kopf gestellt. Die Lehre des Futurismus in der der heute bekannten Form orientiert sich vollständig an der prophetischen Lehre des Talmud- und Kabbala-Judentums. Durch diese Lehre werden die Existenz und das Wirken des persönlichen Antichristen aus dem ersten Jahrhundert (Nero) und das zweite Kommen des HERRN Jesus Christus um das Jahr 100 n.Chr. auf der originalen Zeitachse Gottes, welche ja zu diesem Zeitpunkt bereits weit zurückliegen, in die Zukunft verlagert. Auch das um „1600“ n.Chr. gemäß gefälschter Chronologie (eigentlich 1070 – 1100 n.Chr. gemäß originaler Zeitachse) zu Ende gegangene tausendjährige Reich ist von den prophetischen Lehrern des „18.“ und „19.“ Jahrhunderts ganz in die Zukunft verlagert worden. Das Buch der Offenbarung wird ganz auf die Gegenwart und auf die Zukunft gedeutet.
Bis heute sind fast alle Protestanten und Evangelikalen auf diese Irrlehre hereingefallen. Ihre Prophetie steht vollständig auf dem Kopf. Alle glauben es so: Die „Lehrer“ von den Prophetenschulen und ihre Zuhörer. Die Umwandlung des Glaubens der christlichen Massen, also des sogenannten institutionellen Namenschristentums aller möglichen Denominationen ist heute vollendet.
Ein weiterer Eckpfeiler der religiösen Verirrung ist die Ersetzung des geistlichen Israels Gottes, nämlich der Gemeinde des HERRN Jesus Christus, welche als sein Leib in allen Nationen auf der ganzen Erde lebt, durch den irdischen Staat Israel in unserer Zeit.
Die Prophetie des Irrtums ist nicht mehr Christus-zentriert, sondern Israel-zentriert.
Diese Irrlehre hat die gesamte Christenheit infiltriert. Sie hat dazu geführt, dass der ursprünglich religiöse Zionismus auch als politische Kraft in der Welt etabliert werden konnte, und dass der moderne Staat Israel im Nahen Osten gegründet werden konnte. Dieses irdische Israel mit seinem irdischen Jerusalem soll ja in der Zukunft als „Großisrael“ das Herrschaftszentrum der ganzen Erde für tausend Jahre sein. Die Irrlehre hat außerdem dazu geführt, dass die evangelikale Christenheit des Westens den Staat Israel im Nahen Osten bis heute bedingungslos unterstützt, und zwar religiös, finanziell und sogar militärisch. Die USA kämpfen die Kriege Israels in aller Welt.
Viertens: Der HERR Jesus Christus sitzt auf dem Thron im Himmel und auf dem Thron des Herzens jedes Gläubigen. Diese Wahrheit ist aus dem Bewusstsein der großen Mehrheit der Menschen ausradiert worden. Im Herzen der ungläubigen Menschen thront das „Ich“ der gottlosen Atheisten und Humanisten. Noch schlimmer ist die Tatsache, dass mehr als 90 Prozent der lauen Christen in den Gemeinden es ebenfalls nicht mehr so genau nehmen mit der gehorsamen Nachfolge des HERRN im Tragen des Kreuzes bis ans Ende. Die überwältigende Mehrheit der Gemeindechristen geht auf der breiten Straße, die ins Verderben führt, anstatt auf dem schmalen Weg der zum Leben führt.
In der Tiefenpsychologie werden zahlreiche Fälle von dämonischer Besessenheit als „Schizophrenie“ umdeklariert. Die Besessenen sind jetzt nicht mehr dämonisch gesteuert, sondern sie sind „gespaltene Persönlichkeiten“ und können mit Medikamenten behandelt werden.
Die Lehren der Psychologie, der Philosophie, der Soziologie, der Politik und viele andere Lehren haben in den „neuzeitlichen“ Revolutionen der Geschichte hunderte von Millionen Menschenleben gefordert. Der Abtreibung sind bis heute etwa 1,5 bis 2 Milliarden ungeborene Kinder zum Opfer gefallen.
Die Popkultur, beginnend mit den Beatles, fortgesetzt in der Rockmusik hat schließlich im Zusammenspiel mit der Einführung der fernöstlichen Religionen (transzendentale Meditation, Bhagwan, Yoga, Astrologie, Wahrsagerei, Esoterik, Veganertum, Umweltbewegung) durch die New-Age-Bewegung die Zerstörung der christlichen Kultur vollendet.
Fünftens: Das biblische Weltbild besagt gemäß dem Schöpfungsbericht in 1Mo 1, dass Gott einen abgeflachten Erdkreis erschaffen hat. Dieser Erdkreis steht inmitten der großen Wassertiefen auf Säulen und ist unbeweglich. Der Nordpol liegt im Zentrum der Erdfläche. Der Süden ist von dem äußeren Ring des antarktischen Eises umschlossen, welcher die Ozeane einfasst. Die Erdoberfläche wird überdeckt von einem festen kuppelförmigen Firmament, welches den Lebensraum der irdischen Atmosphäre von den darüberstehenden oberen Wassern trennt. Am vierten Schöpfungstag hat Gott die Sonne, den Mond und die Sterne als Lichter erschaffen und sie an diesem Firmament befestigt. Senkrecht über dem Nordpol der Erdoberfläche steht der Polarstern im Zenit des Firmamentes. Der Sternhimmel rotiert um diesen Polarstern. Gott sitzt auf seinem Thron im himmlischen Heiligtum über dem Firmament der Erde und über den oberen Wassern. Er schaut zur Erde herab und freut sich an den Menschenkindern, von welchen er noch viele retten wird bis zum letzten Tag.
In unserer Zeit ist die Erkenntnis über das soeben erklärte biblische Weltbild durch die Erfindung einer gefälschten Naturwissenschaft vollständig ausgelöscht, und zwar auch unter der Mehrzahl der Gläubigen. Sie glauben an das heliozentrische Weltbild von Kopernikus, Kepler und Galilei. In diesem Weltbild schaut kein Gott mehr auf die Erde herab und freut sich an seiner Schöpfung und an den Menschenkindern, sondern die Erde ist zu einem völlig bedeutungslos und ziellos umherirrenden Staubkorn im grenzenlosen Universum der gottlosen Humanisten und Atheisten geworden. Gott hat in diesem Weltbild keinen Platz mehr. Die meisten Menschen glauben es, weil sie keine biblische Erkenntnis und keinen Glauben an Gott mehr kennen. Die christlichen „Lehrer“ verkündigen das falsche Weltbild von den Kanzeln herab. Auch die Christen sind in die Falle gegangen, vor der Paulus gewarnt hat:
1Tim 6,20-21: „O Timotheus, bewahre das anvertraute Gut, meide das unheilige, nichtige Geschwätz und die Widersprüche der fälschlich so genannten »Erkenntnis«! 21 Zu dieser haben sich etliche bekannt und haben darüber das Glaubensziel verfehlt. Die Gnade sei mit dir! Amen.“
Nachdem die „Wissenschaft“ zum Gott der Renaissance und der Neuzeit aufgebaut war, gab es kein Problem mehr damit, weitere Irrtümer zu publizieren. Newton´sche Mechanik, Atommodelle, Atomphysik, Quantenphysik. „Mondlandungen“ und „Marslandungen“, welche in Wirklichkeit niemals stattgefunden haben. Die „Atombombe“ und die „Wasserstoffbombe“, welche ebenso niemals existierten. Die „Evolutionstheorie“ Darwins und die Erschaffung der Dinosaurier durch Richard Owen, in unserer Zeit auch als KI in einer völlig virtuellen „Jurassic World“ möglich.
Die künstliche Erzeugung neuer Krankheiten, an welchen viele Menschen sterben. Danach dann „Zwangstherapie“ der Menschen durch Impffaschismus in unserem Jahrhundert mit den daran gekoppelten unbeschreiblichen Profiten der Pharmaindustrie. Vernichtung der Naturheilkunde. Es wird mittlerweile sogar gearbeitet an Projekten zur Vereinigung des menschlichen Körpers mit Maschinen, um das Leben nach Möglichkeit durch die Technik ewig zu verlängern. Diese Vermessenheit läuft unter den Bezeichnungen „Singularität“ und „Transhumanismus“. Alles steht völlig auf dem Kopf. Die Menschen glauben es, denn sie haben die Lüge liebgewonnen, und so hat Gott ihnen einen Geist des Irrtums gesandt. Auch den meisten Christen!
2 Thes 2,11-12: „Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, sodass sie der Lüge glauben, 12 damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit.“
Sechstens: Der letzte Punkt unserer Liste ist schließlich die Vernichtung der Spuren des beendeten tausendjährigen Reiches des HERRN Jesus Christus auf der Erde. Dies betrifft sowohl die äußerlich sichtbaren Beweise für die Existenz des Reiches, als auch die Menschen der letzten Generationen des Reiches.
Die praktische Ausführung bestand und besteht bis heute in einer schier endlosen Kette von Revolutionen, Staatsterror, Kriegen und herbeigeführten Naturkatastrophen, welche bis in unsere Zeit hinein nicht abgerissen ist. In der Folge kam und kommt es zu Hunger und Seuchen. Die Zahl der Todesopfer war und ist bis heute unermesslich, denn es wurde und wird eine völlige Zerstörung der alten Struktur und ihre Ersetzung durch neue Strukturen durchgeführt.
Für die Menschen galt zunächst: Die Zeitzeugen des tausendjährigen Reiches mussten sterben. Sie wurden ersetzt durch eine neue Generation von völlig unwissenden und völlig entwurzelten Menschen, welche nur in der Gegenwart ihrer eigenen Existenz leben konnten. Sie kannten keine Geschichte mehr und hatten keine erstrebenswerte Zukunft mehr. Sie waren nur noch Menschenmaterial im Dienst des Satans. Auch sie wurden später in sinnlosen Konflikten geopfert, um den Aufbau der Macht des Satans in der Welt zu verwirklichen.
Die nächste Stufe bestand in der Kolonialisierung der übrigen Welt. Sie begann mit den Spaniern und Portugiesen in Mittel- und Südamerika und ging weiter mit den Franzosen, Belgiern, Deutschen und Engländern in Nordamerika, Kanada, Afrika, Australien und Asien. Der Krake streckte seine Tentakel über die ganze Welt aus. Es entstanden Kriege, Hunger, Seuchen, Christenverfolgungen auf allen fünf Kontinenten.
Die Standardmethode der Zerstörung bestand in den folgenden Dingen: Ermordung möglichst vieler gläubiger Monarchen. Massenschlachtung der Bevölkerung, möglichst vollständige Zertrümmerung und Verbrennung der Architektur und der Schriften des tausendjährigen Reiches, vor allem der alten Bibeln.
Die christliche italienische Monarchie wurde durch Revolution gestürzt. Der christliche deutsche Kaiser wurde am Ende des ersten Weltkrieges „1918“ ins Exil geschickt und verstarb dort. Der christliche russische Zar wurde „1917“ von den Bolschewiken ermordet. Der christliche Habsburger Thronfolger wurde „1914“ in Sarajewo ermordet. Die Kaiser in China und Japan wurden abgesetzt. Hinter allen diesen Dingen steckten die gleichen Leute. Sie arbeiteten international zusammen. Überall ging es weiter mit Revolution, Elend, und schließlich gottlosen Diktatoren: Hitler, Stalin, Tito, Mao, Pol Pot und so weiter. In den beiden Weltkriegen starben fast 80 Millionen Menschen.
Das zionistische Israel der Gegenwart wurde „1948“ gegründet und führt bis heute mit seiner Faust USA weltweit seine grausamen Kriege gegen die Nationen. Im Kommunismus starben mehr als 300 Millionen Menschen weltweit. Die Überreste der alten Welt wurden bis auf wenige Ausnahmen („Kulturdenkmäler der Renaissance“) vollständig vernichtet. Weiter geht es mit Krieg bis in unsere Gegenwart. Es ist zu viel um es zu sagen.
Es wurden allerorten große Waisenhäuser eröffnet, welche mit dem Personal der Organisation besetzt waren. Sie schossen wie Pilze aus dem Boden. Als zweites entstand eine riesige Zahl von Irrenhäusern in der ganzen westlichen Welt, besetzt mit dem gleichen Personal. Warum? Die Männer waren in den Kriegen und Revolutionen gestorben. Nun musste man aber auch noch die Frauen loswerden, welche noch christliche Werte hatten und sich an das tausendjährige Reich erinnern können. Man nahm den Frauen die kleinen Kinder weg. Die Kinder wurden weit weg transportiert und an fremden Orten, in fremden Ländern oder sogar auf anderen Kontinenten in Waisenhäuser gesteckt und dort „erzogen“. Sie wurden zu Kinderarbeitern in den Bergwerken, Minen und Fabriken der industriellen Revolution. Sie mussten Kohle fördern und Feldarbeit verrichten. Andere wurden zur Adoption vermittelt. Die Mütter ließ man in den Irrenanstalten als „Patientinnen“ verschwinden.
Nach diesem „Reset“ durch Kriege und gesellschaftliche Umwälzungen von gigantischem Ausmaß lebt heute eine neue Generation auf der Erde, mit welcher man nach Belieben verfahren kann. Sie ist von der wahren Geschichte völlig abgeschnitten und lebt im heutigen Computerzeitalter mehr und mehr in einer virtuellen Welt. Sie hat keine Erinnerung mehr an eine Zeit in der alles anders war. Sie wächst heran in einer Welt, welche vom christlichen Geist abgeschnitten wurde.
12. Rückblick und Ausblick
Wir sind nun an einem Punkt unserer Ausführungen angelangt, an welchem es scheinbar nur noch dunkel ist. Dies ist jedoch eine Täuschung. Alle Ereignisse in der Welt stehen unter der vollständigen Kontrolle des HERRN Jesus Christus. Nichts kann gegen seinen Willen geschehen. Wenn etwas geschieht, dann hat ER es erlaubt.
Der Satan und seine Diener auf allen Ebenen der Welt haben scheinbar „Alles im Griff“. Sie irren sich jedoch gewaltig. Sie haben lediglich „Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff“, denn diese Welt wird bald vergehen! Inmitten der tiefsten „ägyptischen“ oder auch „neubabylonischen“ Finsternis in dieser sterbenden Welt baut der HERR völlig unbeirrt sein EWIGES REICH weiter bis zum letzten Tag. ER benutzt sogar die Gedanken und Taten seiner Feinde für die Erfüllung seiner ewigen Pläne.
In den schrecklichen Kriegen der Welt und auf den geheimen Opferaltären der Diener/innen Satans sterben bis heute viele kleine Kinder. Das ist einerseits unbeschreiblich grausam. Andererseits füllt der HERR seinen Himmel mit den Seelen dieser Unmündigen, welche auf der Erde nicht lange leben durften. In der neuen Schöpfung werden sie ewig leben! Genau das Gleiche gilt für die abgetriebenen Kinder, welche nicht einmal zur Welt kommen durften.
Alle Täter/innen werden an dem letzten Tag des großen Gerichts vor den allmächtigen und gerechten Richter des Himmels und der Erde gestellt werden, nämlich vor den HERRN Jesus Christus. Sie werden dann genauso nackt und bloß sein wie einst ihre armen Opfer. Dann wird der HERR Jesus Christus ihnen von seinem großen weißen Thron herab das gerechte Urteil für alle ihre Taten sprechen. Sie werden ihre gerechte Strafe empfangen.
Dennoch ergeht auch an sie bis heute der Ruf Gottes. Noch ist Buße, Umkehr und Rettung möglich. Das Evangelium des Reiches läuft heute noch unbeirrt weiter bis zu diesem letzten Tag. Erst dann wird es alles enden. Dann kommt die ewige Nacht, in der niemand mehr wirken kann.
Ps 139,16: „Deine Augen sahen mich schon als ungeformten Keim, und in dein Buch waren geschrieben alle Tage, die noch werden sollten, als noch keiner von ihnen war.“
Mt 18,6: „Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Anstoß [zur Sünde] gibt, für den wäre es besser, dass ein großer Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.“
Mt 18,6 (Mk 9,42; Lk 17,2): „Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Anstoß [zur Sünde] gibt, für den wäre es besser, dass ein großer Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.“
1Mo 18,25: „Das sei ferne von dir, dass du eine solche Sache tust und den Gerechten tötest mit dem Gottlosen, dass der Gerechte sei wie der Gottlose. Das sei ferne von dir! Sollte der Richter der ganzen Erde nicht gerecht richten?“
Off 20,13: „Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.“
Off 22,11-13: „Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht, und wer unrein ist, der verunreinige sich weiter, und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich weiter! 12 Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird. 13 Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte.“
So möchten wir nun noch einmal einen kurzen Rückblick auf die bereits vergangene Geschichte tun. Danach wird ein hoffnungsvoller Ausblick auf die noch zukünftigen Jahre bis zum Ende folgen.
Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit (Hebr 13,8). Was ER in der Vergangenheit getan hat, das tut ER heute wieder.
Wir möchten daher den Blick des Lesers auf erkennbare Parallelen innerhalb der Geschichte des HERRN mit seiner Gemeinde in der Vergangenheit und in der Gegenwart lenken. Aus diesen Parallelen wird sich dann eine hoffnungsvolle Zukunftsperspektive für die Gläubigen ergeben. Auch heute ist der HERR genauso aktiv und souverän wie er es immer war, und wie ER es in Ewigkeit sein wird.
Wir beginnen unseren Rückblick mit dem Babylonischen Weltreich. Der Angriff des Babyloniers Nebukadnezar auf die Stadt Jerusalem mit dem Tempel Salomos und auf das irdische Land Israel kam im Jahr 504 v.Chr. (siehe hierzu wie zu den übrigen genannten Daten aus jener Zeit unseren Text: „Esra, Nehemia und Esther in der Chronologie“ auf www.DieLetzteStunde.de). Nebukadnezar war durch die Propheten des Alten Bundes, allen voran natürlich Jeremia angekündigt worden. Die Propheten waren verachtet, ausgestoßen, eingekerkert oder umgebracht worden.
Damals endete das tausendjährige Reich des Alten Bundes, welches von etwa 1500-504 v.Chr. gedauert hatte. Es begann nun die „kurze Zeit für den Satan im Alten Bund“, welche für fast genau 500 Jahre bis zur Geburt des Messias Jesus Christus andauerte.
Aus der 70-jährigen babylonischen Gefangenschaft kehrte während dieser Zeit ein Überrest von 42360 Gläubigen unter der Führung von Esra und Nehemia in das Land zurück. Sie errichteten zuerst inmitten der Trümmer Jerusalems einen Altar zur Anbetung Gottes und begannen dann mit dem Wiederaufbau der Stadt und dem Bau des zweiten Tempels, welcher im 6. Jahr des Königs Darius Hystaspis von Persien vollendet wurde, also im Jahr 434 v.Chr. Genau 70 Jahre von der Zerstörung des ersten Tempels bis zur Vollendung des zweiten Tempels, so wie es Jeremia geweissagt hatte! Gottes Wege sind vollkommen, und alles erfüllt sich genau.
Die Propheten Haggai, Sacharja und Maleachi waren schließlich diejenigen, welche dem zurückgekehrten Volk zur Zeit des Baus des zweiten steinernen Tempels und kurz danach die letzten ernsten Ermahnungen gaben. Das Volk sollte am Glauben festhalten und durch die zukünftige dunkle Zeit hindurch den Messias erwarten.
Der gläubige Überrest in Israel war bei der ersten Ankunft des HERRN im Land Israel wieder auf eine geringe Zahl geschrumpft. Dieser Überrest von wenigen Leuten hatte die Warnungen der Propheten beachtet und erwartete auch nach mehr als 400 Jahren Finsternis während der „kurzen Zeit für den Satan im Alten Bund“ noch immer treu und gläubig den Messias. Die Schrift nennt uns in Lk 2 den Propheten Simeon und die Prophetin Hanna, in Lk 24 den Ratsherrn Joseph von Arimathia. Der Überrest der namenlosen Gläubigen wird uns nicht genannt. Die Masse des Volkes war ungläubig und lebte in völliger Finsternis unter der Macht des letzten satanischen Tieres, nämlich des Römischen Reiches.
Aber dann sah das Volk in der Finsternis ein großes Licht (Jes 9,1). Der HERR Jesus Christus wurde als ein Mensch in diese Welt geboren. Damit endeten zu gleicher Zeit die „lange Zeit für den Satan“ vom Sündenfall im Paradies bis zum ersten leiblichen Kommen des HERRN (etwa 4000 oder etwa 5500 Jahre, je nach zugrunde gelegter Bibelübersetzung) und die „kurze Zeit für den Satan im Alten Bund“ vom Untergang des ersten Tempels im Jahr 504 v.Chr. bis zum ersten leiblichen Kommen des HERRN.
Der HERR tat sein Erlösungswerk und öffnete die Tür der Rettung durch seinen Tod und seine Auferstehung im Jahr 30 n.Chr. ER kündigte vor seinem Tod mehrmals an, dass er sterben und am dritten Tag auferstehen werde. Alle Jünger hörten das Wort des größten Propheten der Weltgeschichte, welcher zugleich der lebendige Gott der Sohn ist und konnten es also wissen. Judas Iskariot überlieferte den HERRN an seine Mörder und ging danach durch Selbstmord verloren.
Der HERR brachte bei seinem ersten leiblichen Kommen in seinem Tod und seiner Auferstehung das EWIGE REICH Gottes zu den Menschen in Israel und allen Nationen. ER bestieg bei seiner Himmelfahrt den Thron zur Rechten des Vaters.
Der Satan wurde unmittelbar nach der Himmelfahrt des HERRN (im Jahr 30 „n.Chr.“) aus dem Himmel auf die Erde geworfen, und hatte nun nur noch „wenig Zeit“ (nämlich etwa 70 Jahre bis zum Untergang Israels und Roms im Jahr 100 n.Chr.) um die Gemeinde Christi zu vernichten. Seine Wut war groß (Off 12,12).
Jeder konnte nun durch persönliche Buße und durch gehorsamen, nachfolgenden Glauben an das von den Aposteln verkündigte Evangelium gerettet werden, und sehr viele Menschen nahmen das Angebot Gottes an.
Der HERR errettete in der Zeit zwischen seiner Auferstehung und dem Untergang der Alten Welt, also zwischen seinem ersten leiblichen Kommen (als sündloser Mensch und Sohn Gottes, als Retter) und seinem zweiten leiblichen Kommen (als verherrlichter Mensch und Sohn Gottes, als Richter) in den Jahren 30-100 n.Chr., Millionen von Menschen aus vielen Nationen.
Der HERR hatte bereits zu seinen Lebzeiten wiederholt vor den Ohren der Pharisäer und des ganzen Volkes angekündigt, dass ER eine Generation (40 Jahre gemäß 4Mo 14,33-34 und 5Mo 29,4) nach seiner Auferstehung zum Gericht über diejenigen nach Jerusalem und ganz Israel zurückkehren würde, welche ihn zu Lebzeiten überliefert hatten, und welche auch nach der Vollendung seines Werkes dem Evangelium weiterhin nicht glauben und die Gemeinde verfolgen würden.
Der prophetische Dienst des HERRN Jesus Christus lief hier parallel zu den ebenfalls 40 Jahren des Dienstes Jeremias im alten Jerusalem. Jeremia redete 40 Jahre lang über die weitreichende Zerstörung Jerusalems und des ersten Steintempels, der HERR 40 Jahre im Voraus über die vollständige Zerstörung Jerusalems und des zweiten Steintempels.
Zuerst kam das Gericht mit der Vernichtung Jerusalems und des zweiten Steintempels durch die Hand der Römer im Jahr 70 n.Chr., also exakt 40 Jahre nach der Kreuzigung des HERRN. Kurz danach wurden das Römerreich und die ganze Alte Welt etwa im Jahr 100 n.Chr. durch Feuer gerichtet. Dies war ein zweites Gericht.
Auch dieses zweite Gericht hatte der HERR vorhergesagt. Es war das zweite leibliche Kommen des HERRN, diesmal als verherrlichter Richter über das Alte Israel und die Alte Welt. Der Satan wurde bei diesem zweiten Gericht etwa im Jahr 100 n.Chr. in den Abgrund geworfen, so wie es Offenbarung 20,2-3 sagt. Der HERR kam leiblich verherrlicht zurück und richtete sein sichtbares tausendjähriges Reich des Neuen Bundes über alle Nationen der Erde auf.
Tausend Jahre später, also um das Jahr 1070-1100 n.Chr. auf der originalen Zeitachse Gottes („1600“ n.Chr. gemäß der gefälschten Chronologie des Satans) endete dann auch das tausendjährige Reich des Neuen Bundes, und es begann die „kurze Zeit für den Satan am Ende“. Sie läuft bis in unsere Zeit hinein parallel zu den fast genau 500 Jahren der „kurzen Zeit für den Satan im Alten Bund“ (vom Jahr 504 v.Chr. bis zum ersten leiblichen Kommen des HERRN). Sie dauert nun nach offiziell gelehrter Zeitrechnung (weitere Verzerrungen sind nicht auszuschließen) schon seit mehr als 400 Jahren an.
Der HERR hat durch seinen Apostel Johannes den Beginn und das Ende dieser zweiten „kurzen Zeit“ ebenfalls im Buch der Offenbarung prophezeit. Am Ende dieser zweiten „kurzen Zeit“, welche nun schon so viele Jahre angedauert hat, wird wieder die ganze Welt in Finsternis leben. Sie wird wieder nahezu vollständig unter dem Einfluss des Satans stehen.
Die „kurze Zeit für den Satan am Ende“ wird mit dem dritten leiblichen Kommen des HERRN Jesus Christus, wieder in verherrlichter Form als Richter, diesmal jedoch über die gesamte heutige Schöpfung, enden. Auch kurz vor Ablauf dieser „kurzen Zeit für den Satan am Ende“ wird der Überrest der Gläubigen ebenso wie beim ersten leiblichen Kommen des HERRN zum Ende der „kurzen Zeit für den Satan im Alten Bund“ wieder klein geworden sein. Man gewinnt den Eindruck, dass wir heute in dieser Situation leben. Es bleibt nur noch wenig Zeit bis zum dritten leiblichen Kommen des HERRN übrig.
Bei seinem dritten leiblichen Kommen wird der HERR nicht als der Erlöser kommen, sondern als der Richter der ganzen Welt. Diese Ankunft wird am letzten Tag unserer Weltzeit geschehen. Der Satan wird an diesem Tag nicht für tausend Jahre in den Abgrund geworfen werden, sondern er wird zusammen mit seinen Dämonen für immer und ewig in den Feuersee der Hölle geworfen werden. Auch die bis zum Ende ungläubig gebliebenen Menschen werden als ewig Verlorene an diesen Ort kommen müssen. Es bleibt der Welt nur noch wenig Zeit.
Es besteht ebenso wie zur „wenigen Zeit“ für den Satan zwischen dem ersten und zweiten leiblichen Kommen des HERRN auch in unserer Gegenwart die Hoffnung, dass die Welt in ihrer „neubabylonischen und neurömischen“ Finsternis noch einmal ein großes Licht sehen könnte (Jes 9,1).
Dies wäre dann eine letzte weltweite Erweckung. Der Heilige Geist würde der Welt noch einmal den HERRN geistlich vor Augen stellen und das Evangelium verkündigen lassen. Es würde noch einmal zu einer letzten großen Ernte des HERRN unter den echten Juden und unter allen Nationen der Welt kommen.
Diese Erweckung würde geistlich parallel zu der großen Rettung zwischen der Himmelfahrt des HERRN und der Vernichtung der Alten Welt im ersten Jahrhundert stehen. Damals hatte der Satan nur „wenig Zeit“ (70 Jahre) um die Christen zu verfolgen. Heute hat er nur noch wenig Zeit, um diese letzte Erweckung zu bekämpfen. Dann wird der HERR in Herrlichkeit zum dritten Mal leiblich kommen und ihn in die Hölle werfen.
Während der „wenigen Zeit“ des Satans in den Jahren 30-100 n.Chr. kam es zu einer sehr großen Errettung unter den Juden innerhalb und außerhalb von Israel, sowie unter vielen Nationen der Alten Welt. Damals waren es etwa 70 Jahre von der Himmelfahrt des HERRN im Jahr 30 n.Chr. bis zum Gericht über die ganze Welt um das Jahr 100 n.Chr. Vielleicht ist die „wenige Zeit“ ja heute wieder 70 Jahre vom Beginn dieser Erweckung bis zum endgültigen Ende. Niemand kann es wissen. Selbst wenn es genau 70 Jahre wären, dann könnte dennoch niemand wissen, ab welchem Jahr der HERR den Beginn dieser 70 Jahre angesetzt hat. Vielleicht haben sie sogar schon begonnen, und die Erweckung läuft bereits in der Stille außerhalb der sichtbaren Gemeindestrukturen ab. Eines bleibt immer bestehen:
Wir wissen nicht den Tag und die Stunde, in welcher der HERR kommen wird.
Auch heute können das Gebet und der Dienst des relativ geringen Überrestes von Gläubigen unter der gnädigen Führung und Erhörung des HERRN noch einmal zu einer letzten weltweiten Ernte führen. Wir können es hoffen und dürfen das Evangelium weiter verkündigen. Wir brauchen auch in dieser Zeit nicht entmutigt zu sein. Der HERR ist allmächtig und allwissend. ER wird den Bau seines ewigen Reiches so vollenden wie wir es nicht geahnt hätten.
Und so gab es auch in unserer „kurzen Zeit für den Satan am Ende“ Propheten, welche darüber redeten.
Der bedeutendste von ihnen war zweifellos Hudson Taylor. Taylor war ein großer Mann Gottes im „19. Jahrhundert“. Durch ihn gründete der HERR die Chinainlandmission und rettete bis in unsere Zeit hinein ungezählte Seelen.
Während eines Missionsurlaubs in England hielt Hudson Taylor einmal eine Predigt in einer Londoner Gemeinde. Mitten in der Predigt hielt er plötzlich inne und verharrte für eine Weile stumm mit geöffneten Augen auf der Kanzel stehend. Nach einer kurzen Zeit der Stille predigte er weiter. Einige Minuten später geschah genau das Gleiche zum zweiten Mal! Taylor sprach zum zweiten Mal weiter und teilte der gespannt wartenden Gemeinde mit, dass er soeben zwei Visionen gehabt hatte. Gott redete mit diesem Mann auf eine beeindruckende Art und Weise, denn er war ein geisterfüllter und vollständig hingegebener Jünger.
Hudson Taylor sah in seinen Visionen die beiden damals noch zukünftigen Weltkriege und darauf folgend eine Zeit von unbestimmter Dauer, in welcher die ganze Welt von zahlreichen Kriegen und Revolutionen, Kriegsdrohungen und Kriegsgerüchten überzogen werden würde. Dieser Teil der Vision wurde durch die geschichtlichen Abläufe bis in unsere Gegenwart hinein in eindrucksvoller Weise bestätigt. Danach sah er im zweiten Teil der Vision eine große und tiefe geistliche Erweckung, welche in Russland begann, auf mehrere Länder Europas übergriff und sich zuletzt über die ganze Erde ausbreitete. Eine unbestimmte Zeit nach dieser Erweckung sah er dann die Wiederkunft des HERRN Jesus Christus. Bezeichnenderweise wurden ihm keine Zeiten und Zeitpunkte mitgeteilt, was die Vision auf eine schriftgemäße Grundlage stellt nach
Apg 1,7: „Er aber sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, die Zeiten oder Zeitpunkte zu kennen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat;“
Wir sollten die Aussagen Hudson Taylors nicht einfach von der Hand weisen, denn sie stammen nicht von einem Bibelschulpropheten oder sogar von einem Zeitungsausleger. Hudson Taylor war ein Mann Gottes, der sich niemals dazu erdreistet hätte, so etwas zu erfinden um berühmt zu werden und Anerkennung von Menschen zu bekommen. Er war sich klar der Tatsache bewusst, dass er für jedes damals vor der Versammlung ausgesprochene Wort am letzten Tag vor dem Gerichtsthron des HERRN Rechenschaft geben wird.
Die soeben geschilderte Vision ist zudem aus sicherer Quelle bestätigt worden. Die folgenden Ereignisse sind in mehreren Videos dokumentiert (siehe z.B. YouTube, Earl Poysti & Hudson Taylor Vision, 09.12.2020. Weitere Quellen im Internet unter www.HudsonTaylorVision).
Earl Poysti war ein amerikanischer Chinamissionar des letzten Jahrhunderts. Auf der Rückreise in seine Heimat besuchte er „1947“ eine große Gemeinde im Zentrum von London und wurde dort gebeten zu predigen. Er sprach über die Mission und erwähnte dabei auch die Vision von Hudson Taylor. Eigentlich war er sich nicht ganz sicher ob er überhaupt davon reden sollte, tat es aber schließlich trotzdem. Als die Gemeindestunde vorbei war, näherte sich ihm ein sehr alter Mann, gehend an einem Stock. Der Mann sah ihn an und sagte: „Ich danke Ihnen dafür, dass Sie diese Geschichte von Hudson Taylor erzählt haben. Es hat sich genauso abgespielt. Ich war in der Versammlung anwesend, in welcher er diese Vision gesehen hat.“ Poysti hat dieses Zeugnis in seiner Missionszeitschrift veröffentlicht, und andere nach ihm haben es aufgegriffen.
Die Christen dürfen noch auf eine letzte weltweite Erweckung hoffen. Es kann sogar sein, dass sie in unseren Tagen bereits begonnen hat, und dass sie insbesondere bei uns hier im Westen gänzlich außerhalb der sichtbaren christlichen Gemeindestrukturen einfach durch Zeugnisse von Mensch zu Mensch (entweder über direkten persönlichen Kontakt oder auch über das Internet) abläuft. Der HERR weiß es und sieht es!
13. Prophetische Zeittafel (gemäß „kurzer Zeit für den Satan am Ende“)
|
Ereignis |
Gottes Zeit |
Geänderte Zeit |
|---|---|---|
|
Erschaffung der Welt und des Menschen |
5500 - 4000 v.Chr. |
etwa 4000 v.Chr. |
|
Adam und Eva, der Sündenfall |
5500 - 4000 v.Chr. |
etwa 4000 v.Chr. |
|
„lange Zeit für den Satan“ |
4000 - 5500 Jahre |
/ |
|
Noah und die Sintflut |
etwa 2350 v.Chr. |
/ |
|
Abraham geboren |
etwa 1965 v.Chr. |
/ |
|
Verheißung an Abraham („430 Jahre“) |
etwa 1890 v.Chr. |
/ |
|
Isaak geboren (Abraham 100 Jahre alt) |
etwa 1865 v.Chr. |
/ |
|
Isaak entwöhnt (1Mo 21,8; „400 Jahre“) |
etwa 1860 v.Chr. |
/ |
|
Jakob geboren (Isaak 60 Jahre alt) |
etwa 1805 v.Chr. |
/ |
|
Jakob in Ägypten (130 Jahre alt) |
etwa 1675 v.Chr. |
/ |
|
Mose geboren |
etwa 1540 v.Chr. |
/ |
|
Flucht Moses (40-jährig) |
etwa 1500 v.Chr. |
/ |
|
Tausend Jahre im AT (Israel) |
etwa 1500 - 504 v.Chr. |
/ |
|
Berufung Moses (80-jährig) |
etwa 1460 v.Chr. |
/ |
|
Auszug (Ende „400 Jahre“, 1Mo15,13) |
etwa 1460 v.Chr. |
etwa 1500 v.Chr. |
|
Auszug (Ende „430 Jahre“, Gal 3,17) |
etwa 1460 v.Chr. |
etwa 1500 v.Chr. |
|
Zerstörung des ersten Tempels |
504 v.Chr. |
586 v.Chr. |
|
„kurze Zeit für den Satan im AT“ |
504 v.Chr.- 5 v.Chr. |
/ |
|
Ende „lange Zeit“ und „kurze Zeit im AT“ |
5 v.Chr. |
/ |
|
Erstes leibliches Kommen des HERRN |
5 v.Chr. - 30 n.Chr. |
0 - 33 n.Chr. |
|
Satan hat „wenig Zeit“ (Off 12,12) |
30 - 100 n.Chr. |
in naher Zukunft |
|
„Die große Drangsal Jakobs“ |
67 -74 n.Chr. |
in naher Zukunft |
|
Zerstörung des zweiten Tempels |
70 n.Chr. |
70 n.Chr. |
|
Zerstörung von ganz Israel |
75 - 100 n.Chr. |
„135“ n.Chr. |
|
Zweites leibliches Kommen des HERRN |
etwa 100 n.Chr. |
in naher Zukunft |
|
Ende des Römerreiches |
etwa 100 n.Chr. |
„476“ n.Chr. |
|
Satan gebunden im Abgrund |
etwa 100 - 1100 n.Chr. |
in naher Zukunft |
|
Tausend Jahre im NT (ganze Erde) |
etwa 100 - 1100 n.Chr. |
in naher Zukunft |
|
„Mittelalter“ |
/ |
„500 -1500“ n.Chr. |
|
„Renaissance“ |
/ |
„1550-1650“ n.Chr. |
|
Loslassung Satans |
etwa 1100 n.Chr. |
in > 1000 Jahren |
|
„kurze Zeit für den Satan am Ende“ |
etwa 1100 n.Chr. - ? |
in > 1000 Jahren |
|
„Neuzeit“ |
/ |
„1600“ n.Chr. - ? |
|
Vorentrückung der Gemeinde |
/ |
in naher Zukunft |
|
Tausendjähriges Reich für Israel |
/ |
in naher Zukunft |
|
Dritter Steintempel mit Tieropfern |
/ |
in naher Zukunft |
|
Satan hat wieder „wenig Zeit“ |
Erweckung „ganz am Ende“ |
/ |
|
Drittes leibliches Kommen des HERRN |
nach der letzten Erweckung |
in > 1000 Jahren |
|
Leibliche Auferstehung der Gläubigen |
beim dritten Kommen |
in naher Zukunft |
|
Verwandlung noch lebender Gläubiger |
beim dritten Kommen |
in naher Zukunft |
|
Aufnahme aller Gläubigen zum HERRN |
beim dritten Kommen |
in naher Zukunft |
|
Feuergericht über Himmel und Erde |
nach der Aufnahme |
in > 1000 Jahren |
|
Der große weiße Thron des HERRN |
nach dem Feuergericht |
in > 1000 Jahren |
|
Leibliche Auferstehung der Toten |
beim weißen Thron |
in > 1000 Jahren |
|
Ewiger Tod, Feuersee, Hölle |
nach dem weißen Thron |
in > 1000 Jahren |
|
Satan, Dämonen, Tote im Feuersee |
nach dem weißen Thron |
in > 1000 Jahren |
|
Neuer Himmel und neue Erde |
nach dem weißen Thron |
in > 1000 Jahren |
|
Ewige Herrlichkeit aller Erlösten |
nach dem weißen Thron |
in > 1000 Jahren |
14. Fazit des Schreibers
Keine Angst, liebe Leser/innen! Der Schreiber ist kein Geistesgestörter und auch kein vierköpfiges Ungeheuer, sondern einfach ein betender, suchender und fragender Jünger des HERRN Jesus Christus.
Mt 7,7-8: „Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! 8 Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.“
Der Schreiber hat eine langjährige geistliche Reise durch verschiedene Lehren der biblischen Prophetie hinter sich gebracht. Vor einigen Jahren trennte er sich nach gewissenhaftem Studium der Heiligen Schrift und des Weltgeschehens von den Lehren des Zionismus, des Dispensationalismus, des Futurismus und des Präterismus. Es kam dadurch letztlich auch zur Trennung von einer dispensationalistisch orientierten Gemeinde. Die biblische Prophetie blieb aber weiterhin ein besonderes Interessensgebiet und Herzensanliegen, denn sie zeigt den Gläubigen die Wege Gottes mit der Welt und die Stellung der Gemeinde im Plan Gottes auf.
Der Schreiber empfand die starke innere Verantwortung und Notwendigkeit, vergangene Irrtümer zu bekennen und zu korrigieren. Auch anderen Glaubensgeschwistern sollten die altbewährten Lehren der Heiligen Schrift zugänglich gemacht werden. Es wurden daher auf der Website www.DieLetzteStunde.de über einige Jahre hinweg verschiedene Texte zur Prophetie und zur Heilslehre veröffentlicht. Die Erkenntnis nahm durch konsequentes Studium der Heiligen Schrift, durch Gebet zum HERRN und durch den Austausch mit treuen Glaubensgeschwistern in Gesprächen und in Gebetsgemeinschaft allmählich zu.
Alle unsere Erkenntnis bleibt natürlich stückweise, und so bestand damals und besteht heute noch immer bei dem Schreiber eine Offenheit des Herzens für neue Dinge, sofern diese Dinge mit der Heiligen Schrift und mit dem Reden des HERRN im Gebet im Einklang stehen. Ein Christ muss biblisch durch die Schriften und geistlich vom HERRN selbst im Gebet, sowie auch von anderen Geschwistern in Gemeinschaft belehrbar bleiben, sonst wird er mit der Zeit ein geistlicher Laodizäer.
1Kor 13,9-10: „Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise; 10 wenn aber einmal das Vollkommene da ist, dann wird das Stückwerk weggetan.“
Off 3,17-18: „Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts! — und du erkennst nicht, dass du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt. 18 Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst!“
Gleichrangig zur Prophetie und zur Heilslehre stand die Erklärung und Verkündigung des schriftgemäßen Evangeliums des Reiches nach bestem Wissen und Gewissen, so wie es der HERR, seine Jünger und alle treuen Diener Gottes während der späteren Jahrhunderte verkündigten. Leider wurde diese klare Verkündigung vernachlässigt in den Gemeinden, welche der Schreiber als junger Christ und danach auch als geistlich heranwachsender Gläubiger kennenlernte. Hieraus resultierte ein starkes geistliches Verantwortungsgefühl vor dem HERRN und den Geschwistern, die zuvor unvollständige Verkündigung ebenfalls zu korrigieren.
Das in der Bibel aufgeschriebene vollständige Evangelium des Reiches, und nicht das zeitgemäße humanistische Falschevangelium der evangelikalen Bibelschulen muss den verlorenen Menschen verkündigt werden.
Das humanistische Evangelium unserer Tage rettet nicht. Es predigt billige Vergebung durch verstandesmäßige Zustimmung zu einer meist vorgegebenen Gebetsformel. Es vergisst die Überführung des verlorenen Menschen von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht. Es vergisst die Buße und den Glauben im Herzen (die echte Bekehrung), und nicht nur im Kopf. Es vergisst die enge Pforte, die völlige Neugeburt des ganzen inneren Menschen, die Taufe im Heiligen Geist, die Errettung von den bewussten Sünden schon in diesem Leben und die gehorsame Nachfolge auf dem schmalen Weg des Kreuzes bis ans Ziel. Es vergisst die Leiden der Gläubigen in dieser bösen Welt.
Es entstanden aus dieser Überzeugung heraus mit der Zeit weitere Texte zu den Themen der Heilslehre und des Evangeliums. Siehe hierzu den Menüpunkt „Biblische Heilslehre“, sowie die beiden Texte: „Das Evangelium des Reiches“ und „Das Ausharren der Gläubigen“ auf der vorgenannten Website.
Schließlich kam die „Little-Season-Eschatology“, die Lehre von „der kurzen Zeit für den Satan am Ende“ ins Blickfeld. Dies geschah über eine Zeit von etwa einem Jahr, und zwar ausschließlich durch Informationen aus dem englischen Sprachraum. Zunächst bestand eine gesunde Skepsis, welche jedoch durch das genauere Studium der Lehre allmählich abnahm. Unter ernsthaftem und anhaltendem Gebet in häuslicher Gemeinschaft mit zwei treuen Glaubensgeschwistern wurden die neuen Gedanken immer wieder vor den HERRN gebracht. Es kam hierbei über mehrere Monate hinweg wiederholt zu deutlichen Aufforderungen des HERRN, den Weg weiter zu gehen.
Die beschriebene Entwicklung endete dann vor wenigen Wochen in einer weiteren Gebetsgemeinschaft mit einem treuen Glaubensbruder und einer treuen Glaubensschwester mit der klaren Bestätigung vom HERRN, dass die Lehre der Heiligen Schrift entspricht. Der HERR wurde noch einmal gefragt, ob der vorliegende Text veröffentlicht werden soll.
Die Antwort kam im Gebet augenblicklich zu dem Bruder in Form eines Verses aus der Heiligen Schrift:
Lk 19,40: „Und er antwortete und sprach zu ihnen: Ich sage euch: Wenn diese schweigen sollten, dann würden die Steine schreien!“
Diese Bestätigung war dann auch verbunden mit der ebenso klaren Aufforderung, den Text niederzuschreiben und zu veröffentlichen. Der HERR sagte im Gebet durch den Mund des Bruders sinngemäß: „Der geschriebene Text wird veröffentlicht, und er wird genau diejenigen Menschen erreichen, für die er vorgesehen ist.“
Diese Veröffentlichung ist nun erfolgt, und zwar unter wiederholten und teils auch härteren körperlichen Angriffen des Feindes gegen die Person des Schreibers.
Die Veröffentlichung geschieht in Ehrfurcht vor dem HERRN, im Vertrauen zu ihm und in wahrhaftigem Respekt vor den Aussagen seines heiligen Wortes. Der Schreiber ist bis heute zu der persönlichen Überzeugung gelangt, dass der hier vorgelegte prophetische Denkansatz im Vergleich mit allen anderen prophetischen Lehrsystemen in der Christenheit der Heiligen Schrift am besten gerecht wird.
Die Lehre nimmt den HERRN unmittelbar bei seinem Wort, so wie ER es gesagt hat, als er in Israel lebte. Sie löst verschiedene Unregelmäßigkeiten in der Auslegung auf und beseitigt Hindernisse zum Verständnis der Abläufe der Geschichte. Sie berücksichtigt auch das Wirken des Satans, dessen Diener die Geschichte verbogen und ein Weltsystem der Lüge aufgerichtet haben. Sie beachtet beide Seiten der Medaille, nämlich das Wort Gottes ebenso wie die Realitäten in der geistigen und in der sichtbaren Welt. Geschichte muss die Prophetie bestätigen, und nicht umgekehrt. Zuerst die Prophetie, dann die nachweisbare historische Erfüllung.
Alle Ehre, aller Dank, alle Anbetung und aller Lobpreis gebühren nur unserem dreieinigen Gott, dem himmlischen Vater, dem Sohn Jesus Christus und dem Heiligen Geist. Mögen der Vater und der HERR Jesus Christus durch den Heiligen Geist in allen Gläubigen und in der ganzen Schöpfung verherrlicht werden. Möge das Lamm auf dem himmlischen Thron zur Rechten des Vaters den vollen Lohn für seine unermesslichen Leiden empfangen.
Von Deiner Seele Not wirst Du die Frucht genießen,
um die Du rangst am Kreuz, von tiefer Nacht umhüllt;
sie wird vollkommen rein und heilig vor Dir sprießen,
Dein göttlich liebend Herz ist ewig dann gestillt.
Hebr 12,1-2: „Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt, 2 indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.“
Off 17,13-14: „Diese haben einen einmütigen Sinn, und sie übergeben ihre Macht und Herrschaft dem Tier. 14 Diese werden mit dem Lamm Krieg führen, und das Lamm wird sie besiegen — denn es ist der Herr der Herren und der König der Könige —, und mit ihm sind die Berufenen, Auserwählten und Gläubigen.“
Jud 24-25: „Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich, mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen, 25 dem allein weisen Gott, unserem Retter, gebührt Herrlichkeit und Majestät, Macht und Herrschaft jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.“
AMEN.
